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[Birne im Krankenhaus][Birne und der Hubschrauber][Birne und die Räuber]
[Birne bei der Feuerwehr 1][Birne und die Elektrizität][Birne im Dschungel]
[Birne in der Schule][Birne bei der Feuerwehr 2] [Birne und der Lottogewinn]
[Birne bei der Bundeswehr][Privatdetecktiv Birne] [Birne in der Bank]
[Birne wieder unterwegs]Im Vorwort des Buches „Birne kann alles“ schreibt Günter Herburger, wie es zu den
Birne- Geschichten gekommen ist. Jeden Abend will sein Sohn Daniel vor dem Einschlafen eine Geschichte hören, weil er etwas zum Denken braucht. Als dem Vater keine Geschichte mehr einfällt, schlägt Daniel vor, Geschichten über die Glühbirne der Straßenlaterne zu erfinden, die nachts vor seinem Fenster leuchtet. Über Birne kann man immer Geschichten erzählen, erklärt er dem Vater. Nachts arbeitet sie, am Tag, wenn sie ausgeschlafen hat, erlebt sie Abenteuer. Sie ist klug, kann mit jedem sprechen, mit Tieren, Maschinen, Steinen, Todesstrahlen, sie hat kleine Düsenmotoren, ausklappbare Hubschrauberflügel und eine winzige Atombatterie an Bord ihrer Fassung. Sie interessiert sich für alles, ist mutig, liebt die Gerechtigkeit und siegt immer. Kurz: Birne kann alles.Und genau dies regte die Fantasie der Schüler und Schülerinnen aus der Klasse 6b an. Nach der Lektüre solch eines Birne-Abenteuers in unserem Lesebuch und der Klärung des Aufbauprinzips dieser Geschichten regte der Deutschlehrer Bernd Degen an, sich doch selbst mal im Schreiben solcher Texte zu versuchen. Die pfiffigsten Texte wurden dann gemeinsam ausgesucht, getippt, in Form gebracht und so entstand ein kluges Heftchen mit eigenen Birnen-Geschichten aus der Kasse 6b. Im Folgenden sind davon einige zu lesen.
Birne im Krankenhaus
Als Birne eines Tages ihren alltäglichen Mittagsspaziergang machte und dabei am Krankenhaus vorbei ging, fiel ihr ihr Freund Moritz ein. Moritz lag mit einem gebrochen Bein im Krankenhaus. Plötzlich hatte Birne die Idee, ihn zu besuchen.. Sie ging ins Krankenhaus und fragte an der Pforte nach Moritz. ,,Können Sie mir sagen, wo mein Freund Moritz Lange liegt?“ „Ja sicher“, sagte die Frau an der Pforte, er liegt auf der 2. Station, Zimmer 107.“ „Gut, danke.“ - Als Birne vor der Tür stand, klopfte sie an und ging hinein.Birne unterhielt sich mit ihrem Freund eine Zeitlang, als plötzlich etwas sehr Komisches geschah. - Ein lautes Brummen kam aus der Deckenlampe. Dieses dauerte ungefähr 15 Sekunden und danach gingen alle Lampen im Krankenhaus aus. Eine Schwester rannte aufgescheucht über den Flur und rief: ,, Hilfe, Hilfe, der Strom ist ausgefallen und unser Oberarzt operiert gerade. Moritz meinte: ,,Birne, guck mal im OP nach, ob du helfen kannst.“ „Gute Idee Moritz, denn ich könnte ja, solange es keinen Strom gibt, im OP Licht spenden. Tschüs Moritz, ich werde gucken, was zu machen ist!“ ,sagte Birne. Sie ging hinaus und flog dann zum OP-Bereich. Birne sprach eine Schwester an, die an ihr vorbei rannte. Aber die sagte nur: ,,Was machst Du hier, du darfst hier nicht rein, also geh wieder zurück.“ - und rannte weiter. Als nächstes sah Birne einen Arzt. Sie flog auf ihn zu und sagte: “Ich bin eine Birne, ich kann helfen, wenn Sie wollen.“ Der Arzt antwortete: ,,Ja klar, das wäre nett, komm mit in den OP.“ Birne folgte dem Arzt. Als Birne über dem Operationstisch schwebte, sagten alle Ärzte: ,,Schraub dich in die große Lampe und leuchte solange, wie du kannst.“ Das tat Birne auch. Nach ungefähr 1/2 Stunde durfte sich Birne wieder aus der Fassung schrauben, denn die Operation war zu Ende. Die Ärzte freuten sich, daß die Operation gelungen war, trotz des kleinen Zwischenfalls. und bedankten sich bei Birne.
Nach ungefähr 2 Stunden brannte dann wieder im ganzen Krankenhaus das Licht. Birne machte sich auf den Heimweg und war glücklich darüber, dass sie helfen konnte.
Birne besuchte mit zwei anderen Kindern eine Quizshow. Als ersten Preis konnte man mit dem Hubschrauber einen Stadtrundflug gewinnen. Der zweite Preis war ein Fahrrad und als dritten Preis konnte man ein paar Inlineskater gewinnen. Am Ende dieses Spieles stand es unentschieden. ,,Jetzt entscheidet das Los“, sagt der Moderator. ,,Wer die Zahl drei auf dem Los hat, der hat gewonnen.“ Jeder zog ein Los und Birne hatte Glück und gewann das Quiz. Birne freute sich riesig auf den Rundflug. Der Showmaster sagt noch zu Birne: ,,Der Rundflug beginnt morgen um 10 Uhr am Flughafen!“![]()
Birne ging gespannt zum Flughafen. Der Pilot und die drei Fluggäste warteten schon auf Birne. Sie stiegen in den Hubschrauber und flogen los.
Als sie ungefähr schon eine Dreiviertelstunde geflogen waren, wurde der Pilot plötzlich ohnmächtig.
Der Hubschrauber sank und sank. Plötzlich sprang Birne auf die Beine des Piloten griff zum Steuerknüppel und landete den Hubschrauber sicher.Die restlichen Passagiere halfen dem Piloten wieder auf die Beine. Er wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Der Pilot meinte, dass eine Spinne im Hubschrauber war und er hat viel Angst vor Spinnen.
Die Passagiere bedankten sich mehrmals bei Birne für die Rettung. Birne bekam einen Tag später noch eine Tapferkeitsmedaille und eine Urkunde vom Bürgermeister überreicht.![]()
Birne und die Räuber
Birne hatte einfach mal Lust zu verreisen, also beschloss sie eine Schifffahrt zu machen. Als sie am Hafen angekommen war, sah sie die zahlreichen Leute in das Schiff einsteigen. An der Treppe des Schiffes war ein Mann, der die Karte für die Reise einsammelte. Birne wollte sich erkennbar machen und sie rief zu dem Mann: „He, sie da oben!“ Der Mann schaute einmal mürrisch nach links und rechts und nahm wieder die Karten ein. Da dies nichts half, schlich sich Birne einfach in das Schiff hinein. Sie kriegte sich gar nicht mehr ein vor lauter Erstaunen. Das Schiff war so wunderschön. Es liefen viele reiche Leute herum mit großen Juwelen um den Hals. Aber am wohlsten fühlte sie sich in der Küche des Schiffes. Dort lief ein unbeholfener Junge herum, der sehr schüchtern war. „Hallo du da! Siehst du mich?!“ Der Junge schaute langsam nach unten und sah Birne. „Wer bist du denn?“, fragte er erstaunt. „Ich bin Birne und kann alles!“ Ich bin Tom und kann fast alles!“ Beide fingen laut an zu lachen.
Birne war meistens mit Ton zusammen. Doch in jener Nacht, als alle schliefen, schwebte sie noch ein paar Runden über das Deck. Das Wasser rauschte ganz leise. Plötzlich hörte sie einen Schrei. Birne war sehr erschreckt. Und da, durch ein kleines Fenster sah sie eine Frau, die bestohlen wurde. Birne konnte den Mann nicht erkennen, denn er stand mit dem Rücken zu ihr und hatte auch noch eine Maske auf. Birne schnappte sich schnell ein Seil, das zufällig neben ihr lag. Sie segelte leise von hinten an den Mann heran. Dann sah sie einen Lichtschalter, darüber stand: HAUPTSCHALTER. Sie hatte eine Idee. Birne knipste rasch das Licht aus, das ganze Schiff war auf einmal stockdunkel. Sie fesselte den Mann, der davon nichts merkte, legte der Frau ihren Schmuck und ihr Geld auf die Kommode und zog den Mann aus dem Zimmer raus. Anschließend schaltete sie das Licht wieder an. Sie nahm dem Mann die Maske ab- und es war kein anderer als...Tom. „Tom, warum machst du so etwas? Du hast mich so enttäuscht.“ „Fessel mich erst mal wieder los, dann erzähl ich dir alles“, erwiderte Tom. „Also es ist so, wir sind in meiner Familie zu siebt und sind arm, dass wir uns nicht mal eine richtige Wohnung leisten können, deshalb muss ich auch schon hier arbeiten, ich bin nämlich erst l4 Jahre.“Tom stiegen schon die Tränen in den Augen. „Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch nie wieder machen.“ „Ich glaube, ich habe da einen Einfall. Wir verkaufen auf dem Schiff Hot Dogs für 5DM“, meinte Birne. Das war eine sehr gute Idee, denn Birne und Tom hatten soviel Geld zusammen, dass es seiner Familie gut geholfen hatte.![]()
Birne machte ihren täglichen Spaziergang. Da sie nicht immer den gleichen Weg gehen wollte, ging sie an der Feuerwehr vorbei. Als sie an der Feuerwehr vorbei kam, ertönten die Sirenen. Die Tore gingen hoch und ein Feuerwehrwagen wollte losfahren. Ein Haus brannte. Nun schrie einer der Feuerwehrmänner ganz laut: „Verdammt noch mal, das Blaulicht geht nicht!“ Birne flog schnell dahin und sagte: „Nehmt die Blaulichtkappe ab und die Birne heraus. Die Feuerwehrmänner wunderten sich, sie hatten noch nie eine sprechende Birne gehört und gesehen. Sie befolgten den Rat. Birne flog auf das Dach und rief: „Fahrt los!“ Der Feuerwehrwagen fuhr los. Birne rannte nun immer hin und her und leuchtete dabei blau. Als sie an Ort und Stelle waren, löschten sie das Haus. Die Feuerwehrmänner bedankten sich bei Birne. Birne flog nach Hause und meinte: „Das war mal wieder ein anstrengender Tag!“ Birne bei der Feuerwehr
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Birne und die Elektrizität
Längere Zeit schon fragte sich Birne, wer die Elektrizität entdeckt hat! Sie überlegte, da die Menschen so viel von der Elektrizität verbrauchen, da müssten Sie ja wissen, wer die Elektrizität entdeckt hat. In Gedanken vertieft ging Birne in die Stadt. Dort traf sie viele Menschen. Da fasste sie Mut und fragte einen älteren Mann: „Guter Mann! Wissen Sie, wer die Elektrizität entdeckt hat?“ Der Mann antwortete „Ja weißt du, das ist gar nicht so leicht zu erklären. Entdeckt hat sie Benjamin Franklin 17. Jahrhundert!“ Daraufhin fragte Birne: „Wie komme ich denn ins 17. Jahrhundert?“ Darauf antwortete der Mann: „Das weiß ich leider nicht, aber ich kenne einen Professor, der angeblich eine Zeitmaschine haben soll.“
In der Hoffnung, dass der Professor wirklich eine Zeitmaschine hat, ging Birne zu ihm und klopfte an die Tür. Der Professor ließ Birne herein. Nach längerer Unterhaltung erklärte sich der Professor damit einverstanden, Birne in die Vergangenheit zu schicken. Doch er erklärte Birne, nach 12 Stunden würde sie automatisch wieder in unsere Zeit zurückgeholt. Damit war Birne einverstanden. „Dann steig bitte in diese Kabine. Wenn das Licht, das du siehst, heller wird, beginnt deine Reise in die Vergangenheit. Wenn es dann ausgeht, bist du im 17. Jahrhundert angekommen. Ist dann so weit alles klar?“ Birne antwortete: „Ja! Dann bis in 12 Stunden!“
Als Birne die Tür der Kabine geschlossen hatte, startete der Professor die Zeitmaschine. Es geschah alles so, wie der Professor es gesagt hatte. Als Birne aus der Kabine herauskam, war sie in einem Wald. Sie flog hinaus. In nicht all zu weiter Ferne sah sie eine Menschenmenge. Sie sah inmitten der Menge Benjamin Franklin. Dieser hatte eine Schnur in der Hand, an der ein Drachen hing. Inmitten der Schnur befand sich ein Schlüssel, der die angebliche Elektrizität des Gewitters, das im Moment tobte, auffing. Der Wissenschaftler wollte damit beweisen, dass es Elektrizität gab. Er sagte den Leuten, sie sollen an den Schlüssel fassen. Jeder, der daran gefasst hatte, fühlte einen kleinen Schlag. Alle meinten, er habe etwas an die Schnur getan, das den Schlag ausgeübt hatte. Dann gingen alle nach Hause, außer dem Wissenschaftler, er blieb da und überlegte, wie er es ihnen beweisen konnte, dass es wirklich Elektrizität gibt. Langsam flog Birne zu ihm hin und fragte vorsichtig: „Sind Sie Herr Franklin?“ „Ja, das bin ich!“ antwortete er. „Ich heiße Birne und löse von jedem die Probleme!“ „Ja wirklich? Könntest du mir helfen zu beweisen, dass es wirklich Elektrizität gibt?“ „Oh, ja, das kann ich. Ich komme nämlich aus der Zukunft. Um zu beweisen, dass es Strom gibt, setzt man bei uns solche wie mich ein. Wenn wir leuchten, ist Elektrizität vorhanden.“ „Großartig! Und was soll ich dann machen?“, fragte Benjamin Franklin. Birne antwortete: „Hole nochmals alle Leute zusammen. Wenn sie dann da sind, bindest du mich anstatt des Schlüssels zwischen die Schnur.“ Gesagt, getan. Benjamin Franklin tat alles so, wie Birne es ihm sagte. Die Leute tuschelten schon wieder spöttisch, doch als sie sahen, dass die Birne hell leuchtete, gratulieren und applaudierten die Leute.
In diesem Augenblick wurde Birne wieder zurück in die Gegenwart geholt, denn die 12 Stunden waren um. Als Birne wieder vor dem Professor stand, fragte der Professor: „Na wie war es? Hast du deine Antwort auf die Frage bekommen?“ Birne antwortete fröhlich: „Nicht direkt, aber ich konnte einem großen Wissenschaftler helfen.“ So ging Birne erschöpft, aber fröhlich nach Hause.![]()
Birne im Dschungel
Birne wollte eine Reise machen. Sie ging in ein Reisebüro und kaufte sich ein Flugticket nach Brasilien. Bei schönem Wetter begann der Flug nach Südamerika. Birne schaute aus dem Flugzeugfenster und sah staunend, wie alles unter ihr immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwand. Nach einem langen Flug landete die Maschine endlich in Brasilia. Birne stieg aus und suchte sich auf einer Wiese am Rande des Flughafens ein Nachtlager, denn es war schon spät abends.Am nächsten Morgen wachte Birne voller Abenteuerlust auf und sagte: „Ich werde mir nun erst einmal die Stadt ansehen.“ Als sie sich ein wenig in Brasilia umgesehen hatte, flog sie aus der Stadt hinaus zum Dschungel. Birne marschierte über schlammige und halb zugewachsene Wege. Als sie fast im Schlamm versank, flog sie lieber weiter durch den Dschungel. Überall hörte sie Tierstimmen. So ein Paradies hatte Birne noch nie in ihrem Leben gesehen. Rechts schlich ein Tiger an ihr vorbei und links zankten sich zwei Affen um eine Banane. Da, ein Rascheln direkt vor Birne! Eine Schlange schlängelte vorüber. Überall krabbelten kleine Tiere herum. Birne schaute sich einen dicken blauen Käfer an.
Plötzlich flüchteten die Affen in die Baumwipfel. Birne hörte einen Schrei. Da, wieder einer! Das kommt von rechts, dachte sie und flog schnell in die Richtung. Da sah Birne unter sich fünf Touristen mit ihrem Führer am Ufer eines breiten Flusses stehen. Über das Wasser führte einmal eine Hängebrücke, die aber nun am anderen Ufer gerissen war. Die Seile hingen hinunter in den Fluß. Aber warum schrien die Leute? Da sah Birne mit Speeren bewaffnete Eingeborene aus dem Dschungel kommen. Sofort erkannte sie die Gefahr für die Touristen. Sie flog hinunter und rief ihnen zu: „Wartet, ich helfe euch!“
Schnell flog Birne zu den gerissenen Seilen der Brücke, schlang sie sich um den Körper und schraubte sich auf der anderen Flußseite in den Boden. Schnell liefen die Touristen und der Führer über die Brücke. Sobald sie das rettende Ufer erreicht hatten, ließ Birne die Seile wieder los und sie fielen zurück in den Fluß. Nun flog sie hinüber zu den Eingeborenen und leuchtete immer grün, gelb, rot und blau. Entsetzt flohen die Eingeborenen wieder zurück in den Dschungel. Birne flog zu den auf der anderen Flußseite wartenden Touristen. Der Führer bedankte sich bei ihr für die Rettung und sagte: „Diesen Vorfall werde ich sofort nach unserer Rückkehr in Brasilia melden.“
Birne begleitete die Touristen noch aus dem Dschungel hinaus. Dann verabschiedete sie sich und flog nach Brasilia zum Flughafen. Mit dem nächsten Flugzeug kehrte sie nach Hause zurück, um sich dort von dem anstrengenden Abenteuer zu erholen.![]()
Birne in der Schule
Es war Montag. Für Karl war es ganz besonders wichtig, denn heute schrieben sie in Mathe die dritte Arbeit. Diese entschied, ob er in Mathematik eine fünf oder eine vier auf dem Zeugnis bekam. Als er zur Schule ging, hatte er mächtig Muffensausen und Bauchschmerzen. Karl konnte nicht wissen, dass er von Birne schon eine ganze Weile beobachtet worden war. Als Karl die Klasse betrat, sagte Moritz: „Na da kommt ja unser Matheprofi.“ Einige lachten höhnisch. Da kam Frau Schmale in die Klasse und schimpfte:
„Ich habe euch doch schon tausend Mal gesagt, dass ihr euch vor Mathematikarbeiten auf die Stühle setzen und euch konzentrieren sollt. Jetzt ist Ruhe im Karton.“ Nun teilte sie die Arbeitshefte und Arbeitsblätter aus. Wie immer saß Karl auf seinem Platz und wusste nicht, was er rechnen sollte und wie er es machen sollte. Plötzlich hörte er eine leise Stimme. Er guckte auf seinen Schulranzen. Auf diesem stand eine Glühbirne, sie flüsterte: „Hallo ich bin Birne, hast wohl Probleme bei der Klausur!“ Karl nickte zustimmend. Birne hüpfte auf den Einzeltisch und versteckte sich im großen Etui. Birne sagte nun: „Bei der ersten Aufgabe kommt 14.789 raus.“ Karl staunte, er konnte es noch gar nicht glauben. So rechnete Birne ihm die ganze Arbeit aus. Karl brauchte es nur noch hinzuschreiben. Endlich waren sie fertig und Karl gab die Arbeit ab.
Nach der Mathestunde fragte ihn Moritz trotzig: „Na, geschafft?“ Karl dachte nur: „Na du wirst dich wundern, wenn wir die Arbeiten wieder bekommen!“ Karl verbrachte den restlichen Schultag zusammen mit Birne und auch noch den Nachmittag. Dann musste sich Birne verabschieden. Als Karls Vater abends nach Hause kam fragte er ihn: „Wie war denn die Mathearbeit, hast du sie mit Köpfchen gelöst und nachgedacht?“ Karl antwortete: „Nein, ich habe sie mit Birne gelöst.“ Da lachte der Vater und meinte: „Den Spruch gibt es nicht.“ Nach einer Woche gab es die Arbeit wieder und Karl konnte sich über eine Eins freuen.![]()
Birne bei der Feuerwehr
Eines Tages möchte Birne wissen, wie es bei der Feuerwehr zugeht. Abends schleicht sie sich auf der Wache in ein Feuerwehrauto, dem TLF 16/25 (Tanklöschfahrzeug) mit der Funknummer Unna-Florian 944-5 und versteckt sich im Wageninnern. Dieser startet gerade zu einer Übung am Stadtrand. Dort haben Feuerwehrleute ein Papphaus aufgestellt, welches in Brand gesteckt und gelöscht werden soll.
Auf dem Weg dorthin erreicht den TLF 16-25 ein Funkspruch: ,,Unna-Florian 944-5, kommen!“ Sofort nimmt der Beifahrer das Funktelefon und meldet sich: „Hier Unna-Florian 944-5, kommen!“ Zentrale: „Einsatz! Einfamilienhaus steht durch ausgelaufenes Heizöl in Flammen.“ Nach Empfang der Ortsangabe tritt der Fahrer aufs Gaspedal und schaltet Sirene und Blaulicht an. Mit IOO km/h rast der TLFI6-25 durch die Stadt. Birne wird in ihrem Versteck hin- und hergeschleudert. Am Einsatzort sehen sie das Haus lichterloh in Flammen stehen.
Vor dem Haus stehen bereits ein RTW (Rettungswagen) und ein LF16-TS (Löschfahrzeug). Birne sieht am Rettungswagen eine Frau stehen, die immerzu schreit: „Rettet meinen Sohn! Rettet meinen Sohn!“
Der Hauptmann erfasst die Lage sofort und leitet die notwendigen Maßnahmen ein Da es bereits dunkel ist, werden Lichtmasten und Flutlichtstrahler errichtet. Birne überlegt, wie sie dem Jungen, den man plötzlich um Hilfe rufen hört, helfen kann. Sie erschreckt, als neben dem Feuerwehrauto plötzlich mit quietschenden Reifen ein Polizeiauto hält. Birne beobachtet, wie zwei Feuerwehrleute sich fertig machen, um in das Haus einzudringen. Sie fragt sich, was diese Männer für Flaschen auf dem Rücken tragen. Da kommt ihr der Zufall zu Hilfe, denn der Hauptmann ruft: „Wir halten zwei Reserveatemschutzgeräte bereit.“ Da rutscht plötzlich eine nicht festgeklemmte Schublade im Fahrzeuginneren heraus und alle Taschenlampen fallen herunter. Einer der Feuerwehrmänner hebt eine Lampe auf und prüft, ob diese noch funktioniert. „Die Glühbirne ist kaputt“, ruft er dem Hauptmann zu. „Was machen wir denn jetzt?“ seufzt dieser verzweifelt.
Da springt Birne aus ihrem Versteck und dem Hauptmann auf die Schulter. ,,Ich kann die defekte Birne ersetzen“, ruft sie aufgeregt. Der Hauptmann ist überrascht eine sprechende Birne zu sehen. Doch dann erklärt er Birne alles Notwendige. Birne wird in die Fassung der Taschenlampe geschraubt und diese den Männern mit den Atemschutzgeräten übergeben. Diese gehen mit Pulverlöschern ins Haus, um den Jungen zu suchen. Birne ruft: „Ich weiß, wo der Junge ist.“ Die Feuerwehrleute folgen Birne in den Keller. Dort hat sich der Junge vor Angst versteckt und auch noch die Kellertür abgeschlossen. Mit der Axt müssen die Feuerwehrmänner die Tür aufbrechen. Drinnen finden sie den Jungen bewusstlos auf dem Boden liegen. Einer der Retter gibt ihm aus der mitgenommenen Sauerstoffflasche Sauerstoff. Plötzlich donnert es im Haus, es bebt und die Treppe ist verschüttet. Sie sind eingeschlossen. Doch Birne hat eine Idee. Nachdem Birne den Feuerwehrleuten den Plan erklärt hat, willigen sie ein. Birne zwingt sich durch das Geröll nach oben und alarmiert den Hauptmann. Nach einer halben Stunde sind die drei Eingeschlossenen gerettet und die Mutter kann ihren Sohn in die Arme schließen. Dann wird der Junge auf eine Trage in den RTW (Rettungswagen) gelegt. Nachdem auch die Mutter eingestiegen ist, werden die Hecktüren geschlossen und der RTW (Rettungswagen) fährt mit Sirene und Blaulicht ins Krankenhaus.
Kurz darauf ist auch das Feuer gelöscht und die Fahrzeuge können abrücken. Als sie auf der Wache sind, bedanken sich der Hauptmann, alle Feuerwehrleute und besonders die beiden Männer mit den Atemschutzgeräten bei Birne. Da meint Birne: ,,Ach, das mache ich doch jeden Tag!“![]()
Birne und der Lottogewinn.
Birne spielt oft Lotto. Sie hat noch nie etwas gewonnen. Heute geschah Unerwartetes. Birne gewann etwas. Sie zeigte dem Lottoverkäufer ihren Gewinnzettel. Der Lottoverkäufer nahm etwas aus einem Regal. ,,Du hast endlich was gewonnen. Das ist eine Eintrittskarte für ein Fußballspiel,“ meinte der Lottoverkäufer. „Und wo findet denn das Fußballspiel statt?“. fragte Birne. „Na wo schon, in einen Fußballstadion in Mailand“, murmelte der Lottoverkäufer. „Aber wie komme ich dahin, etwa zu Fuß oder was?“, sprach Birne nervös. „Oh, das stimmt, du hast Recht, Birne. Ich habe da was vergessen. Hier ist deine Zugfahrkarte. Ich glaube, der Zug fahrt um 19 Uhr ab“, sagte der Lottoverkäufer. ,,Oh, mein Gott! Ich muss mich beeilen, sonst verpasse ich den Zug nach Mailand.“ Birne nahm die Eintrittskarte und die Zugfahrkarte und schoss wie eine Rakete aus dem Lottoladen und flog zum Bahnhof. Als sie im Bahnhof war, sah sie viele Leute, die schwarzgelbe Trikots anhatten. Es waren Borussia Dortmund Fans, die gerade in den Zug einstiegen. Birne stieg auch mit ein.
Jetzt fuhr der Zug los. Auf dem Weg hielt der Zug an. ,,Der Strom ist ausgefallen!“, schrie der Zugführer. ,,Oh, nein!“, fing die Menge an zu jammern. ,,Ich kann euch helfen. Ich befestige meinen Düsenmotor an dem letzten Waggon und schalte ihn ein“, sagte Birne. Die Menge war damit einverstanden. Sie befestigte ihren Düsenmotor an dem letzten Waggon und schaltete ihn ein. Der Zug fing an sich zu bewegen. Er wurde schneller und schneller. Als der Zug in Mailand fast angekommen war, schaltete Birne den Düsenmotor aus. Im Bahnhof von Mailand bedankten sich alle bei Birne, dass sie noch rechtzeitig angekommen waren. Dann lief die große Menge in ein riesengroßes Stadion. Als Birne endlich im Stadion war, freute sie sich sehr, weil sie zum ersten Mal in einem Fußballstadion war. Birne schaute zu, wie Dortmund gegen Mailand spielte.![]()
Birne bei der Bundeswehr!
Birne möchte wissen, wie es bei der Bundeswehr ist, deshalb packt sie ihre Sachen und macht sich auf den Weg.
Am Eingang steht ein Soldat, der die Ausweise kontrolliert. Birne geht hinüber und zeigt ihren Ausweis. „Wer bist du denn?“ fragt der Soldat lachend. Birne antwortet: „Ich bin Birne und möchte wissen, wie es in der Kaserne ist.“
Der Soldat lässt Birne hinein und sie bewundert die marschierenden Soldaten, die Lkws, die Panzer und die Jeeps.
Anschließend wird Birne von einem Soldaten auf ihr Zimmer gebracht, das sie sich mit sieben anderen Soldaten teilen muss.
Am Abend spaziert Birne in der Kaserne umher und schaut sich verschiedene Gebäude an, darunter auch die Waffenkammer. Dort beobachtet sie einen Soldaten, mit auffallend krummen Beinen, der im Dunkeln ein Gewehr manipuliert, indem er echte Munition gegen Übungsmunition austauscht. Birne läuft zum Feldwebel und berichtet: „Herr Feldwebel, ich habe beobachtet, wie ein Soldat ein Gewehr manipuliert hat!“
Der Feldwebel lacht und sagt: „Warum sollte ein Soldat ein Gewehr manipulieren? Geh auf dein Zimmer, ich regle das schon.“
Birne geht zurück auf ihr Zimmer um zu schlafen.
Am nächsten Morgen läuft Birne in die Waffenkammer und kontrolliert das Gewehr. Sie sieht, dass der Feldwebel sich nicht um das Gewehr gekümmert hat, deswegen tauscht Birne die Patronen aus.
Beim Manöver sieht Birne, dass sich ein Soldat hinter einem Busch versteckt und die anderen beobachtet. Birne erkennt, dass das der Übeltäter ist. Sie stellt ihren Düsenantrieb an, düst zu ihm herüber und gibt ihm einen Kinnhaken, dass er ohnmächtig wird.
Birne ruft zum Feldwebel: „Schnell, kommen Sie herüber! Hier liegt der Übeltäter, der an dem Gewehr manipuliert hat. Ich habe ihn an seinen extrem dünnen Beinen wieder erkannt“ Der Feldwebel lässt ihn in eine Zelle führen.
Am Abend vergnügt sich Birne mit dem Feldwebel und den Soldaten bei einem Glas Bier.![]()
Privatdetektiv Birne
Es war ein normaler Tag. Zwei Schildkröten verschwanden aus dem Zoo. Birne beobachtete einen Mann, der nervös auf dem Bürgersteig herumlief. Plötzlich tauchte ein zweiter, verdächtig aussehender Mann auf, der nervös langsam auf den anderen zuging. Der Zweite zog ein paar Geldscheine aus seiner Jacke, der andere gab ihm ein Päckchen und nahm das Geld. Dann verschwand er in der Menge. Der andere ging die Straße runter.
Das war ein Fall für Detektiv Birne. Birne folgte dem Mann, der jetzt das Päckchen hatte. Der Mann ging in ein Hochhaus. Birne folgte ihm unauffällig. Er fuhr mit dem Fahrstuhl in den dritten Stock und benutzte dann die Treppe. Birne blieb ihm auf den Fersen. Zu guter Letzt klopfte er an eine Bürotür und ging hinein. Birne überlegte, sollte er die Polizei alarmieren? Aber ohne Beweise konnte die auch nichts machen. Birne machte auf eigene Faust weiter. “Was wohl in dem Päckchen war?“ fragte sich Birne. Eins war sicher, der Inhalt war .heiß. Birne guckte durchs Schlüsselloch. Jetzt war noch ein dicker Mann dazu gekommen. Er saß hinter einem Schreibtisch in einem breiten Ledersessel und rauchte eine Zigarre. Der Dicke fragte: „Und, hast Du die Schildkröten, Tom?“ „Ja! Mann, Harry, die müssen Millionen wert sein.“ antwortete Tom. „Jetzt müssen wir nur noch einen Käufer finden,“ meinte Harry.
Da stürzte Birne zur Tür herein und zückte seine Wasserpistole, die natürlich ungeladen war, um niemanden zu verletzen. Er rief: „Hände hoch, oder ich spritze!“ Die Gauner wollten die Flucht ergreifen, doch sie verhedderten sich in den Kabeln, die dort herumlagen. Birne rief die Polizei, die 10 Minuten später eintraf, und die Diebe festnahm. Birne öffnete das Päckchen, und hervor kamen zwei kleine Schildkröten, die der Zoo schon seit drei Tagen vermisste. Birne gab die Schildkröten dem Zoo zurück. Sie verzichtete auf die Belohnung und legte sich nach diesem Tag in ihr Bett. Dann meinte sie zufrieden: „Der Fall ist abgeschlossen.“![]()
Birne in der Bank
Eines Tages schwebt Birne durch die große Stadt. Vor einem großen gläsernen Hochhaus bleibt sie stehen. Über der Eingangstür ist in großen Buchstaben zu lesen „Volksbank“. „Aha“, denkt Birne, „da muß sich ja viel Volk aufhalten. Da ist bestimmt etwas los.“ Birne blickt durch die großen Scheiben und sieht viele Menschen, die ihre Hände hoch halten. Birne ist begeistert und denkt: „Das muss ein tolles Spiel sein. Ich muss unbedingt mitmachen.“
Aufgeregt betritt Birne die Volksbank. Offensichtlich haben sich die Menschen in zwei Gruppen aufgeteilt Die einen halten die Hände hoch und zwei andere seltsam maskierte Wesen fuchteln mit Metallrohren herum.
Als Birne die Bank betreten hat, fauchen die Männer: „He du da, Hände hoch und an die Wand zu den anderen Leuten!“ Birne wird wütend und meint: „Das könnte euch so passen. Euer Spiel ist doch ungerecht. Ihr beide gegen so viele. Das geht doch nicht. Ich werde einfach auf eurer Seite mitmachen.“ Und schon hat Birne dem einen maskierten Mann das Metallrohr weggenommen und fuchtelt damit wie wild in der Gegend herum. „Nun kann es losgehen!“ schreit Birne. In der Aufregung löst sich aus ihrem Metallrohr ein Schuss. Putz rieselt von der Decke auf die maskierten Männer. Die Maskenmänner blicken sich einige Sekunden ratlos an und verlassen dann Hals über Kopf die Bank.
Am nächsten Tag ist ein großer Artikel über Birnes Heldentat in der Zeitung zu lesen, denn ein derart kluges Verhalten ist unter Menschen selten zu finden.![]()
Birne wieder unterwegs
Heute wusste Birne nicht so recht, wo sie hinfliegen und helfen sollte. Da kam ihr der Gedanke, dass Kranke ja eigentlich am meisten Hilfe brauchten. So flog sie zum Krankenhaus. Als sie dort ankam und versuchte mit in den O.P. zu kommen, fing ein Arzt an zu schimpfen. Er fragte: "Was wilst du hier? Außer Ärzte darf da niemand rein!" Da entgegnete Birne: "Und was macht ihr dann da ohne Patienten? Kaffee trinken vielleicht!? Außerdem will ich helfen!" Wütend entgegnete der Arzt: "Du und helfen? Ich glaube eher du brauchst Hilfe!" und er verschwand. Birne war wütend und wartete draußen wie alle anderen. Da ging auf einmal das Licht aus! Schon kam ein verzweifelter Arzt aus dem O.P. gerannt. Birne nutzte die Gelegenheit und schlich in den Saal. Da sah sie den Patienten liegen! Er war schon blau angelaufen. Der Strom war ausgefallen und die Ärzte verzweifelt! Nun hatte Birne eine Idee. Sie schraubte sich die Steckdosenstecker ein und spendete die Energie. Sofort bekam der Patient wieder Farbe. Ein paar Wochen später konnte er aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Familie des Patienten und die Ärzte waren sehr stolz auf Birne.
Der Arzt, der mit Birne geschimpft hatte, entschuldigte sich.![]()
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