Wie funktioniert Atomenergie, welche Alternativen gibt es und wie gelingt es, Atomkatastrophen wie diese in Japan in Zukunft zu vermeiden ?
    Die Schüler der Klasse 8d der Werler Realschule haben sich in einer Unterrichtsreihe mit all diesen Fragen beschäftigt - und sind bald zu dem Entschluss gekommen, dass es nicht ausreicht, über die Probleme der Menschen im Krisengebiet zu sprechen , sondern, dass sie auch etwas tun wollen.
    Sie stellten eine Ausstellug zusammen, die nun in der Aula zu sehen ist und überlegten sich, dass sie Spenden sammeln möchten, um den Menschen in Japan zu helfen.
    "Die Schüler interessieren sich immer für tagesaktuelle Themen, fragen im Unterricht oft nach Zusammenhängen und Nachrichten", erzählt Erdkunde- und Politiklehrerin Katja Burmester.
    Die Schüler seien nach der Katastrophe in Japan auf die Lehrerin zugekommen und hätten den Vorschlag für die Spendensammlung gemacht.
    Seither bemühen sie sich konsequent um Geld, dass sie noch vor den Osterferien auf ein Konto der "Unicef" einzahlen wollen.
    "Wir haben mit der Spendendose auf dem Schulhof gesammelt und ich nehme sie immer mit in andere Klassen in denen ich unterrichte", erläutert Burmester.
    Doch damit nicht genug : Die Schüler entschlossen sich , während der Pausen in der Aula selbst gebackenen Kuchen zu verkaufen - mit guter Resonanz von Schülern und Lehrern.
    Die beiden 13-jährigen Schülerinnen Anastasia Kizmann und Jennifer van Gasse verkauften gestern Kuchen in der Aula- und machen sich weiterhin Gedanken um die Folgen der Katastrophe in Japan.
    "Es macht mir schon Angst, was da passiert ist", sagt sie und Jennifer ergänzt: " Die Strahlen können im menschlichen Körper wirklich unheimlich viel Schaden anrichten." Beide sind natürlich für einen schnellen Atomausstieg und hoffen , dass die Bundesregierung bald die Absage an die Kernenergie beschließt.

    Text aus dem Soester Anzeiger vom 5.4.2011
     
     

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