Die Städtische Realschule Werl

 

 

 

 

 

 

 

 

Zahlen - Daten – Fakten

 

 

Die Städtische Realschule Werl gehört heute zu den größten Realschulen im Regierungsbezirk Arnsberg. Zurzeit werden ca. 750 SchülerInnen in 28 Klassen von 43 LehrerInnen unterrichtet.

Gegründet wurde die Schule 1963 – zunächst als Realschule für Jungen.

Anfänglich war sie im Gebäude der Overbergschule und im heutigen Volkshochschulgebäude untergebracht.

1972 zog die Schule in das jetzige Gebäude am Salzbach.

 


Unser Hauptgebäude

 

In unserem Hauptgebäude sind zurzeit die Jahrgänge 5 und 6 sowie einige Klassen der anderen Jahrgänge untergebracht.

 

 

 

 

Unsere Turnhalle

 

Die Dreifachturnhalle wird überwiegend von unserer Schule für den Sportunterricht genutzt. Die Wände des Eingangbereichs wurden von SchülerInnen des Kunstunterrichts farbig gestaltet. Die Entwürfe hierzu entstanden während einer Projektwoche.

 

 

 

 

Unser zweites Gebäude

 

Im ersten Obergeschoss des Gebäudes II unserer Schule befinden sich die Klassenräume der Klassen 7 – 8. Weiter gibt es in diesem Gebäude Unterrichtsräume für die Fächer Informatik, Kunst und Differenzierung.

 

 

 

 

 

 

 

Der erste Anbau

 

Er ist mit dem Hauptgebäude verbunden und wurde am 14.04.2000 eingeweiht. In diesem Gebäudeteil werden die Jahrgänge 5 und 6 unterrichtet.

 

 

 

 

 

Der zweite Anbau

 

Im September 2003 wurde unser 2. Anbau eingeweiht, welcher ebenfalls mit dem Hauptge- bäude verbunden ist. In ihm werden derzeit drei Klassen unseres Jahrgangs 10 unterrichtet. Weiter befindet sich unsere Schülerbücherei in diesem Gebäudeteil.

 

 

 


Das Kollegium

der

Städtischen Realschule Werl

 

 

Die Schulleitung

 

Frau

Rottmayer

Deutsch, Geschichte, Politik

Herr

Lauterjung

Mathematik, Erdkunde, Informatik

Herr

Niemand

Deutsch, Kunst

 

 

 

Die Verwaltung

 

 

Frau

Peitz

Sekretariat

Frau

Wiesenthal

Sekretariat

Herr

Böhmer

Hausmeister

 

 

Die LeherInnen

 

Frau

Ackermann-Otten

Biologie, Deutsch

Herr

Aggül

Mathematik, Sport

Frau

Behrendt-Stich

Englisch, Geschichte

Frau

Berentzen

Englisch, Mathematik

Frau

Bierhaus-Aggintus

Englisch, Geschichte, Informatik

Herr

Brügger

Sport, Mathematik

Frau

Burmester

Erdkunde, Sozialwissenschaften

Frau

Cappellaro-Wieching

Sport, Hauswirtschaft

Frau

Craes

Englisch, Mathematik

Herr

Cypionka

Mathematik, Sozialwissenschaft, Politik

Herr

Dann

Chemie, Biologie

Frau

Degen

Deutsch, Textil

Herr

Degen

Deutsch, Biologie

Herr

Degener

Sport, Kunst, Werken

Frau

Dieks

Deutsch, Kunst

Frau

Diermann

Englisch, Geschichte

Frau

Droste

Mathematik, Erdkunde

Herr

Erdhütter

Französisch, Kath. Religion

Frau

Faupel

Mathematik, Sport

Herr

Fischer

Französisch, Erdkunde, Politik, Sozialwissenschaft

Frau

Grote

Ev. Religion, Textil, Erdkunde

Frau

Hanusa

Deutsch, Kunst

Frau

Happe

Mathematik, Musik, Informatik

Frau

Hecker-Wieneke

Deutsch, Englisch

Herr

Klimkeit

Deutsch, Geschichte

Frau

Krücken-Wittmann

Englisch, Hauswirtschaft

Frau

L`Gaal-Feldmann

Englisch, Kath. Religion

Herr

Ladermann

Mathematik, Physik, Informatik

Frau

Möhrer

Mathematik, Chemie, Physik

Herr

Mutzenbach

Französisch, Sport, Ev. Religion

Frau

Niggemeier

Deutsch, Sport

Herr

Peltzer

Geschichte, Politik, Sozialwissenschaft, Technik

Herr

Pickmeier

Deutsch, Kath. Religion

Herr

Pieper

Musik, Kath. Religion

Frau

Post

Deutsch, Englisch

Herr

Pracht

Mathematik, Physik

Frau

Schmidt

Englisch, Textil

Frau

Schürmann-Petrich

Ev. Religion, Sozialwissenschaft, Politik

Frau

Seeger

Deutsch, Biologie

Frau

Steiner

Geschichte, Kath. Religion

Herr

Wieching

Mathematik, Physik, Informatik

Frau

Zöpfgen

Biologie, Chemie

 

 


Unsere Leitideen

 

Unsere Gegenwart ist geprägt durch Wandel. Gesellschaftliche Strukturen, Handlungsweisen in der Politik und in der Arbeitswelt, Überzeugungen und Wertvorstellungen im öffentlichen und privaten Leben unterliegen ständigen Veränderungen. Unsere Schule nimmt den Auftrag sehr ernst, die SchülerInnen vorzubereiten auf Anforderungen, denen sie sich stellen, auf Probleme, mit denen sie sich auseinander setzen und auf Gefahren, denen sie gewachsen sein müssen.

Mit unseren Leitideen haben wir uns einen allgemein akzeptierten, verbindlichen Handlungsrahmen geschaffen, an dem wir unser Denken und Handeln in der Praxis ausrichten:

 

Wir wollen unsere SchülerInnen „konsequent erziehen“, „vielfältig bilden“ und „für ihre Zu- kunft qualifizieren“.

 

Konsequent erziehen

 

Unsere Erziehung ist verankert im Bildungsauftrag der Schule, der in den Richtlinien der Realschule dargelegt ist, und in den im Grundgesetz verankerten Menschenrechten, die auf humanistischen und christlichen Wertvorstellungen gründen. Dieses wird ausdrücklich im Vorwort unserer Schulordnung hervorgehoben:

 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar, d.h.:

Jede/r SchülerIn hat das Recht darauf, dass es ihr/ihm in der Schule körperlich und seelisch gut (er-)geht.

Wir verhalten uns so, dass niemand verletzt wird.

Wir gehen rücksichtsvoll und freundlich mit unseren MitschülerInnen und LehrerInnen um.

Wir sind hilfsbereit, wenn jemand alleine nicht weiterkommt.

Wir zeigen Mitgefühl, wenn wir merken, dass es jemandem nicht gut geht.

Wir sind für das körperliche und seelische Wohlbefinden unserer MitschülerInnen verantwortlich.

 

Alle Menschen sind gleich.

Wir achten jeden Menschen, egal welcher Nationalität, welcher Religion, welchen Alters und welchen Geschlechts.

Wir sind gerecht gegenüber all unseren MitschülerInnen und gestehen allen die gleichen Rechte zu.

Wir wollen niemanden ärgern oder ausgrenzen.

Wir setzen uns dafür ein, dass niemand bedroht, erpresst oder unterdrückt wird.

 

Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern.

Wir lassen auch andere zu Wort kommen und ihre Meinung gelten, auch wenn sie sich von unserer eigenen unterscheidet.“

(Schulordnung der Städt. Realschule Werl)

In unserer Erziehungsarbeit legen wir Wert auf die Vermittlung von Werten, denn diese Fähigkeiten und Einstellungen sind wichtige Voraussetzungen für das Zusammenleben in einer freiheitlichen, demokratischen und an Rechtsnormen orientierten Gesellschaft.

Diese Vermittlung erscheint auch deshalb besonders notwendig, da Institutionen, die bisher traditionell die Werteerziehung übernommen haben, sich immer mehr zurückziehen.

Solche Werte, Fähigkeiten und Einstellungen, die Schlüsselqualifikationen für das berufliche Weiterkommen und das gesamte Leben darstellen, sind Toleranz, Hilfsbereitschaft, Lern- und Leistungsbereitschaft, Disziplin, Fähigkeit zu friedlicher Konfliktlösung, eigenverantwortliches Handeln, selbstständiges Urteil, Selbstkritik und Teamfähigkeit, Respekt vor religiösen Überzeugungen, Weltoffenheit, Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gemeinschaft und der Umwelt.

Die Erziehungsfunktion der Schule hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung zugenommen. Sie kann aber die Erziehungsaufgabe des Elternhauses nicht ersetzen, sondern nur begleiten. Dabei sollte sie verstärkt die Vermittlung sozialer, ethischer und moralischer Werte in den Vordergrund stellen. Unser Kollegium stellt sich engagiert der Aufgabe, den drohenden Verlust an sozialer Kompetenz auszugleichen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Anerkennung von Grenzen und die Einsicht in die eigene Verhaltensweise.

 

 

Vielfältig bilden

 

Verbunden mit der Erziehung spielt selbstverständlich die Bildung für uns als Schule eine herausragende Rolle.

Wir helfen den SchülerInnen mit unserem Fachunterricht, einem breiten Differenzierungsangebot und vielfältigen Arbeitsgemeinschaften (AGs) Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben. Alle SchülerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, ihren Neigungen und Talenten auf kognitivem, praktischem, kreativem und sozialem Gebiet gerecht zu werden.

Die LehrerInnen leisten mit ihrem Unterricht in dem breit gefächerten Spektrum von Lernbereichen und Fächern mit deren unterschiedlichen Schwerpunkten verschiedene Beiträge, um die SchülerInnen vielfältig zu bilden:

Im Deutsch-, Englisch- und Französischunterricht erwerben die SchülerInnen umfassende sprachliche Kompetenzen, um sprachliche Handlungsfähigkeit im Zusammenleben mit anderen Menschen zu entwickeln und in einer globalen Welt bestehen zu können.

Mathematische und naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen spielen bei der Bewältigung unseres technisch geprägten Lebens eine immer größere Rolle, so dass dieser Lernbereich SchülerInnen wichtige Qualifikationen vermittelt.

Unsere Informationsgesellschaft stellt auch uns als Schule vor die Herausforderung, den SchülerInnen die Möglichkeit zu einer konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit Medien zu bieten. Die gute Ausstattung unserer Schule im Hinblick auf Informations- und Kommunikationstechnologie schafft gute Voraussetzungen für die Bewältigung dieser Aufgabe.

In einer Welt mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und Weltanschauungen den eigenen Standort zu finden, fällt Kindern und Jugendlichen nicht leicht. Wir wollen unsere SchülerInnen bei ihrer Suche mit dem Unterricht in den Gesellschaftswissenschaften und im Fach Religion unterstützen. Außerdem dient die Übernahme von Ämtern in den Klassen, in der Schülervertretung oder im außerunterrichtlichen Bereich einer Vorbereitung auf Mitbestimmung und Mitverantwortung in einer demokratischen Gesellschaft. Die multikulturelle Zusammensetzung unserer Schülerschaft bietet die Chance, dass das gemeinsame Leben und Lernen auf der Basis von Toleranz gelingen kann.

Im musisch-künstlerischen Unterricht öffnen wir den SchülerInnen die Türen für die Teilhabe am kulturellen Leben unserer Gesellschaft. Wir wollen außerdem ihre kreativen Interessen wecken und sie für künstlerisches Schaffen motivieren.

Die in Untersuchungen und durch eigene Beobachtung deutlich gewordene gesundheitliche Beeinträchtigung der Kinder und Jugendlichen hat uns veranlasst, gerade die Bewegungsfreude der SchülerInnen zu fördern und ihr Bewusstsein für ihre Ernährung zu wecken. Mit sportlichen Aktivitäten und der Berücksichtigung gesunder Ernährung im Schulalltag wollen wir Wissen und Kompetenzen zur Gesundheitsförderung vermitteln.

Auch die Freizeit ist ein wichtiger Bereich der Lebenswirklichkeit. Daher bieten AGs zusätzliche Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung der SchülerInnen.

 

 

Für die Zukunft qualifizieren

 

Die Schnelllebigkeit gesellschaftlichen Wandels und beruflicher Anforderungen erfordert von uns als Schule, SchülerInnen die Notwendigkeit lebenslangen Lernens zu vermitteln, eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Zukunft aller SchülerInnen an einer weiterführenden Schule, im Beruf und im privaten sowie öffentlichen Leben.

Besonders notwendig erscheint uns, dass unsere SchülerInnen lernen, Verantwortung für sich und das Gemeinwesen zu übernehmen, um ihre individuellen Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen und den gesellschaftlichen Herausforderungen gewachsen zu sein. Denn heute ist die reine Vermittlung von Fachkompetenz mehr und mehr unter den Vorbehalt der rapiden Zunahme neuer Entwicklungen und Erkenntnisse gestellt. Die Vorläufigkeit der Wissensaneignung macht Kompetenzen notwendig, die stärker an die persönlichen Möglichkeiten der SchülerInnen gebunden sind und sie langfristig befähigen, aus eigener Kraft und Initiative auf Veränderungen der Berufswelt zu reagieren und diese mitzugestalten. Daher gewinnt die Aneignung von Methoden-, Lern- und Sozialkompetenz für unsere SchülerInnen zunehmende Bedeutung.

Um junge Menschen bei ihrer Identitätsfindung zu unterstützen und gegenüber schädlichen Einflüssen und Manipulation zu stärken, kommt es ebenfalls darauf an, sie zu sachbezogener Kritikfähigkeit und zu persönlichem Engagement zu befähigen. Die angestrebte Teilnahme an Entscheidungsprozessen in Eigen- und Mitverantwortung hat Folgen für das Schulleben selbst. Demokratische Strukturen und teamfördernde, kooperative Arbeitsweisen machen daher einen wesentlichen Teil im Erscheinungsbild unserer Schule aus. Die Mitbestimmung der SchülerInnen ist wie die der Eltern, ebenso wie die Teambereitschaft im Kollegium, von besonderer Bedeutung im Hinblick auf die Qualifizierung unserer SchülerInnen für ihre Zukunft. So bekommen sie hier das „Rüstzeug“ mit, um ihre zukünftige Lebenssituation als ArbeitnehmerIn oder UnternehmerIn, als verantwortungsbewusste/r VerbraucherIn und StaatsbürgerIn zu bewältigen.

 

 


Kooperation in der Städtischen Realschule Werl

 

Unsere Schule ist eine der größten Realschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Wie in jeder Schule sind Perspektiven für die Arbeit zu entwickeln, Verabredungen für die Gestaltung der Arbeit zu treffen und der Alltag ist zu organisieren, um den SchülerInnen die besten Chancen für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu eröffnen. Bei der Größe unseres Systems mit den vielen Menschen, die täglich in unserer Schule sind und mit unserer Schule zu tun haben, ist gute Kooperation aller Beteiligten unerlässlich.

 

 

Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule als Basis für die Förderung der Kinder und Jugendlichen

 

Elternhaus und Schule haben die gemeinsame Aufgabe, die Kinder bzw. SchülerInnen zu erziehen und zu bilden. Die anspruchsvollen Zielsetzungen „Konsequent erziehen“, „Vielfältig bilden“ und „Für die Zukunft qualifizieren“ können nur gelingen, wenn beide Seiten gut zusammenarbeiten.

 

Eltern und  KlassenlehrerInnen – die kleinste Zelle der gemeinsamen Arbeit

Im Interesse jeden einzelnen Kindes ist die Kooperation der Eltern und der KlassenlehrerInnen von großer Bedeutung. Die KlassenlehrerInnen sind die zentralen AnsprechpartnerInnen in allen schulischen Angelegenheiten. Erfahrungen mit dem gemeinsam zu betreuenden Kind werden ausgetauscht, um das Kind schulisch möglichst optimal zu fördern. Bei Sorgen und Problemen wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Die Eltern können für diese Zusammenarbeit die zwei jährlichen Elternsprechtage, die Sprechstunden und kurzfristige auch telefonische Kontakte nutzen.

 

Zusammenarbeit in den Gremien

Gerade die Kooperation in den Gremien eröffnet den Eltern und der Schule die Chance, Ideen auszutauschen, Probleme zu besprechen und Initiativen für die weitere Entwicklung der Schule herauszukristallisieren.

 

Klassenpflegschaft – Kooperation auf Klassenebene

In den Klassenpflegschaften arbeiten die KlassenlehrerInnen und die Eltern einer Klasse zusammen. Die von den Eltern der Klasse gewählten Vorsitzenden der Klassenpflegschaft und die KlassenlehrerInnen sind das Bindeglied für Elternhaus und Schule.

Angelegenheiten, die die gemeinsame Arbeit in der Klasse betreffen, werden besprochen. Fragen der Unterrichtsarbeit, die Hausaufgaben, die Gestaltung der üblichen 3 Klassenausflüge im Jahr oder mehrtägiger Klassenfahrten, Klassenfeste sowie die Einführung und Nutzung einer Klassenkasse sind immer wiederkehrende Themen der Klassenpflegschaften. In der Klassenpflegschaft werden auch Probleme der Klasse aufgegriffen, Eltern und KlassenlehrerInnen suchen gemeinsam nach Lösungen.

Außerdem regen die Eltern der Klasse über die Pflegschaftsvorsitzenden und die KlassenlehrerInnen Entwicklungen für die gesamte Schule an. So entstand an der Städtischen Realschule der jährlich stattfindende Verkauf von Schulbüchern oder das „Busguide“-Projekt (s.u.).

 

Schulpflegschaft

Den Eltern bietet die Schulpflegschaft die Möglichkeit, Überblick zum Geschehen in der Schule zu gewinnen und ihnen gemeinsam wichtige Aspekte zu diskutieren, Initiativen anzustoßen und deren Fortgang im Blick zu behalten.

Regelmäßig wird ausführlich über den Stand der Schulprogrammarbeit berichtet und Anregungen aus der Elternschaft können in die weitere Arbeit einfließen. Für diese Weiterentwicklung der Schule werden hier einige Aspekte ausgeführt.

Im Interesse des Wohlbefindens ihrer Kinder messen die Eltern dem äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes einen hohen Stellenwert bei. Die Eltern begrüßten die bauliche Erweiterung des Gebäudes und den Anstrich einiger Flure und Klassen in den letzten Jahren. Auch die viele Jahre zu engen Klassenräume im Gebäude der Fröbelschule waren ein wiederkehrendes Thema, sodass der Umbau zur Vergrößerung der Räume auf eine positive Resonanz stieß. Aus den Gesprächen in den Klassenpflegschaften und der Schulpflegschaft entstand außerdem die Initiative „Gepflegte Toiletten“, bei der die Eltern eine bauliche Veränderung der Toilettenanlage auf dem Schulhof und eine Betreuung während des Schultages erwirkten.

Auch die Unterrichtsarbeit thematisieren die Eltern immer wieder. Ihnen ist die Vermittlung von Arbeitstechniken und Methoden ein wichtiges Anliegen. Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen und der Abschlussprüfungen stoßen auf Interesse. In den Gesprächen der Eltern werden aber auch ihre Sorgen im Hinblick auf die Abschlussprüfungen deutlich. Sie befürchten, dass ihre Kinder den Ansprüchen nicht genügen und wünschen sich von den LehrerInnen eine gute Vorbereitung ihrer Kinder auf diese neue Anforderung.

Die schulische Unterstützung des Erwerbs personaler und sozialer Kompetenzen liegt den Eltern ebenfalls am Herzen. Schulische Aktivitäten wie das „Sozialtraining“, das „Konflikttraining“, das „Fairmobil“ (s. u.) werden ausdrücklich begrüßt.

Die Schulpflegschaftsvorsitzenden und die Schulleiterin stehen in engem Kontakt, der die Basis für gelingende Kooperation bildet.

 

 

Schulkonferenz

In der Schulkonferenz, dem höchsten beschlussfassenden Organ der Schule, fließen die Überlegungen der Eltern, der SchülerInnen und des Kollegiums zusammen. Hier hat sich in der Praxis der letzten Jahre gezeigt, dass auf der Grundlage der Vorüberlegungen der drei Gruppen konsensfähige Entscheidungen getroffen werden können. Die intensiven Vorarbeiten in der Schulpflegschaft, der SV und im Kollegium machen sich hier bezahlt.

 

Veranstaltungen für Eltern als Säule der Zusammenarbeit

Aus den Gesprächen in der Schulpflegschaft entstehen zusätzliche Informationsveranstaltungen für Eltern.

Zu einem Elternabend „Pubertät“ mit einem externen Referenten fanden sich etliche Eltern ein, die Anregungen erhielten und Erfahrungen austauschen konnten.

Auch zu den Themen „Mobbing“, „Sucht und Drogen“ und „Lernen lernen“ fanden bereits Elternabende mit externen ReferentInnen statt und sind wieder geplant.

 

 

Der Förderverein – tragende Institution für die schulische Arbeit

Schon 1964 gründete sich der Förderverein der Städtischen Realschule, ,,Verein der Eltern, Freunde und Förderer der Städtischen Realschule Werl“. Ausgangspunkt der Überlegungen war schon damals, dass die knappen öffentlichen Mittel ergänzt werden sollten, um das schulische Angebot im Interesse der SchülerInnen zu erweitern. Außerdem wollte der Förderverein allen Kindern die Teilnahme an Klassenfahrten sichern, auch wenn Familien sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden.

Inzwischen ist der Förderverein zu einer unentbehrlichen Institution geworden. In Zeiten knapper staatlicher Ressourcen wäre Vieles in der Städtischen Realschule nicht möglich ohne die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein. Kleinere und größere Anschaffungen werden vom Förderverein finanziert.

Einige Beispiele seien hier genannt. Der Förderverein bezahlte diverse Computer, sodass die Städtische Realschule schon sehr früh Informatikkurse für SchülerInnen einrichten konnte und damit den SchülerInnen den Zugang zu den neuen Medien erleichterte. Die Einrichtung der Schülerbücherei wäre ohne den Förderverein wohl kaum gelungen. Die Renovierung der Aula war nur mit der Hilfe des Fördervereins möglich. Ein dringend notwendiger Anstrich des Zugangs zur Aula konnte realisiert werden. Ein Basketballkorb für den Schulhof wurde gekauft. Jedes Kind bekommt zu Beginn des fünften Schuljahres ein Hausaufgabenheft.

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit erhält auch die finanzielle Unterstützung von Klassenfahrten einen hohen Stellenwert. Eltern können bei finanziellen Engpässen diskret einen Antrag beim Förderverein stellen, um den Kindern die Teilnahme an Klassenfahrten zu ermöglichen.

Wichtig ist auch ein Zuschuss des Fördervereins zum Projekt „Betreute Toiletten“. Die Schulpflegschaft initiierte und unterstützte durch verschiedene Aktionen die dringend notwendige Sanierung der Außentoiletten durch die Stadt. Während des täglichen Betriebs sorgt eine Toilettenfrau für den einwandfreien hygienischen Zustand der Toiletten und für den reibungslosen Ablauf. Finanziert wird die Toilettenfrau durch einen kleinen Jahresbeitrag der SchülerInnen und einen Zuschuss des Fördervereins.

Ganz besonders bedeutsam ist der Förderverein für den Schulkiosk (s.u.). Der Förderverein betreibt in Kooperation mit einer Lehrerin, zwei externen Frauen (eine Mutter ehemaliger Schülerinnen) und dem jeweiligen Jahrgang 10 den Kiosk für ein gesundes Schulfrühstück, wodurch es möglich ist, die beiden Frauen, die Einkäufe erledigen, den Verkauf für die Pausen vorbereiten und dann mit den SchülerInnen zusammenarbeiten, zu finanzieren. Außerdem regelt der Förderverein in Kooperation mit einer Mutter, einem Lehrer und mehreren SchülerInnen den Verkauf von Schulbedarf. Die für jedes einzelne Produkt minimalen Gewinne ergeben eine stattliche Summe in ihrer Gesamtheit, die dann wiederum in die Anschaffungen für die Schule zurückfließen.

Eine zweite Quelle der Einnahmen sind die Beiträge der Mitglieder. Eltern werden als Mitglieder geworben, die einen Beitrag von mindestens 6 € im Jahr bezahlen. Diese vielen kleinen Summen helfen dann, für die Schule Positives zu erreichen.

Genau wie in anderen Bereichen bilden die guten Kontakte zwischen dem Vorstand des Fördervereins und der Schule die Basis für die Erfolge. Alle wünschen sich auch für die Zukunft eine gute Kooperation.

 

 


Unsere Schülervertretung- das Mitwirkungsorgan der Schülerinnen und Schüler

 

Die Schülervertretung hat insbesondere die Aufgabe, die Interessen der SchülerInnen bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu vertreten und fachliche, kulturelle, sportliche, politische und soziale Neigungen der SchülerInnen zu fördern. Vor diesem Hintergrund und im Sinne unserer Leitvorstellung sieht unsere SV ihre Hauptaufgabe in der Interessenvertretung der SchülerInnen und fungiert als Bindeglied zwischen SchülerInnen, Schulleitung, LehrerInnen und Eltern.

Die SV engagiert sich in vielen Angelegenheiten für die SchülerInnen der Schule, ihnen steht aber gleichzeitig ein breites Feld von Lernmöglichkeiten zur Verfügung. Insbesondere die Entwicklung der Persönlichkeit, die Übernahme von Verantwortung und die Einübung in das Leben in einer Demokratie bieten sich als Chancen.

Für die vielfältigen Aufgaben, die für die SV zu bewältigen sind, hat sich schon seit einigen Jahren bewährt, statt einer einzelnen Schülersprecherin/eines einzelnen Schülersprechers ein Schülersprecherteam aus mehreren Personen zu bilden. Im Sinne der Einübung demokratischer Gepflogenheiten stellen sich interessierte Gruppen mit ihrem Programm den SchülerInnen vor und auf der ersten Schülerratssitzung zu Beginn des Schuljahres wird dann ein Team gewählt.

Um die Interessen der SchülerInnen auf einer möglichst breiten Ebene zu vertreten, betreibt das Schülersprecherteam einen SV-Raum als Anlaufstation in den großen Pausen. Die SchülerInnen kommen mit ihren großen und kleinen Anliegen und erhalten bei Bedarf Unterstützung.

Die SV organisiert in den großen Pausen eine Spieleausgabe. Gegen ein Pfand können Bälle, Seilchen, Pedalos u.Ä. ausgeliehen und für die Pausengestaltung genutzt werden.

Auch die Pausenmusik ist bei den SchülerInnen sehr beliebt. SchülerInnen geben CDs mit Musikwünschen ab, die von der SV einer Prüfung unterzogen werden, um den Schulhof nur mit ethisch vertretbarer Musik zu beschallen.

Eine weitere Aktivität sind Kinoabende, die die SV in regelmäßigen Abständen für verschiedene Altersgruppen organisiert. Eine kleine Auswahl von Filmen wird in den Klassen zur Wahl gestellt und der Wunschfilm am veröffentlichten Termin gezeigt. Am Rand werden Getränke und Popcorn verkauft, sodass die kleinen Erlöse wieder für Aktivitäten der SV genutzt werden können.

Die Jahrgänge 5 und 6 nehmen rege an den speziell für sie organisierten Nikolausfeiern oder Flohmärkten teil.

Großen Anklang bei allen Jahrgängen finden Sportturniere, die von der SV für verschiedene Jahrgänge an den letzten Schultagen vor den unterschiedlichen Ferien geplant und durchgeführt werden. Die Klassen spielen ihre jeweiligen Sieger aus und kämpfen um die oft von Sponsoren zur Verfügung gestellten Preise. Urkunden erhalten natürlich alle Klassen, aber insbesondere die Sieger schmücken ihre Klassenräume gerne mit Urkunden und Pokalen.

Zur Unterstützung des jeweils neuen Jahrgangs 5 übernehmen SchülerInnen aus dem jeweiligen Jahrgang 10 Patenschaften für die Kleinen. Die SchülerInnen sollen damit AnsprechpartnerInnen bei Problemen zur Verfügung haben, vor allen Dingen in den Pausen auf dem Schulhof, in denen die Kleinen leider manchmal zu Opfern von Hänseleien älterer SchülerInnen werden. Außerdem unterstützen die PatInnen die Klassen bei ihren kleinen Festen oder auch bei Ausflügen. Einerseits nehmen die Kleinen dieses Angebot mit Begeisterung auf und andererseits führen die Großen ihre Patenschaft mit großem Engagement aus. Den Paten wird ihr außerunterrichtliches Engagement zertifiziert.

Die engagierte und konstruktive Teilnahme der SV-Teams an den Schulkonferenzen gehört selbstverständlich auch zum Programm. Neben diesen „laufenden Geschäften“ konzentriert sich die Arbeit der SV zusätzlich auf ein langfristiges Projekt - die Schulhofgestaltung.

Zu Beginn des Schuljahres 2004/2005 prägten asphaltierte Flächen das Bild unseres Schulhofs. Lediglich vier Tischtennisplatten luden zu sportlichen Betätigungen ein. Mit dem Ziel, die Attraktivität des Pausengeländes zu steigern, wurde das Projekt Schulhofgestaltung ins Leben gerufen.

Die SV verfolgte dabei zwei zentrale Ziele. Die SchülerInnen sollten die Möglichkeit haben,

·        sich in Sitzecken zu treffen

·        sich sportlich zu betätigen.

Schnell war klar, dass die geplante Verbesserung und Ausstattung des Schulhofes teuer werden würde, aber eine finanzielle Unterstützung der Stadt kaum möglich war. Geld musste beschafft werden. In dieser Situation wurde die Idee eines Sponsorenlaufes geboren. Die SchülerInnen aller Klassen sollten Runden um den Sportplatz laufen, sich Sponsoren für ihre Aktivitäten suchen und dann das eingenommene Geld mitbringen für die notwendigen Anschaffungen. Im Juni 2004 fand der Sponsorenlauf statt und es kam eine Menge Geld zusammen, um Tore, Bänke, Papierkörbe, eine Stereoanlage und Spielgeräte zu kaufen. Der noch fehlende Basketballkorb wurde dann vom Förderverein gespendet.

Jetzt stehen auf dem Schulhof insgesamt 14 Bänke in vier verschiedenen Stellen als Sitzgruppen zur Verfügung. Außerdem wurden der untere Schulhof  mit stabilen Fußballtoren in zwei Spielfelder unterteilt. Am zusätzlich angebrachten Basketballkorb können die SchülerInnen Streetball spielen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese vielseitigen Aktivitäten der SV begleiten die beiden SV-LehrerInnen seit etlichen Jahren.

 

 

 

 

 


Kooperation in der Schulleitung

 

Die drei Mitglieder der Schulleitung stellen sich gemeinsam der Leitungsaufgabe. Verschiedenste Interessen der SchülerInnen, der Eltern und der LehrerInnen sind innerhalb der Schule in Einklang zu bringen, aber auch den Anforderungen des Schulträgers, der anderen Schulen des Umfeldes, des Ministeriums und der Bezirksregierung ist zu entsprechen.

Vor diesem Hintergrund hat die Leitung der Schule vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Gemeinsame Ziele sind für die Weiterentwicklung der Schule zu definieren, die vom Ministerium vorgegebenen Ziele sind umzusetzen. Der Alltag ist möglichst reibungslos zu organisieren, um für die SchülerInnen das Lernen zu optimieren und die Arbeit der LehrerInnen sinnvoll und effektiv zu gestalten und zu unterstützen. Entscheidungen sind im Hinblick auf Zielsetzungen reflektiert zu treffen. KollegInnen sind bei ihrer Weiterentwicklung zu fördern und zu unterstützen. Die für die Schule getroffenen Vereinbarungen sind zu kontrollieren.

Diese scheinbar klaren Aufgaben der Schulleitung konkretisieren sich im Schulalltag in unendlich vielen kleinen Teilaufgaben. Als für die Städtische Realschule Werl vor 6 Jahren eine neue Schulleitungskonstellation entstand - die Schulleiterin und der zweite Konrektor kamen neu in die Schule- war im Sinne einer kooperativen Leitung der Schule damit auch zu klären, wie die vielfältigen Aufgaben der Schulleitung auf die drei Personen mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Interessen verteilt werden sollten.

Auf der Basis der Arbeitserfahrungen, Kompetenzen und Interessen der drei Leitungsmitglieder wurden die Aufgaben verteilt (s. Anlage), anschließend wurde das Kollegium schriftlich informiert, um die notwendige Transparenz für die Arbeitsabläufe zu schaffen.

Für eine effektive, gleichzeitig aber auch kooperative Arbeit der Schulleitung reicht eine Aufteilung der Arbeitsfelder noch nicht aus. Im Sinne der kooperativen Weiterentwicklung der Schule trifft sich die Schulleitung einmal wöchentlich am Nachmittag zu einer Schulleitungssitzung, in der die großen und kleinen Aufgaben und Probleme bearbeitet werden.

Verschiedene permanente Tagesordnungspunkte strukturieren diese Schulleitungssitzungen.

Programmatische und konzeptionelle Fragestellungen für die Weiterentwicklung der Schule bilden regelmäßige Tagesordnungspunkte. Das neue Schulgesetz mit seinen konkreten Auswirkungen für unsere Schule, die Umsetzung der neuen Kernlehrpläne für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch oder die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Lernstandserhebungen und der zentralen Prüfungen am Ende des Jahrgangs 10 nahmen viel Zeit in Anspruch. Ziel ist dabei stets, nach einer inhaltlichen Klärung auch zu einer gemeinsamen Einschätzung und Haltung zu finden.

Konferenzen und Besprechungen werden gemeinsam vorbereitet, sodass verschiedene Ideen in die Optimierung der Arbeit einfließen können und die Schulleitung mit einer gemeinsamen Position auftritt.

Auch die gegenseitige Information ist ein wichtiger Teil der Arbeit, um über gemeinsame Wissensstände zu verfügen und damit der Schulgemeinde als kompetente GesprächspartnerInnen zur Verfügung zu stehen, z.B. geht es um Informationen aus Besprechungen mit der Stadt oder von Veranstaltungen mit Eltern.

Ebenso hilft der kontinuierliche Austausch der Erfahrungen mit den konkreten Arbeitsvorhaben, das Gesamtsystem Schule im Blick zu behalten, zum Beispiel entsteht ein Bild zur weiteren Entwicklung der Unterrichtsarbeit aus den Vorhaben der verschiedenen Fachkonferenzen.

In einer Schule – und erst recht in einer Schule mit 800 Personen - treten immer wieder Probleme und Konflikte auf. In der Schulleitungssitzung nutzen die Leitungsmitglieder die Gelegenheit, diese Probleme und Konflikte gemeinsam zu reflektieren, Lösungsansätze zu entwickeln und für deren Umsetzung Vereinbarungen zu treffen. Die Ergebnisse fließen wieder zurück, sodass eine Angelegenheit abgeschlossen oder weiter beraten und verfolgt werden kann.

Neben diesen regelmäßigen Besprechungen nutzen alle Schulleitungsmitglieder auch „den kleinen Dienstweg“ und klären bei Bedarf den alltäglichen Kleinkram oder Dringendes, um die Kontinuität des Alltags zu sichern. 

 


Stand: 15. September 2008

Aufgabenverteilung in der Schulleitung

Aufgaben

Frau Rottmayer

Herr Lauterjung

Herr Niemand

Schulprogramm

Gesamtkoordination, Vorbereitung und Leitung entspr. Konferenzen

 

Teilbereiche nach Absprache in der Schulleitung

Teilbereiche nach Absprache in der Schulleitung

Umsetzung der Kernlehrpläne

Begleitung der Arbeit in den Fächern Deutsch und Englisch, Mathematik in Absprache mit Herrn Lauterjung

 

Begleitung der Arbeit in Mathematik in Absprache mit Frau Rottmayer

Begleitung der Arbeit in Deutsch in Absprache mit Frau Rottmayer

Lernstandserhebungen

Abschlussbericht

 

 

Gesamtkoordination

Zentrale Prüfungen 10

Begleitung der Arbeit in den Fächern Deutsch und Englisch, Mathematik in Absprache mit Herrn Lauterjung

 

Begleitung der Arbeit in Mathematik in Absprache mit Frau Rottmayer

 

Konferenzen

-           Schulpflegschaft

 

-           Schulkonferenzen

 

-           Lehrerkonferenzen

 

 

-           Erprobungsstufenkonferen- zen

 

 

-           Klassenkonferenzen bei Ordnungsmaßnahmen

 

 

 

 

Kontakte zu den Mitgliedern
Vorbereitung u. Leitung der Versammlung

Vorbereitung, Leitung

 

Abstimmung mit dem Lehrerrat

Vorbereitung,

Leitung

 

 

 

 

Vorsitz

 

Vorbereitung von Teilbereichen nach Bedarf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorsitz nach Absprache mit Frau Rottmayer

 

Vorbereitung von Teilbereichen nach Bedarf

 

 

 

 

 

 

Vorbereitung, Organisation, Leitung

 

 

Vorsitz bei Konferenzen
der Klassen 5 und 6

Einstellungen 

Gesamtkoordination der Einstellungsverfahren

Absprachen in der Schulleitung

 

Absprachen in der Schulleitung

Absprachen in der Schulleitung

Dienstliche Beurteilungen

Beratung und Beurteilung eingestellter LehrerInnen und LehramtsanwärterInnen

 

 

Gespräche mit LehrerInnen

Beratung
Schlichtung

Konfliktbearbeitung

I.d.R. in Zusammenhang mit Vertretungs-, Aufsichts-, Raum- und Stundenplan, Haushaltsangelegenheiten;
auf besonderen Wunsch

 

Beratungsgespräche (KollegInnen, Eltern, SchülerInnen) im Jahrgang 5/6

Gespräche mit Eltern

Elterngespräche
auf Wunsch der Eltern und/oder KollegInnen

 

Elterngespräche in der Erprobungsstufe

Gespräche mit SchülerInnen

Gespräche mit SchülerInnen, z.B. bei Konfliktsituationen

 

Gespräche mit SchülerInnen zur Differenzierung

Gespräche mit SchülerInnen in der Erprobungsstufe

Außerschulische Kontakte

Kontakte zur Bezirksregierung

Kontakte zum Schulträger

Kontakte zu anderen Schulen
Kontakte zum Förderverein
(Absprachen, Förderanträge...)
Kontakte zu anderen  Institutionen....

 

 

 

Unterrichtsverteilung

Klassenverteilung
Verteilung von Fächern, KollegInnen (soweit nicht von den Fachkonferenzen geregelt, in Absprache mit Herrn Lauterjung)

Verteilung von Fächern, KollegInnen
(soweit nicht von den Fachkonferenzen geregelt, in Absprache mit Frau Rottmayer)
- Organisatorisches
  (Aushanglisten, Ausdrucke,...)

 

Verteilung von Fächern, KollegInnen,
insbesondere die Klassen 5 und 6 betreffend
(soweit nicht von den Fachkonferenzen geregelt, in Absprache mit Frau Rottmayer)

Differenzierung in den Jahrgängen 7 bis 10

 

Rahmenabsprachen mit Herrn Lauterjung

Rahmenabsprachen mit Frau Rottmayer

Durchführung des Informationsabends für Eltern und SchülerInnen

Gesamtkoordination der Wahlen, Kursbildungen und Umwahlen

 

 

Haushalt

Rahmenabsprachen mit Herrn Lauterjung

Rahmenabsprachen mit Frau Rottmayer
- Gespräche mit KollegInnen
- Gespräche mit dem Schulverwaltungsamt
- Veranlassung der Überweisungen
- Haushaltskontrolle, Statistik
  (Kontogegenbuch: Frau Peitz/Frau Wiesenthal)

 

 

 

Aufnahme von SchülerInnen

Zu den Anmeldeterminen

Im laufenden Schuljahr

Zu den Anmeldeterminen

Zu den Anmeldeterminen

Einschulung Klassen 5

 

 

- Verteilung der angemeldeten
  SchülerInnen auf Klassen
- Info-Besuch Viertklässler
- Begrüßungsfeier
- Organisation der ersten Schulwoche

- Koordination KlassenlehrerInnen Klasse 5

 

Organisation des Alltags

Schulpflichtüberwachung

Terminplan

 


Stundenplan

Aufsichtsplan
Raumplan

Statistiken

Schulbücher
(Bestellung,
Verteilung, Haushaltsmittel)

 

 

Klassenfahrten

Fahrten, die nicht im Schulprogramm verankert sind

Unterrichtsgänge; Ausflüge
Klassenfahrten, die im Schulprogramm verankert sind

 

 

Krankmeldungen

 

Alle Krankmeldungen;
aktuelle Krankmeldungen vor Unterrichts- beginn auch über Frau
 Peitz/Frau Wiesenthal

 

 

Beurlaubungen

Sonderurlaub für LehrerInnen und SchülerInnen

 

 

 


Die Organisation unserer Schule -

im Spannungsverhältnis von Vorgaben und Gestaltungsspielräumen

 

Für eine zielgerichtete und zweckmäßige Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages von Schule haben Mittel der Organisationsgestaltung besondere Bedeutung.

 

 

Die Unterrichtsverteilung

 

Insbesondere die Unterrichtsverteilung hat Auswirkungen

·        für SchülerInnen und Eltern, indem z. B. deutlich wird, wie die personellen und zeitlichen Ressourcen für den Fachunterricht, Fördermaßnahmen und andere ergänzende Bildungs- und Erziehungsangebote verwandt werden.

·        auf LehrerInnen, die ihre besonderen Kompetenzen und Gestaltungswünsche, ihre persönlichen und beruflichen Ansprüche und Belastungen berücksichtigt sehen wollen.

 

Eine zielgerichtete Unterrichtsverteilung hat für unsere Schule Bedeutung in mehrerer Hinsicht.

·        Sie erfüllt vorrangig die Verpflichtung, ein Unterrichtsangebot bereitzustellen, das den gesetzlichen Vorgaben der Stundentafeln für die Klassenstufen nachkommt.

·        Sie ermöglicht die konkrete Ausgestaltung besonderer Fördermaßnahmen und Unterrichtskonzepte.

·        Sie bietet ein breites Angebot an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften, die den Wünschen und Bedürfnissen der SchülerInnen entgegenkommt.

·        Sie gibt die Möglichkeit, KollegInnen auch nach ihren besonderen Fähigkeiten und Interessen einzusetzen.

 

Die Unterrichtsverteilung an der Städt. Realschule richtet sich an Grundsätzen aus, die aus Beschlüssen von Lehrer- und Fachkonferenzen resultieren.

·        KlassenlehrerInnen führen eine Klassen zwei oder vier Jahre lang, wenn nicht wichtige Gründe im Einzelfall dagegen sprechen.

·        FachlehrerInnen wechseln nach jeweils zwei Jahren

·        Der Einsatz der LehrerInnen erfolgt in all den Fächern, für die sie eine Unterrichtserlaubnis haben, wenn die Versorgung mit Lehrerstunden dies zulässt.

·        LehrerInnen unterrichten auf eigenen Wunsch auch in Neigungsfächern. Dies ist insbesondere dann gewünscht, wenn dadurch die Stundenzahl einer/s Lehrerin/Lehrers als Klassenlehrer/in in der eigenen Klasse erhöht werden kann.

·        Es wird angestrebt, alle Fächer mit wenigstens zwei Wochenstunden zu unterrichten, um Einzelstunden zu vermeiden (Epochalunterricht)

 

Die Ausgestaltung der Unterrichtsverteilung im Stundenplan berücksichtigt nach Möglichkeit folgende Vorgaben.

·        In Teilzeit beschäftigte KollegInnen erhalten einen unterrichtsfreien Tag, wenn die verbliebene Stundenzahl i. d. R. nicht höher als 18 ist und sie diesen freien Tag wünschen.

·        Der Unterricht sollte möglichst in allen Klassenstufen zur ersten Stunde beginnen.

·        In den Jahrgängen 5 bis 8 findet für SchülerInnen, die nicht katholisch oder evange- lisch sind, Förderunterricht im Fach statt.

·        In den Jahrgängen 9 und 10 wird für diese SchülerInnen das Fach Praktische Philosophie erteilt.

 

Für die konkrete Unterrichtsverteilung an der Städt. Realschule gelten seit vielen Jahren Grundsätze.

·        Die Festsetzung der Klassenleitungen erfolgt durch die Schulleitung nach Einzelgesprächen mit KollegInnen.

·        Die Verteilung der Unterrichtsstunden aus der Stundentafel der Klassen erfolgt durch die entsprechenden Fachkonferenzen unter Federführung der Fachvorsitzenden.

·        Der Einsatz von KollegInnen zur Unterrichtssicherung bei noch nicht verteilten Unterrichtsstunden findet durch die Schulleitung statt.

 

Daraus ergibt sich folgender Ablauf zur Erstellung der Unterrichtsverteilung für ein neues Schuljahr.

Einige Wochen vor dem Schuljahresende führt die Schulleiterin Gespräche mit den KollegInnen, um die neuen Klassenleitungen für das neue Schuljahr festzulegen. Sie berücksichtigt dabei die Wünsche der KollegInnen ebenso wie die „Bedürfnisse“ der Klassen und die Vorgabe, dass LehrerInnen im Laufe der Jahre möglichst in allen Klassenstufen unterrichten.

Die Fachkonferenzvorsitzenden erhalten eine Aufstellung über die zu verteilenden Unterrichtsstunden in den Klassen und Kursen. Sie verteilen nach intensiven Gesprächen mit allen KollegInnen die zur Verfügung stehenden Stunden, soweit dies im Konsens möglich ist. Sie beachten dabei,

·        dass die KollegInnen auch Unterricht im angemessenen Umfang in ihren weiteren Fächern geben können.

·        dass KlassenlehrerInnen möglichst Unterricht in großem Umfang in ihrer eigenen Klassen geben können.

·        dass nach Möglichkeit in einer Klasse Unterricht in zwei Fächern gegeben werden kann.

·        dass Wünsche von Teams nach Unterricht in derselben Klassenstufe berücksichtigt werden.

·        dass besondere Verabredungen von Fachkonferenzen zum Weiterführen von Lerngruppen u. ä. berücksichtigt werden.

 

Unterrichtsstunden, die von den Fachkonferenzvorsitzenden nicht im Konsens verteilt werden können, werden im Gespräch mit der Schulleitung und der jeweils betroffenen Kollegin/ dem jeweils betroffenen Kollegen zugeordnet.

 

Das hier beschriebene Verfahren zur Unterrichtsverteilung mit seinen aufgeführten Vorgaben hat sich im Prinzip bewährt. Es sichert eine möglichst weite Berücksichtigung der Wünsche der KollegInnen und kann damit die Akzeptanz und Zufriedenheit erhöhen. Es bleibt für die nähere Zukunft dennoch zu überprüfen, ob

·        die genannten Grundsätze der Unterrichtsverteilung noch gelten und/oder ergänzt werden müssen,

·        das Gespräch der Fachkonferenzvorsitzenden alle FachkollegInnen in gleicher Weise erreicht hat und die Wünsche aller FachkollegInnen angemessen berücksichtigt worden sind.

 

 

 

Das Schulhaushaltsbudget

 

Zur Sicherstellung einer geordneten Unterrichts- und Erziehungsarbeit und zur Verwaltung des Systems „Schule“ benötigt jede Schule eine angemessene Ausstattung mit Haushaltsmitteln. Haushaltmittel und ihre Verteilung sind zudem unverzichtbare Gestaltungsmittel für die Schulentwicklung: Neue Unterrichtsprojekte müssen mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden, Schwerpunkte des Schulprogramms können mit vorrangiger finanzieller Ausstattung unterstützt werden.

 

Die Schulträger sind gesetzlich verpflichtet, ihre Schulen mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten. Die Höhe der Mittel wird vom Rat (hier der Stadt Werl) festgesetzt. Für die Stadt Werl ist seit einigen Jahren die „Budgetierung“ der Gelder für die Schule eingeführt worden. Im Konkreten bedeutet das für unsere Schule:

Zu Beginn des Haushaltsjahres (de facto erst im Mai d. J.) wird uns das Volumen des Haushaltes mitgeteilt, und zwar unterschieden nach

·        Verwaltungshaushalt (Lehr- und Lernmittel, Verbrauchsmaterial, alle Anschaffungen <400 €)

·        Vermögenshaushalt (Anschaffungen für den langlebigen Bedarf, > 400 €)

·        Mittel nach dem Lernmittelfreiheitsgesetz, die sich nach der Schülerzahl berechnen.

 

Budgetierung bedeutet für unsere Schule:

Die Mittel aus dem Verwaltungshaushalt einschließlich der Mittel nach dem Lernmittelfreiheitsgesetz (LFG) können von uns ohne Genehmigung/Prüfung des Schulverwaltungsamtes eingesetzt werden. Für den Vermögenshaushalt gilt Entsprechendes; hier müssen Ausgaben von mehr als 1500 € über das Schulverwaltungsamt abgewickelt werden. Nicht ausgegebene Haushaltsmittel können ins nächste Haushaltsjahr übertragen werden. Notwendige Preisvergleiche, eventuelle Ausschreibungen, Kontrolle von Lieferungen, Buchführung in Gestalt eines Haushaltskontrollbuchs und Bezahlung der Rechnungen gehören seit der Einführung zu den Aufgaben in der Schulverwaltung und -leitung.

Die Vorteile der Budgetierung für unsere Schule lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Es gibt die Möglichkeit, Schwerpunkte und besondere Vorhaben mit Mitteln im größeren Umfang auszustatten, ohne externe Genehmigungen einholen zu müssen und Rücksicht auf differenzierte Haushaltsstellen im Verwaltungshaushalt nehmen zu müssen. So sind z.B. vor einigen Jahren drei Computerräume mit zeitgemäßer Hardwareausstattung einschließlich umfangreicher Peripherie (Robotermodelle, Experimentierkästen, Schneidemaschinen u.a.) eingerichtet worden.

Die Einbeziehung der Mittel nach dem LFG ermöglicht, dort eingespartes Geld, z. B. durch besonders pfleglichen Umfang mit den angeschafften Schulbüchern, an anderer Stelle auszugeben. So ergänzen LehrerInnen beispielsweise den Unterricht im großen Maße durch zusätzliche Materialien, u.a. in Form von Kopien.

 

Die angespannte finanzielle Situation der Stadt Werl zu Mittelkürzungen im Vermögenshaushalt und zur Verpflichtung, für jede Anschaffung aus diesem Haushalt eine Einzelgenehmigung einzuholen. Auf der anderen Seite wird der Medienentwicklungsplan der Stadt Werl von der Bereitstellung ausreichender Finanzmittel begleitet. Unseren Wünschen in Bezug auf die Ausstattung unserer Schule mit Technik und Software aus dem Bereich „Neue Medien“ wurde in den letzten Jahren entsprochen.

Im Verwaltungshaushalt müssen nicht ausgegebene Mittel am Jahresende an die Schulträger zurücküberwiesen werden. Von einer echten Budgetierung kann man deshalb im Moment nicht mehr sprechen.

 

Für die Vergabe der zur Verfügung stehenden Mittel unserer Schule gelten folgende Eckpunkte:

·        Die Fachkonferenzen beraten über notwendige Anschaffungen.

·        Die Fachschaftsvorsitzenden notieren auf einem Formblatt u. a. den ungefähren Preis, bei Bedarf auch eine kurze Erläuterung/Begründung für gewünschte Anschaffungen.

·        Der Bedarf der Schulverwaltung (Verbrauchsmaterial; Porto, Periodika ...) wird aus den Ausgaben des Vorjahres hochgerechnet.

·        Für Projekte, die im Laufe des Schuljahres von der Lehrerkonferenz beschlossen werden und dann Haushaltsmittel benötigen, wird ein Betrag festgelegt.

 

Aus diesen Anforderungen der Fachschaften und dem Bedarf der Schulverwaltung wird von Herrn Lauterjung ein Haushaltsplan aufgestellt. Dieser Haushaltsplan wird in der Lehrerkonferenz beraten. Hier werden insbesondere Anschaffungswünsche mit größerem Mittelbedarf ausführlich erläutert, die Verschiebung von Anschaffungen beraten und letztendlich Beschlüsse zum Haushaltsausgleich gefasst. Für Anschaffungen aus dem Vermögenshaushalt gilt generell, dass die Vorhaben von der betroffenen Fachschaft in der Lehrerkonferenz vorgestellt werden und ein entsprechender Beschluss gefasst wird. Der so von der Lehrerkonferenz verabschiedete Haushaltsplan wird in die Schulkonferenz eingebracht, beraten und verabschiedet.

Bestellungen, Prüfung der Lieferung u.a. liegt nach der Genehmigung in der Verantwortung der jeweiligen Fachschaft. Über den Zeitpunkt und die Modalitäten bei Bestellungen mit größerem Wert findet eine Abstimmung mit Herrn Lauterjung statt. Die elektronische Verbuchung, Ablage und Archivierung der Originalrechnungen erledigt das Sekretariat unserer Schule, die Anweisung von Zahlungen und die Überwachung der Haushaltsausgaben geschieht durch Herrn Lauterjung in Zusammenarbeit mit den Sekretärinnen.


 

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Werl - unserem Schulträger

 

Schulträger unserer Schule ist die Stadt Werl. In den letzten Jahren konnte eine enge Kooperation aufgebaut werden. Das konstruktive Klima unserer Zusammenarbeit ist geprägt durch die Gesprächsbereitschaft der MitarbeiterInnen der Verwaltung auf allen Ebenen. Der Bürgermeister, der Beigeordnete, das Schulverwaltungsamt, das Hochbauamt haben immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Schule.

Regelmäßig finden Schulleitungskonferenzen statt, in denen Angelegenheiten der Schulen erörtert werden. Zu diesen Besprechungen werden auch andere Ämter und Institutionen, wie das Jugendamt oder die Kriminalpolizei, eingeladen, um gemeinsam für Probleme der Schulen Lösungen zu erarbeiten.

Die knappen finanziellen Ressourcen aller öffentlichen Kassen, und damit auch der Stadt Werl, schränken zwar die Möglichkeiten ein, aber die Stadt kommt unserer Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten entgegen.

Einige Baumaßnahmen waren in den letzten Jahren für unsere Schule von großer Bedeutung. Während in der Vergangenheit die Schule immer weiter wuchs und die Raumsituation sich ständig verschlechterte, beseitigte der Anbau von drei Klassenräumen die größte Not. Die zusätzliche Vergrößerung des Lehrerzimmers trug wesentlich zur Verbesserung der Arbeitsplatzsituation der LehrerInnen bei. Auch der Umbau im zweiten Gebäude, das unsere Schule mitnutzt, war eine weitere wichtige Entscheidung zugunsten unserer Schule. Grundlegende Voraussetzung für die räumliche Verbesserung war die Begrenzung der Zügigkeit der Schule, wir nehmen nur noch maximal 5 Parallelklassen auf, vermutlich werden aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen und der Gründung von Verbundschulen im Umfeld nur noch 3 bis 4 Parallelklassen gebildet werden müssen. Damit hat unsere Schule für jede Klasse einen Klassenraum und Fachräume zur Verfügung haben, die dem Raumprogramm entsprechen. Zur weiteren Verbesserung der schulischen Situation trug der Bau einer neuen Zweifachsporthalle für unser Schulzentrum bei. Damit können für alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 drei Stunden Sport erteilt werden.

Auch Umbaumaßnahmen für die aktuell einzurichtende Übermittagsbetreuung sind in Planung.

In alle planerischen Überlegungen wurde die Schule mit einbezogen und war kontinuierlich während der Bauphasen mit allen Beteiligten im Gespräch. Bei der Innenausstattung berücksichtigte man die Wünsche der Schule. Das Interesse der Stadt an einer guten Kooperation kommt auch in der Beteiligung bei der Belegungsplanung der Hallenkapazitäten und der Ausstattung der Sporthallen zum Ausdruck.

Verabschiedet hat die Stadt in Kooperation mit allen städtischen Schulen ein Medienkonzept. Eine Beratungsfirma unterstützt die Schulen bei der Planung und Realisierung des Ausbaus der Medienausstattung.

Zum Glück entschloss sich die Stadt vor einigen Jahren zur Budgetierung der Schulhaushalte, sodass unsere Schule in relativ hoher Eigenverantwortung über die Nutzung der zur Verfügung stehenden Gelder entscheidet.

In einem 40 Jahre alten Schulgebäude gibt es vielerlei Renovierungs-, Umbau und Ausbaubedarf. Trotz knapper Finanzmittel hofft unsere Schule im Interesse der SchülerInnen auch weiterhin auf die Unterstützung durch den Schulträger.

 

 

 

Ausbildung von LehramtsanwärterInnen - die Sicherung der Schulqualität von morgen

 

Die gesellschaftlichen Anforderungen an Bildung und Erziehung werden zunehmend komplexer. Der einmalige Erwerb von Wissen in der Schulzeit reicht nicht mehr aus. Um SchülerInnen zukunftsfähig zu machen, müssen Schulen demnach die Bereitschaft und Fähigkeit zur andauernden Wissenserweiterung vermitteln. Entsprechend sind die Erwartungen an LehrerInnen und damit auch an die Lehrerausbildung gestiegen.

Mit einer auf künftige Anforderungen vorbereitenden Lehrerausbildung wollen wir an der Städtischen Realschule Werl im Sinne unserer Leitvorstellungen kompetente Berufsanfänger entlassen, die den Anforderungen des schulischen Alltags gewachsen sind und die gleichzeitig wissen, dass sie ihre professionelle Grundqualifikation in der Auseinandersetzung mit dem beruflichen Alltag und durch Fortbildungen weiterentwickeln müssen.

Das Studienseminar in Arnsberg und die Städtische Realschule Werl sind als zentrale Ausbildungsorte gemeinsam für den Erfolg der LAA (LehramtsanwärterInnen) verantwortlich. Dabei sorgen SchulleiterInnen, AusbildungslehrerInnen und AusbildungskoordinatorInnen für eine intensive Kooperation zwischen Schule und Seminar.

Während das Studienseminar für die theoretische Ausbildung der LAA verantwortlich ist, findet die schulpraktische Ausbildung an der Schule statt. Letztere umfasst Hospitationen und Ausbildungsunterricht.

Insbesondere im Unterricht unter der Anleitung von FachlehrerInnen (MentorInnen) lernen die LehramtsanwärterInnen, die für den Unterricht notwendige fachliche Sicherheit zu erwerben und Leistungsbeurteilungen transparent und verordnungsgemäß durchzuführen. Ergänzende Beratung durch FachkollegInnen und AusbildungskoordinatorInnen wird besonders wichtig, wenn die LAA selbstständigen, bedarfsdeckenden Unterricht erteilen. Der „Ernstfall Schule“ macht nach bisherigen Erfahrungen Beratung im Umgang mit SchülerInnen und Eltern, Vorbereitung und Gestaltung von Unterricht unter Alltagsbedingungen sowie Leistungserziehung und –bewertung erforderlich.

Die AusbildungskoordinatorInnen haben darüber hinaus die Aufgabe, die Umsetzung der vom Seminar vorgegebenen Rahmenbedingungen zu unterstützen, Beratung bei der Wahl der Lerngruppen zu geben, AusbildungslehrerInnen zu vermitteln, gelegentlich an Unterrichtsbesuchen teilzunehmen, die Gutachten der AusbildungslehrerInnen zu verwalten, Kontakt zu einer Schule im Rahmen der „Ausbildung an Schulen anderer Schulformen“ aufzunehmen und die Organisation des Prüfungstages zu unterstützen.

Die schulpraktische Ausbildung erstreckt sich aber auch auf außerunterrichtliche Aufgabenfelder der Schule (Planung von Klassenfahrten, Teilnahme an Konferenzen, Schulprogrammarbeit, Auseinandersetzung mit organisatorischen und verwaltungs-technischen Rahmenbedingungen der Schule). Durch Orientierung an den realen Anforderungen des Lehrerberufs werden LehramtsanwärterInnen so auf die Tätigkeit in der Schule vorbereitet.

Damit zielt die Ausbildung im Vorbereitungsdienst auf die Vermittlung professioneller Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule.

Die Qualität der Lehrerausbildung bleibt dabei jedoch eine Entwicklungsaufgabe, die ohne kontinuierliche interne und externe Evaluation nicht zu leisten ist. In diesem Zusammenhang haben die Ausbildungskoordinatoren ein Begleitprogramm entwickelt, welches ein individuelles Beratungsangebot und ein Angebot zum Erlernen von kollegialen Arbeits- und Beratungsformen sowie von Verfahren der Qualitätssicherung enthält.


Der Übergang von der Grundschule zur Realschule – ein wichtiger Schritt im Leben der Kinder

 

Der Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule ist für alle SchülerInnen und ihre Eltern ein besonders wichtiges Ereignis. Verbunden ist der Wechsel zu einer neuen Schulform bei den Kindern mit

§         Neugier auf eine unbekannte Umgebung mit neuen LehrerInnen und neuen MitschülerInnen

§         Freude auf neue Herausforderungen

§         Unsicherheiten im Zusammenhang mit der so erheblich größeren Schule und den vielen älteren SchülerInnen

§         Unsicherheiten wegen der vielen neuen Fächern mit einer größeren Anzahl von LehrerInnen als in der 4. Grundschulklasse

§         Unsicherheit, ob die Anforderungen der neuen Schule erfüllt werden können.

 

Für die Eltern ist der Schulwechsel ihrer Kinder verbunden mit der Hoffnung auf eine problemlose Eingewöhnung ihrer Kinder in den ersten Schulwochen und auf eine möglichst kontinuierliche Fortführung deren Schullaufbahn.

Diese Hoffnungen, Erwartungen und eventuellen Sorgen nehmen wir ernst.

Die entsprechenden Schulprogrammelemente dienen dem Ziel, den Übergang von der Grundschule zur Städtischen Realschule für die SchülerInnen so positiv wie möglich zu gestalten.

 

 

Der Informationsnachmittag für die SchülerInnen des Jahrgangs 4 der Grundschulen

Rechtzeitig vor den Anmeldungen für die weiterführenden Schulen findet in jedem Jahr Ende November ein Informationsnachmittag in der Städtischen Realschule statt, der sich an alle interessierten SchülerInnen der Grundschulen und ihre Eltern richtet. Der Schwerpunkt liegt auf der intensiven Beratung der Eltern über die Anforderungen der Realschule und der Information über die besonderen Möglichkeiten und Voraussetzungen einzelner Fächer an der Städtischen Realschule. Dazu sind für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften Informationsblätter entwickelt worden. LehrerInnen und die Schulleitung stehen an diesem Tag zu Gesprächen bereit.

Erfahrungsgemäß informieren sich schon im Vorfeld oder anschließend auch viele Eltern über unsere Schul-Homepage im Internet (www.realschule-werl.de), die Einblick in das vielfältige Angebot und das Profil unserer Schule ermöglicht. (s. Homepage-AG)

 

 

Das Aufnahmeverfahren für den Jahrgang 5

Im Sinne eines übersichtlichen Anmeldeverfahrens für die Eltern findet nach Terminabsprachen mit den anderen Werler Schulen und nach Information der betroffenen Familien über die Grundschulen und die Presse auch in der Städtischen Realschule das Aufnahmeverfahren statt.

Die drei Schulleitungen führen die Anmeldegespräche, für die das Grundschulgutachten die Basis bildet. Fragen der Eltern und Kinder werden beantwortet, Besonderheiten im Gespräch geklärt und vermerkt. Kinder mit Realschulempfehlungen werden in der Regel direkt aufgenommen.

Für Kinder mit eingeschränkten Realschulempfehlungen und Hauptschulempfehlungen setzt ein ausführliches Beratungsverfahren ein. Viele Eltern glauben, dass der Weg in die Realschule aufgrund der Ausbildungssituation und der hohen Arbeitslosigkeit für ihr Kind richtig ist, auch wenn die Grundschule einen anderen Rat gegeben hat. Die Eltern und das Kind werden direkt auf die Bedenken der Schule hingewiesen und aufgefordert, erneut über die Schulwahl nachzudenken und sich mit der Grundschule zu beraten. Ein Beratungstermin mit der Schulleiterin wird vereinbart, zu dem die Eltern Hefte der Kinder mitbringen sollen.

In einem ausführlichen Beratungsgespräch weist die Schulleiterin auf Probleme hin, die durch die Missachtung des Grundschulrates entstehen können. Erfahrungswerte zum Scheitern in der Städtischen Realschule bei einem Übergang trotz einer Hauptschulempfehlung werden aufgezeigt. Betont wird, dass gerade der schulische Erfolg für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung ist und andererseits Misserfolge bei den Kindern zu Frustrationen, Schulangst und Aggressionen führen können. Im Interesse des Kindes wird gemeinsam nach der besten Lösung gesucht. Die Familien erhalten per Brief ein Protokoll mit den Beratungshinweisen der Schule und müssen dann ihre Wahl treffen.

Bleiben die Eltern mit eingeschränkten Realschulempfehlungen bei ihrer Entscheidung, werden die Kinder aufgenommen.

Kinder mit Hauptschulempfehlungen erhalten ebenfalls eine schriftliche Mitteilung mit den Beratungshinweisen des Beratungsgespräches sowie die schriftliche Mitteilung, dass ihr Kind an einem dreitägigen Prognoseunterricht teilnehmen muss, wenn die Eltern ihr Kind weiterhin an der Realschule anmelden möchten.

Für Kinder mit einer eingeschränkten Gymnasialempfehlung setzt das gleiche Beratungsverfahren ein.

Zum Glück bleiben für den Prognoseunterricht nur wenige Fälle übrig, ein großer Teil der Beratungsgespräche endet mit einer gemeinsamen Entscheidung der Kinder und Eltern sowie der Schulleiterin.

 

 

Die Klassenbildung

Die Zuordnung der SchülerInnen auf die zu bildenden Klassen erfolgt nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens. Die Berücksichtigung verschiedener Gesichtspunkte bei der Klassenbildung hat sich dabei für das gemeinsame Arbeiten und das soziale Gleichgewicht in der Klassengemeinschaft als sehr bedeutsam erwiesen:

Jedes Kind darf bei der Anmeldung einen ebenfalls an der SRW aufgenommenen Freund bzw. eine Freundin benennen, der/die mit ihm zusammen in die neue Klasse 5 kommen soll. Dieser Schülerwunsch kann in aller Regel erfüllt werden. Zudem bleiben Kinder aus derselben Grundschulklasse in der Klasse 5 weiter zusammen, es sei denn, ihre Zahl übersteigt ausnahmsweise eine verantwortbare Größe.

Die Klassenbildung erfolgt auch unter dem Gesichtspunkt, Kinder aus unterschiedlichen Einzugsgebieten und damit Grundschulen zusammenzuführen, ohne dass eine Gruppe dominiert. Nicht zuletzt wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen innerhalb einer Klasse geachtet.

 

 

Der Kennenlernvormittag

In der letzten Woche vor Beginn der Sommerferien bietet unsere Schule für die angemeldeten SchülerInnen ein Kennenlerntreffen am Vormittag an. Die Kinder werden nach Absprache mit den entsprechenden Grundschulen eingeladen, zusammen mit ihren Eltern diese Möglichkeit zum Kennenlernen wahrzunehmen. Die neuen KlassenlehrerInnen stellen sich vor, nahezu alle neuen MitschülerInnen sind schon anwesend, auch sehen alle Kinder ihren zukünftigen Klassenraum.

Während die SchülerInnen sich in der Schule orientieren, haben die Eltern Gelegenheit, Fragen zum anstehenden Schulwechsel, zur Erprobungsstufe und zur neuen Schule an die Schulleitung zu stellen.

Alle neuen SchülerInnen erhalten eine Informationsbroschüre mit den Namen ihrer neuen MitschülerInnen, Hinweise zu Stundenplänen, Unterrichtszeiten, Busfahrplänen, Anlaufstellen in der Schule, Wissenswertes zur Städtischen Realschule und anderes mehr. Eine vorbereitete Materialliste für die einzelnen Unterrichtsfächer erleichtert den Eltern die Vorbereitung auf den Schulstart nach den Sommerferien.

 

 

Die Begrüßung und die erste Schulwoche

 

Am ersten Schultag findet in der Aula eine kleine Feierstunde zur Begrüßung unserer neuen Fünftklässler statt. Das Programm wird traditionsgemäß durch SchülerInnen aus den bisherigen Klassen 5 gestaltet, die z.B. mit Sketchen, Liedern, ggf. einem Theaterstück o.ä. die neuen MitschülerInnen willkommen heißen und ihnen Mut machen. Den musikalischen Rahmen bilden instrumentale Stücke, die mit den SchülerInnen im vergangenen Jahr beim Klassenmusizieren eingeübt wurden.

 

Im Anschluss an die Begrüßungsfeier begleitet ausschließlich der/die KlassenlehrerIn die SchülerInnen an den ersten drei Schultagen. Sie / er ist ihnen bereits durch den Kennenlernvormittag vor den Ferien bekannt. Dadurch können die SchülerInnen ein persönliches Verhältnis zu ihr / ihm aufbauen, so wie sie es aus der Grundschule gewohnt sind.

Auf spielerische Art stellen sich die SchülerInnen selber vor und lernen ihre neuen MitschülerInnen kennen. Sie sollen sich dabei einerseits als Individuum begreifen und als solches akzeptiert fühlen, sich andererseits aber auch zu einer Klassengemeinschaft zusammenfinden.

Gleichzeitig erarbeiten sie Rechte und Pflichten als Voraussetzungen für ein erfolgreiches soziales Miteinander. Im Rahmen der eigenen Klasse stellen sie gemeinsam Klassenregeln auf, im Rahmen der gesamten Schulgemeinschaft lernen sie die Schulordnung kennen.

Um den SchülerInnen die Orientierung in der neuen Schule zu erleichtern, erkunden sie gemeinsam mit der/dem KlassenlehrerIn das relativ große Schulgebäude sowie das nähere Umfeld der Schule (z.B. Schulhof, Bushaltestellen). Außerdem werden sie mit wichtigen Ansprechpartnern bekannt gemacht (z.B. Sekretärinnen, Hausmeister). Dabei werden sie auch von ihren Klassenpaten (SchülerInnen aus der Jahrgangsstufe 10) begleitet, die ihnen auch in den folgenden Monaten bei Fragen und Problemen helfend zur Seite stehen.

Die Unterrichtsinhalte in den ersten Schultagen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Vermittlung grundlegender Arbeitstechniken. Dazu zählen unter anderem die Aspekte Arbeitsplatzgestaltung, Taschepacken, Führen eine Hausaufgabenheftes, Heft- und Mappenführung und weitere Ratschläge für ein erfolgreiches Lernen. Alle diese Materialien sammeln die SchülerInnen in ihrem „Lernkompass“. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung von Methoden und Arbeitstechniken, die in der Klasse 5 angelegt und in den folgenden Schuljahren fächerübergreifend erweitert wird. Dies fördert das selbstständige Lernen von Anfang an.

Ein ökumenischer Gottesdienst am Freitag der ersten Schulwoche, zu dem auch die Eltern herzlich eingeladen sind, bildet den Abschluss der Klassenlehrertage und den Beginn des eigentlichen Unterrichts nach dem Stundenplan.

 

Im Rahmen einer Fragebogenaktion wurden exemplarisch die Eltern des Einschulungsjahrgangs 2003 um eine Beurteilung der Schulprogrammelemente zum Übergang von der Grundschule in die Erprobungsstufe der Städtischen Realschule gebeten (Detaillierte Darstellung: s. Evaluationsmaßnahmen). Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Rückmeldungen in jeder Hinsicht positiv sind: Die Eltern und die SchülerInnen des 5. Jahrgangs teilen die Einschätzung des Kollegiums, dass die Maßnahmen eine effektive Hilfe beim Übergang in die weiterführende Schule sind und unbedingt beibehalten werden sollten.

 

 

 

 

 

 

 

Der Grundschul-Nachmittag

 

Die Realschule setzt die Bildungsarbeit der Grundschule fort. Sie führt in der Erprobungsstufe die SchülerInnen ausgehend von den Arbeitsergebnissen und Lernverfahren der Grundschule allmählich an die besonderen Arbeitsformen der Fächer der Realschule heran.

In den in Klasse 5 und 6 regelmäßig stattfindenden Erprobungsstufenkonferenzen beraten die LehrerInnen der jeweiligen Klasse über die Entwicklung der Kinder. Dazu sind auch immer die ehemaligen KlassenlehrerInnen der verschiedenen Grundschulen eingeladen - die Kooperation mit ihnen ist uns selbstverständlich sehr wichtig.

In Gesprächen über die Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und der Städtischen Realschule äußerten die KollegInnen aber auch vielfach den Wunsch, ein intensives Gespräch zum Ende des 1. Halbjahrs der Klasse 5 über ihre ehemaligen SchülerInnen zu führen. Dieser Anregung folgend, erproben wir eine veränderte Form des Erfahrungsaustausches und der gemeinsamen Beratung über die SchülerInnen: Wir laden die ehemaligen KlassenlehrerInnen an einem sogenannten „Grundschul-Nachmittag“ zu einem Gespräch mit der/dem jetzigen KlassenlehrerIn am Ende des ersten Halbjahrs der Klasse 5 in unsere Schule ein.

Die gegenseitige Erwartung, dass so ein intensiverer, zielgerichteter Erfahrungsaustausch in persönlicher Atmosphäre stattfinden könne, hat sich bei den bisherigen Treffen voll erfüllt. Die Gespräche über einzelne Kinder und ihre Entwicklung, ggf. auch Fördermöglichkeiten und -notwendigkeiten, waren stets für beide Seiten gewinnbringend. Die ehemaligen KlassenlehrerInnen konnten uns im Einzelfall wichtige Informationen geben, die für unsere pädagogische und fachliche Arbeit eine große Hilfe sind. Auf der anderen Seite fanden sich durch die Berichte der jetzigen KlassenlehrerInnen die KollegInnen der Grundschule häufiger in ihren Einschätzungen und Beurteilungen bestätigt und/oder konnten „ihre“ Kinder somit in ihrer Entwicklung noch weiter begleiten. Soweit die Grundschulen auch weiterhin Interesse an dieser Form der Zusammenarbeit haben, wird der Grundschul-Nachmittag weiter fester Bestandteil des Schulprogramms bleiben.

 

 

Evaluation zum Übergang von der Grundschule in die Erprobungsstufe unserer Schule

 

Für eine Weiterentwicklung der Elemente unseres Schulprogramms ist eine Rückmeldung und sind Kritik bzw. Anregungen für uns von großer Bedeutung.

 

Im Rahmen einer Fragebogenaktion wurden exemplarisch die Eltern des Einschulungsjahrgangs 2003 um eine Beurteilung der Schulprogrammelemente zum Übergang von der Grundschule in die Erprobungsstufe der Städtischen Realschule gebeten.

Die Eltern konnten durch Ankreuzen bestimmen, in welchem Maße einzelne aufgeführte Aussagen zu verschiedenen Bereichen Zustimmung fanden. Es wurde in einem Elternbrief klar gestellt, dass die Auswertung ohne eine namentliche Zuordnung stattfinden würde, da das Ziel sei, durch die Mitarbeit der Eltern eine grundsätzliche Bewertung der Qualität unserer Arbeit vornehmen zu können.

 

Für die Auswertung standen die ausgefüllten Fragebögen nahezu der gesamten Elternschaft zur Verfügung: Die vorgegebenen Aussagen zu den Schulprogrammelementen Informationsnachmittag, Schul-Homepage, Kennenlernvormittag, Begrüßung und Gestaltung der ersten Schulwoche und Kooperation zwischen Eltern und Schule im 1.Halbjahr an der SRW konnten nach dem Maß der Zustimmung auf einer Skala zwischen 1 und 4 Punkten (= maximale Zustimmung zu positiv formulierten Aussagen) bewertet werden. Anregungen bzw. Kritik konnten darüber hinaus in frei formulierter Form notiert werden.

 

Das Ergebnis der Auswertung zeigte eine – allerdings auch erwartete - hohe Übereinstimmung der Eltern zu den positiven Aussagen, und dies über alle o.g. Bereiche hinweg, somit auch in der erfragten zusammenfassenden Gesamtbeurteilung:

Der Aussage „Nach Ihrer Einschätzung: Der Übergang von der Grundschule ist durch die Bemühungen der LehrerInnen und die verschiedenen Elemente des Schulprogramms der SRW gelungen“ stimmten die Eltern mit einem durchschnittlichen Punktwert von 3,5 zu.

 

Im Einzelnen konnte zu folgenden Aussagen Stellung genommen werden:

 

Der Informationsnachmittag hat eine Gelegenheit geboten, sich ein erstes Bild von der zukünftigen Schule zu machen.

Die Informations-Blätter und die Vorstellung der verschiedenen Fächer waren hilfreich und ausreichend.

Die schriftliche „Kurzvorstellung“ der Städt.Realschule hat eine grundlegende Orientierung ermöglicht.

Die Einführung durch die Schulleiterin war informativ.

Die LehrerInnen haben, wenn die Eltern es wünschten, wichtige Auskünfte gegeben.

Unsicherheiten, ob die Anforderungen der Realschule erfüllt werden können, waren anschließend geringer.

[Punktwerte: jeweils 3,4]

 

Etwa jeder zweite Elternhaushalt verfügt über einen Zugang zum Internet. Von denen, die sich die Schul-Homepage der Städt. Realschule angesehen haben (ca. 28% der Internet-Nutzer), meinten viele:

„Wir haben uns über die Städt. Realschule und ihre Angebote durch die Schul-Homepage gut informieren können.“ [Punktw.: 3,2]

 

Die Eltern gaben weiter an:

 

Der Kennenlerntag war eine wichtige Veranstaltung.

Die ersten Kontakte und Gespräche mit dem/der zukünftigen KlassenlehrerIn und der Schulleitung führten dazu, dass Ängste und Unsicherheiten abgebaut wurden.

Die ausführliche Info-Broschüre war hilfreich.

Die mitgegebene Materialliste diente beim (frühzeitigen) Beschaffen der Unterrichtsmaterialien.

[Punktw.: 3,4 – 3,6]

 

Sie fühlten sich durch die Begrüßungsfeier in der neuen Schule gut aufgenommen.

Dass in den ersten Schultagen zunächst nur der/die KlassenlehrerIn viel Zeit mit den SchülerInnen verbrachte, begrüßten die Eltern fast einhellig.

[Punktw.: 3,7]

Der Unterricht zum Thema „Das Lernen lernen“ (Tasche packen / Hausaufgabenheft / Hausaufgaben / ...) war hilfreich.

In den ersten Schultagen konnten die Kinder durch den Klassenlehrerunterricht schon viele der neuen MitschülerInnen gut kennen lernen.

[übrige Punktwerte: 3,5]

 

Nach der Beurteilung der Kooperation zwischen Eltern und Schule im 1.Halbjahr an der SRW wurden die Eltern im letzten Teil gefragt. Die Aussagen lauteten:

 

Wenn Gespräche über Lernfortschritte und die Entwicklung unseres Kindes geführt werden sollten, waren die LehrerInnen bereitwillige Gesprächspartner/innen (z.B. in ihrer Sprechstunde).

Der erste Elternabend (Klassenpflegschaft) war sehr wichtig, weil uns dort viele notwendige Informationen gegeben wurden.

[Punktwerte: je 3,4]

Mit der Gestaltung und dem Verlauf des Elternsprechtages waren wir zufrieden (auch unabhängig vom derzeitigen Leistungsstand unseres Kindes).

[Punktw.: 3,2]

 

Es wurde jeweils von einem Elternteil folgende Kritik formuliert (bei einer Gesamtzahl von ca. 140 teilnehmenden Eltern):

 

·        Das Busfahren sei trotz der Busguides problematisch,

·        drei Wochen lang täglich Schulsachen zu besorgen(trotz Materialliste), sei nervig gewesen,

·        die Schultasche sei zu schwer,

·        leider seien nicht alle LehrerInnen außerhalb der Schulzeit zu erreichen,

·        beim Elternsprechtag gebe es Terminprobleme bei Geschwisterkindern,

·        es seien Zeiten bei Sprechtag nicht eingehalten worden, deshalb sei es zu Überschneidungen gekommen.

 

 

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Rückmeldungen nahezu in jeder Hinsicht positiv sind – die Eltern und die SchülerInnen des 5. Jahrgangs teilen die Einschätzung des Kollegiums, dass die Maßnahmen eine effektive Hilfe beim Übergang in die weiterführende Schule sind und unbedingt beibehalten bzw. weiterentwickelt  werden sollten.

 

 


Überfachliches Lernen an der Städtischen Realschule Werl

 

Das fachliche Lernen steht zweifellos im Zentrum jeder schulischen Arbeit. Allerdings kommt dem überfachlichen Lernen an unserer Schule große Bedeutung zu – ausgehend von einem ganzheitlichen Verständnis unseres Erziehungs- und Bildungsauftrags (siehe Leitideen). Besonderes Augenmerk richten wir dabei auf die Identitätsfindung und die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen der SchülerInnen. Enge Fächergrenzen werden überschritten und Einblick in Zusammenhänge kann entstehen.

 

 

Leben in der Gemeinschaft – Unsere Bausteine für soziales Lernen

 

Im Sinne der Leitidee des konsequenten Erziehens sollen unsere SchülerInnen zu einem sozialen Umgang miteinander angeleitet werden und auch lernen, sich in konfliktträchtigen Situationen angemessen zu verhalten.

Das Leben in einer Gruppe wie der Schulklasse oder sogar der gesamten Schulgemeinschaft mit den vielfältigen Berührungspunkten zwischen den vielen Kindern und Heranwachsenden erfordert von jedem Einzelnen ganz gewisse Fähigkeiten und auch Anstrengungen, über sich selbst und seine eigene Befindlichkeiten und Interessen hinaus, den anderen mit seinen Bedürfnissen wahrzunehmen und diese bei allem Handeln zu berücksichtigen.

Sozial verantwortbares, rücksichtsvolles, partnerschaftliches und gewaltfreies Verhalten – auch und gerade in Konfliktsituationen – ist aber leider (heute) keine Selbstverständlichkeit. Die Fähigkeit und Bereitschaft dazu gilt es in der schulischen Arbeit an entsprechenden Themenfeldern, unter Umständen sogar mühsam, zu entwickeln. Verschiedene Bausteine für soziales Lernen an der SRW sollen dabei unseren Zielen dienen:

 

 

Die KlassenlehrerInnen und ihre wichtige pädagogische Funktion

 

In der praktischen Arbeit und der Organisation der Schule kommt den KlassenlehrerInnen eine wesentliche Aufgabe zu.

Vor allem die SchülerInnen der Anfangsklassen nehmen ihre KlassenlehrerInnen als die wesentlichen Stellvertreter der (neuen) Schule wahr. Sie sind die wichtigste Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme. Deshalb sind die KlassenlehrerInnen, wenn eben möglich, an jedem Unterrichtstag in „ihrer“ Klasse und unterrichten dort möglichst in mehreren Fächern.

Eine wesentliche Aufgabe der KlassenlehrerInnen ist es also, AnsprechpartnerInnen für die SchülerInnen ihrer Klasse zu sein und Hilfen anzubieten. Das bezieht sich auf persönliche und schulische Probleme der SchülerInnen, Konflikte in der Klasse und Schwierigkeiten bei Leistungen in einzelnen Fächern. Hier werden auch erzieherische Aufgaben und Maßnahmen deutlich. Hinzu kommen beratende Gespräche, besonders in den Klassenstufen 5/6 und 9/10, die für die Schullaufbahn der SchülerInnen von entscheidender Bedeutung sind.

Erfolgreiches Arbeiten ist für die SchülerInnen in einer Klasse nur möglich, wenn eine Klassengemeinschaft besteht, die von einem angemessenem sozialen Verhalten aller SchülerInnen der Klasse getragen wird. Hier kommt den KlassenlehrerInnen eine besondere pädagogische Aufgabe zu. Besonders in der Erprobungsstufe arbeiten sie deshalb möglichst viele Unterrichtsstunden in der eigenen Klasse. Zu dem Fachunterricht kommt dort noch eine weitere Wochenstunde, die dem Sozialtraining und dem Einüben grundlegender Methoden dient, zum Beispiel dem Erarbeiten von Klassenregeln, dem Lösen von Konflikten, dem Entwickeln von Teamgeist, der Einführung von Partner- und Gruppenarbeit, aber auch von Regeln für die richtige Heftführung, für das Anfertigen von Hausaufgaben, für das selbstständige Vorbereiten auf Klassenarbeiten und das Nutzen von Lerntechniken.

Eine erfolgreiche Arbeit als KlassenlehrerIn ist zudem nur möglich, wenn er/sie im engen Kontakt steht zu den anderen Lehrpersonen, die in der Klasse unterrichten. So werden grundsätzliche Probleme bei den Leistungen oder im Verhalten einzelner SchülerInnen schnell deutlich und es können Hilfen angeboten werden.

Auch Klassenfahrten mit dem/der KlassenlehrerIn dienen der Festigung der Klassengemeinschaft und fördern soziales Verhalten. (siehe ebenfalls Schulprogrammelement „Klassenfahrten“)

 

Ein weiterer Aufgabenbereich der KlassenlehrerInnen ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Der/Die Klassenleiter/in ist Ansprechpartner/in der Eltern in allen schulischen Angelegenheiten ihres Kindes. Gemeinsam wird nach Problemlösungen gesucht, wozu auch die übrigen FachlehrerInnen mit einbezogen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Versetzung gefährdet erscheint oder wenn ein Kind Probleme in der Klasse hat. Für die Kooperation mit den Eltern bietet jede/r LehrerIn eine Sprechstunde an. Es finden zwei Elternsprechtage pro Schuljahr statt und viele KlassenlehrerInnen helfen auch gern kurzfristig per Telefon.

Zu den Aufgaben der KlassenlehrerInnen zählt auch die Erledigung vielfältiger Tätigkeiten im organisatorischen Bereich, zum Beispiel das Führen verschiedener Listen, die Überprüfung der Anwesenheit der SchülerInnen sowie die Weitergabe von Informationen an SchülerInnen und Eltern. Hinzu kommt die Vorbereitung und Leitung verschiedener Konferenzen und das Erstellen der Zeugnisse.

 

Um eine intensive Arbeit in der Klasse zu ermöglichen, bleiben die KlassenlehrerInnen mindestens zwei Schuljahre in der Klasse, es sind aber auch vier Jahre möglich. Dadurch wird ihre besondere Rolle betont, denn sie tragen eine besondere Verantwortung für die Entwicklung der Klasse und den persönlichen Fortschritt des einzelnen jungen Menschen.

 

 

 

Das Sozialtraining  -

Ein Programm zur Förderung sozialer Fähigkeiten für SchülerInnen in der Erprobungsstufe

 

Um mit allen SchülerInnen der SRW die wesentlichen Grundlagen eines positiven Sozialverhaltens zu erarbeiten, wird in der Erprobungsstufe – in der Regel in einer Unterrichtsstunde pro Woche – von den KlassenlehrerInnen seit dem Schuljahr 2003/04 das Programm „Sozialtraining“ durchgeführt.

In diesem handlungsorientierten Unterricht lernen die SchülerInnen, dass Konflikte zum alltäglichen Leben gehören, wie man einer Verschärfung von Konfliktsituationen durch eigenes verantwortungsbewusstes Verhalten entgegenwirken oder Konflikte lösen kann bzw. wie man möglichst Konfliktsituationen von vornherein vermeiden kann.

Zudem wird in bestimmten Unterrichtssequenzen auch die Entwicklung der Persönlichkeit gefördert: durch die Stärkung des Selbstbewusstseins (selbstsicheres Auftreten) und des Durchsetzungsvermögens sowie durch das Erlernen und Anwenden bestimmter sozialer Techniken (Einfühlung in andere Personen, Beschreibung eigener Gefühle und Umgang mit ihnen, wie z.B. Selbstkontrolle, Bewältigung von Frustration). So können die Schüler/Schülerinnen eine vertretbare „Streitkultur“ entwickeln. Durch Rollenspiele und Fallberatungen werden von den SchülerInnen Grundregeln erarbeitet, an denen sie sich während ihrer gesamten Schulzeit an der SRW immer wieder - wenn notwendig - orientieren können. [s. Punkt  Konflikttraining] Als unterstützende Übungen werden Einheiten zur Förderung der Konzentration und des Zuhörens und auch Entspannungsübungen eingeflochten.

Das Programm Sozialtraining steht als Materialpaket, bestehend aus acht ausgearbeiteten Unterrichtseinheiten, den KollegInnen zum direkten unterrichtlichen Gebrauch zur Verfügung. Es wurde von der Regionalen Schulberatungsstelle der Stadt Hamm entwickelt. Eine Einführung in die Unterrichtseinheiten wurde bisher von dem Leiter der Erprobungsstufe bei gemeinsamen Sitzungen des Jahrgangsteams (ca. einmal pro Monat, nach Vereinbarung) gegeben. Im Anschluss an die Durchführung des entsprechenden Schwerpunktthemas erfolgten jeweils eine gemeinsame Auswertung und ein Erfahrungsaustausch, ggf. auch zur weiteren Optimierung der Programmelemente.

Die KlassenlehrerInnen, die in den letzten Jahren in der Erprobungsstufe tätig waren und ein Sozialtraining mit ihren Klassen durchgeführt haben, bekamen eine durchaus positive Resonanz vonseiten der SchülerInnen. Auch die durchführenden LehrerInnen empfanden das Sozialtraining für die Arbeit in den entsprechenden Klassen als hilfreich.  So entstanden viele die Klassengemeinschaft fördernde Gespräche im Klassenverband. Darüber hinaus war eine Sensibilisierung der SchülerInnen für Probleme im sozialen Bereich zu erkennen.

 

 

 

                                                      

 

 

 

Stark im Miteinander -  Projekttage mit dem „Fair Mobil“

 

Das Projekt „Fair Mobil“ wird seit 2004 den SchülerInnen des gesamten 6. Jahrgangs  an unserer Schule an jeweils einem Projekttag angeboten. Es dient vom Konzept des Veranstalters her der Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur, deshalb passt es genau in den Rahmen unserer Schulprogrammüberlegungen.

Ziele sind die Stärkung des Selbstvertrauens und der Teamfähigkeit, das Vermeiden von Konflikten im schulischen und privaten Alltag und die Entwicklung und Verankerung von Strategien zum Umgang mit konfliktträchtigen Situationen.

 

In kleinen Gruppen werden nach einer gemeinsamen einführenden Unterrichtsstunde durch die MitarbeiterInnen des Veranstalters Parcoursstationen absolviert, die von qualifiziertem Personal und HelferInnen aus der Schule betreut werden. In Wahrnehmungs- und Diskussionsübungen sowie Erlebnisspielen haben die SchülerInnen die Möglichkeit, sich selbst zu erproben und Fähigkeiten im Team mit anderen zu erlernen. Durch das bewusste Erleben im Parcours des „Fair Mobil“ werden zudem körperliche Erfahrungen gemacht sowie Risiken thematisiert.

Bei den Fair Mobil-Projekttagen zeigten die beteiligten SchülerInnen große Einsatzbereitschaft und hatten viel Spaß beim Erleben von Gemeinschaft und Aktion.

 

 

          

 

 

Nicht zu vergessen sind die o.g. HelferInnen aus dem 10. Jahrgang, allesamt sehr sozial engagierte StreitschlichterInnen [s. Punkt Streitschlichtung], die nach einer Einweisung die verantwortungsvolle Begleitung der Parcoursstationen übernahmen und mit großem Engagement die Sechstklässler begleiteten und manch interessante Beobachtung machten und den Kindern zurückmeldeten.

Das Projekt „Fair Mobil“ wurde von der Westfälischen Provinzial, dem Jugendrotkreuz Westfalen – Lippe (JRK), dem „arbeitskreis soziale bildung“ (asb) und der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster entwickelt. Die Aktionstage an unserer Schule wurden auf einen jeweiligen Antrag hin zu Beginn von der „Gelsenwasser  AG“ (Gelsenwasser Schulprojekte/Stiftung Partner für Schule) und einige Jahre vom Förderverein gesponsert.

 


Die Streitschlichtung

StreitschlichterInnen helfen bei Auseinandersetzungen zwischen SchülerInnen 

 

Hauptgründe für die zunehmende psychische und physische Gewalt von Jugendlichen sind fehlende bzw. misslungene soziale Integration sowie die Zunahme dissozialen Verhaltens. Mit Sanktionen lässt sich das Problem nicht lösen, denn durch sie werden keine alternativen Verhaltensmuster zum gewohnten Verhalten in Konfliktsituationen erfahren.                                   
Das Konzept der „Streitschlichtung“ setzt genau hier an.                                                                  Im Schuljahr 1998/1999 nahmen zwei KollegInnen der SRW an einer Fortbildung teil, die sie als Moderatoren für die Ausbildung von SchülerInnen zu StreitschlichterInnen qualifizierte.

Da die SRW ca.750 SchülerInnen hat und sich Streitfälle – besonders in den unteren Jahrgängen – täglich ereignen, wurde im zweiten Halbjahr des Schuljahres 1999/2000 damit begonnen, SchülerInnen des 9. Jahrganges zu StreitschlichterInnen auszubilden. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich beide Kontrahenten während der Schlichtung sicher fühlen, dass Gesprächsregeln vereinbart und eingehalten werden und Beschimpfungen unterbleiben. Ziel ist es nicht, die Schuldfrage zu klären, sondern es sollen Lösungsansätze entworfen werden, die das Miteinander in der Zukunft erleichtern. Die Streithähne skizzieren Visionen, wie sie sich diese Zukunft vorstellen und überlegen Schritte, die nötig sind, um dorthin zu gelangen. Festgehalten wird alles in einem Vertrag, den die SchülerInnen unterzeichnen. Da die SchülerInnen selbst bestimmen, was in den Vertrag genommen wird, stehen die Chancen meist gut, dass er auch eingehalten wird.

Die Institution der Streitschlichtung ist innerhalb der letzten Jahre an vielen Schulen des Landes NRW eingeführt worden. Die Zielsetzung, schulischer Gewalt nicht reaktiv, sondern präventiv zu begegnen und SchülerInnen prosoziales Lernen zu ermöglichen, hat dazu geführt, dass Pädagogen ihr Augenmerk zunehmend auf das Konzept der Streitschlichtung richten. Zugrunde liegt dabei die Vorstellung der ‚Peer Education’, die davon ausgeht, dass jugendliche Gleichaltrige ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung von Lernstrategien sind und einen wertvollen Beitrag für die Präventionsarbeit gegen Gewalt leisten. ‚Peers’ sind dabei keine ‚Problemverursacher’, sondern bringen ihre Problemlösungskompetenz als Teil des Erziehungsprozesses ein. Sie sind neutrale Dritte und bringen die Beteiligten miteinander ins Gespräch. Die in der Ausbildung zum/zur Streitschlichter/in gelernten Regeln des Konfliktmanagements sollen die SchülerInnen zudem befähigen, im späteren Berufs- und Privatleben Konflikte konstruktiv zu lösen.

Um die StreitschlichterInnen optimal auf ihre schwierige Aufgabe vorzubereiten, umfasst das Training u.a. Unterrichtseinheiten zu folgenden Themen: nonverbale Kommunikation (Körpersprache), Perspektivenwechsel, aktives Zuhören und Empathiefähigkeit. Die SchülerInnen setzen ihr bereits erlerntes Wissen in Rollenspielen um, die auf Video aufgezeichnet und so später reflektiert werden können. Auf diese Weise ist ein ständiges Feedback gewährleistet. Arbeitsblätter erleichtern die häusliche Nachbereitung.

Die einzelnen Schritte eines Streitschlichtungsgesprächs werden in ähnlicher Weise eingeübt.

Zu Beginn des Schuljahres stellen die beiden KollegInnen, in Absprache mit den KlassenlehrerInnen, den Klassen der Jahrgangsstufe 5 die Streitschlichtung vor. Gleichzeitig trainieren die StreitschlichterInnen Streitschlichtungen und treffen die organisatorischen Vorbereitungen zur Initiierung der Streitschlichtung in der 5. Jahrgangsstufe.

Die Ausbildung der SchülerInnen zu StreitschlichterInnen und das Angebot der Streitschlichtung für die SchülerInnen orientiert sich zurzeit im Wesentlichen an den Materialien der Lehrerfortbildung der Bezirksregierung Arnsberg, die den KollegInnen bei der oben genannten Fortbildung zur Verfügung gestellt wurden. Die weitere Realisierung des Konzeptes der Streitschlichtung für SchülerInnen erfolgt in enger Anlehnung an das Modell der Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler, das an der Realschule Sundern eingeführt und entwickelt wurde.

Um Erkenntnisse zu gewinnen, die für die Organisation und für die Weiterentwicklung des Konzeptes hilfreich sein können, wurden wiederholt SchülerInnen, die an einem Schlichtungsgespräch teilgenommen haben, in einer anonymen Befragung darum gebeten, Auskunft über ihre Erfahrungen mit der Streitschlichtung zu geben. Dabei wurde nach den Streitanlässen gefragt sowie danach, wie sie den Weg zur Streitschlichtung gefunden haben und welche Erfahrungen sie während des Schlichtungsgesprächs und danach gemacht haben. Die Auswertung hat ergeben, dass die meisten SchülerInnen von der Streitschlichtung profitiert haben und grundlegende Prinzipien des Konfliktmanagements kennengelernt und effektiv genutzt haben.

 

 

 

Das Konflikttraining           Konflikte lassen sich nicht immer vermeiden.

                                                            Aber man kann lernen, damit besser umzugehen.

 

 

Zu einer Arbeit im Sinne unserer Leitvorstellungen gehört für uns an der SRW selbstverständlich auch, dass SchülerInnen lernen, aktiv und bewusst mit konfliktträchtigen Situationen umzugehen, wenn sie akut in einen Konflikt verwickelt sind. Eine Hilfe durch die StreitschlichterInnen reicht manchmal nicht aus, sodass in schwierigen Situationen LehrerInnen mit den Kontrahenten arbeiten.

 

Ausgangslage

 

Alle LehrerInnen der SRW kennen es aus der tagtäglichen Schulpraxis: Sie sind mit Konflikten der SchülerInnen konfrontiert; oft auf Bitten der Opfer oder nach dem Hinweis von Zeugen; oft auch, weil sie selbst einen Teil des Konfliktes als Beobachter miterleben.

Dann sind sie gefordert, eine ganz praktische Einzelfall – Soforthilfe zu leisten, damit die Situation entschärft wird oder zumindest nicht weiter eskaliert.

Sie müssen die gegenseitigen Beschuldigungen anhören und abwägen und möglichst schnell „gerechte Lösungen“ für die Kontrahenten finden. Dies alles muss aber unter den zeitlich eng begrenzten Bedingungen des Schulalltags geschehen.

Diese spontane „Notfallversorgung“ von akuten Konflikten wird von den Beteiligten jedoch oft als unbefriedigend empfunden.

 

 

Ziele und Organisation

 

Vor diesem Hintergrund wurde das „Konflikttraining“ an der Städtischen Realschule eingeführt.

Den betroffenen Schülern/innen soll Zeit und Raum gegeben werden, ihren Konflikt miteinander und mit Hilfe eines/r „Trainers/in“ aufzuarbeiten.

Das setzt voraus, dass

·        die Konfliktgegner auf der Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung und Selbstverpflichtung den Versuch machen, zu Konfliktpartnern zu werden,

·        ein „Berater“ bzw. eine „Beraterin“ Zeit für sie hat,

·        eine geeignete räumliche Umgebung eine angemessene Atmosphäre zulässt.

 

So finden die Termine außerhalb der engen Zeitstruktur des Schulvormittags statt, in der Regel nach der 6. Stunde, und es werden besondere Besprechungsräume gewählt, die den nicht alltäglichen Rahmen eines Konflikttrainings betonen.

 

Zu Beginn des Schuljahres 2003/04 wurden alle KollegInnen über das Vorhaben bzw. das Angebot informiert und gleichzeitig um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gebeten. In dieser Anfangsphase stand ein Lehrer mit einem entsprechenden Stundenkontingent zur Verfügung. Aufgrund der steigenden Nachfrage engagieren sich im Team der „Trainer“ seit dem Schuljahr 2004/05 zwei Lehrer und eine Lehrerin im Konflikttraining.

 

Aus der praktischen Arbeit

 

Phase 1 - Aufarbeitung

 

Zunächst steht im Mittelpunkt der konkreten Arbeit, dass sich die Schüler/innen gemeinsam und detailliert an die Ausgangssituation und den genauen Konfliktverlauf erinnern und sich die Stationen vergegenwärtigen.

Besondere Bedeutung kommt auch dem Konfliktausgang zu:

Mit Hilfe eines theoretischen Modells verschiedener möglicher Konfliktausgänge können die SchülerInnen im einzelnen einordnen und verbalisieren, wie der Ausgang ihres speziellen Konfliktes einzuschätzen ist. Besonders wichtig ist schon während der Aufarbeitung, dass die Betroffenen die einzelnen Phasen der Auseinandersetzung und die konkreten Verhaltensweisen gemeinsam dokumentieren. So setzen sie sich von Anfang an handlungsorientiert mit dem Konflikt und vor allem mit dem/der „Gegner/in“ auseinander, müssen mit ihm/ihr kooperieren, um das Produkt - die Dokumentation ihres Konflikts - zu erstellen.

Im Einzelfall werden Phasen des Streits im Rollenspiel nachgestellt und somit anschaulich und erfahrbar nachvollzogen. Die nachgespielten Szenen können zur Analyse mittels einer Videoanlage festgehalten werden.

 

 

 

Phase 2 - Suche nach Alternativen / Lösungen

 

Gemeinsam mit dem/r „Trainer/in“ suchen die Schüler/innen in dieser Phase nach denkbaren möglichen Alternativen zu ihrem konfliktträchtigen Verhalten, das sie in ihrem konkreten Streitfall gezeigt haben. Die Betroffenen werden mit der Frage konfrontiert, welche Handlungsweisen ihrer Ansicht nach eher zu einer Konfliktverschärfung beigetragen haben (Eskalation) und welches andere Verhalten (Alternativen) eher zu einem Konfliktausgang führen kann, der für alle Seiten zufrieden stellender ist.

Diese möglichen alternativen Verhaltensweisen werden dann ebenfalls von den Schülern/innen gemeinsam dokumentiert.

Ziel bzw. Intention dabei ist, nach Möglichkeiten zu suchen, wie beide Konfliktpartner/innen zukünftig als Gewinner aus einem Konflikt hervorgehen können, ohne „ihr Gesicht zu verlieren“.

 

 

Erfahrungen und Perspektiven

 

Die Erfahrungen nach den Konfliktbearbeitungen, die nach diesem Grundmodell durchgeführt wurden, sind insgesamt sehr ermutigend.

Die jeweils zum Abschluss befragten SchülerInnen beurteilten die Zusammenarbeit als durchweg positiv. Bei einzelnen war eine Erleichterung direkt spürbar. Die Auseinandersetzung mit einem Erlebnis, das von allen Beteiligten als negativ und belastend empfunden wurde, führte in aller Regel zu einem Gewinn an Selbstvertrauen bei den Beteiligten. Die Aufarbeitung des konkreten Konfliktes trug fast immer zur Entspannung des allgemeinen Miteinanders bei, so dass eine zukünftige Begegnung in der Schule bzw. im Schulumfeld wieder spannungsfrei möglich war.

 

 

 

Das Busguide-Projekt

 

Die Schülerschaft des Schulzentrums (SRW, Mariengymnasium, Fröbel-Schule) besteht zu einem erheblichen Anteil aus sog. Fahrschülerinnen bzw. Fahrschülern.

Ohne eine Form der Beaufsichtigung und Kontrolle entstanden zunehmend - auch durch stark angestiegene Schülerzahlen - häufig chaotische und gefährliche Situationen an den Bushaltestellen.

Um etwas gegen diesen unhaltbaren Zustand zu unternehmen, trafen sich Ende des Jahres 2001 Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen der verschiedenen Schulen und Vertreter der Stadt Werl, der Polizei und der Busunternehmen. Es wurden verschiedene Maßnahmen beschlossen, z.B. die Vermittlung von Verhaltensregeln für alle Fahrschüler/innen, Markierungen an den Haltepunkten der Busse und eben der Einsatz von Schülerinnen und Schülern als sog. „Busguides“.

 

Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der SRW können sich auf freiwilliger Basis für einen Ersatz als Helfer bzw. Helferin an einer der Bushaltestellen des Schulzentrums melden. Diese Busguide-Tätigkeit dauert ein Schuljahr lang und wird als außerunterrichtliches soziales Engagement auf den Zeugnissen vermerkt.

Der Zusammenhang dieser Tätigkeit mit den erzieherischen Leitgedanken der SRW ist eindeutig und ohne Frage offensichtlich: Die durchaus anspruchsvollen Anforderungen an die Busguides nämlich sind:

Wir bleiben immer freundlich, wir treten selbstbewusst, aber nicht überheblich auf, wir behandeln alle gleich und fair, wir verhandeln bei Auseinandersetzungen, wir setzen uns aktiv für die erforderliche Ordnung ein, wir denken positiv, wir stehen hinter unserer Aufgabe und nehmen unsere Verpflichtung ernst, wir kommen pünktlich zum Dienst und sorgen ggf. rechtzeitig für eine Vertretung, wir schubsen und schlagen nicht, wir machen keine „dummen“ Bemerkungen, wir beleidigen niemanden, wir missbrauchen nicht unsere Macht.

 

Die Aufgaben der Busguides an den Haltestellen sind: Fahrschüler/innen aufzufordern, die Spielregeln für ein vernünftiges, faires Verhalten einzuhalten (sich in der Reihenfolge des Eintreffens an der Haltestelle aufzustellen, gleichgültig, ob Fünft- oder Zehntklässler/in) und dem Busfahrer das Signal zum Öffnen der Tür zu geben. Die Busguides sind zudem angewiesen, diejenigen, die sich besonders rücksichtslos verhalten und dadurch die Gesundheit anderer gefährden, dem Busfahrer, anderen Aufsicht führenden Personen oder den Schulleitern bzw. Schulleiterinnen zu melden, damit sie zur Ordnung gerufen oder andere Schritte gegen sie eingeleitet werden können.

Die Busguides tragen die Verantwortung dafür, dass sie erkannt werden können; sie halten sich an die vereinbarte „Erklärung der Busguides“ zum verantwortungsgerechten Verhalten bei ihrer Tätigkeit. Diese einzuhaltenden Verhaltensweisen sind als verbindlich anzuerkennen, die Dokumentation erfolgt  durch eine Art Vertragsunterschrift .

 

In jedem Schuljahr beteiligt sich durchschnittlich jede/r zehnte Schüler/in aktiv am Busguide-Projekt. Vor Beginn des Einsatzes erfolgt eine genauere Einweisung in die Tätigkeit und ein Training u.a. in Form von Rollenspielen.

Trotz mancherlei schwieriger Situationen und auch Frustrationen, z..B. durch Beschimpfungen durch Mitschüler/innen der eigenen Schule, aber auch der Nachbarschulen, machen die Busguides ihren Dienst in aller Regel nicht nur gewissenhaft und engagiert, sondern auch gerne und insgesamt erfolgreich – sie setzen sich sozial vorbildhaft für die Vernünftigen ein.

 

 

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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

 

Gerade in einer Schulgemeinschaft, die Schülerinnen und Schüler aus über 30 Nationen umfasst, ist es wichtig, ein Schulklima zu schaffen, in dem „anders sein“ als Normalfall akzeptiert wird.

Obwohl es in der Vergangenheit keine gravierenden Probleme im Zusammenleben der Kulturen an der Realschule gab, ergriffen Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 im Rahmen einer Unterrichtsreihe im Fach Sozialwissenschaften die Initiative, dem Netzwerk beizutreten. Sie wollten damit präventiv ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. 

 

Am 20.05.2008 wurde unserer Schule der Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage verliehen.  Damit gehört die Städtische Realschule einem bundesweiten Netzwerk an. Schülerinnen und Schüler setzen sich aktiv gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus ein und leisten so einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft.logo2_3srw.jpg

Als Projektpate konnte der Werler Karikaturist Jürgen Tomicek gewonnen werden, der die Jugendlichen auch in Zukunft bei ihren Aktionen unterstützen wird. Zur Titelverleihung hat er bereits mit Schülern ein schuleigenes Logo entworfen.

 

Mit der Auszeichnung ist die Schule eine Verpflichtung eingegangen, sich zu bewähren und im Alltag sowie in vielfältigen Projekten zu beweisen, dass sie den Titel verdient hat.

 

 

Schulgottesdienste

 

Die Städtische Relaschule Werl sieht sich in der Tradition der christlich-abendländischen Kultur, so dass auch Schulgottesdienste ihren Platz im Schulalltag haben. Im Gottesdienst können Kinder und Jugendliche die christliche Kultur und ihre sozialen Wertvorstellungen kennen lernen und erleben.

Im Sinne der Leitidee unserer Schule „konsequent zu erziehen“ sind für das Gelingen von Gottesdiensten die aktive Beteiligung von SchülerInnen und LehrerInnen sowie die Regelmäßigkeit der Gottesdienste wichtig. An der SRW finden daher nach Übereinkunft der Fachkonferenzen beider Konfessionen regelmäßig ökumenische Gottesdienste statt.

Im Hinblick auf das Ziel „vielfältig zu bilden“ werden bis auf den Reformationstag alle Gottesdienste ökumenisch gefeiert.„Ökumene zielt auf die Einheit und das Zusammenleben aller getrennten Kirchen und Christen. Darüber hinaus kommt das Zusammenleben aller Menschen auf dieser Erde ins Blickfeld.“ (s: Ökumenisches Lernen – Arbeitshilfe der Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, 1985)

Die Gottesdienste, die religiöse Schulveranstaltungen sind, werden in Zusammenarbeit mit den kirchlichen VertreterInnen der Gemeinden gestaltet. Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen sind eingeladen. Zumeist erwächst das Thema des Gottesdienstes aus dem Unterricht. Ein wesentliches Element dieser Schulgottesdienste ist die aktive Mitwirkung von SchülerInnen bei der Vorbereitung und Gestaltung.

Gottesdienste werden zur Einschulung und zur Entlassung ebenso wie zum Reformationstag gefeiert. Darüber hinaus finden ökumenische Gottesdienste für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 statt, für jede dieser Jahrgangsstufen ein Gottesdienst pro Halbjahr. Dieser liegt in der Regel in der 1. Unterrichtsstunde und wird von den jeweiligen ReligionslehrerInnen begleitet.

Grundsätzlich lässt sich aus den Schülerreaktionen resümieren, dass den SchülerInnen die eigene Vorbereitung der Gottesdienste, gerade im Hinblick auf die Mitentscheidung bei der Themenauswahl, besonders wichtig ist.

 

 

Die bewegungsfreudige, gesunde Schule


Allgemein ist eine zunehmende Bewegungsfaulheit und motorische Unerfahrenheit bei SchülerInnen festzustellen. Viele SchülerInnen sind übergewichtig und ernähren sich falsch. Sie verzichten sogar auf ein richtiges, gesundes Frühstück. Die Folge ist eine Zunahme von ernährungsbedingten Krankheiten, Herz-Kreislaufschwächen, Haltungsschäden und Konzentrationsschwächen.

Natürlich macht diese Entwicklung auch vor der Städtischen Realschule Werl nicht halt. Um diesen Tendenzen entgegen zu steuern, wollen wir, dass Bewegung, Sport und Spiel in Verbindung mit einer Anleitung zu gesundheitsbewusster Ernährung und Pflege der Umwelt Bestandteil des Bildungs- und Erziehungskonzepts unserer Schule ist. Durch die bedürfnisgerechte Aktivierung und Gestaltung dieser Bereiche soll es zu einer Steigerung der Lebensqualität und mehr Wohlbefinden an unserer Schule kommen.

 

 

Unser Schulkiosk – Garant für ein gesundes Frühstück und für Leistungsfähigkeit im Unterricht

 

Entwicklung

Im Rahmen des Schulprogramms „Gesunde, bewegte Schule“ ist seit Februar 2001 die Umgestaltung des vorhandenen und die Institutionalisierung eines neu konzipierten Schulkiosks schrittweise erfolgt.

Die Zielsetzung war und ist, den Schulkiosk so zu gestalten,

§         dass ein attraktives, vollwertiges Nahrungsmittelangebot ein gesundes Schulfrühstück gewährleistet.

§         dass ein Pfandsystem und Verzicht auf überflüssige Verpackungen die Müllmengen reduziert.

§         dass durch die Beteiligung von SchülerInnen beim Verkauf soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein für die Durchführung von selbstgewählten Aufgaben erlangt werden kann.

Zunächst wurde in einer längeren Projektphase der Verkauf durch ehrenamtlich arbeitende Eltern und SchülerInnen durchgeführt. Die Einkaufs- ,Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten übernahm eine Kollegin. Schnell zeigte sich, dass eine verlässliche, dauerhafte Mitarbeit der Eltern nicht gewährleistet war und kaum zu bewältigende organisatorische Probleme auftraten. Aus diesem Grund wurde ein Trägerverein gegründet, der eine 400 € Kraft für den laufenden Betrieb des Kiosks einstellte. Die Beteiligung der SchülerInnen beim Verkauf und die Betreuung und Organisation durch eine Kollegin blieben erhalten.

 

Aktuelle Situation

In der Praxis sind die Aufgaben wie folgt verteilt:

§         Die „Kioskfrau“ erledigt den Einkauf, das Vorbereiten und Bereitstellen der Waren und leitet den Verkauf.

§         Je fünf SchülerInnen aus den Klassen 10 bilden ein Verkaufsteam und übernehmen in den großen Pausen den Verkauf und die Pfandrücknahme.

§         Die betreuende Kollegin ist für das Warenangebot, die Bestellungen, die Geldverwaltung und die Betreuung der SchülerInnenteams verantwortlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teile des Warenangebotes des Kiosks

 

















 

 

 

 

 

 

 

 

 







Neben dem Angebot an gesunden Nahrungsmitteln im Schulkiosk wurden und werden viele Projekte zum Thema „Gesunde Ernährung“ in den Fächern Hauswirtschaft und Biologie durchgeführt. Eine Projektwoche mit dem Thema „Gesunde, bewegte Schule“ unterstützte die Auseinandersetzung mit Gesundheitsfragen. So wird inzwischen regelmäßig ein Gesundheitstag unter dem Motto „Gesunde Ernährung und Bewegung“ für den 6. Jahrgang von medizinischen Fachkräften gestaltet.

 

Bilder vom Gesundheitstag

 


 
 

 

Evaluation und Perspektiven

 

Die Einstellung der „Kioskfrau“ verbesserte die Organisation des Schulkioskbetriebes.

Die Beteiligung der SchülerInnen funktioniert gut und ist in der Schülerschaft zu einer begehrten Aktivität geworden. Das Angebot des Kiosks wird vonseiten der SchülerInnen intensiv genutzt und beeinflusst so ein gesünderes Frühstücksverhalten. Da das Nachmittagsangebot an unserer Schule immer umfassender wird, gewinnt der Kiosk auch für die Mittagsversorgung immer mehr an Bedeutung.

 

So wird weiterhin gewährleistet sein, dass es für die SchülerInnen unserer Schule selbstverständlich ist, sich gesund zu ernähren, sich sportlich zu betätigen und sich mit den Belangen der Umwelt auseinander zusetzen.

 

 

Bewegung als Beitrag zur Gesundheitsförderung

Sportliche Aktivitäten an unserer Schule

 

Die Bewegungs-, Spiel- und Sporterziehung an unserer Schule ist darauf ausgerichtet gesundheitlich positive Wirkungen bei unseren SchülerInnen zu erzielen und Freude an der Bewegung zu vermitteln.

Die Basis unseres Sportunterrichts sind die Inhalte des Schulsportcurriculums. Sportbereichsübergreifende Bewegungsfelder sind dabei von grundlegender Bedeutung für eine allgemeine Entwicklungsförderung unserer SchülerInnen.

 

Zu nennen sind:

§         Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen

§         Das Spielen entdecken und Spielräume nutzen

§         Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik

§         Bewegen im Wasser – Schwimmen

§         Bewegen an Geräten – Turnen

§         Gestalten, Tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste

§         Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele

§         Gleiten, Rollen, Fahren – Rollsport

§         Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport

§         Wissen erwerben und Sport begreifen

 

Die Erweiterung des traditionellen Schulsports durch Trendsportarten im Bereich Spiele oder Fitness (z.B. Inline-Skating, Beach-Volleyball, Akrobatik oder Aerobic) soll auch weniger motivierten oder gehemmten SchülerInnen mehr Freude an der Bewegung vermitteln.

 

Zur Umsetzung der Ziele gibt es an unserer Schule viele Aktivitäten.

 

Der Sportunterricht wird in den Jahrgangsstufen 5 und 6 seit dem Schuljahr 2005/2006 wöchentlich mit drei Sportstunden erteilt. Durch den zusätzlichen Bau einer Sporthalle ist es möglich geworden diese Forderung aus dem ersten Schulprogramm zu realisieren. Die Klassen 7 bis 10 haben wie bisher nur zwei Wochenstunden. Ergänzend werden im Nachmittagsbereich für die Jahrgänge 9 und 10 im Rahmen des WP II - Unterrichts zweistündige Sportangebote gemacht.

Ob der Sportunterricht in Zukunft in diesem Umfang erteilt werden kann, hängt davon ab, ob der Schule von der Bezirksregierung SportlehrerInnen zur Verfügung gestellt werden können.

Für leistungsorientiertere SchülerInnen besteht in den Bereichen Fußball und Schwimmen die Möglichkeit der Teilnahme an Schulsportwettkämpfen im Rahmen des Landeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“. Die Begegnung von SchülerInnen verschiedener Schulformen im sportlichen Vergleich wird ermöglicht und dadurch die Zusammenarbeit aller am Schulsport beteiligten Partner gefördert. Die Ergebnisse der TeilnehmerInnen werden in der Schulgemeinschaft mit Spannung und Anteilnahme verfolgt. Berichte über die Sportereignisse erscheinen in der Schülerzeitung, auf der Homepage der Schule und in der örtlichen Presse. Gewonnene Urkunden und Pokale werden in der Schule ausgestellt. Somit stellt die Teilnahme an den Wettbewerben eine Bereicherung für das Schulleben dar.

 

Für alle SchülerInnen besteht die Möglichkeit im Sportunterricht oder im Rahmen der Bundesjugendspiele das „Deutsche Sportabzeichen“ zu erwerben. Der Erwerb dieses Fitnessabzeichens motiviert viele SchülerInnen zur Leistungsverbesserung und bedeutet auf Dauer (es wird jährlich erneuert) eine höhere Leistungsfähigkeit im Schulalltag oder im zukünftigen Berufsleben. Das Erreichen der geforderten Leistungen und die Bestätigung in Form einer Urkunde erfüllen viele SchülerInnen mit Stolz.

 

Die Durchführung von Sport- und Spielfesten setzt einen weiteren Akzent im schulischen Miteinander. Gemeinsame Wettkämpfe (z.B. Jahrgangsmeisterschaften im Fußball oder Basketball) begeistern und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Bei der Organisation dieser Wettkämpfe werden die SchülerInnen umfassend beteiligt, sodass auch in diesem Bereich Erfahrungen gesammelt werden können.

 

Bewegungsorientierte Klassenfahrten ergänzen unser Konzept einer bewegungsfreudigen Schule. So werden z.B. regelmäßig Fahrten zum Eislaufen, Klettern, Kanufahren, Schwimmen, Wasserskifahren, Wandern, Skilanglauf, Rodeln und Radfahren durchgeführt.

Diese Fahrten werden entweder als eintägiger Schulausflug oder als mehrtägige Klassenfahrten organisiert.

 

In Zukunft soll erreicht werden, dass in allen Jahrgängen drei Stunden Sport pro Woche erteilt werden. Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften mit sportlichen Inhalten soll intensiviert werden. Wünschenswert wäre eine Erweiterung der Teilnahme an Schulsportwettbewerben. Leider gibt es an unserer Schule im Moment nicht genügend leistungsstarke SchülerInnen in Sportarten wie Badminton, Basketball, Tischtennis und Volleyball um Mannschaften melden zu können.

 


Berufswahlorientierung und Lebenswegplanung

 

Berufswahlorientierung und Lebenswegplanung (BWO) sind in unserer Schule wichtige Instrumente, Mädchen und Jungen die nötigen Entscheidungshilfen für die Gestaltung ihrer Zukunft zu geben. Hierbei beachten wir besonders, dass Berufsorientierung ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess ist, der immer eng mit der individuellen Lebensplanung verbunden ist. Wir unterstützen unsere SchülerInnen auf diesem Weg mit verschiedenen Maßnahmen.

BWO hat die Aufgabe, Jugendlichen allgemeine Entscheidungshilfen bei der Berufswahl zu geben.

BWO soll die Jugendlichen befähigen und ihre Bereitschaft fördern, in Übereinstimmung von Lebensweg- und Berufsplanung

·        alternative Berufswünsche zu entwickeln und neue Berufe kennen zu lernen,

·        auf die an sie gestellten Ansprüche der Arbeitswelt zu reagieren,

·        Strukturen der Wirtschafts- und Arbeitswelt und deren rasche und grundlegende Veränderungen zu erfassen und zu reflektieren und

·        eigene Ansprüche an die Arbeit zu entwickeln.

 

BWO – unser Projekt im Jahrgang 8

 

Im Jahrgang 8 wird an drei Unterrichtstagen das Projekt „Berufswahlorientierung“ durchgeführt. Wir bieten den Jugendlichen damit schon vor dem Eintritt in die beiden Abschlussjahre die Gelegenheit, ihre Situation, ihre Vorstellungen und Wünsche zu reflektieren, um ihren Entscheidungsprozess langfristig zu begleiten.

 

Jungen und Mädchen sind verschieden

Das ist sicherlich keine neue Erkenntnis, aber für die BWO von zentraler Bedeutung.

Aufgrund verschiedener Voraussetzungen, Bedingungen und Erwartungen gestalten sich Berufswahl- und Lebenswegplanung von Jungen und Mädchen sehr unterschiedlich.

Jungen definieren sich häufig über ihre Erwerbstätigkeit. Ihren Lebensbereich sehen sie selbst vor allen Dingen außerhalb des Haushalts und der Familie.

Mädchen definieren sich überwiegend über die Familie. Hier werden unterschiedliche Rollenerwartungen deutlich; der Mann wird nach wie vor traditionell als Versorger der Familie gesehen, während die Frau oft die Verantwortung für Familie und Hausarbeit bei gleichzeitiger Berufsausübung trägt. Hinzu kommt, dass Jungen und Mädchen sich in dieser Altersstufe in stark voneinander abweichenden Entwicklungsstadien befinden. Während die Mädchen oft schon sehr klare Vorstellungen von ihrer Zukunft haben, leben die Jungen noch sehr gegenwartsorientiert.

Diese Ausgangslage führte zu der Überlegung, dieses Projekt geschlechterdifferenziert durchzuführen. Die Jugendlichen haben in reinen Jungen- bzw. Mädchengruppen die Gelegenheit, ihre Vorstellungen zu reflektieren und alternative Rollenvorstellungen für sich zu entwickeln. Da man jetzt „unter sich ist“ (natürlich werden die Mädchen von Lehrerinnen und die Jungen von männlichen Kollegen betreut) können die Jugendlichen jetzt mit größerer Offenheit ihre persönlichen Sichtweisen darlegen und untereinander austauschen. Mögliche Hemmnisse durch die sonst in der Schule übliche Fixierung auf die jeweilige Rolle gegenüber dem anderen Geschlecht werden so abgebaut.

 

Es muss nicht immer der Klassenraum sein

Die Mädchen bzw. Jungen aus jeweils zwei Parallelklassen bilden eine Gruppe mit ca. 25 TeilnehmerInnen . Um den besonderen Charakter der Projekttage zu betonen, findet die Veranstaltung außerhalb der Schule statt.

 

BWO – drei Projekttage

Die Mädchengruppen finden zumeist in Gemeindehäusern optimale Bedingungen vor, die eine abwechslungsreiche Gestaltung der BWO - Vormittage ermöglichen. Prozessorientierte Gruppen- und Plenumsarbeit wechseln einander ab, und es ist genügend Raum und Zeit, um Materialien intensiv zu erarbeiten und Arbeitsergebnisse zu präsentieren. Ein ganz besonderer Vorteil der außerschulischen Lernorte ist die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung, unabhängig von der Pausenregelung im normalen Schulbetrieb. Intensive Erarbeitungsphasen werden nicht unterbrochen und die Pausengestaltung fernab des Schulhofes ist eine interessante Erfahrung für die Mädchen. Diese „Freiheiten“ fördern eine positive und entspannte Arbeitsatmosphäre für alle Beteiligten.

Weil die Jungen in dieser Altersgruppe oft noch gar keine Zukunftsvorstellungen entwickelt haben, sind für sie die BWO - Vormittage als Orientierungs- und Praxistage gestaltet. Sie lernen im Berufsbildungszentrum Soest (BBZ) verschiedene handwerkliche und kaufmännische Berufsfelder kennen. In einer Vorbereitungsphase auf die Praxistage wählen die Jungen aus insgesamt zehn Berufsfeldern (von Anlagenmechaniker/in bis Zimmerer/ Zimmerin) zwei nach ihren Neigungen aus, in denen sie praktische Erfahrungen machen wollen.

 

BWO - Tag 1

für die Mädchen

Nach der Orientierung in der neuen Lernumgebung begeben sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihrem Wunschberuf. Dabei gehen manche Mädchen schon sehr zielstrebig, sachgerecht und mit klareren Vorstellungen vor, während andere sich oft erst auf einem „Markt der Möglichkeiten“ über verschiedene Berufe informieren. Die Jugendlichen tauschen ihre Motive und Gründe für diese Berufswahl aus. Dabei setzten sie sich auch damit auseinander, ob und wie dieser Berufswunsch zu verwirklichen ist. Die auf diese Weise entstandenen „Berufsbilder“ sind für die Jugendlichen jetzt begründet nachvollziehbar.

Dazu gehört selbstverständlich auch eine Einbindung der beruflichen Zukunft in die allgemeine Lebenswegplanung. In einem „Lauf des Lebens“ entwickeln die Jugendlichen mögliche individuelle Perspektiven für ihre Zukunft. Dabei spielen erhoffte Erfolge genauso eine Rolle wie nicht planbare Risiken und Rückschläge.

„Ohne Moos nix los“, unter diesem Motto werfen die Jugendlichen einen Aus- oder Einblick in die finanzielle Seite ihres späteren Lebens. Erwartete oder erhoffte Einkommen werden mit der Realität verglichen und vor allem mit den Lebenshaltungskosten in Zusammenhang gebracht.

für die Jungen

Nachdem alle Jungen gemeinsam einen ersten Eindruck ihres neuen Lernortes gewonnen haben, werden sie mit den besonderen Rahmenbedingungen vertraut gemacht. Dazu gehören eine Sicherheitseinweisung, Hinweise zum Umgang mit Materialien und Geräten, Informationen zur zeitlichen Struktur der BWO - Praxistage.

In Gruppen von zwei bis acht Jungen (je nach ihrer Auswahl des Berufsfeldes) geht es in die Ausbildungswerkstätten und sie erhalten dort von einem Ausbildungsmeister einen praktischen Arbeitsauftrag zur Herstellung eines kleinen Gebrauchsgegenstandes. Unter Aufsicht und Anleitung lernen sie Arbeitsabläufe kennen, bei denen Phasen von Einzelarbeit mit solchen abwechseln, bei denen Teamarbeit und Kooperation gefragt sind.

Sie erleben, wie „unter ihren Händen“ ein Gegenstand entsteht, sie stellen fest, wie geschickt sie ihren Auftrag erledigen, sie erkennen mögliche, bisher unbekannte Stärken oder Schwächen und gewinnen  so eine begründete Einsicht, ob das gewählte Berufsfeld eine berufliche Perspektive darstellt.

Begleitet und unterbrochen wird die praktische Tätigkeit von Phasen der Reflexion über die gerade gemachten Erfahrungen.

In einer gemeinsamen Abschlussbesprechung stellen sich die Jungen gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse vor, vergleichen ihre Erfahrungen und tragen stolz „ihr Werkstück des Tages“ nach Hause.

 

BWO - Tag 2

Dieser Tag steht unter dem Motto „Zukunftswerkstatt“. Die Mädchen vergleichen ihre Zukunftsentwürfe, überarbeiten sie und präsentieren sie in einer „Zukunftsgalerie“.

Alle Theorie ist grau, wenn man sie nicht mit Beispielen aus der Lebenspraxis illustrieren kann. Deshalb gibt es an diesem Tag eine Informationsrunde mit einem/r ehemaligen Schüler/in der SRW. Die jungen Leute berichten über ihren Lebensweg und stehen den Jugendlichen der BWO für alle Fragen „aus dem richtigen Leben“ zu Verfügung.

Den Abschluss des zweiten Projekttages bildet ein „Blitzlicht“ zum Projekt, in dem sich alle Beteiligten noch einmal vergegenwärtigen, was man in diesen Tagen gemeinsam erreicht hat.

 

Die Jungen kennen sich jetzt schon mit den Abläufen im Hause aus und sie erkunden das zweite von ihnen gewählte Berufsfeld.

Im Vergleich der beiden Berufsfelder erkennen sie Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede, nicht nur bei den Arbeitsweisen und Materialien, sondern auch bei den Anforderungen und ihren persönlichen Möglichkeiten.

Natürlich stehen den Jungen die Ausbilder und andere Auszubildende für jede Art von Information zur Verfügung: Wie viel verdient man? - Wie lange dauert die Ausbildung? - Wie weit kann man es in den Berufsfeldern bringen?

Und auch heute entsteht wieder das „Werkstück des Tages“: ein Kerzenhalter aus Metall, ein Topfuntersetzter aus Holz, ein Mosaik mit Lieblingsmotiv, das künstlerisch gestaltete Namensschild oder das Modell einer Pyramide aus Draht.

In der großen Abschlussbesprechung ziehen alle Beteiligten noch einmal Bilanz, schildern und vergleichen ihre Eindrücke und vergegenwärtigen sich, was man in diesen Tagen erreicht hat.

Kurz nach den BWO - Tagen erhält jeder Teilnehmer einen Rückmeldebogen des BBZ, in dem ihm seine Leistungen aus der Sicht der Ausbilder detailliert bescheinigt werden.

Die eigenen Erfahrungen und die Einschätzung von Fachleuten ergeben so wertvolle Hinweise für eine spätere berufliche Orientierung.

 

BWO - Tag 3

Das ist an der SRW der „Girls’ and Boys’ Day“. Anders als der landesweit durchgeführte „Girls’ Day“, an dem alle Mädchen einer Schule einen Tag lang in das Berufsleben schnuppern sollen, führen wir diesen Tag an der SRW für Mädchen und Jungen ausschließlich des achten Jahrgangs durch. Er bildet den praktischen Abschluss der BWO, bei dem die Jugendlichen beiderlei Geschlechts einen Eindruck vom Arbeitsleben bekommen sollen. Durch die Vorbereitung an den ersten beiden BWO - Tagen können sich die Jugendlichen jetzt zielgerichtet und mit einem entwickelten Fragen- und Aufgabenkatalog an die Erkundung der Berufswelt begeben.

 

Erfahrungen und Perspektiven

Das Projekt wird nach jeder Durchführung von den betreuenden LehrerInnen ausgewertet und ggf. modifiziert. Eine standardisierte Schülerbefragung ist seit dem Schuljahr 2004/05 fester Bestandteil der Auswertung. Danach wird das Konzept der BWO von den SchülerInnen überaus positiv angenommen. Die Trennung nach Jungen und Mädchen wurde von beiden Gruppen sehr begrüßt, die Rahmenbedingungen des außerschulischen Lernortes fanden großen Anklang und die Vielfalt der Projektmethoden wünschten sich viele SchülerInnen auch für den „normalen“ Unterrichtsalltag. Auch bei den Themen war sich die Mehrheit der Jugendlichen einig: die BWO hat ihnen neue Erkenntnisse vermittelt, neue Ein- oder Ansichten ermöglicht und war sehr hilfreich für ihre eigene Berufswegeplanung.


Berufswahlorientierung (BWO) 2008

der 8. Klassen der Städtischen Realschule Werl

Mädchen (M) und Jungen (J) machen folgende allgemeine Aussagen


Das sagen die Mädchen über ihre BWO                        Das sagen die Jungen über ihre BWO

 

 

 

 


 

Das Betriebspraktikum im Jahrgang 9

 

In der 9. Jahrgangsstufe findet an der Städtischen Realschule Werl das dreiwöchige Betriebspraktikum statt, und zwar vor den Osterferien. Es dient ebenfalls der Berufsorientierung und keinesfalls der Hinführung zu bestimmten Berufen. Durch Einblicke in den betrieblichen Alltag machen die SchülerInnen - zumeist erste - konkrete Erfahrungen mit der Berufswelt und gewinnen Erkenntnisse, die ihre Berufswahlentscheidung beeinflussen.

 

1. Phase: Vorbereitung

Eine intensive Vorbereitung findet im Politikunterricht in Zusammenarbeit mit dem Deutschunterricht statt. Hier erwerben die SchülerInnen grundlegende Kenntnisse über wichtige Bereiche des Arbeitslebens (Arbeitsorganisation, Arbeits- und Tarifrecht, Kriterien für die Berufswahl). Außerdem können die SchülerInnen in einem „Bewerbertraining“ üben, wie man Erfolg versprechende Bewerbungsschreiben verfasst und wie man sich in einem Auswahl- oder Bewerbungsgespräch möglichst vorteilhaft verhält. Außerdem bereiten sie sich im Unterricht darauf vor, ihre Erfahrungen in einem ausführlichen Praktikumsbericht nach einheitlichen inhaltlichen und formalen Kriterien zu dokumentieren, die von der Fachschaft Politik verabschiedet wurden. Während der Vorbereitungsphase wählen die SchülerInnen (mit Unterstützung der Eltern und, wenn nötig, durch die Schule) ihren Praktikumsplatz nach ihrer Neigung bzw. nach den am Ort vorhandenen Möglichkeiten selbst aus. Das soll ihre zunehmende Selbstständigkeit und Eigenverantwortung auf dem Weg ins Erwachsenenleben fördern.

 

2. Phase: Durchführung

Die SchülerInnen nehmen im Betrieb unter Anleitung eines/r Betreuers/in an Arbeitsabläufen teil, beobachten betriebliche Zusammenhänge und sammeln Informationen. All diese Erfahrungen verarbeiten sie in ihrer Praktikumsmappe. Im Vergleich ihrer Erwartungen mit der erlebten Arbeitswelt gewinnen die SchülerInnen Kriterien, an denen sie ihre persönliche Berufswahlentscheidung orientieren können. Während der Praktikumszeit besuchen die KlassenlehrerInnen die Praktikanten regelmäßig in den Betrieben und führen Beratungsgespräche mit den beteiligten Personen. Die KlassenlehrerInnen erhalten so umfassende Eindrücke von Ablauf, Erfolg oder Schwierigkeiten in der Praktikumsphase, die sie, wenn nötig, auch an FachkollegInnen zur weiteren Aufarbeitung im Unterricht weitergeben.

 

3. Phase: Nachbereitung

Die Praktikumsmappe ist Grundlage der Auswertung und der Reflexion des Praktikums im Unterricht. Erfahrungen, Erkenntnisse und Fallbeispiele werden verglichen, so dass die SchülerInnen ihre eigenen Erfahrungen durch die ihrer MitschülerInnen ergänzen können. Die Berichte werden nach einheitlichen Kriterien bewertet, die von der Fachkonferenz Politik verabschiedet wurden. Die Bewertung fließt in die Note des Faches Politik ein.

 

 

Evaluation und Perspektiven

Das Betriebspraktikum wird an der SRW bereits seit 1986 erfolgreich durchgeführt. Entsprechend der Bedingungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind Schwerpunkte des Praktikums kontinuierlich angepasst worden. So bedingt die Konkurrenz um Ausbildungsplätze, dass die SchülerInnen ihre Berufswahlentscheidung viel intensiver, zielstrebiger und komp tenter treffen müssen, um die besten Chancen für sich zu wahren. Das Betriebspraktikum mit seinen „praktischen Einblicken“ in das Arbeitsleben trägt dazu bei, dass die SchülerInnen fundierte Entscheidungshilfen bekommen.

 

Schulendtage im Jahrgang 10

 

SchülerInnen der Klasse 10 der Realschule stehen vor einer wichtigen Veränderung: Abschied von der vertrauten Umgebung der Schule mit KlassenkameradInnen und LehrerInnen. Die Schulpflicht endet und eine selbst zu gestaltende Zukunft wartet, von der viele nicht wissen, welche Möglichkeiten sie offen hält und ob sie Gutes bringt. Jugendliche in dieser Altersgruppe stehen vor großen persönlichen Aufgaben: Planung der beruflichen Zukunft, Gestaltung von Freundschaft und Partnerschaft, Erwachsen werden und Loslösung vom Elternhaus. Dies ernst zu nehmen und nicht darauf zu vertrauen, dass Lösungen schon irgendwie mit der Zeit vom Himmel fallen, fällt vielen nicht leicht. Das Selbstbild ist in dieser Zeit noch sehr stark abhängig von der Meinung anderer. Dies fuhrt oft dazu, sich zu unter- oder zu überschätzen.

Die SchülerInnen der 10. Klassen unserer Schule haben die Möglichkeit an Schulendtagen teilzunehmen.

In Begleitung der KlassenlehrerInnen fahren die SchülerInnen in der Regel zu einer kirchlichen Bildungsstätte und können zu Themenschwerpunkten, die sie in ihrer jetzigen Lebensphase beschäftigen, handlungsorientiert arbeiten. Die einzelnen Projekte werden dabei von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Bildungsstätte geleitet.

Schulendtage vertiefen die Bildungs- und Erziehungsarbeit in der oben dargelegten Lebensphase der SchülerInnen, in der wichtige Lebensentscheidungen von den Jugendlichen getroffen werden müssen. Schulendtage bieten die Möglichkeit, sich mit Fragen auseinander zu setzen, die das Leben des Einzelnen betreffen, und zwar in Gruppen- oder Einzelgesprächen und in verschiedensten Aktivitäten. Sie können damit einen wichtigen Anstoß für die persönliche Weiterentwicklung geben.

Während der Orientierungstage haben die SchülerInnen die Gelegenheit,

·        Fragen der Identitätsfindung auf dem Weg in das Erwachsenenleben anhand selbst gewählter Themen zu reflektieren;

·        Gemeinschaft zu erleben und dabei in dem begleiteten Gruppenprozess über Selbst- und Rollenbilder nachzudenken;

·        eigene Werte und Werthaltungen mit anderen auszutauschen und zu hinterfragen.

 

In den letzten Jahren wurden während der Schulendtage der Städt. Realschule Werl etwa folgende Themen erarbeitet, diskutiert und meditiert:

·        Wer bin ich? Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung

·        Liebe Freundschaft Sexualität

·        Team- und Kooperationsaktivitäten zur Förderung der Klassengemeinschaft

·        Born to be free! – Freiheit und Pflicht: Oft fühle ich mich völlig eingeengt.

·        Zwischen Professor und Müllfahrer – Berufswünsche, Zukunftsfragen

·        Geboren werden um zu sterben? Welchen Sinn hat es dann zu leben?

·        Gott ins Spiel bringen – Nachdenken über Gott und Glaube

·        Was mir heilig ist – Wichtiges und Unwichtiges in meinem Leben

·        Eine Welt voller Gewalt

·        Zoff – Streiten will gelernt sein.

·        Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst... – Eltern und wie mit ihnen leben

·        Ich kann gar nicht verstehen, wie man so drauf schlagen kann. – Über Fremdenfeindlichkeit und Fremdenfreundlichkeit

·        Zwischen Sensation und Wirklichkeit – Aberglaube, Okkultismus, Sekten..

·        Wenn die Seele schreit – Sucht als Flucht

 

 

Der Übergang aus der Städtischen Realschule in eine Sekundarstufe II – Erwerb eines höherwertigen Bildungsabschlusses nach der Realschule

 

Neben Überlegungen zum Weg in die Berufswelt spielen für unsere SchülerInnen Übergänge in die Sekundarstufe II einer Schule eine immer größere Rolle. Häufig entscheiden sich die Jugendlichen und deren Eltern für den Erwerb eines qualifizierteren Schulabschlusses, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern oder um Berufsfelder zu erschließen, für die man ein Abitur (Allgemeine Hochschulreife) oder ein Fachabitur (Fachhochschulreife) benötigt. Für Schülerinnen und Schüler der Realschule gibt es vielfältige Angebote schulischer Bildungsgänge, etwa die gymnasiale Oberstufe am Gymnasium, am Berufskolleg oder der Gesamtschule, sowie alternative Bildungsgänge im Berufskolleg.

LehrerInnen und außerschulische Institutionen unterstützen unsere SchülerInnen, die Fortsetzung ihres Lebensweges zu reflektieren und zu planen.

Zu Beginn des 10. Schuljahres erläutern die KlassenlehrerInnen ausführlich die Voraussetzungen, die zur Erlangung eines „Qualifikationsvermerks“ auf dem Abschlusszeugnis der Realschule nötig sind. Mit dem Qualifikationsvermerk ist der Besuch einer gymnasialen Oberstufe möglich. Erweiterter Beratungsbedarf wird sich für uns mit der möglichen Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren und der damit verbundenen Änderung in der Organisation der gymnasialen Oberstufe ergeben.

Zusätzlich findet in unserer Schule im November eine Informationsveranstaltung statt, in der Leitungsmitglieder der beiden Werler Gymnasien, der Gesamtschule in Soest und des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs sowie des Börde-Berufskollegs über Möglichkeiten und Anforderungen der Sekundarstufe II informieren. Nach einer allgemeinen Einführung zu Veränderungen durch das Kurssystem in der Sekundarstufe II und zu den Besonderheiten der verschiedenen Schulen haben die Eltern und SchülerInnen Gelegenheit, in Kleingruppen Fragen an die VertreterInnen der sie interessierenden Schulen und den für sie geeigneten Bildungsgängen zu stellen.

Ergänzende Beratungsgespräche bieten BerufsberaterInnen des BIZ für unsere SchülerInnen des Jahrgangs10 an den Elternsprechtagen und an zwei bis drei Vormittagen in unserer Schule an.

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Soest ist insgesamt ein wichtiger Partner bei der Beratung der SchülerInnen in den Klassen 9 und 10, um Informationen zu Berufsbildern und zu Studiengängen zu erhalten. Bereits im ersten Halbjahr des 9. Schuljahrs besuchen alle Klassen 9 zusammen mit ihren KlassenlehrerInnen das BIZ, um diese wichtige Institution kennen zu lernen. Individuelle Beratungen schließen sich an.

 


Vorbeugung und Schutz vor sexuellen Übergriffen – ein Projekt im Jahrgang 5

 

Gewalt gegen Kinder, besonders sexuelle Übergriffe, finden wir in allen Lebensbereichen: in der häuslichen Umgebung, im Freundeskreis, im Freizeitbereich und im öffentlichen Raum.

Sexuelle Gewalt gegen Kinder bedeutet immer – unabhängig davon wie viel körperliche Gewalt tatsächlich dabei ausgeübt wird – äußerste Demütigung und einen Angriff auf die ureigenste Persönlichkeit, die hierdurch beschädigt wird.

Rein statistisch liegt es nahe, dass auch unsere SchülerInnen von sexuellen Übergriffen betroffen sein könnten.

Gerade mit dem folgenden Auftrag der Richtlinien der Realschule und unseren Leitideen sehen wir uns als Schule aufgefordert, gute und effiziente Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten. „Es ist notwendige Aufgabe der Schule, Einsichten in die Bedingungen unserer Existenz und deren Gefährdungen zu ermöglichen, subjektive Betroffenheit aufzunehmen, zukunftsbezogene Problemlösungen zu erörtern und solche Handlungen zu unterstützen, die auf ein menschenwürdiges Leben aller in Gegenwart und Zukunft abzielen“.

 

In Zusammenarbeit mit dem Werler Arbeitskreis „Gegen sexuellen Missbrauch“ und der Beratungsstelle „Wildwasser“ im Kreis Unna e.V. führt unsere Schule ein Projekt im Jahrgang 5 durch, in dem sexuelle Übergriffe thematisiert werden. Zwei konstitutive Elemente prägen das Projekt,  ein Elternabend und eine Unterrichtssequenz.

 

Die Eltern des Jahrgangs 5 werden zu Beginn zu einem Informationsabend eingeladen, um sie über die Aktivitäten der Schule zu informieren, ihnen wichtige Informationen zum Thema zu geben und sie zu sensibilisieren. Die beauftragten LehrerInnen führen in Kooperation mit einer Referentin, Frau Teichmann-Wickenhöfer, die Psychotherapeutin bei „Wildwasser“ ist, den Elternabend durch. Die Referentin stellt dort ihre Arbeit vor, gibt allgemeine Informationen zum Thema und zeigt den Film „Kinderkummer“, einen Zeichentrickfilm, der anhand eines Fallbeispiels die Thematik sexueller Übergriffe umreißt. Anschließend bespricht sie die Problematik mit den Eltern und steht für weitere Fragen zur Verfügung.

 

HauptadressatInnen des Projekts sind natürlich die SchülerInnen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, sich selbst zu behaupten und auch Erwachsenen gegenüber „Nein“ zu sagen. Das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz soll reflektiert werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, über Gefühle sprechen zu können. Den Kindern soll Mut gemacht werden sich Hilfe suchen zu können.

Die SchülerInnen des 5. Jahrgangs setzen sich im Unterricht mit der Thematik auseinander. Nach einer kurzen Einführung wird ebenfalls der Film „Kinderkummer“ vorgestellt und nach drei Gesichtspunkten ausgewertet: Besprechung der Gefühle des dargestellten Kindes, Aufzeigen von Handlungsalternativen und Hilfsangeboten.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht darin, den SchülerInnen ein erster Ansprechpartner zu sein, der helfen kann, sich an kompetente Fachleute zu wenden.

 

Die drei KollegInnen evaluieren ihre Unterrichtsarbeit durch gegenseitige Hospitationen, im Rahmen von Nachbesprechungen der einzelnen Unterrichtsstunden und durch den Austausch ihrer Erfahrungen.

 

Eine Möglichkeit der Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches sehen wir in der Fortführung des Projektes in der Jahrgangsstufe 7/8. Ebenso könnte ein Kurs „Selbstbehauptung und Konfliktbewältigungstraining für Mädchen und Jungen“ unter Leitung einer externen Fachkraft vorstellbar sein.

 

 

 


Das Medienkonzept

Zu einer umfassenden Bildung, wie sie in unserem Schulprogramm festgeschrieben steht, gehört auch als Schlüsselqualifikation der sichere Umgang mit den neuen Medien und Technologien. Das Medienkonzept der Städtischen Realschule macht Aussagen zu den pädagogischen, inhaltlichen und materiell notwendigen Voraussetzungen, um SchülerInnen auf dem Gebiet der neuen Technologien für die Zukunft zu qualifizieren.

Bei der Erarbeitung eines Medienkonzeptes standen für die Arbeitsgruppe folgende Erkenntnisse und Fragen im Vordergrund:

 

§         Die Bedeutung der Medien in unserer Gesellschaft wächst ständig.

§         Ziel der Medienbildung ist die Vermittlung von Medienkompetenz.

§         Die Medienbildung muss ein sachgerechtes, kreatives und verantwortliches Handeln in einer heute von Medien geprägten Welt und Gesellschaft ermöglichen.

§         Das Medienkonzept hat zum Ziel, möglichst optimale Bedingungen für die Medienbildung zu planen. 

§         Welche Bedeutung hat der Umgang mit den neuen Technologien für die SchülerInnen, aber auch für die LehrerInnen?

§         Welche Vorerfahrungen haben sie im Umgang mit den neuen Medien?

§         Wie kann man die Adressaten befähigen, Kompetenzen im unbeschränkten Zugriff auf weltweite Informationen zu erlangen?

§         Welche Ausstattung ist nötig, um allen SchülerInnen die notwendige Medienkompetenz zu vermitteln?

§         Wie muss eine mittelfristige und langfristige Ausstattungsplanung aussehen?

 

Die Überlegungen der Arbeitsgruppe „Medienkonzept“ führten zu folgenden Ergebnissen, die hier angeführt werden.


Pädagogisch-didaktische Überlegungen

 

Das vorliegende Medienkonzept zielt auf Kompetenzerweiterung in den folgenden Arbeitsbereichen:

§          Nutzung des Internets als Recherchemedium zur Informationsentnahme, Materialbeschaffung, Aktualisierung und Visualisierung von Lerninhalten

§          Medienkompetenz im Sinne der Handhabung grundlegender Anwenderprogramme sowie des Internets

§          Medienkompetenz im Sinne von Informationssuche, Auswertung, Bewertung und Präsentation

§         Medienkompetenz im Sinne von Medienkritik: kritischer und verantwortungsbe-wusster Umgang mit IK-Technologien

§         Verbesserung von Interaktionen und Kommunikationen: Verbesserung der Teamfähigkeit

§         Kontakte zu Partnerschulen im In- und Ausland durch Vernetzung

§         Verbesserung der allgemeinen Sprachfähigkeit, sprachliche Sicherheit im Umgang mit neuen Kommunikationsformen (E-Mail, Chat)

§         Individualisierung von Lernprozessen, u.a. als Differenzierungsmaßnahmen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen sowie als Förderangebot zur Aufarbeitung von Defiziten bzw. als vertiefendes Angebot

§         Technisch-fachliche Qualifizierung von Lehrkräften (s.u.), SchülerInnen zur Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und der Chancen auf dem Arbeitsmarkt

§         Einführung in grundlegende EDV-Konzepte und Hardware

§         Förderung der Schlüsselqualifikationen, z.B. Kreativität, problemlösendes Denken

§         Abbau geschlechtsspezifischer Hemmnisse im Umgang mit dem Computer

§         Sensibilisierung gegenüber Gefahren bei sorglosem Umgang mit persönlichen Daten im Internet

 

Qualifizierung des Kollegiums

 

Zur Qualifizierung der KollegInnen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien nutzt die Städtische Realschule verschiedene Formen der Fortbildung wie kollegiale Hilfe, Beratung, Hospitation und Kurse. Bevorzugt werden vor allem solche Fortbildungsangebote, die unterrichtspraktische Problemstellungen aufgreifen sowie Informationen, Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die möglichst unmittelbar im Unterricht Anwendung finden können. Viele jüngere KollegInnen bringen aus ihrem privaten Bereich bzw. ihren beruflichen Vorerfahrungen gute Kenntnisse mit, an deren Ausbau sie weiterhin interessiert sind. Aufgrund der Altersstruktur des Kollegiums besteht allerdings auch Bedarf, in grundlegenden Schulungen Basiswissen zu erwerben.

Folgende Anstrengungen sind diesbezüglich bisher unternommen worden:

§         Schulinterne Fortbildung (Einführung in das Internet)

§         Schulinterne Fortbildung (Anwendung des Office-Paketes)

Geplant:

§         Schulinterne Fortbildung (Computer-Einsatz in der Unterrichtspraxis)

 

Ausstattungsplanung

 

Es wird angestrebt die vorhandene Hardware in einem 4-5-jährigen Zyklus zu erneuern.

Die Ausstattung aller Unterrichtsräume mit einem fest installierten DSL-Anschluss für den Internetzugang halten wir für technisch nicht zukunftsträchtig und einem pädagogisch sinnvollen Einsatz des Internets im Unterricht nicht zuträglich. Anstatt jeweils nur eine/n SchülerIn am einzigen an das Internet angeschlossenen Klassencomputer arbeiten zu lassen, planen wir die Ausstattung mit Laptop-Pools: Etwa 12 bis 15 Geräte sind inklusive eines Beamers in einem fahrbaren Schrank untergebracht. Die Verbindung zum Internet geschieht über ein Funk-LAN. Diese Konzeption stellt das Arbeiten aller SchülerInnen im Unterricht sicher, auf reine Demonstration an einem einzigen Internet-Rechner kann verzichtet werden.

Langfristig wird die Anschaffung von zwei oben beschriebenen Laptop-Pools incl. Funk-LAN, Beamer und Drucker angestrebt.

 

Detaillierte Ausstattungsplanung sowie konkrete Unterrichtsinhalte sind der ausführlichen Version des Medienkonzeptes zu entnehmen.

 


Das Fahrtenkonzept unserer Schule

 

Gemeinschaft erleben, lernen in anderer Umgebung, „die Welt“ erfahren – dies sind diezentralen Gesichtspunkte, die für die mehrtägigen Unternehmungen gelten, die aus guten Gründen z.T. eine lange Tradition an unserer Schule haben.

Allen SchülerInnen soll die Möglichkeit gegeben werden, an einer Fahrt teilnehmen zu können. Deshalb kann der Förderverein der Schule in besonderen Fällen um finanzielle Unterstützung gebeten werden.

 

 

Klassenfahrten nach Cuxhaven-Duhnen

 

Seit nunmehr zwanzig Jahren machen die SchülerInnen der Städt. Realschule Werl in der Klasse 6 eine Klassenfahrt nach Cuxhaven-Duhnen, bei der sie sich untereinander, aber auch die begleitenden LehrerInnen einmal außerhalb des Unterrichts und der schulischen Umgebung erleben können. Diese einwöchigen Fahrten stellen einen festen Bestandteil unseres Schullebens dar. Sie fördern den Klassenzusammenhalt, das gegenseitige Verstehen und tragen durch Gemeinschaftserlebnisse zu sozialem Lernen und zum Einhalten von Absprachen bei. Dazu dienen sie dem schulischen Lernen in erfahrungs- und handlungsorientierten Bereichen, wie es die Richtlinien fordern.

Die Vorbereitung der Klassenfahrt findet in mehreren Fächern statt. Ein Schwerpunkt der unterrichtlichen Vorbereitung ist das Kennenlernen des besonderen Lebensraumes Wattenmeer anhand ausgewählter Beispiele im Fach Biologie. Ein weiterer Schwerpunkt der Vorbereitung obliegt dem Fach Erdkunde, wo es unter anderem um die Entstehung des Wattenmeeres, die Phänomene Ebbe und Flut sowie die besonderen Bedingungen in dem Lebensraum Meer und Küste geht (Deichbau, Siele etc.). Auch im Fach Deutsch wird die Fahrt vorbereitet, u. a. durch adressatenbezogenes Schreiben (Brief an Kurverwaltung), Auswertungen von Prospekten, Wegbeschreibungen nach Stadtplan.

Das Kennenlernen des besonderen Lebensraumes Wattenmeer durch eine geführte Wattwanderung ist ein wichtiger Bestandteil. Zu den letzten großen Naturräumen in Europa gehört das Wattenmeer, das noch nicht vollständig von Menschen beeinflusst wird. Diese einzigartige Großlandschaft muss erhalten und geschützt werden. Je früher die SchülerInnen im Rahmen dieser Umwelterziehung mit den ökologischen Zusammenhängen wie auch mit den Pflanzen und Tieren im Einzelnen vertraut gemacht werden, desto eher wird die Verantwortung für diese empfindliche Landschaft deutlich werden.

Die Förderung der Allgemeinbildung im Rahmen der Unternehmung ist ebenfalls bedeutsam. Sie findet statt durch die Begegnung mit außerschulischen Lernorten u. a. im Bereich Schifffahrt (Schifffahrtsmuseum Bremerhaven, Wrackmuseum in Stickenbüttel, Hafenrundfahrt in Cuxhaven, Zoo am Meer, Nationalparkzentrum in Sahlenburg, Stadtrundgang in Bremen) 

Sportliche Aktivitäten und Spiele sind weitere Bestandteile dieser Fahrten. Diese schaffen Bereiche, in denen menschliches Verhalten in spielerischer Form erlebt werden kann. Sie geben die Möglichkeit eigenes Verhalten und dessen Wirkung auf andere kennen zu lernen.

Die Schulfahrten haben eine große Bedeutung für das Sozialverhalten der SchülerInnen. Statt sich nur morgens während der Unterrichtszeit zu sehen, müssen sich die TeilnehmerInnen tagelang miteinander auseinander setzen. Sie lernen ihre Stärken und Schwächen kennen und erleben ihre MitschülerInnen aus völlig neuen und vielleicht überraschenden Perspektiven. Die geforderte Rücksichtnahme aufeinander und die Tagesgestaltung im Klassenverband prägen das Sozialverhalten entscheidend. Verantwortung muss übernommen werden und somit wird die Selbstständigkeit gefördert.

Die Nachbereitung kann z. B. durch selbst formulierte Reiseberichte im Fach Deutsch erfolgen: Kleinere Gruppen schreiben jeweils einen Tagesbericht, korrigieren ihn, erweitern ihn mit Bildmaterial. Die Tagesberichte werden mit dem PC geschrieben, wodurch eine komplette Zusammenstellung als Reisebericht erleichtert wird.

 

 

Fahrten im Jahrgang 9

 

Für die Jahrgangsstufe 9 werden an der Städtischen Realschule klassenübergreifend einwöchige Fahrten nach Paris oder London angeboten. Parallel zu diesen Veranstaltungen gibt es an der Schule Alternativangebote für SchülerInnen, die an keiner dieser Fahrten teilnehmen möchten.

 

Projekt London

 

Für die SchülerInnen, die sich für die Fahrt nach London entscheiden, gibt es für die Teilnahme keine besonderen Auswahlkriterien. Sie verfügen allerdings über einen recht unterschiedlichen fachlichen Leistungsstand, und oft war in der Vergangenheit ihre Motivation von Stereotypen geprägt. Die bisherige Praxis hatte gezeigt, dass ein reines Angebot ohne besondere unterrichtliche Vorbereitung SchülerInnen dazu verleitete, die Fahrt nach London als bloßes Freizeitvergnügen anzusehen. Ein wesentliches Ziel der Reise, nämlich die Jugendlichen zu einem offenen Umgang mit anderen Kulturen zu ermutigen, war auf diese Weise schwer zu erreichen. Viele SchülerInnen fanden keinen Zugang zur fremden Kultur und machten sich über Besonderheiten des Landes sogar lustig. Das vielfältige Angebot vor Ort wurde ebenfalls nicht von allen TeilnehmerInnen wahrgenommen. Daher entschlossen wir uns, die Fahrt nach London ab dem Schuljahr 2005/2006 erstmalig mit einer ganzjährigen Arbeitsgemeinschaft im 9. Schuljahr zu verknüpfen.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist in erster Linie die intensive Vorbereitung und anschließende Durchführung einer Fahrt nach London. Hierbei werden die SchülerInnen so weit wie möglich an der Planung beteiligt. In der Regel sind die Anreise mit dem Bus sowie die Unterbringung in einem Hotel im Stadtzentrum vorgesehen. Die Jugendlichen lernen während ihres Aufenthaltes London als Beispiel für eine stark multikulturell geprägte Gesellschaft kennen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Wahrnehmung unserer SchülerInnen – aber auch die Wahrnehmung der Engländer – von bestimmten Selbst- und Fremdbildern geprägt ist. Die SchülerInnen werden an diese Problematik herangeführt, denn schließlich tragen sie als Gäste in einem fremden Land eine besondere Verantwortung. Ihr Verhalten bestätigt oder verändert stereotype Ansichten über Deutsche. Auf der anderen Seite sollen auch die SchülerInnen lernen, ihre eigene Sichtweise kritisch zu reflektieren. Dies setzt die Behandlung landeskundlicher Aspekte im Unterricht voraus, in denen es um für Großbritannien typische Merkmale geht, die im alltäglichen Fremdsprachenunterricht nicht oder nicht ausreichend behandelt werden können. Darüber hinaus erarbeiten die TeilnehmerInnen der Arbeitsgemeinschaft das umfangreiche kulturelle Angebot der Metropole London beispielsweise mit Hilfe von Referaten und der Internetrecherche. Die SchülerInnen stellen am Ende der Vorbereitungsphase ein Programm zusammen, das im Wesentlichen ihren Interessen entspricht. Neben gemeinsamen Aktivitäten erhalten die SchülerInnen vor Ort die Möglichkeit, in Kleingruppen spezielle kulturelle Angebote wahrzunehmen. Dabei können sie ihre bisher erworbenen sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten erproben und verbessern.

   

                                                     

 

Da die Fahrt nach London im Rahmen einer ganzjährigen Arbeitsgemeinschaft durchgeführt wird, erfolgt eine direkte Rückmeldung durch die SchülerInnen im anschließenden Unterricht. Dies soll unter anderem dazu dienen, das Angebot für den folgenden Jahrgang zu verbessern.

 

 

Die Parisfahrt

 

Die Prinzipien des interkulturellen und handlungsorientierten Lernens werden in der Schule der Zukunft eine herausragende Rolle einnehmen. Deshalb führt die Fachschaft Französisch seit vielen Jahren am Ende der Jahrgangsstufe 9 eine fünftägige Kursfahrt nach Paris durch.

Diese Exkursion richtet sich vor allem an jene SchülerInnen, die im Wahlpflichtbereich I das Fach Französisch gewählt und sich intensiv mit dieser Fremdsprache auseinander gesetzt haben. Die Teilnahme an der Exkursion erfolgt freiwillig. Freie Reiseplätze werden zur Kostenminimierung an jene SchülerInnen außerhalb der Französischkurse vergeben, die sich durch besonders positives Sozialverhalten ausgezeichnet haben.

Es ist das Ziel dieser Frankreichfahrten, die im Unterricht erlernte Sprache in typischen Alltagssituationen anzuwenden und den SchülerInnen somit die Angst vor dem Gebrauch der Sprache zu nehmen. Die SchülerInnen sollen aber auch mit landestypischen Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht werden und landeskundliche Erfahrungen sammeln können. Für die Französischkurse bedeutet diese Kursfahrt aber auch eine wichtige gruppendynamische Erfahrung, die den Zusammenhalt auch für den unterrichtlichen Lernprozess stärkt.

 

Um den SchülerInnen auch ein kulturell interessantes Programm zu bieten, wurde als Reiseziel die französische Hauptstadt gewählt. Die Unterbringung erfolgt in einem Hotel, in dem auch das Frühstück eingenommen wird. Das Abendessen hingegen wird in ein französisches Restaurant verlegt, um auch die französische Küche kennen zu lernen.

Die zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten der französischen Metropole werden im Unterricht zuvor erarbeitet, z.B. auf dem Wege von Schülerreferaten. Die einzelnen Programmpunkte können variieren, sie sind anspruchsvoll und abwechslungsreich. In ihrer Freizeit können die SchülerInnen darüber hinaus in Kleingruppen die Stadt nach eigener Interessenlage erkunden.

Folgende Sehenswürdigkeiten können Ziel einer Außen- oder Innenbesichtigung werden:

§         Louvre mit Glaspyramide und Tuilerien

§         Eiffelturm

§         Tour Montparnasse (Hochhaus mit Aussichtsterrasse)

§         Centre Pompidou

§         Triumphbogen

§         Invalidendom (Grabstätte Napoleons)

§         Schloss und Park Versailles (mit Ruderbootpartie)

§         La Défense (ein modernes Hochhausviertel)

§         Place de la Concorde und Champs-Elysées

§         Jardin du Luxembourg mit dem Palais du Luxembourg

§         Musée d’Orsay (ein Museum zur Kunst des 19. Jahrhunderts)

§         eine abendliche Fahrt auf der Seine etc.

 

 

 


Die Schülerbücherei

 

Die seit vielen Jahren bestehende Schülerbücherei ist als Ausleihbibliothek konzipiert, wobei die SchülerInnen in den großen Pausen sowohl den Bücherbestand sichten als auch gewünschte Bücher für 4 Wochen mit nach Hause nehmen können. Der Bestand setzt sich aus mehreren Tausend Büchern und Zeitschriften zusammen, die größtenteils dem Bereich der Belletristik (Romane, Abenteuergeschichten, Krimis etc.) entstammen, aber auch der fachbezogenen Literatur angehören.

 

Da unsere Schule von vielen SchülerInnen mit Migrationshintergrund besucht wird, die nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Ressourcen großes Interesse an der Benutzung des Büchereibestands zeigen, leistet die Schülerbücherei hier wichtige integrative Aufgaben für diese Schülergruppe. KlassenlehrerInnen von SchülerInnen, die regelmäßig die Schülerbücherei frequentieren, berichten nicht nur über eine verbesserte Lesekompetenz, sondern auch über Leistungssteigerungen der besagten SchülerInnen. Da in der Schülerbücherei auch soziales Verhalten sehr ernst genommen wird (Einhalten von Regeln wie Ruhe in der Bücherei, die pflegliche Behandlung und pünktliche Rückgabe der Bücher, höflicher Umgang mit den VerleiherInnen usw.), wird somit auch die Sozialkompetenz der SchülerInnen gefördert. Wird die Verleihfrist überschritten, wird eine kleine Strafgebühr fällig.

 

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 werden alle neuen SchülerInnen in einer einstündigen Präsentation durch die Schülerbücherei geführt, um sie an das Lesen heranzuführen. Gerade in diesem Alter kann die Lesebereitschaft enorm gefördert werden.

Die Buchentleihe läuft auf EDV-Basis und mit Hilfe einiger angelernter VerleiherInnen, die ihren Dienst abwechselnd in den Pausen verrichten, wofür besonders zuverlässige SchülerInnen ausgesucht wurden.

 

In den vergangenen Jahren konnten mittels kleinerer Geldspenden durch den Förderverein erste Neuanschaffungen im Bereich der Belletristik und der Allgemeinbildung (Serie Sehen – Staunen – Wissen) getätigt werden, wobei sowohl VerleiherInnen als auch SchülerInnen Vorschläge unterbreiten konnten.

In den nächsten Jahren hingegen soll der weitere Aufbau eines fachbezogenen Bücherbestandes dem Aufbau der Lesekompetenz Vorschub leisten. Es soll den SchülerInnen ermöglicht werden, sich auf den Unterricht vorzubereiten, das im Unterricht geweckte Interesse fortzuführen und auch durch die Fachliteratur die Gestaltung von Referaten durchzuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden zurzeit neue Geldquellen erschlossen.

 

Auf Anregung der VerleiherInnen ist ein Wettbewerb ins Leben gerufen worden, bei dem die SchülerInnen kreative Textbeiträge zu vorgegebenen, quartalsweise wechselnden Themen erstellen und anschließend einen Sachpreis (natürlich ein Buch) gewinnen können.

 

 

 

 

 

 

Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens auf Zeugnissen – Rückmeldungen der Schule an SchülerInnen und Eltern

 

SchülerInnen müssen heute und zukünftig nicht nur fachliche Leistungen vorweisen, um letztlich in Ausbildung, Beruf und gesellschaftlichem sowie sozialem Leben bestehen zu können. Neben Sach- und Fachwissen sind bestimmte unverzichtbare Kompetenzen zu entwickeln: Es geht hier um eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, also um Haltungen, Fähigkeiten und Bereitschaften, die einen wesentlichen Aspekt der Zukunftsfähigkeit ausmachen. Nicht selten haben auch fachliche Defizite und unbefriedigende Lernfortschritte ihre Ursache in einer unzureichenden Entwicklung selbstständiger Arbeitsweisen und Kompetenzen. Individuelle Förderung muss deshalb neben fachlichen Aspekten im engeren Sinn auch altersangemessene Arbeits- und Sozialkompetenzen in den Blick nehmen und zu stärken suchen.

Wie die Noten eine Beurteilung des derzeit erreichten Leistungsstandes in fachlicher Hinsicht widerspiegeln, so sollen die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens den SchülerInnen und deren Eltern eine Rückmeldung in Bezug auf die Entwicklung dieser überfachlichen Kompetenzen geben. Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten werden dabei auf der Grundlage von Beobachtungen getroffen, die sich über den Unterricht hinaus auf das gesamte Schulleben erstrecken.

Dies dient einerseits dem Ziel, bei SchülerInnen nötige Änderungen des Verhaltens bei festgestellten Mängeln anzumahnen (z.B. bei der Erledigung von Hausaufgaben oder bei der Verantwortungsbereitschaft) bzw. Lernbedarf deutlich zu machen, z.B. im Hinblick auf die Problemlösekompetenz oder die Teamfähigkeit. Aber auch positive Verhaltensweisen bzw. Fähigkeiten sollen gewürdigt werden, z.B. die Übernahme von Verantwortung für die Klassengemeinschaft oder die stets konzentrierte Mitarbeit im Unterricht.

Durch eine Änderung des Schulgesetzes hatten Schulen aller Schulformen und –stufen in NRW die Aufgabe, über die Fachnoten hinaus Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten in die Zeugnisse von SchülerInnen aufzunehmen.

 

Die Bewertung des Arbeitsverhaltens bezieht

sich auf die Kompetenzbereiche

§         Leistungsbereitschaft

§         Zuverlässigkeit und Sorgfalt

§         Selbstständigkeit

 

Die Bewertung des Sozialverhaltens bezieht

sich auf die Kompetenzbereiche

§         Verantwortungsbereitschaft

§         Konfliktverhalten

§         Kooperationsfähigkeit

 

 

 

Das Arbeitsverhalten und das Sozialverhalten werden in je drei Teilkategorien bewertet und im Zeugnis dokumentiert.

Die einzelnen Teilkategorien werden mit den Notenstufen

- sehr gut (= entspricht den Anforderungen im besonderem Maße)

- gut (= entspricht den Anforderungen in vollem Maße)

- befriedigend (= entspricht den Anforderungen im Allgemeinen)

- unbefriedigend (= entspricht den Anforderungen noch nicht)

bewertet.

Außerdem soll schulisches und ehrenamtliches Engagement gefördert und auf dem Zeugnis dokumentiert werden.

Schulisches Engagement stärken

Viele Schülerinnen und Schüler engagieren sich in besonderer Weise. Die Schule unterstützt dieses Engagement dadurch, dass der besondere Einsatz in der Schule und die Bereitschaft, mehr als nur das unbedingt Geforderte einzubringen, auch anerkannt und gewürdigt werden. Dem trägt Rechnung, das außerunterrichtliche Engagement auf dem Zeugnis zu dokumentieren.

Ehrenamtliches Engagement würdigen

Auf Wunsch der Schülerin oder des Schülers kann ehrenamtliche Tätigkeit in gemeinnützigen oder kirchlichen Organisationen, Verbänden oder Einrichtungen auf jedem Zeugnis dokumentiert werden. Bei Abschluss-, Abgangs- und Bewerbungszeugnissen empfiehlt es sich besonders. Entsprechend dem Gesetzeswortlaut geschieht dies unter Einbeziehung früherer Schuljahre, wobei mit den Schülerinnen und Schülern abzusprechen ist, welche Bemerkungen aus früheren Zeugnissen aufgenommen werden sollen. Eine Abstimmung in der Schul- oder Lehrerkonferenz ist nicht notwendig.

Da die Schule die Aktivitäten nicht aus eigener Kenntnis dokumentieren kann, liegt es bei der jeweiligen - im Regelfall als gemeinnützig anerkannten - Einrichtung oder Organisation, in der die ehrenamtliche Tätigkeit geleistet wurde, der Schule das dort zum Ausdruck gebrachte Engagement zu bescheinigen (z. B. Jugendfeuerwehr, kulturelles Engagement......).

 

 
Diese Vorgaben machten auch eine Veränderung der bisherigen Verfahrensweise an der SRW im Umgang mit Zeugnisbemerkungen nötig.

Über die Note berät und entscheidet die Versetzungskonferenz auf Vorschlag des Klassenlehrers/der Klassenlehrerin.

 

Konsequenzen für Schule und Unterricht

Was als Lernfortschritt beurteilt wird, muss auch gefördert werden. So muss im Einzelnen überlegt werden, welche Lerngelegenheiten in Schule und Unterricht zur Entwicklung der jeweiligen Kompetenzen bestehen. Damit rücken spezielle Lehr- und Lernformen wie Projektunterricht, schülerzentrierter Unterricht usw. in den Blick.

Es sollten die schulischen Handlungsfelder befragt werden: Welche Modelle und soziale Strukturen, welche Möglichkeiten für Erfahrungslernen und Reflexion bieten sie an, um soziales Lernen zu fördern und zu unterstützen? Hat das eigene Verhalten als LehrerIn Vorbildcharakter im Sinne der Ziele, die mit der Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens verbunden sind?

(Bin ich pünktlich, zeige ich mich interessiert an Neuem, bin ich fair,...?)

Im alltäglichen Fachunterricht können die Indikatoren zum Arbeits- und Sozialverhalten genutzt werden, um kritisch die Unterrichtsformen dahin gehend zu überprüfen, ob sie z. B. unterstützen oder ermöglichen, dass

§         Einzelne ihre Interessen, ihre Neugier einbringen können,

§         selbstständig (individuell und in Gruppen) Entscheidungen getroffen werden können,

§         gemeinsam Verabredungen und Vereinbarungen getroffen werden  (zur Einhaltung von Regeln, bezogen auf Arbeitsabläufe und Aufträge usw.)

§         inhaltliche Kontroversen und soziale Konflikte ausgetragen werden können.

 

 


Fachliches Lernen

 

Unterricht an der Städtischen Realschule Werl

 

SchülerInnen stehen im Mittelpunkt der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Städtischen Realschule.

Unsere Schule will für sie einen Lebens- und Arbeitsraum schaffen, der für sie Anregungen und Hilfen auf dem Weg zur Mündigkeit bietet.

Damit verbinden wir die Entwicklung der Individualität der SchülerInnen, die Ausbildung sozialer Verantwortung, die Möglichkeit kultureller Teilhabe, die Befähigung zu ethischem Urteilen und Handeln, die Übernahme von Berufs- und Arbeitsrollen sowie die Bereitschaft zur Mitverantwortung in einer demokratischen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang ist der Begriff des „erziehenden Unterrichts“ von zentraler Bedeutung:

„Erziehender Unterricht" bedeutet einmal, dass der/die SchülerIn lernt, das im Unterricht gewonnene Wissen auf konkrete Entscheidungsprozesse anzuwenden. Es geht dabei um sachangemessene Urteile aufgrund vermittelter Wissensbestände, nach Möglichkeit in Handlungsvollzügen.

„Erziehender Unterricht" kann zweitens jene Einwirkungen erzieherischer Art, wie Lob, Tadel, Strafe, Ermunterung, Hilfe, Beratung usw. meinen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass nicht nur die bewussten ausdrücklich von den LehrerInnen ausgehenden intentionalen Maßnahmen (direkte Erziehungsmittel) eine Rolle spielen, sondern auch die mehr funktionalen, wie Spiel-, Arbeits- und Wettbewerbssituationen, außerdem die Stilformen des Lehrens, die ebenfalls weit reichende erzieherische Wirkung besitzen. Auch Situationen des Erfolgs zeitigen erzieherisch bedeutsame Einflüsse ermutigender Art – wie Misserfolge häufig Entmutigung zur Folge haben.

Letztlich bleibt unser Ziel der erfolgreiche Realschulabschluss aller SchülerInnen.                                

Dazu unterrichten wir in unterschiedlichen Fächern und Differenzierungen und bieten darüber hinaus Projekte, Praktika, Arbeitsgemeinschaften und Förderkurse an.

Die Fächer sind ab Klasse 5 Religion, Deutsch, Englisch, Mathematik, Textilgestaltung, Kunst, Musik, Sport, Politik, Biologie, Physik. In Klasse 6 kommen Geschichte und Französisch hinzu, in Klasse 7 Chemie. Ab Klasse 7 entscheiden sich die SchülerInnen für einen Wahlpflichtbereich: Sprachen (Französisch), Naturwissenschaften (Biologie, Technik oder Informatik) oder Sozialwissenschaften. Die neuen Wahlpflichtfächer sind Fächer mit schriftlichen Arbeiten wie Deutsch, Mathematik und Englisch.

 

 

Konzept zur neuen Ausbildungsordnung

Mit dem neuen Schulgesetz haben die Schulen – und damit auch wir – neue Vorgaben erhalten. Eine neue Stundentafel trat mit dem Schuljahr 2005/2006 in Kraft. Für uns bedeutete diese neue Stundentafel, ein Konzept für unsere Schule entwickeln zu müssen, das die Vorgaben berücksichtigt und die Freiräume sinnvoll füllt.

Für unsere Schule gelten folgende Überlegungen:

 

Die neue Stundentafel für die Sekundarstufe I – Realschule und Verteilung der Ergänzungsstunden an der SRW auf die Jahrgänge

 

Klasse

5 und 6

7 bis 10

Wochenstunden

Lernbereich/Fach

 

 

 

Deutsch

8 + 2 E

16 + 2 E

24 + 4 E

Gesellschaftslehre 1)

Geschichte

Erdkunde

Politik

6

15

21

Mathematik

8

16 + 2 E

24 + 2 E

Naturwissenschaften 1)

Biologie

Chemie

Physik

6

16 + 2

22 + 2

Englisch

8 + 1 E

14 + 1 E

22 + 2 E

Zweite Fremdsprache

3

-

3

Kunst, Musik, Textilgestaltung 1)

Kunst

Musik

Textilgestaltung

 

 

8

 

 

8

 

 

16

Religionslehre 2)

4

8

12

Sport

6 – 8

10 – 12

18

Hauswirtschaft

 

+ 2 E

 

Wahlpflichtunterricht 3)

-

12

12

 

Kernstunden

57 – 59

115 – 117

174

Ergänzungsstunden 4)

integriert in die verschiedenen Jahrgänge

 

 

(14)

 

 

Wochenstundenrahmen

Klasse 5

Klasse 6

28 – 31

29 – 32

Klasse 7

Klasse 8

Klasse 9

Klasse 10

30 – 33

30 – 33

31 – 34

31 – 34

 

Gesamtwochenstunden

 

 

188 + 10

 

zusätzlich:

Bis zu 5 Wochenstunden Muttersprachlicher Unterricht

 

1)

 

2)

3)

4)

Das Fach Geschichte wird ab Klasse 6 erteilt, das Fach Chemie ab Klasse 7. Innerhalb der Lernbereiche sind die nach dieser Stundentafel zu erteilenden Fächer gleichgewichtig zu berücksichtigen.

Für den Unterricht in Praktischer Philosophie gilt § 3 Abs. 4.

Der Wahlpflichtunterricht beginnt in Klasse 7. Dafür gilt § 15 Abs. 3.

Für die Ergänzungsstunden gilt § 15 Abs. 4.

 

 


Projekte zur Berufs- und Lebenswegplanung, zum Nationalsozialismus sowie Praktika ergänzen das Unterrichtsangebot. [s. detaillierte Darstellungen]

Nach dem Unterricht machen wir vielfältige Angebote im Bereich der Arbeitsgemeinschaften. [s. detaillierte Darstellungen]

In der Erprobungsstufe fördern wir SchülerInnen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mit zusätzlichen Angeboten. Wir wollen ihnen damit die erfolgreiche Mitarbeit in der Erprobungsstufe erleichtern.

SchülerInnen, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, erhalten einen Ausgleichunterricht zur weiteren Förderung in den Hauptfächern, in den Jahrgängen 9 und 10 Unterricht im Fach Praktische Philosophie.

Unser Unterricht zielt darauf, den SchülerInnen die Lebenswirklichkeit zu erschließen und sie auf unterschiedlichste zukünftige Lebenssituationen vorzubereiten. Dabei versuchen wir die Erfahrungen der SchülerInnen aufzugreifen und die neuen Erkenntnisse und Einsichten in konkreten Handlungsfeldern auszuprobieren.

Dabei ist die Vermittlung von fachlichen, personalen und sozialen Kompetenzen, die für den späteren Berufs- und Lebenserfolg zielführend sind, unser besonderes Anliegen.

 

 


Verbesserung der Lernerfolge der SchülerInnen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch

 

Internationale Vergleichsstudien (z.B. PISA) zeigten, dass deutsche SchülerInnen im internationalen Vergleich lediglich durchschnittliche Leistungen erbrachten. Besonders beunruhigend ist die Erkenntnis, dass offensichtlich der schulische Erfolg in Deutschland stark von der sozialen Herkunft der Kinder abhängig ist. Zwischen den verschiedenen Schulen gab es große Unterschiede. Die Konferenz der Kultusminister erteilte den Schulen den Auftrag, die Lernerfolge der SchülerInnen zu verbessern und entschied sich, bundesweite Standards festzulegen, d. h. festzulegen, welche Kompetenzen SchülerInnen am Ende der Schulzeit erworben haben sollen. Die Schulen in allen Bundesländern sind aufgefordert, ihren Unterricht weiter zu entwickeln und Rechenschaft darüber abzulegen, ob und in welchem Umfang es ihnen gelingt, die gesetzten Standards zu erfüllen.

Das Land Nordrheinwestfalen hat dafür ein Konzept mit verschiedenen Maßnahmen erarbeitet, von denen auch einige für alle Realschulen gelten.

 

Kernlehrpläne wurden zunächst für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik erarbeitet. Sie sind ein wesentliches Element für die Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit und für die Steuerung und Unterstützung der Unterrichtsentwicklung.
Die nordrhein-westfälischen Kernlehrpläne geben die fachbezogenen Anforderungen vor, denen SchülerInnen am Ende am Ende der Doppeljahrgangsstufen 5/6 und 7/8 sowie am Ende der Sekundarstufe I genügen sollen. Dabei konzentrieren sie sich auf wesentliche, für den gewählten weiteren Bildungsweg unverzichtbare Inhalte, fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten.
Zu erreichende Kernkompetenzen wurden festgelegt, deren Realisierung in regelmäßigen und festgelegten Abständen überprüft wird.

 

 

Klasse  5

 

 

 

Klasse  6

Kompetenzerwartungen

der Kernlehrpläne   (Ende Jg. 6)

 

Klasse  7

 

 

 

Klasse  8

Kompetenzerwartungen

der KLP                  (Ende Jg. 8)

Lernstandserhebungen

  (im 2.Halbj.)

Klasse  9

 

 

 

Klasse 10

Kompetenzerwartungen

der KLP                 (Ende Jg.10)

Zentrale Leistungsüberprüfung

  (ab 2007)

 

 

 

Zentrale Lernstandserhebungen werden im Jahrgang 8 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt. Alle SchülerInnen aller Realschulen erhalten zum gleichen Termin zentral gestellte Aufgaben für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Damit sollen wir LehrerInnen die Lernergebnisse von SchülerInnen an Standards messen und über den Vergleich mit Ergebnissen anderer Schulen eine schulübergreifende Standortbestimmung vornehmen können. Sie dienen der Selbstvergewisserung darüber, inwieweit wir als Schule die in den Richtlinien und Lehrplänen (ab Schuljahr 2004/2005 in den Kernlehrplänen) ausgewiesenen Ziele erreicht.

Die Aufgaben sowie die Hilfen zur Auswertung und Aufarbeitung (Vergleichswerte, Kriterien, Auswertungs- und Interpretationshilfen) sind so angelegt, dass LehrerInnen differenzierte Daten über Schülerleistungen in vergleichender Perspektive und konkrete Hinweise auf Stärken und Schwächen von Lerngruppen und der eigenen Schule im fachlichen Lernen erhalten.

Zentrale Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) dienen nicht der Leistungsbeurteilung. Mit ihrer Hilfe soll vielmehr der Lern- und auch Förderbedarf einer Klasse und einzelner Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die Lernerfolge von Vergleichsgruppen und bezogen auf fachliche und fachdidaktische Kriterien reflektiert werden. Um ihnen aber zusätzlich auch für die praktische Arbeit Bedeutung beizumessen, fließen die Ergebnisse in die Leistungsbewertung ein, indem sie bei die Entscheidung für eine Note im Zweifelsfall beeinflussen können. Ziel zentraler Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) ist die pädagogi- sche und didaktische Weiterentwicklung des Unterrichts in den Schulen. Darüber hinaus können zusätzliche Informationen über die Effektivität des Bildungssystems ermittelt werden.

 

Zentrale Leistungsüberprüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit zentral gestellten schriftlichen Aufgaben sind das letzte Glied in der Kette eines umfassenden Systems der Standardsicherung. Sie wurden am Ende der Sekundarstufe I und am Ende der gymnasialen Oberstufe zum Schuljahr 2006/2007 in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus den Aussagen der Kernlehrpläne. Diese besondere Form der Arbeit wird jeweils von zwei LehrerInnen korrigiert, die eine gemeinsame Note festlegen. Die Note des Faches auf dem Abschlusszeugnis der Schülerin/ des Schülers setzt sich dann zur Hälfte aus der erbrachten Leistung des Schuljahres und zur Hälfte aus der Note der zentralen Leistungsüberprüfung zusammen.

Hinter all diesen Überlegungen steckt die Idee, dass die Schulen Freiheiten haben sollen,  gesteckte Ziele zu erreichen, dafür aber einheitliche Kriterien notwendig sind, um die Vergleichbarkeit der Abschlüsse zu gewährleisten.


Kernlehrpläne als neue Form der Unterrichtsvorgaben

 

Für das Land NRW wurden für alle Schulen Kernlehrpläne entwickelt, die Standards eines mittleres Bildungsniveaus beschreiben, das für alle Schulformen bis Klasse 10 Gültigkeit hat. Damit wurde zum ersten Mal festgelegt, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die SchülerInnen bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 erreicht haben müssen.

 

 

Kernlehrplan Deutsch

 

Für das Fach Deutsch legt der Kernlehrplan fest, über welche sprachlichen Kompetenzen die SchülerInnen am Ende der Jahrgangsstufe 10 verfügen sollen. Aus dieser neuen Konzeption ergeben sich in mehrfacher Hinsicht Veränderungen für unsere unterrichtliche Praxis: Neue Anforderungen sind an die SchülerInnen in Bezug auf die Selbstständigkeit (z.B. im Umgang mit Texten), an die Methodenkompetenz und die Darstellungskompetenz gestellt. Dies bedingt veränderte Anforderungen an die LehrerInnen. Sie sollen und müssen Gelegenheiten für selbstständiges Arbeiten schaffen, es gilt verstärkt Methodenkompetenz zu vermitteln, sie müssen bei gewissen thematischen Freiheiten und gleichzeitig verbindlichen Kompetenzen Absprachen treffen.

Um diesen Zielvorstellungen gerecht zu werden, sollen LehrerInnen ein Lernen in Kontexten ermöglichen, d.h. Fachgegenstände werden innerhalb eines thematischen Zusammenhangs erarbeitet.

Eine zentrale Anforderung des Lehrplans ist somit die Gestaltung des Deutschunterrichts in Form von Unterrichtsvorhaben. Das Unterrichtsvorhaben stellt eine komplexe und schülerorientierte Lernsituation dar, die mehrere Perspektiven auf ein Thema eröffnet. Diese Form des Deutschunterrichts hat zur Konsequenz, dass in jeder Unterrichtseinheit alle folgenden fachlichen Kompetenzbereiche abgedeckt werden müssen:

 

§         Sprechen und Zuhören

§         Schreiben

§         Lesen – Umgang mit Texten und Medien

§         Reflexion über Sprache

 

Bei jedem Unterrichtsvorhaben sollen die SchülerInnen Kompetenzen aus allen vier Bereichen erwerben. Am Schuljahresende sollen alle Kompetenzen (auch mehrfach) erarbeitet worden sein und von den SchülerInnen beherrscht werden. Bei der Auswahl der fachspezifischen Inhalte sind der Denk- und Erfahrungshorizont der SchülerInnen angemessen zu berücksichtigen. Dies soll auch zur Orientierung in der zukünftigen Lebenswelt der Heranwachsenden beitragen und ihnen zugleich einen Zugang zu historischen Perspektiven öffnen.

 

Die Fachkonferenz Deutsch hat - auf der Grundlage der dargestellten Unterrichtsprinzipien und des aktuellen Lehrwerks - für die Jahrgangsstufen folgende Unterrichtseinheiten festgelegt. Es bleibt selbstverständlich Aufgabe der Fachschaft Deutsch, die Unterrichtsarbeit in den Jahrgangsstufen regelmäßig zu evaluieren und ggf. Planungen zu aktualisieren bzw. Schwerpunktsetzungen anzupassen.


 

Jahrgangsstufe 5                                                      

 

§         Wir und unsere Schule

§         Gedichte machen Spaß

§         Unglaubliche Geschichten
(Gespenster- und Traumgeschichten)

§         Tiere beobachten

§         Unsere Fernsehwelt

 

Jahrgangsstufe 6

 

§         Meine Freunde und ich

§         Gereimtes und Ungereimtes im Laufe des Jahres

§         Von eigenen und fremden Erlebnissen

§         Katzen, Vögel, Mäuse, Menschen – Fabeln und Märchen

§         Wir gehen auf große Fahrt

§         Wie man Experte wird –
 Informationen einholen und
darstellen

 

Jahrgangsstufe 7

 

§         Wie funktioniert das?

§         Von Helden, Schurken und Mordtaten

§         In Diskussionen bestehen

§         Japan – Japanisches aus der Nähe

§         Erzählen aus alter und neuer Zeit

 

Jahrgangsstufe 8

 

§         Jugendliche in ihrer Lebenswelt                       (z.B. als Ganzschrift)

§         Umgang mit Medien (z.B. ZEUS)

§         Mensch und Umwelt im Gedicht

§         Den eigenen Standpunkt klären

§         Vorbilder für unser Leben

§         Kritische Meinung zu Bildern und Texten

§          

Jahrgangsstufe 9

 

§         Alltagsprobleme –
Der Sache auf den Grund gehen

§         Dann eben mit Gewalt

§         Ernstfall auf Probe – Wir erkunden Be­rufe

§         Auf dem Weg zum Erwachsenwerden
(z.B. als Ganzschrift)

§         Macht der Medien

 

Jahrgangsstufe 10

 

§         Lebenspläne - Lebenswege (Biogra­fien, Generationskonflikte)

§         Meinungen über Meinungen

§         Sich einmischen (politische Texte, Dis­kussionen)

§         Beziehungsgeschichten (Menschen in Krisen-, Kriegssituationen)

§         Alles bewegt sich

 

 

 


Kernlehrplan Mathematik

 

Bislang haben Mathematiklehrpläne versucht, die Gesamtheit des Unterrichts zu erfassen. Dabei wurden u.a. detaillierte Stofflehrpläne erstellt, die festlegten, welche Inhalte in welchen Jahrgangsstufen unterrichtet wurden.

Der Kernlehrplan formuliert keine Stoffkataloge mehr, sondern benennt Kompetenzen, die SchülerInnen als Ergebnis des Mathematikunterrichts erworben haben sollen. Der Blick richtet sich also nicht mehr auf die Vorgaben für Unterrichtsgestaltung („Input“), sondern auf die langfristigen Ergebnisse des Unterrichts („Output“). Dabei werden viele Themen und Bereiche, die traditionell im Mathematikunterricht ihren Platz hatten, reduziert oder bleiben ganz unberücksichtigt. Es bleiben nur solche Kompetenzen übrig, die für das weitere Lernen und für das Nutzen von Mathematik in anderen Lebensbereichen eine besondere Bedeutung haben. Eine solche Sicht auf die mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten von SchüleInnen wird als mathematische Grundbildung bezeichnet.

In einem modernen Mathematikunterricht, der im Sinne unserer Leitidee vielfältig bildet und SchülerInnen zukunftsfähig macht, geht es also nicht um das Abspulen von Wissen, sondern um die Fähigkeit, die mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten in wechselnden Situationen sinnvoll zu nutzen. Dabei werden eher prozessbezogene Kompetenzbereiche (wie z.B. das Argumentieren) mit gleichem Gewicht den eher inhaltsbezogenen Kompetenzbereichen des Faches gegenübergestellt. Erst beide Bereiche zusammen können angemessen die fachbezogenen Kompetenzen, die im Fach Mathematik erworben werden sollen, abstecken:

 

 

Fachbezogene Kompetenzen

Prozessbezogene Kompetenzen         Û         inhaltsbezogene Kompetenzen

Argumentieren

Argumentieren und Kommunizieren

Arithmetik / Al­gebra

Mit Zahlen und Symbolen umgehen

Problemlösen

Probleme erfassen, erkunden und lösen

Funktionen

Beziehungen und Veränderungen beschreiben und erkunden

Modellieren

Modelle erstellen und nutzen

Geometrie

Ebene und räumliche Strukturen nach Maß und Form erfassen

Werkzeuge

Medien und Werkzeuge verwenden

Stochastik

Mit Daten und Zufall arbeiten

 

 

 

Noch im Schuljahr 2004/05 wurden alle FachkollegInnen über die Vorgaben des Kernlehrplans und dessen verbindliche Einführung im Laufe der folgenden beiden Schuljahre (2005/06: Klassen 5/7/9; 2006/07: Klassen 6/8/10) informiert. Im Rahmen der Fachschaft einigte man sich darauf, dass der schulinterne Lehrplan auf obligatorischen Schlüsselaufgaben beruhen sollte, die den Zusammenhang zwischen inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen verdeutlichen. Zur Umsetzung der Vorgaben wurden jahrgangsspezifische Arbeitsgruppen gebildet, die sich in einer ersten Phase mit den Unterrichtsreihen in den Jahrgängen 5, 7 und 9 beschäftigten, in der zweiten mit den Jahrgängen 6, 8 und 10. Gesucht wurden komplexe Aufgaben, die möglichst viele Kompetenzen erfordern und zugleich den jeweiligen Schwerpunkt erschließen, der bei den inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen in den jeweiligen Jahrgangsstufen gesetzt werden sollte.

Die Erprobung der Aufgaben in der Unterrichtspraxis und deren Erweiterung oder Korrektur sind Gegenstand der gemeinsamen Arbeit, die wiederum einer Aktualisierung, Ergänzung und gegebenenfalls Revision bedarf.

 

 

Kernlehrplan Englisch

 

Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 gilt –wie für Deutsch und Mathematik – für die Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 der neue Lehrplan. Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und 10 traten die neuen Vorgaben im darauf folgenden Jahr in Kraft.

Die Aufgaben und Ziele des Englischunterrichts sind nicht grundlegend geändert, wohl aber modifiziert worden, um neuen Anforderungen der Gesellschaft gegenüber Heranwachsenden gerecht werden zu können. Es wird von jungen Menschen heute erwartet, sich angemessen in der Weltverkehrssprache Englisch verständlich machen zu können. Diesem Anspruch Rechnung tragend, rücken die Anwendungsorientierung und der konkrete Bezug der zu erlernenden Kompetenzen auf die Lebenswelt noch stärker als bisher in den Vordergrund. So sollen die Fähigkeiten zur Kommunikation anhand von schüler- und lebensnahen Inhalten aus den Bereichen „Persönliche Lebensgestaltung“, „Ausbildung/Schule“, „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ und „Berufsorientierung“ erworben werden.

 

Die im Kernlehrplan Englisch festgelegten Kompetenzen zum Erreichen dieses Zieles gliedern sich in folgende Felder:

 

§         Kommunikative Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben und Sprachmittlung)

Durch die Stärkung des Mündlichen werden die SchülerInnen intensiver in die Lage versetzt, sowohl an Gesprächen teilzunehmen als auch längere zusammenhängende mündliche Texte produzieren zu können.

Auch die neu in den Lehrplan aufgenommene Kompetenz der Sprachmittlung ist unter dem Aspekt der Anwenderorientierung zu verstehen. Gemeint ist nicht das traditionelle Übersetzen von Texten, sondern das sinngemäße, meist mündliche Vermitteln von Informationen zwischen Sprechern unterschiedlicher Sprachen.

 

§         Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit

 

§         Methodische Kompetenzen
Die Methodenkompetenz wird weiter gestärkt, um den Anforderungen gerecht werden zu können.

 

§         Interkulturelle Kompetenzen

Um den Anforderungen der vielfältigen und möglichst authentischen Aufgaben gerecht werden zu können, ist Wissen über die Kulturen englischsprachiger Länder unabdingbar. Das Ziel verfolgend, die erworbenen Kompetenzen in realen Situationen anwenden zu können, ist es darüber hinaus zwingend notwendig, kulturelle Unterschiede nicht nur zu kennen, sondern auch zu verstehen, zu bewerten und zu respektieren.

 

Diese Kompetenzen werden im Unterricht selbstverständlich nicht isoliert erworben, sondern in wechselnden und miteinander verknüpften Kontexten.

 

 

 

 


 

 

Lernstandserhebungen im Jahrgang 8 –  in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik

 

Im Schuljahr 2004/2005 beteiligte sich auch unsere Schule an der erstmaligen Durchführung von Lernstandserhebungen (damals Klassenstufe 9) und sammelte erste Erfahrungen. Die SchülerInnen und Eltern wurden zu Beginn des Schuljahres über die Ziele, die Durchführung und die Auswertung der Lernstandserhebungen informiert. Die KlassenlehrerInnen griffen die Thematik mit ihren Klassen auf und die jeweiligen FachlehrerInnen erläuterten ihren Klassen mithilfe der zur Verfügung stehenden Materialien die Aufgaben, die auf die SchülerInnen zukamen. Viele Eltern akzeptierten die Durchführung, befürchteten allerdings, ihre Kinder würden schlecht abschneiden und hätten dann Nachteile. Viele SchülerInnen akzeptierten die Lernstandserhebungen, einige wenige nahmen sie nicht ernst, da sie nicht benotet wurden.

Nach inzwischen mehrjähriger Durchführung zählen die Lernstandserhebungen nun zum normalen Bestandteil unseres Schulalltags. Die Ergebnisse der LSE fließen inzwischen nach einem entsprechenden Erlass auch in die Leistungsbewertung ein, was die Ernsthaftigkeit des Bemühens der SchülerInnen um ein gutes Abschneiden gesteigert hat.

Die Erfahrungen in den drei Fächern waren bzw. sind dabei unterschiedlich:

 

Deutsch

 

Im Fach Deutsch arbeiteten die SchülerInnen in der ersten Durchführungsrunde 2004 interessiert, ruhig und zuversichtlich an den Fragestellungen. Sie sollten mit vielen verschiedenen Aufgabenstellungen ihre Kompetenzen unter Beweis stellen.

Allerdings traten typische Probleme eines ersten Versuchs auf: Die Konzeption der Lernstandserhebungen orientierte sich am damals neuen Kernlehrplan, während der Unterricht an unserer Schule selbstverständlich am bisherigen Lehrplan Deutsch für Realschulen ausgerichtet worden war. Die Aufgaben waren zu umfangreich, so dass nur wenigen SchülerInnen eine vollständige Bearbeitung des Testheftes gelang. Gelernte Arbeitstechniken waren nicht anwendbar; die Ergebnisse hatten damit nicht die eigentlich erwünschte Aussagekraft.

Es wurde ebenso die Notwendigkeit der Anpassung des schulinternen Lehrplans an den neuen Kernlehrplan für das Fach Deutsch deutlich - diese Anpassung ist selbstverständlich in der Folgezeit vorgenommen worden. Die LSE der weiteren Durchgänge enthielten zwar die eine oder andere besondere Schwierigkeit für unsere SchülerInnen, zeigten aber zunehmend allgemein zu bewältigende Aufträge.

Die Lernstandserhebung 2008 z. B. testete die Kompetenzen im Bereich Schreiben. In Teil 1 informierten die SchülerInnen über Sachverhalte, in Teil 2 setzten sie sich argumentativ damit auseinander.

Aus der Auswertung der Ergebnisse ergaben sich deutlich wichtige Arbeitsschwerpunkte des Unterrichts (nicht nur) in den Jahrgängen 9 und 10:

Die SchülerInnen müssen zum genauen Lesen der Aufgabenstellung geführt werden und bei ihrer Antwort konkret auf die Fragestellung eingehen. Es muss ihnen vermittelt werden, dass sie sich nicht mit einer minimalistischen Darstellungsweise zufrieden geben dürfen, sondern ein Problem umfassend durchdenken und darstellen müssen. Dieser Mangel wurde von den SchülerInnen bei einem Schülerfeedback auch durchaus erkannt.

Bei Übungen im Unterricht und Klassenarbeiten sollte, wenn es die Aufgabenstellung verlangt, verstärkt auf den Adressatenbezug geachtet werden. Beim Argumentieren ist es unerlässlich, dass die Schüler differenziert an die Aufgabenstellung herangehen. Dabei muss verstärkt darauf geachtet werden, dass bei einer textgebundenen Argumentation auch wirklich der Textbezug hergestellt wird. Und: Sie sollten ihr externes Wissen an geeigneter Stelle mit einbeziehen. Sprachliche anspruchsvolle Aufgabenstellungen sollten mit den Schülern trainiert werden, so dass der Erfolg nicht schon daran scheitert, dass die Begriffe nicht verstanden werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen:

Im Fach Deutsch entsprachen bei allen bisherigen Lernstandserhebungen die Ergebnisse unseren Erwartungen, sie lagen in etwa im Landesschnitt. Die teilweise schwachen sprachlichen Fähigkeiten unserer SchülerInnen, insbesondere der MigrantInnen, beschäftigen die DeutschlehrerInnen kontinuierlich. Die Lernstandserhebungen bestätigten uns darin, verstärkt Fördermaßnahmen einzurichten und konsequent durchzuführen (vgl. auch „Förderung von MigrantInnen an der Städtischen Realschule Werl“).

 

Englisch

Auch im Fach Englisch schlugen bei der erstmaligen Durchführung einige konzeptionelle Schwächen negativ zu Buche, die aus den Unterschieden zwischen dem alten Lehrplan Realschule und dem neuen Kernlehrplan resultierten. Multiple-Choice-Aufgaben bereiteten Schwierigkeiten, da sie in Klassenarbeiten laut Vorgaben des alten Lehrplans nicht vorkommen durften. Auch die Zeitvorgaben für die Durchführung entsprachen landesweit nicht dem tatsächlichen Zeitbedarf der RealschülerInnen. Nach den bisherigen Erfahrungen mit den LSE in den Folgejahren lässt sich generell Folgendes aussagen:

Die Gesamtkonzeption des Englischunterrichts wurde bzw. wird bestätigt, da die fachlichen Anforderungen der Lernstandserhebungen dem Regelunterricht entsprechen. Die Ergebnisse sind ebenfalls weitgehend den Resultaten der Klassenarbeiten vergleichbar. Typische Schwächen unserer SchülerInnen, die die KollegInnen auch täglich im Unterricht feststellen, kommen ebenfalls in den Lernstandserhebungen zum Ausdruck: Vielschichtige Verstehensaufgaben überfordern zahlreiche SchülerInnen, und Schwächen beim freien Schreiben wirken sich gravierend aus. Die Entscheidung, unsere MigrantInnen zu fördern, bestätigte sich erneut als unbedingt richtig.

Auch der Einsatz unseres Lehrwerks erwies sich bisher als sinnvoll, Aufgabenformate sind weitgehend bekannt.

Auffällig war, dass sich einige SchülerInnen unter erhöhten Leistungsdruck setzten und scheiterten, aber andere besser als gewöhnlich abschnitten, sie profitierten davon, dass u. U. nur bestimmte Teilkompetenzen abgetestet wurde.

Viele SchülerInnen liegen im landesweiten Vergleich im Mittelmaß, Leistungsspitzen fehlen. Die Resultate entsprechen insgesamt den Erwartungen der FachkollegInnen.

 

Bei der Analyse der Fehler (2008) stellte sich heraus, dass im Bereich Grammatik die Satzbaufehler am häufigsten auftraten. Hier müssen in Zukunft noch mehr gezielte Übungen stattfinden, ebenso wie das Anwenden von Strategien zur Selbstkorrektur. Es zeigte sich ebenfalls, dass viele SchülerInnen nicht über einen ausreichenden Wortschatz verfügen. Hier müssen also verstärkt Übungen zur Wiederholung (Selbst- und Partnerkorrektur, selbstständiges Lernen, verstärkte Übernahme von Verantwortung für den eigenen Lernerfolg), Überprüfung und Erweiterung des Wortschatzes stattfinden.

 

Mathematik

 

Konzeptionelle Schwächen wurden beim ersten Durchgang auch im Fach Mathematik deutlich. Das Thema „Funktionen“, das laut altem Lehrplan erst für Jahrgang 9 vorgesehen war, wurde noch nicht beherrscht. Auch die „Stochastik“ bereitete Schwierigkeiten, da sie im alten Lehrplan nur als Ergänzung vorgesehen war. Einige Aufgabentypen und Teilaufgaben entsprachen ebenfalls bereits dem neuen Kernlehrplan und waren damit den SchülerInnen nicht vertraut. Mit der Überarbeitung des schulinternen Lehrplans im Hinblick auf den neuen Kernlehrplan wurden inzwischen diese Probleme bearbeitet. Zusätzlich zeigten sich allerdings auch Schwächen, die nicht auf diese konzeptionellen Aspekte zurückzuführen sind.

Fehler traten auf, da die SchülerInnen die mathematischen Problemstellungen nicht den Texten entnahmen. Die unzureichende Lesekompetenz - vor allen Dingen der MigrantInnen - machte sich bemerkbar. Auch im Mathematikunterricht wird deshalb in der Folge verstärktes Augenmerk auf die Lesekompetenz gerichtet werden.

Im Fach Mathematik waren die Ergebnisse - abgesehen von 2004 - besonders positiv, sie lagen über dem Landesschnitt. Bei den folgenden Durchgängen zeigte sich ein insgesamt stabiles Leistungsniveau.

Die Ergebnisse der Lernstandserhebung zum Themenbereich „Werkzeuge“ (2008) hat den Förderbedarf  im Bereich Stochastik noch einmal verdeutlicht. Auch am Themenschwerpunkt Tabellenkalkulation soll zukünftig verstärkt gearbeitet werden. Neue Arbeitsbereiche des Fachs ergaben sich u. a. durch zukunftsweisende technologische Entwicklungen (hier: Computersoftware für den Bereich Geometrie, die bisher für unsere Schule noch nicht verfügbar war). Zeitnah sollen die entsprechenden Programme (Dynamische Geometriesoftware) angeschafft und die SchülerInnen im Umgang damit vertraut gemacht bzw. für deren zielgerichtete Anwendung qualifiziert werden. Die dafür notwendige Qualifikation der LehrerInnen des Fachbereichs soll durch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen erarbeitet werden.

 

Perspektiven der Arbeit

Es stellen sich für die Auswertung der Ergebnisse mit Blick auf mögliche Maßnahmen der Qualitätsentwicklung im Wesentlichen zwei Fragen:

·        Kann unsere Schule mit den bisherigen Ergebnissen des Unterrichts insgesamt und in den einzelnen Lerngruppen zufrieden sein?

·        Was ist zu tun, um unsere SchülerInnen beim Erwerb der erwarteten Qualifikationen so zu unterstützen, dass sie die für das Ende der Sekundarstufe I gesetzten Ziele möglichst umfassend erreichen können?

Die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse bezieht sich im Einzelnen auf Fragen wie zum Beispiel:

·        Zeichnen sich Bereiche des Fachs ab, in denen die SchülerInnen im Mittel besonders gute/schlechte Leistungen erbringen? Wo besteht besonderer Förderbedarf?

·        Was können die SchülerInnen der einen Lerngruppe besonders gut/weniger gut im Vergleich zu denen anderer Lerngruppen? Wo liegen die Ursachen für diese Unterschiede?

·        Wann war das, was besonders gut (bzw. nur mit erheblichen Einschränkungen) beherrscht wird, Gegenstand von Unterricht? Wie lange liegt dieser Unterricht zurück? Wie sind diese Fachgegenstände im Unterricht behandelt worden?

 

Die Auswertung soll im Einzelnen dabei helfen,

·        Bestätigung für erfolgreiche und bewährte Praxis zu erhalten und diese konsequent fortzusetzen,

·        Lernvoraussetzungen genauer zu erkunden und ggf. eine bessere unterrichtliche Fundierung zur Bearbeitung solcher Aufgabenbeispiele zu entwickeln, für die der Unterricht bisher zu wenig Voraussetzungen gab,

·        Probleme der Unterrichtsgestaltung zu bewältigen und zu prüfen, ob und wie im Sinne kumulativen Lernens die Arbeit in den vorhergehenden Jahrgangsstufen verändert werden muss,

·        Standards fachlichen Lernens ggf. im Unterricht noch besser zu verankern, geeignete Schritte zur längerfristigen Sicherung dieser Standards einzuleiten und Innovationen einzuleiten,

·        die Arbeitsergebnisse der beteiligten Lerngruppen mit den Beurteilungskriterien zu vergleichen und bei Abweichungen und deutlichen Leistungsunterschieden ihre Ursachen festzustellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung zu entwickeln

·        Bereiche der notwendigen gemeinsamen Fortbildung zu ermitteln und in die Fortbildungsplanung der Schule einzubringen.

 

Die bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse im Umgang mit den Lernstandserhebungen und ihrer Auswertung sind naturgemäß fachspezifisch unterschiedlich. In jedem Fall fand eine intensivierte kollegiale Zusammenarbeit statt – mit einer Auseinandersetzung über wesentliche Fachinhalte und ihre unterrichtliche Umsetzung. Die jeweilige Auswertung erbrachte – ohne hier Einzelheiten anzuführen – immer wieder wichtige Ansatzpunkte für eine qualitative Weiterentwicklung des Fachunterrichts.

Inzwischen ist für alle Beteiligten klar, dass die Lernstanderhebungen zum Schulalltag gehören und mehr oder weniger deutliche Veränderungen der schulischen Praxis bewirkt haben, die u.a. dem Förderbedarf unserer SchülerInnen gerecht werden und die nicht zuletzt ihre Chancen auf eine qualifizierte Bearbeitung der Aufgabenstellungen der zentralen Abschlussprüfungen am Ende der Klasse 10 steigern.

 

 


Zentrale Prüfungen am Ende des Jahrgangs 10

 

Der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) und der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 werden in Nordrhein-Westfalen seit dem Schuljahr 2006/07 in einem neuen Abschlussverfahren vergeben. Alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen nehmen daran teil.

Zentrale Prüfungen machen die Leistungserwartungen transparent und ermöglichen wichtige Rückmeldungen: Den Lehrerinnen und Lehrern geben sie genaue Informationen für die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität. Und sie zeigen den Schülerinnen und Schülern, ob sie die für den angestrebten Schulabschluss erforderlichen Kompetenzen erworben haben.

Den Kern des neuen Verfahrens bilden schriftliche Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben an der Realschule in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Alle Realschulen erhalten für die Prüfungen die gleichen Aufgabenstellungen mit konkreten Angaben zu den Arbeitszeiten der SchülerInnen und Vorgaben zur Auswertung der Lösungen für die LehrerInnen.

Die Teilnahme an den Prüfungen ist zwar eine Voraussetzung für die Erlangung des Hauptschulabschlusses nach Klasse 10 oder des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife), jedoch beruht die Zeugnisnote in den Prüfungsfächern zur Hälfte auf den in der Klasse 10 erbrachten Leistungen.

Auch behalten die Leistungen in den übrigen Fächern ihre bisherige Bedeutung. Versetzung und Abschlüsse beruhen also wie bisher auf den Noten aller Fächer.

Grundlage der Prüfungen sind die Kernlehrpläne und die schulinternen Lehrpläne. Außerdem werden landesweit verbindliche Inhaltsbereiche festgelegt. Auch Beispielaufgaben werden zur Verfügung gestellt. Den Lehrerinnen und Lehrern bleiben gewisse Gestaltungsmöglichkeiten für den Unterricht, schulinterne Absprachen der FachlehrerInnen finden regelmäßig statt.

 

Vor den ersten zentralen Prüfungen war eine gewisse Verunsicherung der Eltern und SchülerInnen zu verzeichnen, die befürchteten, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Die Eltern und SchülerInnen wurden auf einer Informationsveranstaltung und im Unterricht zu Beginn des Schuljahres über die Ziele, die Rahmenbedingungen und die Aufgabenschwerpunkte informiert. Die Unterrichtsarbeit orientierte sich an den Vorgaben, sodass die SchülerInnen zwar aufgeregt in die Prüfungen hineingingen, aber doch feststellten, dass sie die Aufgaben gut bewältigen konnten.

Am Ende des Schuljahres 2007/2008 fanden zum zweiten Mal zentrale Prüfungen für die SchülerInnen des Jahrgangs 10 statt. Während bei der ersten Durchführung bei allen Beteiligten doch noch Unsicherheit vorherrschte, war in der zweiten Runde schon große Ruhe und Gelassenheit zu spüren, denn die Vorbereitung und Durchführung verliefen in der Städtischen Realschule reibungslos. Auch die Ergebnisse der ersten zentralen Prüfungen trugen zur Beruhigung der SchülerInnen und Eltern bei, denn die Unterrichtsarbeit wurde durchaus bestätigt, viele SchülerInnen konnten durch die zentralen Prüfungen die Abschlussnoten verbessern.

Die Ergebnisse in den Fächern waren in diesem Jahr unterschiedlich zu bewerten.

Im Fach Deutsch spiegeln die Ergebnisse die Einschätzung der Fachgruppe Deutsch wider. Der hohe Anteil an MigrantInnen und weiteren sprachlich schwachen SchülerInnen führen insgesamt zu verbesserungsbedürftigen Leistungen im sprachlichen Bereich. Die Fachkonferenz Deutsch will die bereits laufenden Bemühungen um die sprachliche Förderung der SchülerInnen verstärken.

Im Fach Mathematik lagen die Vergleichsergebnisse der Abschlussprüfungen und Lernstandserhebungen bisher über dem Landesschnitt, dieses Mal allerdings knapp darunter. Die Fachkonferenz Mathematik sieht vor allen Dingen lange Krankheitsphasen verschiedener LehrerInnen dieses Jahrgangs als Ursache. Es konnten zwar mehrfach Ersatzlehrkräfte eingestellt werden, doch muss davon ausgegangen werden, dass der Unterricht nicht in der Form stattfinden kann, wie mit einer Lehrkraft, die die Kinder und die schulinternen Regelungen kennt.

Die Ergebnisse des Faches Englisch sind sehr zufriedenstellend, da sie über dem Landesschnitt liegen. Die Fachkonferenz Englisch will die Arbeit konsequent fortsetzen.

 

Perspektiven der Arbeit

Genau wie bei den Lernstandserhebungen stellen sich für die Auswertung der Ergebnisse mit Blick auf mögliche Maßnahmen der Qualitätsentwicklung im Wesentlichen zwei Fragen:

·        Kann unsere Schule mit den bisherigen Ergebnissen des Unterrichts insgesamt und in den einzelnen Lerngruppen zufrieden sein?

·        Was ist zu tun, um unsere SchülerInnen beim Erwerb der erwarteten Kompetenzen so zu unterstützen, dass sie die für das Ende der Sekundarstufe I gesetzten Ziele möglichst umfassend erreichen können?

Die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse bezieht sich im Einzelnen auf Fragen wie zum Beispiel:

·        Zeichnen sich Bereiche des Fachs ab, in denen die SchülerInnen im Mittel besonders gute/schlechte Leistungen erbringen? Welche Konsequenzen sind für die Unterrichtsgestaltung zu ziehen?

·        Was können die SchülerInnen der einen Lerngruppe besonders gut/ weniger gut im Vergleich zu denen anderer Lerngruppen? Wo liegen die Ursachen für diese Unterschiede?

·        Wann war das, was besonders gut (bzw. nur mit erheblichen Einschränkungen) beherrscht wird, Gegenstand von Unterricht? Wie lange liegt dieser Unterricht zurück? Wie sind diese Fachgegenstände im Unterricht behandelt worden?

 

Die Auswertung soll im Einzelnen dabei helfen,

·        Bestätigung für erfolgreiche und bewährte Praxis zu erhalten und diese konsequent fortzusetzen,

·        Lernvoraussetzungen genauer zu erkunden und ggf. eine bessere unterrichtliche Fundierung der Arbeit zu entwickeln, für die der Unterricht bisher zu wenig Voraussetzungen gab,

·        Probleme der Unterrichtsgestaltung zu bewältigen und zu prüfen, ob und wie im Sinne kumulativen Lernens die Arbeit in den vorhergehenden Jahrgangsstufen verändert werden muss,

·        Standards fachlichen Lernens ggf. im Unterricht noch besser zu verankern, geeignete Schritte zur längerfristigen Sicherung dieser Standards einzuleiten und Innovationen einzuleiten,

·        die Arbeitsergebnisse der beteiligten Lerngruppen mit den Beurteilungskriterien zu vergleichen und bei Abweichungen und deutlichen Leistungsunterschieden ihre Ursachen festzustellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung zu entwickeln

·        Bereiche der notwendigen gemeinsamen Fortbildung zu ermitteln und in die Fortbildungsplanung der Schule einzubringen.

 

Deutlich ist allen Beteiligten – den SchülerInnen, den Eltern und den LehrerInnen -, dass die zentralen Prüfungen zum schulischen Alltag gehören. Veränderungen des Unterrichts haben sich durch die Rahmenvorgaben, aber auch durch die Haltung der SchülerInnen und Eltern ergeben. Die Bedeutsamkeit des Schulabschlusses ist deutlicher ins Bewusstsein gerückt.

 


Mathematikwettbewerb

 

Spaß durch Leistung

 

Seit 2004 nimmt die Städtische Realschule Werl am Mathematikwettbewerb „Känguru der Mathematik“ teil.

Die Idee für einen Wettstreit dieser Art stammt aus Australien (seit 1978) und kam über Frankreich nach ganz Europa.

Die Aufgaben sind in allen teilnehmenden Ländern im Wesentlichen gleich, und werden überall am selben Tag bearbeitet. Der Klausurtag ist einheitlich - der 3. Donnerstag im März. In Deutschland beteiligen sich Schülerinnen und Schüler seit 1995 am Känguru-Wettbewerb. Im Jahr 1995 waren es 3 Schulen mit insgesamt 184 Teilnehmern, aber schon 2004 nahmen in ca. 3600 Schulen ca. 285000 Schülerinnen und Schüler teil, im Jahr 2008 sogar 5500 Schulen mit ca. 500.000 Schülerinnen und Schülern.

 

 

 

 

 

 

Das Ziel des Wettbewerbs an unserer Schule ist in erster Linie das Fach Mathematik für die Schülerinnen und Schüler interessanter zu machen. Es soll durch die Aufgaben Freude an (mathematischem) Denken und Arbeiten (im sehr weiten Sinne) geweckt bzw. unterstützt werden. Die Aufgaben sind darum fast durchweg sehr anregend, heiter, ein wenig unerwartet. Die bei Schülerinnen und Schülern häufig vorhandene Furcht vor dem Ernsthaften, Strengen, Trockenen der Mathematik soll etwas aufgebrochen oder mindestens angekratzt werden - und, wie die Resonanz aus den Schulen zeigt, gelingt dies sehr gut.

 

Am Wettbewerb teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10; jeweils in zwei aufeinanderfolgenden Klassenstufen gibt es die gleichen Aufgaben (z. B. 5/6). Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend sind, bei einem weiteren Teil ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt werden; hinzu kommen eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand allein zu bewältigen sind und die sich sehr gut eignen, mathematische Arbeitsweisen - unterhaltsam - zu trainieren.

Auch an unserer Schule wurde der Wettbewerb sehr gut angenommen. In den letzten Jahren nahmen viele Schülerinnen und Schüler daran teil, von denen einige bis in die nordrhein-westfälische Spitzengruppe vorgerückt sind.

 

Auf Grund des großen Interesses von Seiten der Schülerinnen und Schülern soll der Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ auch weiterhin an unserer Schule angeboten werden.

 


„Informations- und Kommunikationstechnologien“ an der Städtischen Realschule

 

Die Bedeutung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für die persönliche und berufliche Zukunft der SchülerInnen unserer Schule ist schon frühzeitig von KollegInnen und Eltern erkannt worden. Schon im Schuljahr 1983/84 wurde mit Informatikunterricht in Arbeitsgemeinschaften der Klassen 9 und 10 begonnen. Eltern unserer SchülerInnen engagierten sich über den Förderverein in besonderer finanzieller Weise; auch die beiden ortsansässigen Geldinstitute Sparkasse und Volksbank unterstützten die Schule bei der Anschaffung von Geräten und weiterer Ausstattung. Mit dem Schuljahr 1995/96 trug die Städtische Realschule dem stark gestiegenen Interesse der SchülerInnen an Informatik Rechnung durch Einrichtung eines Wahlpflichtfachkurses (Informatik als Hauptfach) ab Klasse 9. Ab dem Schuljahr 2007/2008 wird das Wahlpflichtfach Informatik ab Klasse 7 unterrichtet.

Unsere Schule ist mit modernen Geräten und umfangreicher Hard- und Software in drei Rechnerräumen ausgestattet. Internetzugänge, Netzwerke, Roboterbaukästen, Styroporschneider, Lesegeräte, Scanner, Digitalkamera u.a. bilden die materiellen Bedingungen; mehrere ausgebildete LehrerInnen für Informatik stehen zur Verfügung. Diese Voraussetzungen ermöglichen ein umfangreiches Unterrichtsangebot in Informatik-Wahlpflichtkursen und freiwilligen AGs und können die Grundlage für die Integration der Informatik als "Hilfswissenschaft" im Unterricht anderer Fächer sein.

Im laufenden Schuljahr (2008/2009) werden SchülerInnen in acht WP I - (Hauptfach) - Kursen "Informatik" an der Städtischen Realschule Werl unterrichtet. Durch finanzielle Anstrengungen in den letzten Jahren beim Ausbau unserer Hard- und Software ist es möglich, großenteils projektartig die Aufgaben und Ziele eines modernen Informatikunterrichts zu erfüllen:

§         Reflexion über Anwendungen und Auswirkungen des Einsatzes der neuen Technologien, wobei wir nun ein großes Spektrum an Anwendungsbereichen real oder im Modell nachvollziehen können.

§         Vermittlung eines fundierten fachlichen Grundverständnisses.

 

Konkret können wir unseren SchülerInnen im Wahlpflichtbereich die Arbeit in folgenden Bereichen bieten:

§         Hardware und Grundlagen der Datenverarbeitung

§         der Computer als Gestaltungsmittel (Textverarbeitungsprogramm, CAD-Programm, Grafik/Malprogramm, Scanner, digitale Kamera)

§         der Computer als Hilfsmittel zur Erfassung statistischer Daten und ihrer grafischen Aufbereitung im Rahmen einer Fragebogenaktion (Datenbankprogramm, Tabellenkalkulation, Spezialprogramm)

§         der Computer als Mittel zur Steuerung und Regelung technischer Prozesse (Robotermodelle, elektronisches Experimentiermaterial)

§         der Computer als Mittel zur Simulation (Tabellenkalkulation, Flugsimulator o.ä.)

§         der Computer als Mittel zur Erfassung maschinenlesbarer Informationen (Scannerkassenmodelle, Programmsimulation eines Warenwirtschaftssystems)

§         der Computer als Mittel zur Rationalisierung in Büro und Werkstatt. (CAD-Programm in Verbindung mit CNC-Modellen/Styroporschneidern)

§         Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechnologien (Internet, Homepage, Netzwerke, Integration von Telefon/Fernseh- und Computertechnik)

§         Bild- und Audiobearbeitung

§         Datenbanken und ihre Bedeutung

§         Computernetze

Um möglichst vielen SchülerInnen die Gelegenheit zu bieten, sich vertiefend mit den oben beschriebenen Aspekten der Informatik zu beschäftigen, können SchülerInnen, die im WP I - Bereich das Fach Informatik gewählt haben, dieses nicht zusätzlich als WP II - Fach wählen. Im WP II - Bereich (oft auch "AGs" genannt) wird an der Städtischen Realschule über eine Dauer von zwei Jahren unterrichtet. Dies ermöglicht uns, dass die Unterrichtsinhalte im WP II - Bereich Informatik (bei der geringeren Wochenstundenzahl komprimiert) alle Teile der Themenbereiche des WP I – Bereichs abdecken.

SchülerInnen bringen sehr unterschiedliche Einstellungen und Vorerfahrungen in Bezug auf neue Informations- und Kommunikationstechnologien mit. So gilt es u.a., Mädchen aus ihrer stärkeren Zurückhaltung gegenüber den neuen Technologien herauszuführen, indem ihnen mögliche Zugänge zu diesem Thema adäquat angeboten werden. ( z.B. Einsatz des Rechners schon in den Klassen 5, 6 und 7 im Unterricht mit Lernsoftware, Nutzung des Internets etc.) Die Entscheidung für ein WP I - Hauptfach "Informatik" kann so fundierter sein, zumal dieses Fach im Gegensatz zu anderen Bereichen der Differenzierung (Französisch, Biologie, Chemie u.a.) zum ersten Mal in der Klasse 7 explizit als Unterrichtsfach auftaucht.

 

Schwerpunkte der zukünftigen Weiterentwicklung der Informatik an der Städtischen Realschule können wie folgt umrissen werden:

§         Das Aufrechterhalten eines breit gefächerten Unterrichtsangebots "Informatik" wird im Schulprogramm festgeschrieben. Dafür müssen die benötigten Ressourcen in Bezug auf Hard- und Softwareausstattung, Unterrichtsstunden und Lehrerfortbildung bereitgestellt werden.

§         Die Integration der Informatik in den Unterricht bisher nicht beteiligter Fächer muss verstärkt gefördert werden. Geeignet dazu sind u.a. die Anschaffung passender Software und die Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen bei Projekten mit größerem Mehraufwand. Besondere Bedeutung kommt dabei der Lehrerfortbildung zu.

§         Im Vordergrund wird die Etablierung der Informatik als Hilfswissenschaft mit dem Computer als selbstverständlichem Arbeitsmittel für SchülerInnen stehen. Über den Stellenwert und die Integration des Faches Informatik in ein Rahmenkonzept "Lernen mit Medien" muss nachgedacht werden. Dies alles bedeutet auch eine ständige Überprüfung des Selbstverständnisses und der vermittelten Unterrichtsinhalte im Hauptfach "Informatik".

§         Die Bedeutung des Internets als Mittel der Informationsbeschaffung und der Kommunikation wird sehr schnell wachsen, im außerschulischen Bereich verändern E-Commerce und andere Dienstleistungen im Netz das Leben. Damit das Internet als stets präsentes Arbeitsmittel in jedem Klassenraum Wirklichkeit wird, sind erhebliche finanzielle Anstrengungen nötig. Angemessene Mittelbereitstellung hier kommt allen Bereichen des Unterrichts an der Städtischen Realschule zugute. Zusätzlich sind neue Wege der Mittelbeschaffung zu erproben.

§         Die Städtische Realschule ist mit eigenen Seiten im Internet präsent. Kolleginnen und Kollegen sind eingeladen und aufgefordert, dieses Medium zur Aufbereitung und Präsentation der Ergebnisse von Unterrichtsprojekten zu nutzen. Hilfe bei der Umsetzung wird von Kollegen und Kolleginnen des Fachbereichs Informatik angeboten.

§         Bedingung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Computereinsatzes sind gut ausgebildete Kolleginnen und Kollegen. Eine weitere Intensivierung der Fortbildung für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen wird angestrebt, z.B. durch Nutzung der Fortbildungsangebote, wie sie im Rahmen der e-nitiative des Landes NRW auch für Teilkollegien angeboten werden.

§         Computer und Internet können ideale Mittel zur Unterrichtsvorbereitung sein. Um einen Vor-Ort-Zugriff für LehrerInnen sicher zu stellen, werden drei angemessen ausgestattete Computerarbeitsplätze mit Internetanschluss im Lehrerzimmer zur ausschließlichen Nutzung durch das Kollegium bereitgestellt.

 

 

Am Ende eines jeden Schuljahres sollte es möglich sein, über den Grad der Umsetzung der geplanten Vorhaben, über Nachholbedarf oder Änderungen des Konzeptes in einer Evaluationsphase Auskunft zu geben. Konkret müssen dann folgende Fragen beantwortet werden können:

§         Hat sich der Anteil der Mädchen im Wahlpflichtfachkurs I "Informatik" erhöht und welche weitere Maßnahmen sind eventuell erforderlich?

§         Ist es gelungen, den Computer häufiger als selbstverständliches Arbeitsmittel im Unterricht eines jeden Faches zu benutzen und konnten die materiellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, z.B. über Mittel aus der e-nitiative des Landes NRW ("Internet in jedes Klassenzimmer") oder durch Mittelbeschaffung über weitere Sponsoren?

§         Sind die Angebote zur Lehrerfortbildung, z. B. diejenigen im Rahmen der e-nitiative des Landes NRW, wahrgenommen worden?

§         Ist an einem Konzept "Lernen mit Medien" gearbeitet worden und wie fügt sich die "Informatik" in dieses Konzept ein?


Fachliches Lernen im Bereich Technik

           

Die Ausgangslage

Schon vor ca. 30 Jahren hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bei der Bundesanstalt für Arbeit bestimmte neue Fähigkeiten von Berufsanfängern für eine erfolgreiche Handlungsfähigkeit in einer modernen Industriegesellschaft der Zukunft gefordert. Man nannte sie „Schlüsselqualifikationen” und meinte damit die Fähigkeiten, die jemand nötig hätte, um spätere, unvorhergesehene Berufssituationen zu meistern – und dies unter den Bedingungen rasanter Veränderungen in der Arbeitswelt durch ständig neue Technologien und Fertigungsmethoden.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigt der schulische Technikunterricht eine „Berufswahlfähigkeit“ herzustellen, die sich insbesondere auf Berufe im gewerblich-technischen und/oder handwerklichen Bereich bezieht […].“ (s. Richtlinien) Fragt man die SchülerInnen im Zuge der Berufswahlorientierung (s. detaillierte Darstellung) nach ihren Zukunftsvorstellungen, lässt sich jedoch feststellen, dass sie - aus verschiedenen Gründen - handwerklichen oder gewerblich-technischen Berufen zumeist skeptisch gegenüberstehen. Dadurch geraten für sie zwei Berufszweige aus dem Blickfeld, in denen von Seiten der Wirtschaft und Arbeitgeberverbände zunehmend über Fachkräftemangel geklagt wird.

Einer der wesentlichen Gründe für die ablehnende Haltung der SchülerInnen ist offensichtlich darin zu sehen, dass sie nur noch selten eigene praktische Erfahrungen im Umgang mit Technik bzw. Werkzeugen sammeln.

 

Ziele des Technikunterrichts

Um effektiv auf die Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten, wurde an der SRW das Fach Technik in den Wahlpflichtbereich aufgenommen, damit die SchülerIinnen durch das Sammeln von eigenen Erfahrungen im handlungsorientierten Unterricht die Möglichkeit erhalten, vorhandene Vorurteile gegenüber den handwerklichen oder gewerblich-technischen Berufen abzubauen und somit eventuell eine Ausbildung im Handwerk oder im technisch-gewerblichen Bereich als mögliche Alternative bei der Berufswegplanung berücksichtigen.

Mit Blick auf die oben geschilderte Ausgangslage soll der Technikunterricht die SchülerInnen mit Grundkenntnissen über wesentliche Aspekte von Technik ausstatten: Er soll sie mit den grundsätzlichen Funktionsprinzipien von Maschinen, Apparaten und Gebäuden, über die gebräuchlichen Werkstoffe, über industrielle Verfahren, über technikrelevante Berufsfelder und über die Eigenschaften industrieller Produkte vertraut machen.

 

Unsere Praxis

Das schuleigene Curriculum ist so angelegt, dass die zu erwerbende Sachkompetenz nicht aus einer Addition von Detailwissen besteht, sondern aus transferierbarem Grundwissen über Funktionsprinzipien, Verfahrensprinzipien und Grundphänomene der Technik. Dabei werden Denk- und Problemlösungsmethoden erlernt, die auf andere Fachgebiete übertragbar sind.

Mit Blick auf die wachsende Bedeutung der so genannten Schlüsselqualifikationen (s. oben) werden, wo es möglich und sinnvoll erscheint, kooperative Unterrichtsverfahren angewandt, denn so werden die für die SchülerInnen zukünftig unverzichtbaren Fähigkeiten Kooperation und Teamfähigkeit geschult.

Die konkreten Inhalte im Fach Technik orientieren sich dabei an den Themenkreisen aus dem Lehrplan für das Fach Technik in der Realschule, wobei der Unterricht so gestaltet werden soll, dass er der für das Fach Technik typischen Vernetzung von kognitivem mit affektivem Lernen gerecht wird. Kurz: Technik ist ein Fach, in dem theoretisches Wissen erworben und praktisch angewandt wird. In diesem Sinne wird im Technikunterricht stets die praktische Anwendung bzw. Nutzbarmachung von bereits erlernten physikalischen, chemischen und biologischen Sachverhalten angestrebt.

 

Erfahrungen und Perspektiven

Der Erfolg der im Schuljahr 2001/2002 eingerichteten Technik-AG für die Jahrgangsstufe 7 und 8 hat gezeigt, dass viele SchülerInnen an technischen Sachverhalten sehr interessiert sind. Um auch SchülerInnen der Jahrgangstufen 9 und 10 Gelegenheit zu geben, sich mit den Inhalten des Faches Technik zu beschäftigen, wurde mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 ein WPII-Kurs Technik eingerichtet, der ebenfalls – dies zeigt das Wahlverhalten der SchülerInnen sehr deutlich – mit großem Interesse angenommen wurde. Folgerichtig wurde mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 das Fach Technik als viertes Hauptfach im Wahlpflichtbereich I angeboten. Die nach wie vor steigenden Zahlen in diesem Bereich zeigen, dass das Angebot auch im Hauptfachbereich sehr gut angenommen wird.

Weiterhin wäre es wünschenswert, den Erfolg des Faches auch durch eine systematische Evaluation der Berufswege unserer Absolventen zu untersuchen. Gespräche mit Absolventen der eingeführten WP-I und WP II-Kurse zeigen bereits, dass eine erstaunlich hohe Zahl von SchülerInnen eine Ausbildung in hochqualifizierten Berufen des technisch-gewerblichen Bereiches begonnen haben, wobei die Bandbreite vom Mechatroniker bis hin zum Uhrmacher reicht.

Um diesen Erfolg langfristig zu gewährleisten, ist es unter anderem dringend geboten, die räumliche Ausstattung zu verbessern.

 

 


Klassenmusizieren in den Jahrgängen 5 und 6 –handlungsorientierter Musikunterricht

 

Der Musikunterricht an unserer Realschule stellt in den Jahrgängen 5 und 6 die Praxis des Musizierens in den Mittelpunkt.

 

Zurzeit erteilen zwei MusiklehrerInnen an unserer Schule zusammen ca. 26 Wochenstunden Musikunterricht. Um dieses Stundenkontingent möglichst sinnvoll für die SchülerInnen einzusetzen, wurde beschlossen, in den Jahrgängen 5 und 6 jeweils zwei Wochenstunden Musik zu unterrichten. Innerhalb des übrig bleibenden Stundenkontingents werden im Bereich der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften auch für die älteren Jahrgänge musikalische Angebote am Nachmittag gemacht.

 

Die SRW beabsichtigt mit dem Angebot des Klassenmusizierens, den SchülerInnen die Inhalte des Musikunterrichtes möglichst durch eigenes Musizieren näher zu bringen. So sollen die Grundkenntnisse in der Musik nicht nur theoretisch erarbeitet, sondern auch gleich praktisch umgesetzt werden.

Neben den rein musikalischen Zielen möchten die MusiklehrerInnen mit dieser Vorgehensweise auch gleichzeitig die Sozialkompetenz der SchülerInnen fördern. Die SchülerInnen lernen aufeinander zu hören und außerdem Rücksichtnahme, Geduld sowie Selbstdisziplin zu wahren. Durch das Gemeinschaftserlebnis des Musizierens wird ihnen ein Lernen mit Freude vermittelt.

Im Rahmen des Klassenmusizierens geht es nicht darum, musikalische Höchstleistungen zu vollbringen, sondern vielmehr soll das Interesse geweckt werden, sich auch in Zukunft aktiv musizierend zu beschäftigen.

 

Die dargelegten Ziele verfolgen die Unterrichtenden sowohl durch regelmäßige Arbeit mit den unterschiedlichen Instrumenten, die in der Schule vorhanden sind, als auch durch Konzentration auf ein spezielles Instrument wie Flöte oder Glockenspiel, welches sich die SchülerInnen selbst kaufen und jeweils zum Üben mit nach Hause nehmen. Die Gewichtung dieser Vorgehensweisen liegt im Ermessen der jeweils Unterrichtenden.

Die Resultate des Klassenmusizierens werden regelmäßig aufgeführt, wobei die Aufführungen in das allgemeine Schulleben integriert werden. So führen ganze Klassen oder kleinere Gruppen ihre erarbeiteten Stücke innerhalb von schulischen Feiern, Festen oder Gottesdiensten, aber auch in besonderen Konzerten auf. Die Ergebnisse des Klassenmusizierens sind auch auf CDs mit dem Titel „Traumwelt Musik“ und „Tango für Django“ dokumentiert worden (2005 und 2008).

Neben dem instrumentalen Spiel ist die Förderung des Singens ein wesentlicher Schwerpunkt. Auch dieses findet z.B. Ausdruck in der Aufführung von Musicals in Konzerten oder in Liedvorträgen bei besonderen Anlässen.

Die grundlegende Vermittlung von Musik in den Jahrgängen 5 und 6 wird im Bereich der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften weitergeführt. Hier reagieren die Unterrichtenden mit ihren Angeboten auch speziell auf Wünsche der SchülerInnen.

 

Die Rahmenbedingungen für diese Form des Musikunterrichts sind in den letzten Jahren geschaffen worden. Die Realschule verfügt über einen in der Größe geeigneten Musikraum. Bei Bedarf wird zusätzlich die Aula als Musikraum verwendet. Beide Räume sind für den Unterricht in geeigneter Weise ausgestattet: CD-Anlage, Computer, Fernseher, DVD-Player, Orff’sches Instrumentarium, Gitarre, zwei Digitalpianos, Flügel, Schlagzeug, Lateinamerikanische Perkussionsinstrumente, Glockenspiele, Flöten, Schlagwerk, BoomWhacker, DAT-Recorder, Aktivboxen mit Mischpult, verschiedene Musik- und Liederbücher in Klassensatzstärke sind vorhanden.

Im Jahr 2008 konnte die Anschaffung von Keyboards den Unterricht nochmals bereichern. Jeweils eine ganze Klasse kann die in einem Raum fest installierten Keyboards nutzen, was bei den Kindern großen Anklang findet.

Die SchülerInnen engagieren sich im Musikunterricht und treten mit viel Freude bei verschiedenen Gelegenheiten auf.

 

 

Evaluation

 

Um das Angebot des Klassenmusizierens reflektieren zu können, wurde im Jahre 2004 eine Schülerbefragung durchgeführt. Die Befragung basiert auf dem Klassenmusizieren mit Blockflöte. Die Feststellungen können dabei sicher auch auf andere Instrumente übertragen werden. Nach Auswertung der Fragebögen, die von allen fünf Klassen des damaligen Jahrganges 5 ausgefüllt wurden, ließen sich zusammenfassend folgende Feststellungen treffen.

 

§         Blockflöte spielen wird als sehr sinnvoll empfunden.

§         Blockflöte spielen macht den SchülerInnen sehr viel Spaß.

§         Die SchülerInnen spielen sehr gern als Klassenorchester mit der Blockflöte.

§         Zwei Drittel spielen auch gern allein vor der ganzen Klasse vor.

§         Die Auswahl der Stücke gefällt den Kindern sehr gut.

§         Fast alle Kinder glauben, dass sie Noten und Rhythmus mit Hilfe der Flöte gut lernen können.

§         Bei fast allen Befragten wird die Freude an der Musik gefördert.

§         Alle SchülerInnen spielen Flöte sehr gern mit Begleitung (Klavier).

§         Fast alle möchten sehr gern bei schulischen Veranstaltungen Flöte vorspielen.

§         Etwa die Hälfte der Befragten würde sich auch für eine Blockflöten-AG interessieren.

§         Fast alle SchülerInnen beschäftigen sich auch zu Hause sehr gern mit der Flöte.

§         Fast alle Eltern befürworten nach Meinung der Kinder das Blockflötespielen sehr.

§         Die SchülerInnen glauben zu einem überwiegenden Teil, dass das Blockflötespielen ihre Sozialkompetenz fördert.

 

Perspektivisch ist die SRW weiter bestrebt, dieses Angebot aufrecht zu erhalten, weiter zu fördern und unter Umständen auf den Wahlpflichtbereich auszudehnen. Angedacht ist weiterhin die Einrichtung von sogenannten Musikklassen (mit erhöhtem Stundenangebot im musischen/künstlerischen Bereich).

 


Die Förderung von MigrantInnen in der Städtischen Realschule Werl

 

Auch Werl entwickelte sich in den letzten 30 Jahren zu einer kulturell vielfältigen Stadt, verschiedene Bovölkerungsgruppen aus Süd- und Osteuropa siedelten sich an. Diese kulturelle und nationale Vielfalt spiegelt sich auch in der Schülerschaft der Städtischen Realschule wieder.

Gegenwärtig besuchen ca. 750 SchülerInnen die Städtische Realschule Werl, ca. 34% der SchülerInnen haben einen Migarationshintergrund, d. h. sind entweder selbst im Ausland geboren oder mindestens ein Elternteil kommt aus dem Ausland.

Eine gleichberechtigte Teilnahme am beruflichen und gesellschaftlichen Leben dieser Bevölkerungsgruppen setzt eine erfolgreiche schulische Laufbahn mit qualifizierten Schulabschlüssen voraus. Gerade die Städtische Realschule ist für diese Personengruppe eine wichtige Anlaufstelle, da die 3 katholischen Schulen (Ursulinengymnasium und Ursulinenrealschule in privater Trägerschaft und Overberghauptschule in städtischer Trägerschaft) viele dieser SchülerInnen nicht aufnehmen.

Leider ist der schulische Erfolg dieser Gruppe von SchülerInnen schwächer als der deutscher SchülerInnen. Mehr MigrantInnen mussten eine der Klassen 6 bis 9 wiederholen, ein nennenswerter Anteil scheiterte sogar völlig an unserer Realschule und musste zur Hauptschule wechseln.

Zu diesen Misserfolgen trugen in der Vergangenheit zwei entscheidende Faktoren bei. Im Bemühen für ihre Kinder das Beste zu erreichen, meldeten viele Migrantenfamilien ihr Kind an der Realschule an, obwohl die Grundschulen die Fortsetzung der Schullaufbahn an einer Hauptschule empfohlen hatte. Da die Grundschulen der Stadt Werl die Leistungsfähigkeiten ihrer SchülerInnen unserer Erfahrung nach gut beurteilen können, scheiterten viele dieser Kinder dann in unserer Schule.

Selbst im Zusammenhang mit dem neuen Zuweisungsverfahren beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I versuchen die Familien alles, um den Besuch der Hauptschule zu vermeiden. Im ersten Durchgang wirkt sich diese neue Übergangsregelung sehr positiv aus, da nur 3 SchülerInnen Probleme mit den Anforderungen im Jahrgang 5 hatten.

Insbesondere führen die sprachlichen Schwierigkeiten der MigrantInnen zu Misserfolgen. Sie haben Probleme Texte zu verstehen (sinnerfassendes Lesen literarischer und informie- render Texte in allen Fächern, erfassen der Arbeitsaufträge und Aufgabenstellungen), Texte zu verfassen und sich grammatikalisch sowie orthographisch verständlich bzw. korrekt auszudrücken. Insbesondere in Lernzielkontrollen und Klassenarbeiten scheitern diese Schüle- rInnen an ihren schriftsprachlichen Schwächen. In den Fremdsprachen fällt ihnen die Aussprache schwer.

Auffällig in dieser Gruppe sind die Unterschiede zwischen den Jungen und den Mädchen. Während viele Mädchen sehr schüchtern und zurückhaltend sind, fallen viele Jungen insbesondere bei schulischen Misserfolgen auf, sie versuchen, ihre Probleme durch Provokatio- nen und demonstrative Leistungsverweigerung zu kompensieren.

 

Zielsetzungen der Arbeit

Die Verbesserung der schulischen Erfolge der MigrantInnen steht im Vordergrund unserer schulischen Bemühungen. Insbesondere die sprachlichen Kompetenzen der SchülerInnen sind zu fördern, da sie die Basis schulischen Erfolgs bilden. Förderkurse sollen zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenzen eingerichtet werden.

Insgesamt ist das Zusammenleben der Kulturen zu fördern.

 

Maßnahmen

Die Bezirksregierung stellt der Schule Stunden zur Verfügung, so dass verschiedene Fördermaßnahmen eingerichtet werden können.

Gegen Ende des Schuljahres 2004/2005 wurde für den Start der Arbeit eine Bedarfserhebung durchgeführt. Die DeutschlehrerInnen und die EnglischlehrerInnen empfahlen in Absprache mit den KlassenlehrerInnen SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu Fördermaßnahmen. Hier wurde deutlich, dass zahlreiche SchülerInnen gefördert werden sollten.

Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurden nach Anmeldung durch die Eltern zahlreiche Fördergruppen für das Fach Deutsch, jeweils im Umfang von zwei Stunden wöchentlich, und einige Fördergruppen für das Fach Englisch, jeweils im Umfang von 1 Stunde wöchentlich, eingerichtet, die ausschließlich von Deutsch- bzw. EnglischlehrerInnen betreut werden.

Für muslimische und konfessionslose MigrantInnen bietet es sich an, Fördergruppen parallel zum Religionsunterricht zu installieren, die katholischen und evangelischen SchülerInnen nehmen im Nachmittagsbereich (7. und 8. Stunde) an Fördermaßnahmen teil.

Die Gruppengröße liegt nicht über 10 SchülerInnen, um eine intensive und individualisierte Förderung der Sprachkompetenz zu sichern.

Als Unterrichtsmaterialien werden Texte und Übungen eingesetzt, die im Regelunterricht keine Verwendung finden, um den geförderten MigrantInnen nicht den Eindruck zu vermitteln, lediglich mehr Zeit für das Fach zu verwenden, sondern durch zusätzliche Materialien Wissen zu festigen und auszubauen. Zudem soll vermieden werden, dass die betroffenen SchülerInnen durch identisches Arbeitsmaterial in Regel- und Förderunterricht die Motivation verlieren.

In den Sprachkursen werden alle für das Fach relevanten Kompetenzen gefördert, wobei Schwerpunkte im Umgang mit Texten und im schriftlichen Sprachgebrauch liegen.

Die Teilnahme im Förderunterricht erfolgt freiwillig und wird nicht benotet, wobei darauf geachtet wird, dass die SchülerInnen regelmäßig am Unterricht teilnehmen.

Die Maßnahme verläuft positiv. Zahlreiche Eltern begrüßen die Förderung und die Schüle- rInnen nehmen weitgehend gern am Unterricht teil.

Der Schwerpunkt der Arbeit soll auch zukünftig in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 liegen, um die Schulerfolgsquote der MigrantInnen zu steigern.

 

Evaluation

Die Erfahrungen werden ausgewertet. Kriterien einer solchen Evaluation sind die regelmäßige Teilnahme der SchülerInnen am Förderunterricht, die Akzeptanz der Sprachkurse sowohl bei den SchülerInnen als auch deren Eltern sein. Erste Verbesserungen des Schulerfolgs zeichnen sich ab.

Fördermaßnahmen in den Jahrgängen 9 und 10 fanden bei den SchülerInnen keine Akzeptanz, obwohl der Übergang in den Beruf bzw. in die Sekundarstufe II unterstützt werden sollte.

 


Lern- und Förderempfehlungen – Hilfen für SchülerInnen und Eltern zur Beseitigung fachlicher Schwächen

 

 

Nicht nur infolge der Ergebnisse der Pisastudie, sondern in unserem Interesse als allgemeinbildende, zukunftsorientierte Schule, liegt uns die individuelle Förderung leistungsschwacher SchülerInnen besonders am Herzen. Um auch diesen SchülerInnen einen Schulerfolg zu ermöglichen, werden und wurden schon immer, etwa bei Elternsprechtagen, Empfehlungen z.B. zum Ausgleich von Lernmängeln ausgesprochen.

Gerade bei einem vielfältigen schulischen Bildungsangebot ist es wichtig, eventuell auftretende Schwächen bei einer Schülerin oder eines Schülers zu erkennen und individuelle Lösungsstrategien zu eröffnen. Nur so ist eine konsequente und zielorientierte Entwicklung der SchülerInnen möglich.

Gemäß des „Gesetzes zur Stärkung von Bildung und Erziehung“ von 2003 erhalten nun – so die Vorgabe - SchülerInnen der Sekundarstufe I, „deren Versetzung gefährdet ist, und ihre Erziehungsberechtigten zum Ende des Schulhalbjahres eine individuelle Lern- und Förderempfehlung. Dasselbe gilt im Falle der Nichtversetzung zum Ende des Schuljahres.“

Sie sind als pädagogische Hilfen gedacht.

Die Förderempfehlungen sollen den SchülerInnen eine Rückmeldung darüber geben,

·        in welchen fachlichen Bereichen sie sich weiterentwickeln müssen,

·        wie sie das erreichen können,

·        wie sie Lern- und Arbeitsprozesse verbessern können,

·        wie Eltern und LehrerInnen sie dabei unterstützen können.

 

Weiter sollten die  Eltern und SchülerInnen ein persönliches Beratungsgespräch mit den jeweiligen Klassen- bzw. FachlehrerInnen vereinbaren. Zielsetzung dieses Gesprächs ist es, die Defizite konkret zu benennen und geeignete Fördermaßnahmen zu entwickeln. Außerdem sollen die SchülerInnen die eigene Verantwortung für ihren individuellen Lernprozess erkennen. Eine Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Lern- und Förderempfehlungen zum gewünschten Erfolg führen. Denn langfristig soll erreicht werden, dass möglichst alle SchülerInnen das Klassenziel bzw. den Schulabschluss erreichen.

 

Das konkrete Vorgehen des Kollegiums zur Entwicklung von schulinternen Vorschlägen zur Formulierung von Empfehlungen gestaltete sich folgendermaßen:

Alle Fachschaften reflektierten vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen die typischen Schwächen der SchülerInnen und stellten eine Sammlung von Aussagen zusammen. Die Texte sind als Computer-Dateien im Lehrerzimmer vorhanden. Diese Sammlung bildet die Grundlage für individuelle Lern- und Förderempfehlungen. Die FachlehrerInnen formulieren für jede/n Schüler/in eine individuell zugeschnittene Analyse und eine darauf aufbauende Empfehlung zur Verbesserung des Lernerfolgs.

 

Leistungsdefizite der SchülerInnen werden anhand von mündlichen und schriftlichen Lernzielkontrollen durch die Klassen- und FachlehrerInnen festgestellt. Durch die schuleigenen Förderempfehlungen werden diese Defizite benannt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man den versäumten Unterrichtsstoff nacharbeiten und somit seine Leistung  steigern bzw. sein Lernergebnis verbessern kann.

 

Die Lern- und Förderempfehlungen werden als Anlage dem Zeugnis beigefügt. Nach Erhalt sollten betroffene SchülerInnen mit ihren Eltern ein Beratungsgespräch mit der Klassenleitung und den betreffenden FachlehrerInnen führen.

Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Lernerfolgs sind zum Beispiel:

·        systematische Wiederholungen,

·        das Erstellen von Wochenplänen,

·        das Erstellen und das Üben mit Lernkarteien,

·        das Einhalten von festen Lernzeiten

·        usw.

 

Der/Die Fachlehrer/in bzw. Klassenlehrer/in überwacht im folgenden Halbjahr die Lernfortschritte des betroffenen Schülers bzw. der Schülerin und gibt regelmäßige Rückmeldungen über Fortschritte oder weiter bestehenden Lernbedarf. Eltern können diese Rückmeldung an den regelmäßigen Eltersprechtagen bzw. in den Sprechstunden der LehrerInnen erhalten. 

 

 

 


Arbeitsgemeinschaften an der Städtischen Realschule Werl –

Vielfältige Möglichkeiten für vielfältige Interessen

 

Den ganz persönlichen Interessen nachgehen, in der Freizeit ungeahnte Talente entdecken, in einer Gruppe Gleichgesinnter interessante Erfahrungen machen – dies sind wichtige Stichpunkte, die für die verschiedenen Angebote im Bereich der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften gelten. Einige AGs werden traditionell schon seit langem mit großem Erfolg an unserer Schule durchgeführt – und interessante  neue Angebote kommen hinzu, wenn die Bedingungen es ermöglichen.

 

 

Unsere Schülerzeitung „X-Tra“

 

 

Eine wichtige Institution in unserem Schulleben ist die Schülerzeitung X-Tra, die seit 2001 existiert und aus einen Vorläufer der 90-er Jahre entstand.

Die Schülerzeitung bietet SchülerInnen eine Plattform, um aktuelle schulische Fragen anzusprechen und zu diskutieren und ist ein Forum für besondere Aktivitäten, die über den normalen Schulalltag hinausgehen.

Die Arbeit an der Schülerzeitung fördert vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen. SchülerInnen

§         erwerben journalistische und medientechnische Fähigkeiten

§         üben Formen eigenverantwortlicher Teamarbeit ein

§         erweitern ihre sprachliche Kompetenz auf schriftlicher und mündlicher Ebene

§         lernen strukturiertes Arbeiten

§         erweitern ihr Wissensspektrum durch überfachliche Themen

§         setzen im Unterricht erworbene Arbeitstechniken in die Praxis um.

 

Die Zeitung erhellt den manchmal grauen Schulalltag, deshalb gibt es in der X-Tra auch möglichst viel Unterhaltsames. Ein breites inhaltliches Spektrum soll alle Jahrgangsstufen ansprechen. Berichte, Reportagen, Karikaturen, Graphiken, Witze oder Denksportaufgaben greifen Ereignisse des Schullebens auf, wie Klassenfahrten, Unterrichtsaktionen, AG-Aktivitäten, Veranstaltungen und Planungen der SV. Durch Buchvorstellungen soll das Leseinteresse in der Schülerschaft insgesamt gesteigert und die Arbeit der Schülerbücherei unterstützt werden.

Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wird unsere „X-Tra“ erstellt. Teilnehmen können interessierte SchülerInnen ab der 6. Jahrgangsstufe. Die Zeitung erscheint zwei bis dreimal pro Schuljahr im A5-Format. Der Umfang variiert zwischen 40 und 50 Seiten.

Die Redaktionssitzungen erfolgen im wöchentlichen Rhythmus. Die Zahl der MitarbeiterInnen variiert zwischen 7 und 15 SchülerInnen.

Die Redaktionsmitglieder suchen Themen, recherchieren und schreiben die Artikel. Sie über- nehmen ebenfalls die Erstellung von Photos. Anschließend werden die Texte, Fotos und Überschriften in die endgültige Form gebracht. Für die Gesamtkonzeption ist die gewählte Chefredakteurin/der gewählte Chefredakteur oder das gewählte Leitungsteam verantwortlich. Die Qualität der Zeitung hängt entscheidend von der Motivation, Fähigkeit und Mitarbeit des Redaktionsteams und hier besonders der Chefredakteurin/des Chefredakteurs ab.

Die verantwortliche Lehrkraft ist vor allem zuständig für die äußere Abwicklung und den Kontakt zu den Werbepartnern.

Für die Arbeit stehen verschiedene Computerprogramme zur Verfügung. Geschrieben wird in MS Word, im Programm Photoshop CS werden Fotos bearbeitet und die Überschriften selbstständig gestaltet, ein Layoutprogramm unterstützt die gestalterische Arbeit. Auch eine Digitalkamera gehört zur technischen Ausstattung. Der Druck erfolgt digital bei Dino-Druck in Augsburg. Die digitale Druckvorlage wird von der Redaktion erstellt und per CD an die Druckerei geschickt.

Der Verkauf der Zeitung erfolgt in den Klassen. Über Klassenlisten wird die Zahl der gewünschten Exemplare ermittelt, verteilt wird die Zeitung über die KlassenlehrerInnen. Die Schülerzeitung wird zum Preis von 50 Cent verkauft. Eine Kostendeckung gelingt über die Einbeziehung von Werbepartnern. 

Nach dem Erscheinen jeder Ausgabe erfolgt in der Redaktion eine kritische Nachbesprechung, in der Verbesserungsvorschläge aufgenommen werden.

Alle SchülerInnen haben die Möglichkeit, Kritikpunkte und Anregungen im X-Tra-Kasten an die Redaktion zu richten.

Interesse von Seiten der SchülerInnen besteht, da die Auflage von etwa 500 Exemplaren über Jahre gehalten wird.

 

 

 

Die Theater-AG

 

Die Theater-AG verfolgt das Ziel, in einer stark durch die Wissensvermittlung bestimmten Schule auch das Spiel, vor allem das Schauspiel, nicht zu kurz kommen zu lassen. Die SchülerInnen schlüpfen beim Theater in fremde Rollen und lernen aufgrund der jahrgangsübergreifenden Arbeitsweise, sich auch mit jüngeren und älteren Jugendlichen zu arrangieren, um am Ende ein gemeinsames Produkt, nämlich die Theaterinszenierung, auf die Beine zu stellen. Soziales Lernen spielt also eine herausragende Rolle. Besonderen Wert aber wird auf die Entwicklung rhetorischer Fähigkeiten gelegt; vor allem an der Stimmentwicklung und einer deutlichen Aussprache wird kontinuierlich gearbeitet.

Die Theater-AG wurde im Jahr 2000 von einem Lehrer ins Leben gerufen, der schauspielerisch interessierten und begabten SchülerInnen die Möglichkeit bieten wollte, ihr Talent auf der Bühne zur Darstellung zu bringen.

Jeweils zu Beginn eines Schuljahres verpflichten sich die TeilnehmerInnen nach einer Probephase für ein einjähriges Engagement in der AG, um eine kontinuierliche Probenarbeit zu ermöglichen. Im Plenum wird gemeinsam beschlossen, welches Theaterprojekt für das Schuljahr angegangen werden soll. Die SchülerInnen werden schrittweise an das neue Stück herangeführt, werden aber auch dazu verpflichtet, ihre Rollen gewissenhaft auswendig zu lernen. Gerade bei dieser für SchülerInnen oft ungewohnten und schwierigen Aufgabe erleben die Jugendlichen aber auch, zu welchen Leistungen sie bei hohem Einsatz wirklich fähig sind, was schließlich dazu führt, dass viele Teilnehmer oft über ihre gesamte Schulzeit an der Theater-AG teilnehmen.

Im Regelfall werden die erarbeiteten Stücke der Schulgemeinde am Ende des Schuljahres in einer oder mehreren Aufführungen präsentiert. Die Vorbereitung auf diesen wichtigen Termin fordert und fördert erfahrungsgemäß vor allem die organisatorischen Fähigkeiten der SchülerInnen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass die Theater-AG wichtige feierliche Veranstaltungen der Städtischen Realschule begleitet (z.B. kleine Sketche bei Begrüßungs-, Entlass- und Eröffnungsfeiern).

Die Theater-AG hat sich für die kommenden Jahre zum Ziel gesetzt, die SchülerInnen der Städtischen Realschule noch in weitaus größerem Maße als bisher für die Aufführungen der Theater-AG zu begeistern. Alle Mitwirkenden haben ein großes Publikum verdient.

 

 

Die Literatur-AG

 

Die Literatur-AG ist eine Gruppe von 6 bis 20 SchülerInnen der Klassenstufen 6 –10, die sich seit einigen Jahren einmal in der Woche für eine Doppelstunde zum gemeinsamen Arbeiten trifft. Ursprünglich als eine Art Schreibwerkstatt gegründet, hat die AG zunächst Artikel für die Schülerzeitung geschrieben, bevor sie sich unter ihrem neuen Namen eigenen Projekten widmete.

 

Bei Besuchen in der Städtischen Bücherei und in ortsansässigen Buchhandlungen lernen die SchülerInnen lesenswerte Jugendbücher kennen, die auch in den wöchentlichen Sitzungen gelesen, besprochen und z. T. auch kreativ bearbeitet werden.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt jedoch in der Produktion eigener kleiner „Werke“. So entstanden in den letzten Jahren eine ganze Reihe so genannter „Heftchen“ zu verschiedenen Themen, die den SchülerInnen der Städtischen Realschule zum Selbstkostenpreis angeboten wurden, auf reges Interesse stießen und einen guten Absatz fanden.

In oft mühevoller, aber sehr engagierter Kleinarbeit sammeln die AG-Mitglieder dabei die unterschiedlichsten Ideen und Materialien zu den einzelnen Themenbereichen, wählen aus, verändern oder gestalten vieles auch selbst.

Im Weihnachts- und Osterheft trugen die SchülerInnen ganz verschiedene Aspekte dieser beiden Feiertage zusammen. Neben historischen Hintergründen enthielten die Hefte auch Gedichte, Lieder, Rezepte und Bastelanleitungen passend zur jeweiligen Jahreszeit.

Das Spieleheft enthielt zahlreiche Gruppenspiele, die von den AG-Mitgliedern gesammelt oder ausgedacht und mit viel Spaß und Eifer natürlich auch selbst getestet wurden, u. a. Aktions- und Konzentrationsspiele, Spiele für Pausen, Klassenfahrten oder für die Freizeit. Die Zeitschrift BLUE orientierte sich in Inhalten und Gestaltung an aktuellen Jugendmagazinen und bot den Leserinnen und Lesern interessante Sachinformationen zu aktuellen Themen, Mode- und Beauty-Tipps, einen Psycho-Test, Gedichte, Rätsel, Witze, ein Horoskop und sogar Kontaktanzeigen.

Das aktuelle Produkt der Literatur-AG ist ein Rätselheft, das unterschiedlichste Arten von Rätseln, Knobeleien und Denksportaufgaben für alle Klassenstufen (und auch Erwachsene) enthält, wobei einige Seiten mit Witzen den grauen Zellen Entspannung bieten wollen.

 

 

Die Reli(gions)-AG

 

Die Reli-AG wurde vor einigen Jahren durch einen Schüleranstoß im Religionsunterricht gegründet, nämlich durch die Frage einer Schülerin, warum wir dem Leid in der Welt im Unterricht immer nur theoretisch begegnen. Um wirklich interessierte SchülerInnen anzusprechen, die bereit waren, auch praktisch Menschen zu helfen, wurde damals die ehrenamtlich geführte Reli-AG ins Leben gerufen.

 

Es ist das Hauptziel der Reli-AG, theoretisches Wissen mit praktischem Tun zu verbinden und den SchülerInnen den Eindruck zu vermitteln, dass sie selbst durchaus in der Lage sind, sich durch ihre Aktionen praktisch für andere Menschen zu engagieren, entweder um sie umfassend zu informieren oder aber, um ihnen  konkret zu helfen.

 

Verschiedene Projekte wurden bearbeitet: Zu Beginn haben sich die TeilnehmerInnen (auch im Rahmen einer Projektwoche) in der Unterstützung krebskranker Kinder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei engagiert. Im landesweiten Schülerwettbewerb „SMS“ (Schule - Mitbürger - Solidarität) wurde unser Engagement von der Landesregierung als „herausragendes Projekt“ herausgestellt und mit folgenden Worten geehrt: „Die SchülerInnen haben gezeigt, dass es möglich ist, diesen sensiblen Bereich menschlichen Lebens mit praktischen Mitteln zu erarbeiten und die Menschen nicht nur zu interessieren, sondern sie auch zur Mithilfe zu animieren.“

Zeitgleich hat sich die AG für eine kosovo-albanische Schülerin eingesetzt, die mitten in ihrer Schulausbildung zusammen mit einem hörbehinderten Bruder in die Heimat zwangsabgewiesen werden sollte.

 

Auch die Verfolgung jüdischer Bürger in Werl zu Zeiten des Nationalsozialismus war ein wichtiges Thema, zu dem eine Ausstellung initiiert und realisiert wurde.

Außerdem beschäftigte sich die AG mit der Organisation einer Patenschaft für einen Jungen in Lateinamerika (hier geht es um die Aufrechterhaltung des Kontakts), wodurch regelmäßig Geld überwiesen wird.

Ein weiteres Projekt war die Teilnahme am Wettbewerb „AIDS on Stage - Jugendliche inszenieren Mankell“. Alle zehn TeilnehmerInnen waren sofort Feuer und Flamme, sich an dem Projekt zu beteiligen. Hierbei ging es darum, ein Buch des bekannten schwedischen Autors Henning Mankell auf deutsche Verhältnisse zu übertragen und schließlich ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Im Laufe der Entwicklung des Stückes und der fortschreitenden Proben zeigten immer mehr SchülerInnen Interesse an einer Mitarbeit in der Reli-AG, sodass unser Stück „Die Schatztruhe“ im September 2005 sehr erfolgreich aufgeführt werden konnte.

Die letzte Aktion war die Vorbereitung und Durchführung einer Ausstellung zu „Schulen in Werl“, in der die Schulgeschichte Werls und insbesondere die Geschichte der Städtischen Realschule aufgearbeitet und dokumentiert wurden.

 

 

Die Homepage-AG

 

Die Homepage-AG existiert seit dem Schuljahr 1999. Ziel der Arbeitsgemeinschaft war, unsere Schule im Rahmen der Aktion „Schulen ans Netz“ im Internet (www.realschule-werl. de) zu präsentieren, zu aktualisieren und weiterzuentwickeln.

 
Die Homepage der Schule soll den Interessenten – SchülerInnen, Eltern, aber auch KollegInnen und Ehemaligen – einen Einblick in das Schulleben ermöglichen und gleichzeitig Informationen bezüglich Schulveranstaltungen, Schulstruktur und Schullaufbahnen bieten.
In dieser Arbeitsgemeinschaft haben die SchülerInnen ab Jahrgangsstufe 8 die Möglichkeit, in unterschiedlichster Weise den Computer als Arbeitsmittel kennen zu lernen und zu nutzen. Vor allem sind jene SchülerInnen angesprochen, die das Fach Informatik nicht als WPI-Fach gewählt haben. Ein Ziel dieser AG ist es, den teilnehmenden SchülerInnen projektorientiert den Umgang und den Einsatz moderner Medien näher zu bringen.

 

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die

§         Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer

§         Nutzung von Anwenderprogrammen (Textverarbeitung, Grafikprogramme, html-Editoren, Programme zum Gestalten von Web-Sites)

§         Nutzung von Dienstprogrammen für das Internet (ftp-Programme)

 

Dabei erhalten die SchülerInnen Anleitung zum Gebrauch dieser Programme indem sie vorhandene Seiten aktualisieren aber auch selbständig eigene Arbeiten und Projekte verfolgen, die dann auf unserer Web-Site veröffentlicht werden. Außerdem fordert die Verwirklichung eines Projekts natürlich Kreativität und Teamgeist von den AG-Mitgliedern.
Eine Rückmeldung über die geleistete Arbeit geschieht über E-Mails, ein Gästebuch und ein Diskussionsforum.

 

 

 

Die Mofa-AG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 1984 wird im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft ein Mofakurs pro Schulhalbjahr an der Städtischen Realschule Werl durchgeführt.

Der Mofakurs ist ein Teil der schulischen Verkehrserziehung. Das Mofa ist das erste motorisierte Fahrzeug, mit dem Jugendliche am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen können. Im Mofakurs werden die bisherigen Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer aufgearbeitet. Die SchülerInnen sollen zu verantwortungsvollen und aufmerksamen Verkehrsteilnehmern geschult werden. Verzicht auf Vorrechte sowie Vorausahnen der Handlungen anderer sind Bestandteile des Mofakurses.

Der Mofakurs findet jeweils mittwochs in der 7. und 8. Stunde statt.

Der Unterricht teilt sich auf in acht Doppelstunden Theorie und acht Doppelstunden Praxis. Als Abschluss von Theorie und Praxis findet eine Lernzielkontrolle statt, die von dem Leiter des Mofakurses durchgeführt wird. Der erfolgreiche Abschluss bedeutet das Erlangen der Mofaprüfbescheinigung, welche die Erlaubnis beinhaltet, ein Mofa im öffentlichen Straßenverkehr führen zu können.

In früheren Jahren war der erfolgreiche Abschluss der Mofaprüfung kein Problem. Erst in den letzten Jahren stellten sich bei den SchülerInnen Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Theorie ein, so dass bei Kursen von je zwölf SchülerInnen pro Schulhalbjahr im Schnitt ein/zwei SchülerInnen den Kurs nicht erfolgreich abschließen konnten.

Die praktische Ausbildung findet in Kooperation mit den Werler Schulen auf dem Schulhof der Overbergschule statt, da hier die Mofas untergebracht sind. Die Wartung wird von der Overbergschule durchgeführt.

Der Mofakurs finanziert sich aus Kostenbeiträgen durch die SchülerInnen. Der Beitrag beträgt z.Zt. 13,- EUR pro SchülerIn. Neuanschaffungen werden durch die Fördervereine der beteiligten Schulen nach Absprache getätigt.

 

Die Rechtskunde-AG

 

In Kooperation mit dem Landgericht führt eine beauftragte Rechtsanwältin/ein beauftragter Rechtsanwalt seit Jahren an 10 Nachmittagen eine Rechtskunde-AG für den Jahrgang 10 durch.

Ziel des Unterrichtes ist es, Verständnis für das Wesen und die Ordnungsaufgaben des Rechts zu wecken und Jugendlichen den Rechtsstaat als Wertesystem nahe zu bringen.

Die SchülerInnen sollen Kenntnisse zu unserer Rechtsordnung erwerben und mit den Aufgaben der Rechtspflege vertraut gemacht werden. Hierdurch soll ihnen später das Leben im Rechtswesen erleichtert werden.

Der Rechtskundeunterricht baut auf Fällen und Beispielen aus dem Lebens- und Interessenbereich der SchülerInnen auf, wodurch die SchülerInnen an der Erarbeitung des Stoffes mitwirken und zur Lösung der Fälle beitragen können und sollen.

Die SchülerInnen erhalten einen Überblick zum Vertragsrecht (z.B. Kauf- oder Mietverträge) sowie zum Familienrecht und Strafrecht(z.B. Diebstähle und derer Verfolgung und Ahndung).

Der Unterrichtsstoff wird den SchülerInnen u.a. unterstützt durch Videofilme vermittelt, die das Justizministerium in Zusammenarbeit mit dem Audiovisuellen Medienzentrum der Universität Paderborn konzipiert hat. 

Besonders interessant ist für die SchülerInnen ihre Teilnahme an einem Sitzungstag des Strafgerichts des Amtsgerichts Soest, die ihnen einen Einblick in die gerichtliche Praxis gewährt.

Das Interesse an dieser AG ist immer sehr groß, so dass leider nicht alle Teilnahmewünsche erfüllt werden können.

 


Evaluation – regelmäßige Bilanz schulischer Arbeit

 

Hinter dem neuen Begriff „Evaluation“ steckt eine für Schule traditionelle Idee. Zum Alltag von LehrerInnen gehört, die eigene Arbeit zu beobachten, zu reflektieren, zu bewerten und Schlussfolgerungen für deren Weiterentwicklung zu ziehen. In Gesprächen werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Entscheidungen getroffen. „Evaluation“ geht über dieses Alltagshandeln hinaus.  Eine geplante, systematische Analyse und Bewertung gezielt ausgewählter Arbeitsschwerpunkte dient dazu, die Ziele, die man sich gesetzt hat, und die Maßnahmen, die zur Verwirklichung dieser Ziele ergriffen werden, zu überprüfen. Der ständige Wandel unserer Gesellschaft macht auch vor unserer Schultür nicht halt, sodass wir als Schule ständig vor neuen Herausforderungen stehen. Um die Qualität unserer schulischen Arbeit zu sichern, gehört daher Evaluation zu unserem professionellen Handeln.

Als Rückmeldung für unsere Arbeit sind Aussagen unserer SchülerInnen und Eltern von Bedeutung.

Die notwendige Systematik von Rückmeldungen ist für unsere Schule auch eine neue Erfahrung. Als unsere Schule den Schulprogrammerlass vom Jahr 2003 zur Kenntnis nahm, reagierten viele KollegInnen mit Skepsis. Wir einigten uns dann auf schulische Projekte, die einer Analyse, Reflektion und Bewertung unterzogen werden sollten. Außerdem entschied das Kollegium sich für den Einsatz von Fragebögen, um erste Erfahrungen mit Evaluationen zu sammeln.

Ein Projekt wurde bereits mehrfach evaluiert, nämlich die „Berufswahlorientierung im Jahrgang 8“. Alle SchülerInnen des Jahrgangs nahmen an diesem Projekt teil und wurden einige Tage nach der Durchführung nach ihrer Einschätzung gefragt. (Projekt und Ergebnisse der Befragung sind im Kapitel „Berufswahlorientierung und Lebensplanung“ dargestellt.)

Eine zweite Befragung von SchülerInnen fand im Zusammenhang mit dem 2003 eingeführten „Klassenmusizieren“ statt. Nach dem ersten Schulhalbjahr nahmen alle SchülerInnen des Jahrgangs 5 zu dieser Neuerung des Musikunterrichts Stellung. (Projekt und Ergebnisse der Befragung sind im Kapitel „Klassenmusizieren – handlungsorientierter Musikunterricht“ nachzulesen.)

Bei der Frage, welches schulische Feld geeignet sein könnte eine Rückmeldung von Eltern einzuholen, entschied sich unsere Schule für den Start der SchülerInnen im Jahrgang 5 in unserer Schule. Gerade dieser Schulwechsel ist für alle beteiligten Kinder und Eltern von großer Bedeutung. Alle Eltern des Jahrgangs 5 des Schuljahres 2004/2005 wurden um ihre Meinung und Bewertung gebeten. (Die Ergebnisse der Befragung sind unter der Überschrift „Der Übergang von der Grundschule zur Städtischen Realschule – ein wichtiger Schritt im Leben der Kinder“ erläutert.)

Aus den in allen Schulen durchgeführten Lernstandserhebungen im Jahrgang 8 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sind ebenfalls Erkenntnisse zu gewinnen, und zwar zur Arbeit im Unterricht. Die landesweit eingesetzten Aufgaben für alle Realschulen liefern einerseits dem Land NRW und andererseits uns eine Einschätzung  des Leistungsstands unserer SchülerInnen. Damit erhalten alle Beteiligten eine Grundlage für die weitere Gestaltung des Unterrichts sowie eine Basis für schulübergreifende Vorgaben und Standards (siehe „Lernstanderhebungen im Jahrgang 8“).

Auch die Eltern werden über Berichte zur Arbeit der Schule in die planerischen Überlegungen einbezogen. Insbesondere in den Schulpflegschaftssitzungen berichtet die Schulleiterin regelmäßig über Aktivitäten der Schule und nimmt im Gegenzug Anregungen für die weitere Arbeit mit ins Kollegium. Die Schulkonferenz fasst dann mit allen beteiligten Gruppen die notwendigen Beschlüsse für die Weiterentwicklung der Schule.

Die Planung der weiteren Schulentwicklung

 

Wie jede Schule müssen auch wir die weiteren Schritte der Arbeit planen. Während noch vor einigen Jahren schulinterne Schwerpunkte gesetzt werden konnten, prägen die durch das neue Schulgesetz entstehenden Veränderungen die Zielsetzungen und die nächsten Arbeitsschritte.

 

 

Entwicklungsziele

·        Verbesserung der Lernerfolge der SchülerInnen

o       Weitere Arbeit an den schulinternen Lehrplänen

o       Auswertung der Lernstanderhebungen des Jahrgangs 8 im Hinblick auf not- wendige Veränderungen des Unterrichts

o       Auswertung der Zentralen Prüfungen im Hinblick auf notwendige Veränderungen des Unterrichts

·        Ergänzung des Schulprogramms

·        Nutzen von Fortbildungsmöglichkeiten zur Unterstützung der Arbeitsvorhaben

 

Für jedes Schuljahr wird ein Arbeitsplan erstellt.

 


Fortbildungsplanung – eine Aufgabe im Ausgleich zwischen den Notwendigkeiten für die Schule und den Einzelinteressen von LehrerInnen

 

Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten für die schulische Praxis von LehrerInnen unterliegen einem rasanten Wandel und müssen ständig aktualisiert werden. Fortbildungen bieten Anregungen und Ideen zu Themen der täglichen Arbeit, eröffnen die Chance, die eigenen Vorstellungen zu reflektieren, die eigene Praxis zu bewerten und zu verändern. Während noch vor einigen Jahren die Teilnahme an Fortbildungen von individuellen Interessen geprägt war, rücken heute Interessen der Schule als Systems mehr in den Vordergrund. Die Fortbildung der LehrerInnen übernimmt die wichtige Funktion, KollegInnen bei ihrer Weiterentwicklung im Hinblick auf die Veränderungen von Schule und Unterricht zu unterstützen.

Schulinterne Fortbildungen empfehlen sich immer dann, wenn alle KollegInnen von einer Thematik betroffen sind, oder zumindest große Gruppen gemeinsame Interessen verfolgen. Schulexterne Fortbildungen werden von einzelnen KollegInnen wahrgenommen, die dann nach Abschluss der Fortbildung Informationen und Materialien an die KollegInnen weitergeben.

Die Bezirksregierung Arnsberg stellt den Schulen ein Fortbildungsbudget zur Verfügung, d.h. die Schulen haben Finanzmittel, um sich Fortbildungen für das Kollegium, Gruppen oder einzelne KollegInnen zu finanzieren. Daneben gibt es einige wenige staatliche Fortbildungsangebote, zu denen sich KollegInnen melden können.

Unsere Lehrerkonferenz entwickelte einen Rahmenplan für Fortbildungen. Darin haben Aktivitäten zur Realisierung des Schulprogramms Priorität. Grundsätzlich vereinbarte das Kollegium weiter, dass bei Einzelinteressen die Fortbildungsangebote externer TrägerInnen genutzt werden können, wenn Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

 

Im Hinblick auf unsere Leitidee „Konsequent erziehen“ erschien dem Kollegium die Beschäftigung mit dem „Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ von besonderer Bedeutung. Immer mehr SchülerInnen mit dieser Erscheinung befinden sich in unserer Schule und stellen die LehrerInnen und die MitschülerInnen vor hohe Anforderungen. Vor diesem Hintergrund wurde an einem Nachmittag ein Ergotherapeut für eine schulinterne Fortbildung eingeladen, der über Hintergründe, Erscheinungsformen und mögliche Maßnahmen informierte und mit dem Kollegium zu Umsetzungsüberlegungen reflektierte.

Im Zusammenhang mit dem Schulprogrammschwerpunkt „Leben in der Gemeinschaft – unsere Bausteine für soziales Lernen“ entstand in den letzten Jahren ebenfalls ein Fortbildungsfeld, das auch zukünftig von Bedeutung sein wird.

Die KlassenlehrerInnen der jeweiligen Jahrgänge 5 und 6 treffen sich in regelmäßigen Abständen, um unter Anleitung des zweiten Konrektors das „Sozialtraining“ zu erarbeiten, für die unterrichtliche Umsetzung aufzubereiten und gemeinsam die Erfahrungen zu reflektieren.

Die KollegInnen, die sich für das „Konflikttraining“ engagieren nutzten ein Fortbildungsangebot eines Weiterbildungsträgers, um sich mit neuen Methoden der Arbeit zum Thema „Mobbing“ zu beschäftigen.

Die KollegInnen die die Gruppe der „StreitschlichterInnen“ betreuen, nehmen regelmäßig an den von der Bezirksregierung angebotenen Fortbildungen teil, um ihr Knowhow zu verbessern.

Auch die Fortbildungen für die SV-LehrerInnen werden regelmäßig in Anspruch genommen, um die Arbeit mit der Schülervertretung aktiv und qualifiziert begleiten zu können.

Für die Arbeit am Projekt „Schutz vor sexuellen Übergriffen“ nutzten die KollegInnen die Kooperation mit „Wildwasser“ und qualifizierten sich weiter, um nach ersten Probeläufen mit einer externen Referentin selbst die notwendige Unterrichtsarbeit durchzuführen. 

Die notwendige Verbesserung der Lernerfolge im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen Kernlehrpläne ergaben weitere Fortbildungsschwerpunkte. Mit Hilfe externer ModeratorInnen setzten sich die Fachgruppen Deutsch und Englisch in schulinternen Fortbildungen mit den neuen Kernlehrplänen auseinander, entwickelten erste Entwürfe für neue schulinterne Lehrpläne und erarbeiteten einige Beispiele für neue Unterrichtssequenzen und Leistungsüberprüfungen. In der Fachgruppe Mathematik entstand der Wunsch, sich mit der „Stochastik“ zu beschäftigen. Sicherlich werden hier auch zukünftig Fortbildungen genutzt werden, um sich diesen neuen Herausforderungen gewachsen zu fühlen.