Die Städtische Realschule
Werl

Zahlen - Daten – Fakten
Die
Städtische Realschule Werl gehört heute zu den größten Realschulen im
Regierungsbezirk Arnsberg. Zurzeit werden ca. 750 SchülerInnen in 28 Klassen
von 43 LehrerInnen unterrichtet.
Gegründet
wurde die Schule 1963 – zunächst als Realschule für Jungen.
Anfänglich
war sie im Gebäude der Overbergschule und im heutigen Volkshochschulgebäude
untergebracht.
1972
zog die Schule in das jetzige Gebäude am Salzbach.
Unser
Hauptgebäude
In
unserem Hauptgebäude sind zurzeit die Jahrgänge 5 und 6 sowie einige Klassen
der anderen Jahrgänge untergebracht.

Die Dreifachturnhalle wird überwiegend von unserer Schule für den Sportunterricht genutzt. Die Wände des Eingangbereichs wurden von SchülerInnen des Kunstunterrichts farbig gestaltet. Die Entwürfe hierzu entstanden während einer Projektwoche.

Im ersten Obergeschoss des Gebäudes II unserer Schule befinden sich die Klassenräume der Klassen 7 – 8. Weiter gibt es in diesem Gebäude Unterrichtsräume für die Fächer Informatik, Kunst und Differenzierung.

Er ist mit dem Hauptgebäude verbunden und wurde am 14.04.2000 eingeweiht. In diesem Gebäudeteil werden die Jahrgänge 5 und 6 unterrichtet.

Der zweite Anbau
Im September 2003 wurde unser 2. Anbau eingeweiht, welcher ebenfalls mit dem Hauptge- bäude verbunden ist. In ihm werden derzeit drei Klassen unseres Jahrgangs 10 unterrichtet. Weiter befindet sich unsere Schülerbücherei in diesem Gebäudeteil.

Das Kollegium
der
Städtischen Realschule Werl
Die
Schulleitung
|
Frau |
Rottmayer |
Deutsch, Geschichte, Politik |
|
Herr |
Lauterjung |
Mathematik, Erdkunde, Informatik |
|
Herr |
Niemand |
Deutsch, Kunst |
|
Frau |
Peitz |
Sekretariat |
|
Frau |
Wiesenthal |
Sekretariat |
|
Herr |
Böhmer |
Hausmeister |
Die
LeherInnen
|
Frau |
Ackermann-Otten |
Biologie, Deutsch |
|
Herr |
Aggül |
Mathematik, Sport |
|
Frau |
Behrendt-Stich |
Englisch, Geschichte |
|
Frau |
Berentzen |
Englisch, Mathematik |
|
Frau |
Bierhaus-Aggintus |
Englisch, Geschichte, Informatik |
|
Herr |
Brügger |
Sport, Mathematik |
|
Frau |
Burmester |
Erdkunde, Sozialwissenschaften |
|
Frau |
Cappellaro-Wieching |
Sport, Hauswirtschaft |
|
Frau |
Craes |
Englisch, Mathematik |
|
Herr |
Cypionka |
Mathematik, Sozialwissenschaft, Politik |
|
Herr |
Dann |
Chemie, Biologie |
|
Frau |
Degen |
Deutsch, Textil |
|
Herr |
Degen |
Deutsch, Biologie |
|
Herr |
Degener |
Sport, Kunst, Werken |
|
Frau |
Dieks |
Deutsch, Kunst |
|
Frau |
Diermann |
Englisch, Geschichte |
|
Frau |
Droste |
Mathematik, Erdkunde |
|
Herr |
Erdhütter |
Französisch, Kath. Religion |
|
Frau |
Faupel |
Mathematik, Sport |
|
Herr |
Fischer |
Französisch, Erdkunde, Politik, Sozialwissenschaft |
|
Frau |
Grote |
Ev. Religion, Textil, Erdkunde |
|
Frau |
Hanusa |
Deutsch, Kunst |
|
Frau |
Happe |
Mathematik, Musik, Informatik |
|
Frau |
Hecker-Wieneke |
Deutsch, Englisch |
|
Herr |
Klimkeit |
Deutsch, Geschichte |
|
Frau |
Krücken-Wittmann |
Englisch, Hauswirtschaft |
|
Frau |
L`Gaal-Feldmann |
Englisch, Kath. Religion |
|
Herr |
Ladermann |
Mathematik, Physik, Informatik |
|
Frau |
Möhrer |
Mathematik, Chemie, Physik |
|
Herr |
Mutzenbach |
Französisch, Sport, Ev. Religion |
|
Frau |
Niggemeier |
Deutsch, Sport |
|
Herr |
Peltzer |
Geschichte, Politik, Sozialwissenschaft, Technik |
|
Herr |
Pickmeier |
Deutsch, Kath. Religion |
|
Herr |
Pieper |
Musik, Kath. Religion |
|
Frau |
Post |
Deutsch, Englisch |
|
Herr |
Pracht |
Mathematik, Physik |
|
Frau |
Schmidt |
Englisch, Textil |
|
Frau |
Schürmann-Petrich |
Ev. Religion, Sozialwissenschaft, Politik |
|
Frau |
Seeger |
Deutsch, Biologie |
|
Frau |
Steiner |
Geschichte, Kath. Religion |
|
Herr |
Wieching |
Mathematik, Physik, Informatik |
|
Frau |
Zöpfgen |
Biologie, Chemie |
Unsere
Leitideen
Unsere
Gegenwart ist geprägt durch Wandel. Gesellschaftliche Strukturen, Handlungsweisen
in der Politik und in der Arbeitswelt, Überzeugungen und Wertvorstellungen im
öffentlichen und privaten Leben unterliegen ständigen Veränderungen. Unsere
Schule nimmt den Auftrag sehr ernst, die SchülerInnen vorzubereiten auf
Anforderungen, denen sie sich stellen, auf Probleme, mit denen sie sich
auseinander setzen und auf Gefahren, denen sie gewachsen sein müssen.
Mit
unseren Leitideen haben wir uns einen allgemein akzeptierten, verbindlichen Handlungsrahmen
geschaffen, an dem wir unser Denken und Handeln in der Praxis ausrichten:
Wir
wollen unsere SchülerInnen „konsequent erziehen“, „vielfältig bilden“ und „für
ihre Zu- kunft qualifizieren“.
Konsequent
erziehen
Unsere
Erziehung ist verankert im Bildungsauftrag der Schule, der in den Richtlinien
der Realschule dargelegt ist, und in den im Grundgesetz verankerten
Menschenrechten, die auf humanistischen und christlichen Wertvorstellungen
gründen. Dieses wird ausdrücklich im Vorwort unserer Schulordnung
hervorgehoben:
„Die
Würde des Menschen ist unantastbar, d.h.:
Jede/r
SchülerIn hat das Recht darauf, dass es ihr/ihm in der Schule körperlich und
seelisch gut (er-)geht.
Wir
verhalten uns so, dass niemand verletzt wird.
Wir
gehen rücksichtsvoll und freundlich mit unseren MitschülerInnen und LehrerInnen
um.
Wir
sind hilfsbereit, wenn jemand alleine nicht weiterkommt.
Wir
zeigen Mitgefühl, wenn wir merken, dass es jemandem nicht gut geht.
Wir
sind für das körperliche und seelische Wohlbefinden unserer MitschülerInnen
verantwortlich.
Alle
Menschen sind gleich.
Wir
achten jeden Menschen, egal welcher Nationalität, welcher Religion, welchen Alters
und welchen Geschlechts.
Wir
sind gerecht gegenüber all unseren MitschülerInnen und gestehen allen die
gleichen Rechte zu.
Wir
wollen niemanden ärgern oder ausgrenzen.
Wir
setzen uns dafür ein, dass niemand bedroht, erpresst oder unterdrückt wird.
Jeder
Mensch hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern.
Wir
lassen auch andere zu Wort kommen und ihre Meinung gelten, auch wenn sie sich
von unserer eigenen unterscheidet.“
(Schulordnung
der Städt. Realschule Werl)
In
unserer Erziehungsarbeit legen wir Wert auf die Vermittlung von Werten, denn
diese Fähigkeiten und Einstellungen sind wichtige Voraussetzungen für das
Zusammenleben in einer freiheitlichen, demokratischen und an Rechtsnormen
orientierten Gesellschaft.
Diese
Vermittlung erscheint auch deshalb besonders notwendig, da Institutionen, die
bisher traditionell die Werteerziehung übernommen haben, sich immer mehr
zurückziehen.
Solche
Werte, Fähigkeiten und Einstellungen, die Schlüsselqualifikationen für das
berufliche Weiterkommen und das gesamte Leben darstellen, sind Toleranz,
Hilfsbereitschaft, Lern- und Leistungsbereitschaft, Disziplin, Fähigkeit zu
friedlicher Konfliktlösung, eigenverantwortliches Handeln, selbstständiges
Urteil, Selbstkritik und Teamfähigkeit, Respekt vor religiösen Überzeugungen,
Weltoffenheit, Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gemeinschaft und der
Umwelt.
Die
Erziehungsfunktion der Schule hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung
zugenommen. Sie kann aber die Erziehungsaufgabe des Elternhauses nicht
ersetzen, sondern nur begleiten. Dabei sollte sie verstärkt die Vermittlung
sozialer, ethischer und moralischer Werte in den Vordergrund stellen. Unser
Kollegium stellt sich engagiert der Aufgabe, den drohenden Verlust an sozialer
Kompetenz auszugleichen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die
Anerkennung von Grenzen und die Einsicht in die eigene Verhaltensweise.
Vielfältig
bilden
Verbunden
mit der Erziehung spielt selbstverständlich die Bildung für uns als Schule eine
herausragende Rolle.
Wir
helfen den SchülerInnen mit unserem Fachunterricht, einem breiten
Differenzierungsangebot und vielfältigen Arbeitsgemeinschaften (AGs)
Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben. Alle SchülerInnen sollen
die Möglichkeit erhalten, ihren Neigungen und Talenten auf kognitivem,
praktischem, kreativem und sozialem Gebiet gerecht zu werden.
Die
LehrerInnen leisten mit ihrem Unterricht in dem breit gefächerten Spektrum von
Lernbereichen und Fächern mit deren unterschiedlichen Schwerpunkten
verschiedene Beiträge, um die SchülerInnen vielfältig zu bilden:
Im
Deutsch-, Englisch- und Französischunterricht erwerben die SchülerInnen
umfassende sprachliche Kompetenzen, um sprachliche Handlungsfähigkeit im
Zusammenleben mit anderen Menschen zu entwickeln und in einer globalen Welt
bestehen zu können.
Mathematische
und naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen spielen bei der Bewältigung
unseres technisch geprägten Lebens eine immer größere Rolle, so dass dieser
Lernbereich SchülerInnen wichtige Qualifikationen vermittelt.
Unsere
Informationsgesellschaft stellt auch uns als Schule vor die Herausforderung,
den SchülerInnen die Möglichkeit zu einer konstruktiven und kritischen
Auseinandersetzung mit Medien zu bieten. Die gute Ausstattung unserer Schule im
Hinblick auf Informations- und Kommunikationstechnologie schafft gute
Voraussetzungen für die Bewältigung dieser Aufgabe.
In
einer Welt mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und Weltanschauungen den
eigenen Standort zu finden, fällt Kindern und Jugendlichen nicht leicht. Wir
wollen unsere SchülerInnen bei ihrer Suche mit dem Unterricht in den
Gesellschaftswissenschaften und im Fach Religion unterstützen. Außerdem dient
die Übernahme von Ämtern in den Klassen, in der Schülervertretung oder im
außerunterrichtlichen Bereich einer Vorbereitung auf Mitbestimmung und
Mitverantwortung in einer demokratischen Gesellschaft. Die multikulturelle Zusammensetzung
unserer Schülerschaft bietet die Chance, dass das gemeinsame Leben und Lernen
auf der Basis von Toleranz gelingen kann.
Im
musisch-künstlerischen Unterricht öffnen wir den SchülerInnen die Türen für die
Teilhabe am kulturellen Leben unserer Gesellschaft. Wir wollen außerdem ihre
kreativen Interessen wecken und sie für künstlerisches Schaffen motivieren.
Die in
Untersuchungen und durch eigene Beobachtung deutlich gewordene gesundheitliche
Beeinträchtigung der Kinder und Jugendlichen hat uns veranlasst, gerade die
Bewegungsfreude der SchülerInnen zu fördern und ihr Bewusstsein für ihre Ernährung
zu wecken. Mit sportlichen Aktivitäten und der Berücksichtigung gesunder
Ernährung im Schulalltag wollen wir Wissen und Kompetenzen zur
Gesundheitsförderung vermitteln.
Auch
die Freizeit ist ein wichtiger Bereich der Lebenswirklichkeit. Daher bieten AGs
zusätzliche Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung der SchülerInnen.
Für
die Zukunft qualifizieren
Die
Schnelllebigkeit gesellschaftlichen Wandels und beruflicher Anforderungen
erfordert von uns als Schule, SchülerInnen die Notwendigkeit lebenslangen
Lernens zu vermitteln, eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche
Zukunft aller SchülerInnen an einer weiterführenden Schule, im Beruf und im
privaten sowie öffentlichen Leben.
Besonders
notwendig erscheint uns, dass unsere SchülerInnen lernen, Verantwortung für
sich und das Gemeinwesen zu übernehmen, um ihre individuellen
Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen und den gesellschaftlichen
Herausforderungen gewachsen zu sein. Denn heute ist die reine Vermittlung von
Fachkompetenz mehr und mehr unter den Vorbehalt der rapiden Zunahme neuer
Entwicklungen und Erkenntnisse gestellt. Die Vorläufigkeit der Wissensaneignung
macht Kompetenzen notwendig, die stärker an die persönlichen Möglichkeiten der
SchülerInnen gebunden sind und sie langfristig befähigen, aus eigener Kraft und
Initiative auf Veränderungen der Berufswelt zu reagieren und diese
mitzugestalten. Daher gewinnt die Aneignung von Methoden-, Lern- und
Sozialkompetenz für unsere SchülerInnen zunehmende Bedeutung.
Um
junge Menschen bei ihrer Identitätsfindung zu unterstützen und gegenüber
schädlichen Einflüssen und Manipulation zu stärken, kommt es ebenfalls darauf
an, sie zu sachbezogener Kritikfähigkeit und zu persönlichem Engagement zu
befähigen. Die angestrebte Teilnahme an Entscheidungsprozessen in Eigen- und
Mitverantwortung hat Folgen für das Schulleben selbst. Demokratische Strukturen
und teamfördernde, kooperative Arbeitsweisen machen daher einen wesentlichen
Teil im Erscheinungsbild unserer Schule aus. Die Mitbestimmung der SchülerInnen
ist wie die der Eltern, ebenso wie die Teambereitschaft im Kollegium, von
besonderer Bedeutung im Hinblick auf die Qualifizierung unserer SchülerInnen
für ihre Zukunft. So bekommen sie hier das „Rüstzeug“ mit, um ihre zukünftige
Lebenssituation als ArbeitnehmerIn oder UnternehmerIn, als verantwortungsbewusste/r
VerbraucherIn und StaatsbürgerIn zu bewältigen.
Kooperation
in der Städtischen Realschule Werl
Unsere
Schule ist eine der größten Realschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Wie in
jeder Schule sind Perspektiven für die Arbeit zu entwickeln, Verabredungen für
die Gestaltung der Arbeit zu treffen und der Alltag ist zu organisieren, um den
SchülerInnen die besten Chancen für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu
eröffnen. Bei der Größe unseres Systems mit den vielen Menschen, die täglich in
unserer Schule sind und mit unserer Schule zu tun haben, ist gute Kooperation
aller Beteiligten unerlässlich.
Zusammenarbeit
zwischen Elternhaus und Schule als Basis für die Förderung der Kinder und
Jugendlichen
Elternhaus
und Schule haben die gemeinsame Aufgabe, die Kinder bzw. SchülerInnen zu
erziehen und zu bilden. Die anspruchsvollen Zielsetzungen „Konsequent
erziehen“, „Vielfältig bilden“ und „Für die Zukunft qualifizieren“ können nur
gelingen, wenn beide Seiten gut zusammenarbeiten.
Eltern
und KlassenlehrerInnen – die kleinste
Zelle der gemeinsamen Arbeit
Im
Interesse jeden einzelnen Kindes ist die Kooperation der Eltern und der
KlassenlehrerInnen von großer Bedeutung. Die KlassenlehrerInnen sind die
zentralen AnsprechpartnerInnen in allen schulischen Angelegenheiten.
Erfahrungen mit dem gemeinsam zu betreuenden Kind werden ausgetauscht, um das
Kind schulisch möglichst optimal zu fördern. Bei Sorgen und Problemen wird
gemeinsam nach Lösungen gesucht. Die Eltern können für diese Zusammenarbeit die
zwei jährlichen Elternsprechtage, die Sprechstunden und kurzfristige auch
telefonische Kontakte nutzen.
Zusammenarbeit
in den Gremien
Gerade
die Kooperation in den Gremien eröffnet den Eltern und der Schule die Chance, Ideen
auszutauschen, Probleme zu besprechen und Initiativen für die weitere
Entwicklung der Schule herauszukristallisieren.
Klassenpflegschaft
– Kooperation auf Klassenebene
In den
Klassenpflegschaften arbeiten die KlassenlehrerInnen und die Eltern einer
Klasse zusammen. Die von den Eltern der Klasse gewählten Vorsitzenden der
Klassenpflegschaft und die KlassenlehrerInnen sind das Bindeglied für
Elternhaus und Schule.
Angelegenheiten,
die die gemeinsame Arbeit in der Klasse betreffen, werden besprochen. Fragen
der Unterrichtsarbeit, die Hausaufgaben, die Gestaltung der üblichen 3
Klassenausflüge im Jahr oder mehrtägiger Klassenfahrten, Klassenfeste sowie die
Einführung und Nutzung einer Klassenkasse sind immer wiederkehrende Themen der
Klassenpflegschaften. In der Klassenpflegschaft werden auch Probleme der Klasse
aufgegriffen, Eltern und KlassenlehrerInnen suchen gemeinsam nach Lösungen.
Außerdem
regen die Eltern der Klasse über die Pflegschaftsvorsitzenden und die KlassenlehrerInnen
Entwicklungen für die gesamte Schule an. So entstand an der Städtischen Realschule
der jährlich stattfindende Verkauf von Schulbüchern oder das „Busguide“-Projekt
(s.u.).
Schulpflegschaft
Den
Eltern bietet die Schulpflegschaft die Möglichkeit, Überblick zum Geschehen in
der Schule zu gewinnen und ihnen gemeinsam wichtige Aspekte zu diskutieren,
Initiativen anzustoßen und deren Fortgang im Blick zu behalten.
Regelmäßig
wird ausführlich über den Stand der Schulprogrammarbeit berichtet und Anregungen
aus der Elternschaft können in die weitere Arbeit einfließen. Für diese
Weiterentwicklung der Schule werden hier einige Aspekte ausgeführt.
Im
Interesse des Wohlbefindens ihrer Kinder messen die Eltern dem äußeren
Erscheinungsbild des Gebäudes einen hohen Stellenwert bei. Die Eltern begrüßten
die bauliche Erweiterung des Gebäudes und den Anstrich einiger Flure und
Klassen in den letzten Jahren. Auch die viele Jahre zu engen Klassenräume im
Gebäude der Fröbelschule waren ein wiederkehrendes Thema, sodass der Umbau zur
Vergrößerung der Räume auf eine positive Resonanz stieß. Aus den Gesprächen in
den Klassenpflegschaften und der Schulpflegschaft entstand außerdem die
Initiative „Gepflegte Toiletten“, bei der die Eltern eine bauliche Veränderung
der Toilettenanlage auf dem Schulhof und eine Betreuung während des Schultages
erwirkten.
Auch
die Unterrichtsarbeit thematisieren die Eltern immer wieder. Ihnen ist die
Vermittlung von Arbeitstechniken und Methoden ein wichtiges Anliegen. Die
Ergebnisse der Lernstandserhebungen und der Abschlussprüfungen stoßen auf
Interesse. In den Gesprächen der Eltern werden aber auch ihre Sorgen im
Hinblick auf die Abschlussprüfungen deutlich. Sie befürchten, dass ihre Kinder
den Ansprüchen nicht genügen und wünschen sich von den LehrerInnen eine gute Vorbereitung
ihrer Kinder auf diese neue Anforderung.
Die
schulische Unterstützung des Erwerbs personaler und sozialer Kompetenzen liegt
den Eltern ebenfalls am Herzen. Schulische Aktivitäten wie das
„Sozialtraining“, das „Konflikttraining“, das „Fairmobil“ (s. u.) werden
ausdrücklich begrüßt.
Die
Schulpflegschaftsvorsitzenden und die Schulleiterin stehen in engem Kontakt,
der die Basis für gelingende Kooperation bildet.
Schulkonferenz
In der
Schulkonferenz, dem höchsten beschlussfassenden Organ der Schule, fließen die Überlegungen
der Eltern, der SchülerInnen und des Kollegiums zusammen. Hier hat sich in der
Praxis der letzten Jahre gezeigt, dass auf der Grundlage der Vorüberlegungen
der drei Gruppen konsensfähige Entscheidungen getroffen werden können. Die
intensiven Vorarbeiten in der Schulpflegschaft, der SV und im Kollegium machen
sich hier bezahlt.
Veranstaltungen
für Eltern als Säule der Zusammenarbeit
Aus
den Gesprächen in der Schulpflegschaft entstehen zusätzliche
Informationsveranstaltungen für Eltern.
Zu
einem Elternabend „Pubertät“ mit einem externen Referenten fanden sich etliche
Eltern ein, die Anregungen erhielten und Erfahrungen austauschen konnten.
Auch zu
den Themen „Mobbing“, „Sucht und Drogen“ und „Lernen lernen“ fanden bereits
Elternabende mit externen ReferentInnen statt und sind wieder geplant.
Der
Förderverein – tragende Institution für die schulische Arbeit
Schon
1964 gründete sich der Förderverein der Städtischen Realschule, ,,Verein der
Eltern, Freunde und Förderer der Städtischen Realschule Werl“. Ausgangspunkt der
Überlegungen war schon damals, dass die knappen öffentlichen Mittel ergänzt
werden sollten, um das schulische Angebot im Interesse der SchülerInnen zu
erweitern. Außerdem wollte der Förderverein allen Kindern die Teilnahme an
Klassenfahrten sichern, auch wenn Familien sich in finanziellen Schwierigkeiten
befinden.
Inzwischen
ist der Förderverein zu einer unentbehrlichen Institution geworden. In Zeiten
knapper staatlicher Ressourcen wäre Vieles in der Städtischen Realschule nicht
möglich ohne die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein. Kleinere und
größere Anschaffungen werden vom Förderverein finanziert.
Einige
Beispiele seien hier genannt. Der Förderverein bezahlte diverse Computer, sodass
die Städtische Realschule schon sehr früh Informatikkurse für SchülerInnen
einrichten konnte und damit den SchülerInnen den Zugang zu den neuen Medien
erleichterte. Die Einrichtung der Schülerbücherei wäre ohne den Förderverein
wohl kaum gelungen. Die Renovierung der Aula war nur mit der Hilfe des
Fördervereins möglich. Ein dringend notwendiger Anstrich des Zugangs zur Aula
konnte realisiert werden. Ein Basketballkorb für den Schulhof wurde gekauft.
Jedes Kind bekommt zu Beginn des fünften Schuljahres ein Hausaufgabenheft.
In
Zeiten hoher Arbeitslosigkeit erhält auch die finanzielle Unterstützung von
Klassenfahrten einen hohen Stellenwert. Eltern können bei finanziellen
Engpässen diskret einen Antrag beim Förderverein stellen, um den Kindern die
Teilnahme an Klassenfahrten zu ermöglichen.
Wichtig
ist auch ein Zuschuss des Fördervereins zum Projekt „Betreute Toiletten“. Die
Schulpflegschaft initiierte und unterstützte durch verschiedene Aktionen die
dringend notwendige Sanierung der Außentoiletten durch die Stadt. Während des
täglichen Betriebs sorgt eine Toilettenfrau für den einwandfreien hygienischen
Zustand der Toiletten und für den reibungslosen Ablauf. Finanziert wird die
Toilettenfrau durch einen kleinen Jahresbeitrag der SchülerInnen und einen
Zuschuss des Fördervereins.
Ganz
besonders bedeutsam ist der Förderverein für den Schulkiosk (s.u.). Der
Förderverein betreibt in Kooperation mit einer Lehrerin, zwei externen Frauen
(eine Mutter ehemaliger Schülerinnen) und dem jeweiligen Jahrgang 10 den Kiosk
für ein gesundes Schulfrühstück, wodurch es möglich ist, die beiden Frauen, die
Einkäufe erledigen, den Verkauf für die Pausen vorbereiten und dann mit den
SchülerInnen zusammenarbeiten, zu finanzieren. Außerdem regelt der Förderverein
in Kooperation mit einer Mutter, einem Lehrer und mehreren SchülerInnen den Verkauf
von Schulbedarf. Die für jedes einzelne Produkt minimalen Gewinne ergeben eine
stattliche Summe in ihrer Gesamtheit, die dann wiederum in die Anschaffungen
für die Schule zurückfließen.
Eine
zweite Quelle der Einnahmen sind die Beiträge der Mitglieder. Eltern werden als
Mitglieder geworben, die einen Beitrag von mindestens 6 € im Jahr bezahlen.
Diese vielen kleinen Summen helfen dann, für die Schule Positives zu erreichen.
Genau
wie in anderen Bereichen bilden die guten Kontakte zwischen dem Vorstand des Fördervereins
und der Schule die Basis für die Erfolge. Alle wünschen sich auch für die Zukunft
eine gute Kooperation.
Unsere
Schülervertretung- das Mitwirkungsorgan der Schülerinnen und Schüler
Die
Schülervertretung hat insbesondere die Aufgabe, die Interessen der SchülerInnen
bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu vertreten und
fachliche, kulturelle, sportliche, politische und soziale Neigungen der
SchülerInnen zu fördern. Vor diesem Hintergrund und im Sinne unserer
Leitvorstellung sieht unsere SV ihre Hauptaufgabe in der Interessenvertretung
der SchülerInnen und fungiert als Bindeglied zwischen SchülerInnen,
Schulleitung, LehrerInnen und Eltern.
Die SV
engagiert sich in vielen Angelegenheiten für die SchülerInnen der Schule, ihnen
steht aber gleichzeitig ein breites Feld von Lernmöglichkeiten zur Verfügung.
Insbesondere die Entwicklung der Persönlichkeit, die Übernahme von
Verantwortung und die Einübung in das Leben in einer Demokratie bieten sich als
Chancen.
Für
die vielfältigen Aufgaben, die für die SV zu bewältigen sind, hat sich schon
seit einigen Jahren bewährt, statt einer einzelnen Schülersprecherin/eines
einzelnen Schülersprechers ein Schülersprecherteam aus mehreren Personen zu
bilden. Im Sinne der Einübung demokratischer Gepflogenheiten stellen sich
interessierte Gruppen mit ihrem Programm den SchülerInnen vor und auf der
ersten Schülerratssitzung zu Beginn des Schuljahres wird dann ein Team gewählt.
Um die
Interessen der SchülerInnen auf einer möglichst breiten Ebene zu vertreten,
betreibt das Schülersprecherteam einen SV-Raum als Anlaufstation in den großen
Pausen. Die SchülerInnen kommen mit ihren großen und kleinen Anliegen und
erhalten bei Bedarf Unterstützung.
Die SV
organisiert in den großen Pausen eine Spieleausgabe. Gegen ein Pfand können
Bälle, Seilchen, Pedalos u.Ä. ausgeliehen und für die Pausengestaltung genutzt
werden.
Auch
die Pausenmusik ist bei den SchülerInnen sehr beliebt. SchülerInnen geben CDs
mit Musikwünschen ab, die von der SV einer Prüfung unterzogen werden, um den
Schulhof nur mit ethisch vertretbarer Musik zu beschallen.
Eine
weitere Aktivität sind Kinoabende, die die SV in regelmäßigen Abständen für
verschiedene Altersgruppen organisiert. Eine kleine Auswahl von Filmen wird in
den Klassen zur Wahl gestellt und der Wunschfilm am veröffentlichten Termin gezeigt.
Am Rand werden Getränke und Popcorn verkauft, sodass die kleinen Erlöse wieder
für Aktivitäten der SV genutzt werden können.
Die
Jahrgänge 5 und 6 nehmen rege an den speziell für sie organisierten
Nikolausfeiern oder Flohmärkten teil.
Großen
Anklang bei allen Jahrgängen finden Sportturniere, die von der SV für
verschiedene Jahrgänge an den letzten Schultagen vor den unterschiedlichen
Ferien geplant und durchgeführt werden. Die Klassen spielen ihre jeweiligen
Sieger aus und kämpfen um die oft von Sponsoren zur Verfügung gestellten
Preise. Urkunden erhalten natürlich alle Klassen, aber insbesondere die Sieger
schmücken ihre Klassenräume gerne mit Urkunden und Pokalen.
Zur
Unterstützung des jeweils neuen Jahrgangs 5 übernehmen SchülerInnen aus dem
jeweiligen Jahrgang 10 Patenschaften für die Kleinen. Die SchülerInnen sollen
damit AnsprechpartnerInnen bei Problemen zur Verfügung haben, vor allen Dingen
in den Pausen auf dem Schulhof, in denen die Kleinen leider manchmal zu Opfern
von Hänseleien älterer SchülerInnen werden. Außerdem unterstützen die PatInnen
die Klassen bei ihren kleinen Festen oder auch bei Ausflügen. Einerseits nehmen
die Kleinen dieses Angebot mit Begeisterung auf und andererseits führen die
Großen ihre Patenschaft mit großem Engagement aus. Den Paten wird ihr
außerunterrichtliches Engagement zertifiziert.
Die
engagierte und konstruktive Teilnahme der SV-Teams an den Schulkonferenzen
gehört selbstverständlich auch zum Programm. Neben diesen „laufenden Geschäften“
konzentriert sich die Arbeit der SV zusätzlich auf ein langfristiges Projekt -
die Schulhofgestaltung.
Zu
Beginn des Schuljahres 2004/2005 prägten asphaltierte Flächen das Bild unseres
Schulhofs. Lediglich vier Tischtennisplatten luden zu sportlichen Betätigungen
ein. Mit dem Ziel, die Attraktivität des Pausengeländes zu steigern, wurde das
Projekt Schulhofgestaltung ins
Leben gerufen.
Die SV
verfolgte dabei zwei zentrale Ziele. Die SchülerInnen sollten die Möglichkeit
haben,
·
sich
in Sitzecken zu treffen
·
sich
sportlich zu betätigen.
Schnell
war klar, dass die geplante Verbesserung und Ausstattung des Schulhofes teuer
werden würde, aber eine finanzielle Unterstützung der Stadt kaum möglich war.
Geld musste beschafft werden. In dieser Situation wurde die Idee eines Sponsorenlaufes
geboren. Die SchülerInnen aller Klassen sollten Runden um den Sportplatz
laufen, sich Sponsoren für ihre Aktivitäten suchen und dann das eingenommene
Geld mitbringen für die notwendigen Anschaffungen. Im Juni 2004 fand der Sponsorenlauf
statt und es kam eine Menge Geld zusammen, um Tore, Bänke, Papierkörbe, eine
Stereoanlage und Spielgeräte zu kaufen. Der noch fehlende Basketballkorb wurde
dann vom Förderverein gespendet.
Jetzt
stehen auf dem Schulhof insgesamt 14 Bänke in vier verschiedenen Stellen als
Sitzgruppen zur Verfügung. Außerdem wurden der untere Schulhof mit stabilen Fußballtoren in zwei
Spielfelder unterteilt. Am zusätzlich angebrachten Basketballkorb können die
SchülerInnen Streetball spielen




Diese
vielseitigen Aktivitäten der SV begleiten die beiden SV-LehrerInnen seit
etlichen Jahren.
Kooperation
in der Schulleitung
Die
drei Mitglieder der Schulleitung stellen sich gemeinsam der Leitungsaufgabe.
Verschiedenste Interessen der SchülerInnen, der Eltern und der LehrerInnen sind
innerhalb der Schule in Einklang zu bringen, aber auch den Anforderungen des
Schulträgers, der anderen Schulen des Umfeldes, des Ministeriums und der
Bezirksregierung ist zu entsprechen.
Vor
diesem Hintergrund hat die Leitung der Schule vielfältige Aufgaben zu
bewältigen. Gemeinsame Ziele sind für die Weiterentwicklung der Schule zu
definieren, die vom Ministerium vorgegebenen Ziele sind umzusetzen. Der Alltag
ist möglichst reibungslos zu organisieren, um für die SchülerInnen das Lernen
zu optimieren und die Arbeit der LehrerInnen sinnvoll und effektiv zu gestalten
und zu unterstützen. Entscheidungen sind im Hinblick auf Zielsetzungen
reflektiert zu treffen. KollegInnen sind bei ihrer Weiterentwicklung zu fördern
und zu unterstützen. Die für die Schule getroffenen Vereinbarungen sind zu kontrollieren.
Diese
scheinbar klaren Aufgaben der Schulleitung konkretisieren sich im Schulalltag
in unendlich vielen kleinen Teilaufgaben. Als für die Städtische Realschule
Werl vor 6 Jahren eine neue Schulleitungskonstellation entstand - die
Schulleiterin und der zweite Konrektor kamen neu in die Schule- war im Sinne
einer kooperativen Leitung der Schule damit auch zu klären, wie die
vielfältigen Aufgaben der Schulleitung auf die drei Personen mit ihren unterschiedlichen
Kompetenzen und Interessen verteilt werden sollten.
Auf
der Basis der Arbeitserfahrungen, Kompetenzen und Interessen der drei
Leitungsmitglieder wurden die Aufgaben verteilt (s. Anlage), anschließend wurde
das Kollegium schriftlich informiert, um die notwendige Transparenz für die
Arbeitsabläufe zu schaffen.
Für
eine effektive, gleichzeitig aber auch kooperative Arbeit der Schulleitung
reicht eine Aufteilung der Arbeitsfelder noch nicht aus. Im Sinne der
kooperativen Weiterentwicklung der Schule trifft sich die Schulleitung einmal
wöchentlich am Nachmittag zu einer Schulleitungssitzung, in der die großen und
kleinen Aufgaben und Probleme bearbeitet werden.
Verschiedene
permanente Tagesordnungspunkte strukturieren diese Schulleitungssitzungen.
Programmatische
und konzeptionelle Fragestellungen für die Weiterentwicklung der Schule bilden
regelmäßige Tagesordnungspunkte. Das neue Schulgesetz mit seinen konkreten Auswirkungen
für unsere Schule, die Umsetzung der neuen Kernlehrpläne für die Fächer
Deutsch, Mathematik und Englisch oder die Vorbereitung, Durchführung und
Auswertung der Lernstandserhebungen und der zentralen Prüfungen am Ende des
Jahrgangs 10 nahmen viel Zeit in Anspruch. Ziel ist dabei stets, nach einer
inhaltlichen Klärung auch zu einer gemeinsamen Einschätzung und Haltung zu
finden.
Konferenzen
und Besprechungen werden gemeinsam vorbereitet, sodass verschiedene Ideen in
die Optimierung der Arbeit einfließen können und die Schulleitung mit einer
gemeinsamen Position auftritt.
Auch
die gegenseitige Information ist ein wichtiger Teil der Arbeit, um über
gemeinsame Wissensstände zu verfügen und damit der Schulgemeinde als kompetente
GesprächspartnerInnen zur Verfügung zu stehen, z.B. geht es um Informationen
aus Besprechungen mit der Stadt oder von Veranstaltungen mit Eltern.
Ebenso
hilft der kontinuierliche Austausch der Erfahrungen mit den konkreten Arbeitsvorhaben,
das Gesamtsystem Schule im Blick zu behalten, zum Beispiel entsteht ein Bild
zur weiteren Entwicklung der Unterrichtsarbeit aus den Vorhaben der
verschiedenen Fachkonferenzen.
In
einer Schule – und erst recht in einer Schule mit 800 Personen - treten immer
wieder Probleme und Konflikte auf. In der Schulleitungssitzung nutzen die
Leitungsmitglieder die Gelegenheit, diese Probleme und Konflikte gemeinsam zu
reflektieren, Lösungsansätze zu entwickeln und für deren Umsetzung
Vereinbarungen zu treffen. Die Ergebnisse fließen wieder zurück, sodass eine
Angelegenheit abgeschlossen oder weiter beraten und verfolgt werden kann.
Neben
diesen regelmäßigen Besprechungen nutzen alle Schulleitungsmitglieder auch „den
kleinen Dienstweg“ und klären bei Bedarf den alltäglichen Kleinkram oder
Dringendes, um die Kontinuität des Alltags zu sichern.
Aufgaben
|
Frau Rottmayer |
Herr Lauterjung |
Herr Niemand |
Schulprogramm
|
Gesamtkoordination, Vorbereitung und Leitung entspr.
Konferenzen |
Teilbereiche
nach Absprache in der Schulleitung |
Teilbereiche
nach Absprache in der Schulleitung |
Umsetzung der Kernlehrpläne
|
Begleitung der Arbeit in den Fächern Deutsch und
Englisch, Mathematik in Absprache mit Herrn Lauterjung
|
Begleitung
der Arbeit in Mathematik in Absprache mit Frau Rottmayer |
Begleitung
der Arbeit in Deutsch in Absprache mit Frau Rottmayer |
Lernstandserhebungen
|
Abschlussbericht
|
|
Gesamtkoordination |
Zentrale Prüfungen 10
|
Begleitung der Arbeit in den Fächern Deutsch und
Englisch, Mathematik in Absprache mit Herrn Lauterjung
|
Begleitung
der Arbeit in Mathematik in Absprache mit Frau Rottmayer |
|
Konferenzen
-
Schulpflegschaft -
Schulkonferenzen -
Lehrerkonferenzen -
Erprobungsstufenkonferen-
zen -
Klassenkonferenzen bei
Ordnungsmaßnahmen |
Kontakte zu den Mitgliedern Vorbereitung, Leitung Abstimmung
mit dem Lehrerrat Vorbereitung,
Leitung Vorsitz |
Vorbereitung von Teilbereichen nach Bedarf
Vorsitz nach Absprache mit
Frau Rottmayer |
Vorbereitung
von Teilbereichen nach Bedarf Vorbereitung,
Organisation, Leitung Vorsitz
bei Konferenzen |
Einstellungen
|
Gesamtkoordination
der Einstellungsverfahren Absprachen
in der Schulleitung |
Absprachen in der Schulleitung
|
Absprachen in der Schulleitung
|
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Dienstliche Beurteilungen |
Beratung
und Beurteilung eingestellter LehrerInnen und LehramtsanwärterInnen |
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Gespräche mit LehrerInnen |
Beratung Konfliktbearbeitung |
I.d.R. in Zusammenhang mit Vertretungs-,
Aufsichts-, Raum- und Stundenplan, Haushaltsangelegenheiten;
|
Beratungsgespräche (KollegInnen, Eltern,
SchülerInnen) im Jahrgang 5/6
|
|
Gespräche mit Eltern |
Elterngespräche |
|
Elterngespräche
in der Erprobungsstufe |
Gespräche mit SchülerInnen
|
Gespräche
mit SchülerInnen, z.B. bei Konfliktsituationen |
Gespräche
mit SchülerInnen zur Differenzierung |
Gespräche
mit SchülerInnen in der Erprobungsstufe |
|
Außerschulische Kontakte |
Kontakte
zur Bezirksregierung Kontakte
zum Schulträger Kontakte
zu anderen Schulen |
|
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Unterrichtsverteilung |
Klassenverteilung |
Verteilung von Fächern, KollegInnen
|
Verteilung
von Fächern, KollegInnen, |
Differenzierung in den Jahrgängen 7 bis 10
|
Rahmenabsprachen
mit Herrn Lauterjung |
Rahmenabsprachen
mit Frau Rottmayer Durchführung
des Informationsabends für Eltern und SchülerInnen Gesamtkoordination
der Wahlen, Kursbildungen und Umwahlen |
|
Haushalt
|
Rahmenabsprachen
mit Herrn Lauterjung |
Rahmenabsprachen
mit Frau Rottmayer |
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Aufnahme von SchülerInnen
|
Zu
den Anmeldeterminen Im
laufenden Schuljahr |
Zu
den Anmeldeterminen |
Zu
den Anmeldeterminen |
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Einschulung Klassen 5 |
|
|
-
Verteilung der angemeldeten -
Koordination KlassenlehrerInnen Klasse 5 |
|
Organisation des Alltags |
Schulpflichtüberwachung |
Stundenplan
|
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Klassenfahrten |
Fahrten,
die nicht im Schulprogramm verankert sind |
Unterrichtsgänge; Ausflüge
|
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Krankmeldungen |
|
Alle Krankmeldungen;
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Beurlaubungen |
Sonderurlaub
für LehrerInnen und SchülerInnen |
|
|
Die
Organisation unserer Schule -
im
Spannungsverhältnis von Vorgaben und Gestaltungsspielräumen
Für eine
zielgerichtete und zweckmäßige Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages
von Schule haben Mittel der Organisationsgestaltung besondere Bedeutung.
Die
Unterrichtsverteilung
Insbesondere
die Unterrichtsverteilung hat Auswirkungen
·
für
SchülerInnen und Eltern, indem z. B. deutlich wird, wie die personellen und
zeitlichen Ressourcen für den Fachunterricht, Fördermaßnahmen und andere
ergänzende Bildungs- und Erziehungsangebote verwandt werden.
·
auf
LehrerInnen, die ihre besonderen Kompetenzen und Gestaltungswünsche, ihre persönlichen
und beruflichen Ansprüche und Belastungen berücksichtigt sehen wollen.
Eine
zielgerichtete Unterrichtsverteilung hat für unsere Schule Bedeutung in
mehrerer Hinsicht.
·
Sie
erfüllt vorrangig die Verpflichtung, ein Unterrichtsangebot bereitzustellen,
das den gesetzlichen Vorgaben der Stundentafeln für die Klassenstufen
nachkommt.
·
Sie
ermöglicht die konkrete Ausgestaltung besonderer Fördermaßnahmen und Unterrichtskonzepte.
·
Sie
bietet ein breites Angebot an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften, die den Wünschen
und Bedürfnissen der SchülerInnen entgegenkommt.
·
Sie
gibt die Möglichkeit, KollegInnen auch nach ihren besonderen Fähigkeiten und Interessen
einzusetzen.
Die
Unterrichtsverteilung an der Städt. Realschule richtet sich an Grundsätzen aus,
die aus Beschlüssen von Lehrer- und Fachkonferenzen resultieren.
·
KlassenlehrerInnen
führen eine Klassen zwei oder vier Jahre lang, wenn nicht wichtige Gründe im
Einzelfall dagegen sprechen.
·
FachlehrerInnen
wechseln nach jeweils zwei Jahren
·
Der
Einsatz der LehrerInnen erfolgt in all den Fächern, für die sie eine
Unterrichtserlaubnis haben, wenn die Versorgung mit Lehrerstunden dies zulässt.
·
LehrerInnen
unterrichten auf eigenen Wunsch auch in Neigungsfächern. Dies ist insbesondere
dann gewünscht, wenn dadurch die Stundenzahl einer/s Lehrerin/Lehrers als
Klassenlehrer/in in der eigenen Klasse erhöht werden kann.
·
Es
wird angestrebt, alle Fächer mit wenigstens zwei Wochenstunden zu unterrichten,
um Einzelstunden zu vermeiden (Epochalunterricht)
Die
Ausgestaltung der Unterrichtsverteilung im Stundenplan berücksichtigt nach
Möglichkeit folgende Vorgaben.
·
In
Teilzeit beschäftigte KollegInnen erhalten einen unterrichtsfreien Tag, wenn
die verbliebene Stundenzahl i. d. R. nicht höher als 18 ist und sie diesen
freien Tag wünschen.
·
Der
Unterricht sollte möglichst in allen Klassenstufen zur ersten Stunde beginnen.
·
In
den Jahrgängen 5 bis 8 findet für SchülerInnen, die nicht katholisch oder
evange- lisch sind, Förderunterricht im Fach statt.
·
In
den Jahrgängen 9 und 10 wird für diese SchülerInnen das Fach Praktische Philosophie
erteilt.
Für
die konkrete Unterrichtsverteilung an der Städt. Realschule gelten seit vielen
Jahren Grundsätze.
·
Die
Festsetzung der Klassenleitungen erfolgt durch die Schulleitung nach Einzelgesprächen
mit KollegInnen.
·
Die
Verteilung der Unterrichtsstunden aus der Stundentafel der Klassen erfolgt
durch die entsprechenden Fachkonferenzen unter Federführung der
Fachvorsitzenden.
·
Der
Einsatz von KollegInnen zur Unterrichtssicherung bei noch nicht verteilten Unterrichtsstunden
findet durch die Schulleitung statt.
Daraus
ergibt sich folgender Ablauf zur Erstellung der Unterrichtsverteilung für ein
neues Schuljahr.
Einige
Wochen vor dem Schuljahresende führt die Schulleiterin Gespräche mit den
KollegInnen, um die neuen Klassenleitungen für das neue Schuljahr festzulegen.
Sie berücksichtigt dabei die Wünsche der KollegInnen ebenso wie die
„Bedürfnisse“ der Klassen und die Vorgabe, dass LehrerInnen im Laufe der Jahre
möglichst in allen Klassenstufen unterrichten.
Die
Fachkonferenzvorsitzenden erhalten eine Aufstellung über die zu verteilenden
Unterrichtsstunden in den Klassen und Kursen. Sie verteilen nach intensiven
Gesprächen mit allen KollegInnen die zur Verfügung stehenden Stunden, soweit dies
im Konsens möglich ist. Sie beachten dabei,
·
dass
die KollegInnen auch Unterricht im angemessenen Umfang in ihren weiteren Fächern
geben können.
·
dass
KlassenlehrerInnen möglichst Unterricht in großem Umfang in ihrer eigenen
Klassen geben können.
·
dass
nach Möglichkeit in einer Klasse Unterricht in zwei Fächern gegeben werden
kann.
·
dass
Wünsche von Teams nach Unterricht in derselben Klassenstufe berücksichtigt
werden.
·
dass
besondere Verabredungen von Fachkonferenzen zum Weiterführen von Lerngruppen u.
ä. berücksichtigt werden.
Unterrichtsstunden,
die von den Fachkonferenzvorsitzenden nicht im Konsens verteilt werden können,
werden im Gespräch mit der Schulleitung und der jeweils betroffenen Kollegin/
dem jeweils betroffenen Kollegen zugeordnet.
Das
hier beschriebene Verfahren zur Unterrichtsverteilung mit seinen aufgeführten
Vorgaben hat sich im Prinzip bewährt. Es sichert eine möglichst weite
Berücksichtigung der Wünsche der KollegInnen und kann damit die Akzeptanz und
Zufriedenheit erhöhen. Es bleibt für die nähere Zukunft dennoch zu überprüfen,
ob
·
die
genannten Grundsätze der Unterrichtsverteilung noch gelten und/oder ergänzt
werden müssen,
·
das
Gespräch der Fachkonferenzvorsitzenden alle FachkollegInnen in gleicher Weise
erreicht hat und die Wünsche aller FachkollegInnen angemessen berücksichtigt worden
sind.
Das
Schulhaushaltsbudget
Zur
Sicherstellung einer geordneten Unterrichts- und Erziehungsarbeit und zur
Verwaltung des Systems „Schule“ benötigt jede Schule eine angemessene
Ausstattung mit Haushaltsmitteln. Haushaltmittel und ihre Verteilung sind zudem
unverzichtbare Gestaltungsmittel für die Schulentwicklung: Neue
Unterrichtsprojekte müssen mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden,
Schwerpunkte des Schulprogramms können mit vorrangiger finanzieller Ausstattung
unterstützt werden.
Die
Schulträger sind gesetzlich verpflichtet, ihre Schulen mit ausreichenden
finanziellen Mitteln auszustatten. Die Höhe der Mittel wird vom Rat (hier der
Stadt Werl) festgesetzt. Für die Stadt Werl ist seit einigen Jahren die
„Budgetierung“ der Gelder für die Schule eingeführt worden. Im Konkreten
bedeutet das für unsere Schule:
Zu
Beginn des Haushaltsjahres (de facto erst im Mai d. J.) wird uns das Volumen
des Haushaltes mitgeteilt, und zwar unterschieden nach
·
Verwaltungshaushalt
(Lehr- und Lernmittel, Verbrauchsmaterial, alle Anschaffungen <400 €)
·
Vermögenshaushalt
(Anschaffungen für den langlebigen Bedarf, > 400 €)
·
Mittel
nach dem Lernmittelfreiheitsgesetz, die sich nach der Schülerzahl berechnen.
Budgetierung
bedeutet für unsere Schule:
Die
Mittel aus dem Verwaltungshaushalt einschließlich der Mittel nach dem
Lernmittelfreiheitsgesetz (LFG) können von uns ohne Genehmigung/Prüfung des
Schulverwaltungsamtes eingesetzt werden. Für den Vermögenshaushalt gilt
Entsprechendes; hier müssen Ausgaben von mehr als 1500 € über das
Schulverwaltungsamt abgewickelt werden. Nicht ausgegebene Haushaltsmittel
können ins nächste Haushaltsjahr übertragen werden. Notwendige Preisvergleiche,
eventuelle Ausschreibungen, Kontrolle von Lieferungen, Buchführung in Gestalt eines
Haushaltskontrollbuchs und Bezahlung der Rechnungen gehören seit der Einführung
zu den Aufgaben in der Schulverwaltung und -leitung.
Die
Vorteile der Budgetierung für unsere Schule lassen sich wie folgt
zusammenfassen:
Es
gibt die Möglichkeit, Schwerpunkte und besondere Vorhaben mit Mitteln im
größeren Umfang auszustatten, ohne externe Genehmigungen einholen zu müssen und
Rücksicht auf differenzierte Haushaltsstellen im Verwaltungshaushalt nehmen zu
müssen. So sind z.B. vor einigen Jahren drei Computerräume mit zeitgemäßer
Hardwareausstattung einschließlich umfangreicher Peripherie (Robotermodelle,
Experimentierkästen, Schneidemaschinen u.a.) eingerichtet worden.
Die
Einbeziehung der Mittel nach dem LFG ermöglicht, dort eingespartes Geld, z. B.
durch besonders pfleglichen Umfang mit den angeschafften Schulbüchern, an
anderer Stelle auszugeben. So ergänzen LehrerInnen beispielsweise den
Unterricht im großen Maße durch zusätzliche Materialien, u.a. in Form von
Kopien.
Die
angespannte finanzielle Situation der Stadt Werl zu Mittelkürzungen im
Vermögenshaushalt und zur Verpflichtung, für jede Anschaffung aus diesem
Haushalt eine Einzelgenehmigung einzuholen. Auf der anderen Seite wird der
Medienentwicklungsplan der Stadt Werl von der Bereitstellung ausreichender
Finanzmittel begleitet. Unseren Wünschen in Bezug auf die Ausstattung unserer
Schule mit Technik und Software aus dem Bereich „Neue Medien“ wurde in den
letzten Jahren entsprochen.
Im
Verwaltungshaushalt müssen nicht ausgegebene Mittel am Jahresende an die
Schulträger zurücküberwiesen werden. Von einer echten Budgetierung kann man
deshalb im Moment nicht mehr sprechen.
Für
die Vergabe der zur Verfügung stehenden Mittel unserer Schule gelten folgende
Eckpunkte:
·
Die
Fachkonferenzen beraten über notwendige Anschaffungen.
·
Die
Fachschaftsvorsitzenden notieren auf einem Formblatt u. a. den ungefähren
Preis, bei Bedarf auch eine kurze Erläuterung/Begründung für gewünschte Anschaffungen.
·
Der
Bedarf der Schulverwaltung (Verbrauchsmaterial; Porto, Periodika ...) wird aus
den Ausgaben des Vorjahres hochgerechnet.
·
Für
Projekte, die im Laufe des Schuljahres von der Lehrerkonferenz beschlossen werden
und dann Haushaltsmittel benötigen, wird ein Betrag festgelegt.
Aus
diesen Anforderungen der Fachschaften und dem Bedarf der Schulverwaltung wird
von Herrn Lauterjung ein Haushaltsplan aufgestellt. Dieser Haushaltsplan wird
in der Lehrerkonferenz beraten. Hier werden insbesondere Anschaffungswünsche
mit größerem Mittelbedarf ausführlich erläutert, die Verschiebung von
Anschaffungen beraten und letztendlich Beschlüsse zum Haushaltsausgleich
gefasst. Für Anschaffungen aus dem Vermögenshaushalt gilt generell, dass die
Vorhaben von der betroffenen Fachschaft in der Lehrerkonferenz vorgestellt
werden und ein entsprechender Beschluss gefasst wird. Der so von der Lehrerkonferenz
verabschiedete Haushaltsplan wird in die Schulkonferenz eingebracht, beraten
und verabschiedet.
Bestellungen,
Prüfung der Lieferung u.a. liegt nach der Genehmigung in der Verantwortung der
jeweiligen Fachschaft. Über den Zeitpunkt und die Modalitäten bei Bestellungen
mit größerem Wert findet eine Abstimmung mit Herrn Lauterjung statt. Die
elektronische Verbuchung, Ablage und Archivierung der Originalrechnungen
erledigt das Sekretariat unserer Schule, die Anweisung von Zahlungen und die
Überwachung der Haushaltsausgaben geschieht durch Herrn Lauterjung in Zusammenarbeit
mit den Sekretärinnen.
Die
Zusammenarbeit mit der Stadt Werl - unserem Schulträger
Schulträger
unserer Schule ist die Stadt Werl. In den letzten Jahren konnte eine enge Kooperation
aufgebaut werden. Das konstruktive Klima unserer Zusammenarbeit ist geprägt
durch die Gesprächsbereitschaft der MitarbeiterInnen der Verwaltung auf allen
Ebenen. Der Bürgermeister, der Beigeordnete, das Schulverwaltungsamt, das
Hochbauamt haben immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Schule.
Regelmäßig
finden Schulleitungskonferenzen statt, in denen Angelegenheiten der Schulen
erörtert werden. Zu diesen Besprechungen werden auch andere Ämter und
Institutionen, wie das Jugendamt oder die Kriminalpolizei, eingeladen, um gemeinsam
für Probleme der Schulen Lösungen zu erarbeiten.
Die
knappen finanziellen Ressourcen aller öffentlichen Kassen, und damit auch der
Stadt Werl, schränken zwar die Möglichkeiten ein, aber die Stadt kommt unserer
Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten entgegen.
Einige
Baumaßnahmen waren in den letzten Jahren für unsere Schule von großer Bedeutung.
Während in der Vergangenheit die Schule immer weiter wuchs und die Raumsituation
sich ständig verschlechterte, beseitigte der Anbau von drei Klassenräumen die
größte Not. Die zusätzliche Vergrößerung des Lehrerzimmers trug wesentlich zur
Verbesserung der Arbeitsplatzsituation der LehrerInnen bei. Auch der Umbau im
zweiten Gebäude, das unsere Schule mitnutzt, war eine weitere wichtige Entscheidung
zugunsten unserer Schule. Grundlegende Voraussetzung für die räumliche
Verbesserung war die Begrenzung der Zügigkeit der Schule, wir nehmen nur noch maximal
5 Parallelklassen auf, vermutlich werden aufgrund der zurückgehenden
Schülerzahlen und der Gründung von Verbundschulen im Umfeld nur noch 3 bis 4
Parallelklassen gebildet werden müssen. Damit hat unsere Schule für jede Klasse
einen Klassenraum und Fachräume zur Verfügung haben, die dem Raumprogramm entsprechen.
Zur weiteren Verbesserung der schulischen Situation trug der Bau einer neuen
Zweifachsporthalle für unser Schulzentrum bei. Damit können für alle Klassen
der Jahrgangsstufen 5 und 6 drei Stunden Sport erteilt werden.
Auch
Umbaumaßnahmen für die aktuell einzurichtende Übermittagsbetreuung sind in Planung.
In
alle planerischen Überlegungen wurde die Schule mit einbezogen und war
kontinuierlich während der Bauphasen mit allen Beteiligten im Gespräch. Bei der
Innenausstattung berücksichtigte man die Wünsche der Schule. Das Interesse der
Stadt an einer guten Kooperation kommt auch in der Beteiligung bei der
Belegungsplanung der Hallenkapazitäten und der Ausstattung der Sporthallen zum
Ausdruck.
Verabschiedet
hat die Stadt in Kooperation mit allen städtischen Schulen ein Medienkonzept.
Eine Beratungsfirma unterstützt die Schulen bei der Planung und Realisierung
des Ausbaus der Medienausstattung.
Zum
Glück entschloss sich die Stadt vor einigen Jahren zur Budgetierung der Schulhaushalte,
sodass unsere Schule in relativ hoher Eigenverantwortung über die Nutzung der
zur Verfügung stehenden Gelder entscheidet.
In
einem 40 Jahre alten Schulgebäude gibt es vielerlei Renovierungs-, Umbau und
Ausbaubedarf. Trotz knapper Finanzmittel hofft unsere Schule im Interesse der
SchülerInnen auch weiterhin auf die Unterstützung durch den Schulträger.
Ausbildung
von LehramtsanwärterInnen - die Sicherung der Schulqualität von morgen
Die
gesellschaftlichen Anforderungen an Bildung und Erziehung werden zunehmend
komplexer. Der einmalige Erwerb von Wissen in der Schulzeit reicht nicht mehr
aus. Um SchülerInnen zukunftsfähig zu machen, müssen Schulen demnach die Bereitschaft
und Fähigkeit zur andauernden Wissenserweiterung vermitteln. Entsprechend sind
die Erwartungen an LehrerInnen und damit auch an die Lehrerausbildung
gestiegen.
Mit
einer auf künftige Anforderungen vorbereitenden Lehrerausbildung wollen wir an
der Städtischen Realschule Werl im Sinne unserer Leitvorstellungen kompetente
Berufsanfänger entlassen, die den Anforderungen des schulischen Alltags gewachsen
sind und die gleichzeitig wissen, dass sie ihre professionelle
Grundqualifikation in der Auseinandersetzung mit dem beruflichen Alltag und
durch Fortbildungen weiterentwickeln müssen.
Das
Studienseminar in Arnsberg und die Städtische Realschule Werl sind als zentrale
Ausbildungsorte gemeinsam für den Erfolg der LAA (LehramtsanwärterInnen)
verantwortlich. Dabei sorgen SchulleiterInnen, AusbildungslehrerInnen und AusbildungskoordinatorInnen
für eine intensive Kooperation zwischen Schule und Seminar.
Während
das Studienseminar für die theoretische Ausbildung der LAA verantwortlich ist,
findet die schulpraktische Ausbildung an der Schule statt. Letztere umfasst
Hospitationen und Ausbildungsunterricht.
Insbesondere
im Unterricht unter der Anleitung von FachlehrerInnen (MentorInnen) lernen die
LehramtsanwärterInnen, die für den Unterricht notwendige fachliche Sicherheit
zu erwerben und Leistungsbeurteilungen transparent und verordnungsgemäß
durchzuführen. Ergänzende Beratung durch FachkollegInnen und
AusbildungskoordinatorInnen wird besonders wichtig, wenn die LAA
selbstständigen, bedarfsdeckenden Unterricht erteilen. Der „Ernstfall Schule“
macht nach bisherigen Erfahrungen Beratung im Umgang mit SchülerInnen und Eltern,
Vorbereitung und Gestaltung von Unterricht unter Alltagsbedingungen sowie
Leistungserziehung und –bewertung erforderlich.
Die
AusbildungskoordinatorInnen haben darüber hinaus die Aufgabe, die Umsetzung der
vom Seminar vorgegebenen Rahmenbedingungen zu unterstützen, Beratung bei der
Wahl der Lerngruppen zu geben, AusbildungslehrerInnen zu vermitteln,
gelegentlich an Unterrichtsbesuchen teilzunehmen, die Gutachten der
AusbildungslehrerInnen zu verwalten, Kontakt zu einer Schule im Rahmen der
„Ausbildung an Schulen anderer Schulformen“ aufzunehmen und die Organisation
des Prüfungstages zu unterstützen.
Die
schulpraktische Ausbildung erstreckt sich aber auch auf außerunterrichtliche
Aufgabenfelder der Schule (Planung von Klassenfahrten, Teilnahme an
Konferenzen, Schulprogrammarbeit, Auseinandersetzung mit organisatorischen und
verwaltungs-technischen Rahmenbedingungen der Schule). Durch Orientierung an
den realen Anforderungen des Lehrerberufs werden LehramtsanwärterInnen so auf die
Tätigkeit in der Schule vorbereitet.
Damit
zielt die Ausbildung im Vorbereitungsdienst auf die Vermittlung professioneller
Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule.
Die
Qualität der Lehrerausbildung bleibt dabei jedoch eine Entwicklungsaufgabe, die
ohne kontinuierliche interne und externe Evaluation nicht zu leisten ist. In
diesem Zusammenhang haben die Ausbildungskoordinatoren ein Begleitprogramm entwickelt,
welches ein individuelles Beratungsangebot und ein Angebot zum Erlernen von
kollegialen Arbeits- und Beratungsformen sowie von Verfahren der
Qualitätssicherung enthält.
Der
Übergang von der Grundschule zur Realschule – ein wichtiger Schritt im Leben
der Kinder
Der
Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule ist für alle
SchülerInnen und ihre Eltern ein besonders wichtiges Ereignis. Verbunden ist
der Wechsel zu einer neuen Schulform bei den Kindern mit
§
Neugier
auf eine unbekannte Umgebung mit neuen LehrerInnen und neuen MitschülerInnen
§
Freude
auf neue Herausforderungen
§
Unsicherheiten
im Zusammenhang mit der so erheblich größeren Schule und den vielen älteren
SchülerInnen
§
Unsicherheiten
wegen der vielen neuen Fächern mit einer größeren Anzahl von LehrerInnen als in
der 4. Grundschulklasse
§
Unsicherheit,
ob die Anforderungen der neuen Schule erfüllt werden können.
Für
die Eltern ist der Schulwechsel ihrer Kinder verbunden mit der Hoffnung auf
eine problemlose Eingewöhnung ihrer Kinder in den ersten Schulwochen und auf
eine möglichst kontinuierliche Fortführung deren Schullaufbahn.
Diese
Hoffnungen, Erwartungen und eventuellen Sorgen nehmen wir ernst.
Die
entsprechenden Schulprogrammelemente dienen dem Ziel, den Übergang von der Grundschule
zur Städtischen Realschule für die SchülerInnen so positiv wie möglich zu gestalten.
Der Informationsnachmittag für die
SchülerInnen des Jahrgangs 4 der Grundschulen
Rechtzeitig
vor den Anmeldungen für die weiterführenden Schulen findet in jedem Jahr Ende
November ein Informationsnachmittag in der Städtischen Realschule statt, der
sich an alle interessierten SchülerInnen der Grundschulen und ihre Eltern
richtet. Der Schwerpunkt liegt auf der intensiven Beratung der Eltern über die
Anforderungen der Realschule und der Information über die besonderen
Möglichkeiten und Voraussetzungen einzelner Fächer an der Städtischen
Realschule. Dazu sind für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften
Informationsblätter entwickelt worden. LehrerInnen und die Schulleitung stehen
an diesem Tag zu Gesprächen bereit.
Erfahrungsgemäß
informieren sich schon im Vorfeld oder anschließend auch viele Eltern über
unsere Schul-Homepage im Internet (www.realschule-werl.de), die Einblick in das
vielfältige Angebot und das Profil unserer Schule ermöglicht. (s. Homepage-AG)
Das
Aufnahmeverfahren für den Jahrgang 5
Im
Sinne eines übersichtlichen Anmeldeverfahrens für die Eltern findet nach
Terminabsprachen mit den anderen Werler Schulen und nach Information der
betroffenen Familien über die Grundschulen und die Presse auch in der
Städtischen Realschule das Aufnahmeverfahren statt.
Die
drei Schulleitungen führen die Anmeldegespräche, für die das
Grundschulgutachten die Basis bildet. Fragen der Eltern und Kinder werden
beantwortet, Besonderheiten im Gespräch geklärt und vermerkt. Kinder mit
Realschulempfehlungen werden in der Regel direkt aufgenommen.
Für
Kinder mit eingeschränkten Realschulempfehlungen und Hauptschulempfehlungen
setzt ein ausführliches Beratungsverfahren ein. Viele Eltern glauben, dass der
Weg in die Realschule aufgrund der Ausbildungssituation und der hohen Arbeitslosigkeit
für ihr Kind richtig ist, auch wenn die Grundschule einen anderen Rat gegeben
hat. Die Eltern und das Kind werden direkt auf die Bedenken der Schule
hingewiesen und aufgefordert, erneut über die Schulwahl nachzudenken und sich
mit der Grundschule zu beraten. Ein Beratungstermin mit der Schulleiterin wird
vereinbart, zu dem die Eltern Hefte der Kinder mitbringen sollen.
In
einem ausführlichen Beratungsgespräch weist die Schulleiterin auf Probleme hin,
die durch die Missachtung des Grundschulrates entstehen können. Erfahrungswerte
zum Scheitern in der Städtischen Realschule bei einem Übergang trotz einer
Hauptschulempfehlung werden aufgezeigt. Betont wird, dass gerade der schulische
Erfolg für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung ist und andererseits
Misserfolge bei den Kindern zu Frustrationen, Schulangst und Aggressionen
führen können. Im Interesse des Kindes wird gemeinsam nach der besten Lösung
gesucht. Die Familien erhalten per Brief ein Protokoll mit den Beratungshinweisen
der Schule und müssen dann ihre Wahl treffen.
Bleiben
die Eltern mit eingeschränkten Realschulempfehlungen bei ihrer Entscheidung, werden
die Kinder aufgenommen.
Kinder
mit Hauptschulempfehlungen erhalten ebenfalls eine schriftliche Mitteilung mit
den Beratungshinweisen des Beratungsgespräches sowie die schriftliche
Mitteilung, dass ihr Kind an einem dreitägigen Prognoseunterricht teilnehmen
muss, wenn die Eltern ihr Kind weiterhin an der Realschule anmelden möchten.
Für
Kinder mit einer eingeschränkten Gymnasialempfehlung setzt das gleiche
Beratungsverfahren ein.
Zum
Glück bleiben für den Prognoseunterricht nur wenige Fälle übrig, ein großer
Teil der Beratungsgespräche endet mit einer gemeinsamen Entscheidung der Kinder
und Eltern sowie der Schulleiterin.
Die
Klassenbildung
Die
Zuordnung der SchülerInnen auf die zu bildenden Klassen erfolgt nach Abschluss
des Aufnahmeverfahrens. Die Berücksichtigung verschiedener Gesichtspunkte bei
der Klassenbildung hat sich dabei für das gemeinsame Arbeiten und das soziale
Gleichgewicht in der Klassengemeinschaft als sehr bedeutsam erwiesen:
Jedes
Kind darf bei der Anmeldung einen ebenfalls an der SRW aufgenommenen Freund
bzw. eine Freundin benennen, der/die mit ihm zusammen in die neue Klasse 5
kommen soll. Dieser Schülerwunsch kann in aller Regel erfüllt werden. Zudem
bleiben Kinder aus derselben Grundschulklasse in der Klasse 5 weiter zusammen,
es sei denn, ihre Zahl übersteigt ausnahmsweise eine verantwortbare Größe.
Die Klassenbildung
erfolgt auch unter dem Gesichtspunkt, Kinder aus unterschiedlichen Einzugsgebieten
und damit Grundschulen zusammenzuführen, ohne dass eine Gruppe dominiert. Nicht
zuletzt wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen innerhalb
einer Klasse geachtet.
Der
Kennenlernvormittag
In der
letzten Woche vor Beginn der Sommerferien bietet unsere Schule für die angemeldeten
SchülerInnen ein Kennenlerntreffen am Vormittag an. Die Kinder werden nach
Absprache mit den entsprechenden Grundschulen eingeladen, zusammen mit ihren
Eltern diese Möglichkeit zum Kennenlernen wahrzunehmen. Die neuen
KlassenlehrerInnen stellen sich vor, nahezu alle neuen MitschülerInnen sind
schon anwesend, auch sehen alle Kinder ihren zukünftigen Klassenraum.
Während
die SchülerInnen sich in der Schule orientieren, haben die Eltern Gelegenheit,
Fragen zum anstehenden Schulwechsel, zur Erprobungsstufe und zur neuen Schule
an die Schulleitung zu stellen.
Alle
neuen SchülerInnen erhalten eine Informationsbroschüre mit den Namen ihrer
neuen MitschülerInnen, Hinweise zu Stundenplänen, Unterrichtszeiten,
Busfahrplänen, Anlaufstellen in der Schule, Wissenswertes zur Städtischen
Realschule und anderes mehr. Eine vorbereitete Materialliste für die einzelnen
Unterrichtsfächer erleichtert den Eltern die Vorbereitung auf den Schulstart
nach den Sommerferien.
Die
Begrüßung und die erste Schulwoche
Am
ersten Schultag findet in der Aula eine kleine Feierstunde zur Begrüßung
unserer neuen Fünftklässler statt. Das Programm wird traditionsgemäß durch
SchülerInnen aus den bisherigen Klassen 5 gestaltet, die z.B. mit Sketchen,
Liedern, ggf. einem Theaterstück o.ä. die neuen MitschülerInnen willkommen
heißen und ihnen Mut machen. Den musikalischen Rahmen bilden instrumentale
Stücke, die mit den SchülerInnen im vergangenen Jahr beim Klassenmusizieren
eingeübt wurden.
Im
Anschluss an die Begrüßungsfeier begleitet ausschließlich der/die
KlassenlehrerIn die SchülerInnen an den ersten drei Schultagen. Sie / er ist
ihnen bereits durch den Kennenlernvormittag vor den Ferien bekannt. Dadurch
können die SchülerInnen ein persönliches Verhältnis zu ihr / ihm aufbauen, so
wie sie es aus der Grundschule gewohnt sind.
Auf
spielerische Art stellen sich die SchülerInnen selber vor und lernen ihre neuen
MitschülerInnen kennen. Sie sollen sich dabei einerseits als Individuum
begreifen und als solches akzeptiert fühlen, sich andererseits aber auch zu
einer Klassengemeinschaft zusammenfinden.
Gleichzeitig
erarbeiten sie Rechte und Pflichten als Voraussetzungen für ein erfolgreiches
soziales Miteinander. Im Rahmen der eigenen Klasse stellen sie gemeinsam
Klassenregeln auf, im Rahmen der gesamten Schulgemeinschaft lernen sie die
Schulordnung kennen.
Um den
SchülerInnen die Orientierung in der neuen Schule zu erleichtern, erkunden sie
gemeinsam mit der/dem KlassenlehrerIn das relativ große Schulgebäude sowie das
nähere Umfeld der Schule (z.B. Schulhof, Bushaltestellen). Außerdem werden sie
mit wichtigen Ansprechpartnern bekannt gemacht (z.B. Sekretärinnen, Hausmeister).
Dabei werden sie auch von ihren Klassenpaten (SchülerInnen aus der
Jahrgangsstufe 10) begleitet, die ihnen auch in den folgenden Monaten bei
Fragen und Problemen helfend zur Seite stehen.
Die
Unterrichtsinhalte in den ersten Schultagen konzentrieren sich im Wesentlichen
auf die Vermittlung grundlegender Arbeitstechniken. Dazu zählen unter anderem
die Aspekte Arbeitsplatzgestaltung, Taschepacken, Führen eine Hausaufgabenheftes,
Heft- und Mappenführung und weitere Ratschläge für ein erfolgreiches Lernen.
Alle diese Materialien sammeln die SchülerInnen in ihrem „Lernkompass“.
Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung von Methoden und Arbeitstechniken,
die in der Klasse 5 angelegt und in den folgenden Schuljahren
fächerübergreifend erweitert wird. Dies fördert das selbstständige Lernen von
Anfang an.
Ein
ökumenischer Gottesdienst am Freitag der ersten Schulwoche, zu dem auch die
Eltern herzlich eingeladen sind, bildet den Abschluss der Klassenlehrertage und
den Beginn des eigentlichen Unterrichts nach dem Stundenplan.
Im
Rahmen einer Fragebogenaktion wurden exemplarisch die Eltern des
Einschulungsjahrgangs 2003 um eine Beurteilung der Schulprogrammelemente zum
Übergang von der Grundschule in die Erprobungsstufe der Städtischen Realschule
gebeten (Detaillierte Darstellung: s. Evaluationsmaßnahmen). Zusammenfassend
kann festgestellt werden, dass die Rückmeldungen in jeder Hinsicht positiv
sind: Die Eltern und die SchülerInnen des 5. Jahrgangs teilen die Einschätzung
des Kollegiums, dass die Maßnahmen eine effektive Hilfe beim Übergang in die
weiterführende Schule sind und unbedingt beibehalten werden sollten.

Der
Grundschul-Nachmittag
Die
Realschule setzt die Bildungsarbeit der Grundschule fort. Sie führt in der Erprobungsstufe
die SchülerInnen ausgehend von den Arbeitsergebnissen und Lernverfahren der
Grundschule allmählich an die besonderen Arbeitsformen der Fächer der
Realschule heran.
In den
in Klasse 5 und 6 regelmäßig stattfindenden Erprobungsstufenkonferenzen beraten
die LehrerInnen der jeweiligen Klasse über die Entwicklung der Kinder. Dazu
sind auch immer die ehemaligen KlassenlehrerInnen der verschiedenen
Grundschulen eingeladen - die Kooperation mit ihnen ist uns selbstverständlich
sehr wichtig.
In
Gesprächen über die Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und der
Städtischen Realschule äußerten die KollegInnen aber auch vielfach den Wunsch,
ein intensives Gespräch zum Ende des 1. Halbjahrs der Klasse 5 über ihre
ehemaligen SchülerInnen zu führen. Dieser Anregung folgend, erproben wir eine
veränderte Form des Erfahrungsaustausches und der gemeinsamen Beratung über die
SchülerInnen: Wir laden die ehemaligen KlassenlehrerInnen an einem sogenannten
„Grundschul-Nachmittag“ zu einem Gespräch mit der/dem jetzigen KlassenlehrerIn
am Ende des ersten Halbjahrs der Klasse 5 in unsere Schule ein.
Die
gegenseitige Erwartung, dass so ein intensiverer, zielgerichteter
Erfahrungsaustausch in persönlicher Atmosphäre stattfinden könne, hat sich bei
den bisherigen Treffen voll erfüllt. Die Gespräche über einzelne Kinder und
ihre Entwicklung, ggf. auch Fördermöglichkeiten und -notwendigkeiten, waren
stets für beide Seiten gewinnbringend. Die ehemaligen KlassenlehrerInnen
konnten uns im Einzelfall wichtige Informationen geben, die für unsere pädagogische
und fachliche Arbeit eine große Hilfe sind. Auf der anderen Seite fanden sich
durch die Berichte der jetzigen KlassenlehrerInnen die KollegInnen der Grundschule
häufiger in ihren Einschätzungen und Beurteilungen bestätigt und/oder konnten
„ihre“ Kinder somit in ihrer Entwicklung noch weiter begleiten. Soweit die
Grundschulen auch weiterhin Interesse an dieser Form der Zusammenarbeit haben,
wird der Grundschul-Nachmittag weiter fester Bestandteil des Schulprogramms
bleiben.
Evaluation
zum Übergang von der Grundschule in die Erprobungsstufe unserer Schule
Für
eine Weiterentwicklung der Elemente unseres Schulprogramms ist eine Rückmeldung
und sind Kritik bzw. Anregungen für uns von großer Bedeutung.
Im
Rahmen einer Fragebogenaktion wurden exemplarisch die Eltern des
Einschulungsjahrgangs 2003 um eine Beurteilung der Schulprogrammelemente zum
Übergang von der Grundschule in die Erprobungsstufe der Städtischen Realschule
gebeten.
Die
Eltern konnten durch Ankreuzen bestimmen, in welchem Maße einzelne aufgeführte
Aussagen zu verschiedenen Bereichen Zustimmung fanden. Es wurde in einem
Elternbrief klar gestellt, dass die Auswertung ohne eine namentliche Zuordnung
stattfinden würde, da das Ziel sei, durch die Mitarbeit der Eltern eine grundsätzliche
Bewertung der Qualität unserer Arbeit vornehmen zu können.
Für
die Auswertung standen die ausgefüllten Fragebögen nahezu der gesamten
Elternschaft zur Verfügung: Die vorgegebenen Aussagen zu den
Schulprogrammelementen Informationsnachmittag, Schul-Homepage, Kennenlernvormittag,
Begrüßung und Gestaltung der ersten Schulwoche und Kooperation
zwischen Eltern und Schule im 1.Halbjahr an der SRW konnten nach dem
Maß der Zustimmung auf einer Skala zwischen 1 und 4 Punkten (= maximale Zustimmung
zu positiv formulierten Aussagen) bewertet werden. Anregungen bzw. Kritik konnten
darüber hinaus in frei formulierter Form notiert werden.
Das
Ergebnis der Auswertung zeigte eine – allerdings auch erwartete - hohe
Übereinstimmung der Eltern zu den positiven Aussagen, und dies über alle o.g.
Bereiche hinweg, somit auch in der erfragten zusammenfassenden Gesamtbeurteilung:
Der
Aussage „Nach Ihrer Einschätzung: Der Übergang von der Grundschule ist durch
die Bemühungen der LehrerInnen und die verschiedenen Elemente des
Schulprogramms der SRW gelungen“ stimmten die Eltern mit einem
durchschnittlichen Punktwert von 3,5 zu.
Im
Einzelnen konnte zu folgenden Aussagen Stellung genommen werden:
Der Informationsnachmittag
hat eine Gelegenheit geboten, sich ein erstes Bild von der zukünftigen Schule
zu machen.
Die
Informations-Blätter und die Vorstellung der verschiedenen Fächer waren
hilfreich und ausreichend.
Die
schriftliche „Kurzvorstellung“ der Städt.Realschule hat eine grundlegende
Orientierung ermöglicht.
Die
Einführung durch die Schulleiterin war informativ.
Die
LehrerInnen haben, wenn die Eltern es wünschten, wichtige Auskünfte gegeben.
Unsicherheiten,
ob die Anforderungen der Realschule erfüllt werden können, waren anschließend
geringer.
[Punktwerte:
jeweils 3,4]
Etwa
jeder zweite Elternhaushalt verfügt über einen Zugang zum Internet. Von denen,
die sich die Schul-Homepage der Städt. Realschule angesehen haben (ca.
28% der Internet-Nutzer), meinten viele:
„Wir
haben uns über die Städt. Realschule und ihre Angebote durch die Schul-Homepage
gut informieren können.“ [Punktw.: 3,2]
Die
Eltern gaben weiter an:
Der Kennenlerntag
war eine wichtige Veranstaltung.
Die
ersten Kontakte und Gespräche mit dem/der zukünftigen KlassenlehrerIn und der
Schulleitung führten dazu, dass Ängste und Unsicherheiten abgebaut wurden.
Die
ausführliche Info-Broschüre war hilfreich.
Die
mitgegebene Materialliste diente beim (frühzeitigen) Beschaffen der
Unterrichtsmaterialien.
[Punktw.:
3,4 – 3,6]
Sie
fühlten sich durch die Begrüßungsfeier in der neuen Schule gut
aufgenommen.
Dass
in den ersten Schultagen zunächst nur der/die KlassenlehrerIn viel Zeit mit den
SchülerInnen verbrachte, begrüßten die Eltern fast einhellig.
[Punktw.:
3,7]
Der
Unterricht zum Thema „Das Lernen lernen“ (Tasche packen / Hausaufgabenheft /
Hausaufgaben / ...) war hilfreich.
In den
ersten Schultagen konnten die Kinder durch den Klassenlehrerunterricht schon
viele der neuen MitschülerInnen gut kennen lernen.
[übrige
Punktwerte: 3,5]
Nach
der Beurteilung der Kooperation zwischen Eltern und Schule im 1.Halbjahr an
der SRW wurden die Eltern im letzten Teil gefragt. Die Aussagen lauteten:
Wenn
Gespräche über Lernfortschritte und die Entwicklung unseres Kindes geführt
werden sollten, waren die LehrerInnen bereitwillige Gesprächspartner/innen
(z.B. in ihrer Sprechstunde).
Der
erste Elternabend (Klassenpflegschaft) war sehr wichtig, weil uns dort viele
notwendige Informationen gegeben wurden.
[Punktwerte:
je 3,4]
Mit
der Gestaltung und dem Verlauf des Elternsprechtages waren wir zufrieden (auch
unabhängig vom derzeitigen Leistungsstand unseres Kindes).
[Punktw.:
3,2]
Es
wurde jeweils von einem Elternteil folgende Kritik formuliert (bei einer
Gesamtzahl von ca. 140 teilnehmenden Eltern):
·
Das Busfahren sei trotz
der Busguides problematisch,
·
drei Wochen lang täglich
Schulsachen zu besorgen(trotz Materialliste), sei nervig gewesen,
·
die Schultasche sei zu
schwer,
·
leider seien nicht alle
LehrerInnen außerhalb der Schulzeit zu erreichen,
·
beim Elternsprechtag
gebe es Terminprobleme bei Geschwisterkindern,
·
es seien Zeiten bei
Sprechtag nicht eingehalten worden, deshalb sei es zu Überschneidungen gekommen.
Zusammenfassend
kann festgestellt werden, dass die Rückmeldungen nahezu in jeder Hinsicht
positiv sind – die Eltern und die SchülerInnen des 5. Jahrgangs teilen die
Einschätzung des Kollegiums, dass die Maßnahmen eine effektive Hilfe beim
Übergang in die weiterführende Schule sind und unbedingt beibehalten bzw.
weiterentwickelt werden sollten.
Überfachliches
Lernen an der Städtischen Realschule Werl
Das
fachliche Lernen steht zweifellos im Zentrum jeder schulischen Arbeit.
Allerdings kommt dem überfachlichen Lernen an unserer Schule große Bedeutung zu
– ausgehend von einem ganzheitlichen Verständnis unseres Erziehungs- und Bildungsauftrags
(siehe Leitideen). Besonderes Augenmerk richten wir dabei auf die
Identitätsfindung und die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit der
Kinder und Jugendlichen sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen der
SchülerInnen. Enge Fächergrenzen werden überschritten und Einblick in
Zusammenhänge kann entstehen.
Leben
in der Gemeinschaft – Unsere Bausteine für soziales Lernen
Im Sinne der Leitidee des konsequenten Erziehens
sollen unsere SchülerInnen zu einem sozialen Umgang miteinander angeleitet
werden und auch lernen, sich in konfliktträchtigen Situationen angemessen zu
verhalten.
Das Leben in einer Gruppe wie der Schulklasse oder
sogar der gesamten Schulgemeinschaft mit den vielfältigen Berührungspunkten
zwischen den vielen Kindern und Heranwachsenden erfordert von jedem Einzelnen
ganz gewisse Fähigkeiten und auch Anstrengungen, über sich selbst und seine
eigene Befindlichkeiten und Interessen hinaus, den anderen mit seinen Bedürfnissen
wahrzunehmen und diese bei allem Handeln zu berücksichtigen.
Sozial verantwortbares, rücksichtsvolles,
partnerschaftliches und gewaltfreies Verhalten – auch und gerade in
Konfliktsituationen – ist aber leider (heute) keine Selbstverständlichkeit. Die
Fähigkeit und Bereitschaft dazu gilt es in der schulischen Arbeit an
entsprechenden Themenfeldern, unter Umständen sogar mühsam, zu entwickeln.
Verschiedene Bausteine für soziales Lernen an der SRW sollen dabei unseren
Zielen dienen:
Die KlassenlehrerInnen und ihre wichtige
pädagogische Funktion
In der
praktischen Arbeit und der Organisation der Schule kommt den KlassenlehrerInnen
eine wesentliche Aufgabe zu.
Vor
allem die SchülerInnen der Anfangsklassen nehmen ihre KlassenlehrerInnen als
die wesentlichen Stellvertreter der (neuen) Schule wahr. Sie sind die wichtigste
Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme. Deshalb sind die KlassenlehrerInnen,
wenn eben möglich, an jedem Unterrichtstag in „ihrer“ Klasse und unterrichten
dort möglichst in mehreren Fächern.
Eine
wesentliche Aufgabe der KlassenlehrerInnen ist es also, AnsprechpartnerInnen
für die SchülerInnen ihrer Klasse zu sein und Hilfen anzubieten. Das
bezieht sich auf persönliche und schulische Probleme der SchülerInnen,
Konflikte in der Klasse und Schwierigkeiten bei Leistungen in einzelnen
Fächern. Hier werden auch erzieherische Aufgaben und Maßnahmen deutlich. Hinzu
kommen beratende Gespräche, besonders in den Klassenstufen 5/6 und 9/10, die
für die Schullaufbahn der SchülerInnen von entscheidender Bedeutung sind.
Erfolgreiches
Arbeiten ist für die SchülerInnen in einer Klasse nur möglich, wenn eine Klassengemeinschaft
besteht, die von einem angemessenem sozialen Verhalten aller SchülerInnen der
Klasse getragen wird. Hier kommt den KlassenlehrerInnen eine besondere pädagogische
Aufgabe zu. Besonders in der Erprobungsstufe arbeiten sie deshalb möglichst
viele Unterrichtsstunden in der eigenen Klasse. Zu dem Fachunterricht kommt
dort noch eine weitere Wochenstunde, die dem Sozialtraining und dem Einüben
grundlegender Methoden dient, zum Beispiel dem Erarbeiten von Klassenregeln,
dem Lösen von Konflikten, dem Entwickeln von Teamgeist, der Einführung von
Partner- und Gruppenarbeit, aber auch von Regeln für die richtige Heftführung,
für das Anfertigen von Hausaufgaben, für das selbstständige Vorbereiten auf
Klassenarbeiten und das Nutzen von Lerntechniken.
Eine
erfolgreiche Arbeit als KlassenlehrerIn ist zudem nur möglich, wenn er/sie im
engen Kontakt steht zu den anderen Lehrpersonen, die in der Klasse
unterrichten. So werden grundsätzliche Probleme bei den Leistungen oder im
Verhalten einzelner SchülerInnen schnell deutlich und es können Hilfen
angeboten werden.
Auch
Klassenfahrten mit dem/der KlassenlehrerIn dienen der Festigung der
Klassengemeinschaft und fördern soziales Verhalten. (siehe ebenfalls Schulprogrammelement
„Klassenfahrten“)
Ein
weiterer Aufgabenbereich der KlassenlehrerInnen ist die Zusammenarbeit mit
den Eltern. Der/Die Klassenleiter/in ist Ansprechpartner/in der Eltern in
allen schulischen Angelegenheiten ihres Kindes. Gemeinsam wird nach Problemlösungen
gesucht, wozu auch die übrigen FachlehrerInnen mit einbezogen werden. Dies ist
besonders wichtig, wenn die Versetzung gefährdet erscheint oder wenn ein Kind
Probleme in der Klasse hat. Für die Kooperation mit den Eltern bietet jede/r
LehrerIn eine Sprechstunde an. Es finden zwei Elternsprechtage pro Schuljahr
statt und viele KlassenlehrerInnen helfen auch gern kurzfristig per Telefon.
Zu den
Aufgaben der KlassenlehrerInnen zählt auch die Erledigung vielfältiger
Tätigkeiten im organisatorischen Bereich, zum Beispiel das Führen
verschiedener Listen, die Überprüfung der Anwesenheit der SchülerInnen sowie
die Weitergabe von Informationen an SchülerInnen und Eltern. Hinzu kommt die
Vorbereitung und Leitung verschiedener Konferenzen und das Erstellen der
Zeugnisse.
Um
eine intensive Arbeit in der Klasse zu ermöglichen, bleiben die
KlassenlehrerInnen mindestens zwei Schuljahre in der Klasse, es sind aber auch
vier Jahre möglich. Dadurch wird ihre besondere Rolle betont, denn sie tragen
eine besondere Verantwortung für die Entwicklung der Klasse und den
persönlichen Fortschritt des einzelnen jungen Menschen.
Das Sozialtraining -
Ein Programm zur Förderung sozialer
Fähigkeiten für SchülerInnen in der Erprobungsstufe
Um mit
allen SchülerInnen der SRW die wesentlichen Grundlagen eines positiven Sozialverhaltens
zu erarbeiten, wird in der Erprobungsstufe – in der Regel in einer Unterrichtsstunde
pro Woche – von den KlassenlehrerInnen seit dem Schuljahr 2003/04 das Programm
„Sozialtraining“ durchgeführt.
In
diesem handlungsorientierten Unterricht lernen die SchülerInnen, dass Konflikte
zum alltäglichen Leben gehören, wie man einer Verschärfung von
Konfliktsituationen durch eigenes verantwortungsbewusstes Verhalten
entgegenwirken oder Konflikte lösen kann bzw. wie man möglichst
Konfliktsituationen von vornherein vermeiden kann.
Zudem
wird in bestimmten Unterrichtssequenzen auch die Entwicklung der Persönlichkeit
gefördert: durch die Stärkung des Selbstbewusstseins (selbstsicheres Auftreten)
und des Durchsetzungsvermögens sowie durch das Erlernen und Anwenden bestimmter
sozialer Techniken (Einfühlung in andere Personen, Beschreibung eigener Gefühle
und Umgang mit ihnen, wie z.B. Selbstkontrolle, Bewältigung von Frustration).
So können die Schüler/Schülerinnen eine vertretbare „Streitkultur“ entwickeln.
Durch Rollenspiele und Fallberatungen werden von den SchülerInnen Grundregeln
erarbeitet, an denen sie sich während ihrer gesamten Schulzeit an der SRW immer
wieder - wenn notwendig - orientieren können. [s. Punkt Konflikttraining] Als unterstützende Übungen
werden Einheiten zur Förderung der Konzentration und des Zuhörens und auch
Entspannungsübungen eingeflochten.
Das
Programm Sozialtraining steht als Materialpaket, bestehend aus acht
ausgearbeiteten Unterrichtseinheiten, den KollegInnen zum direkten
unterrichtlichen Gebrauch zur Verfügung. Es wurde von der Regionalen
Schulberatungsstelle der Stadt Hamm entwickelt. Eine Einführung in die
Unterrichtseinheiten wurde bisher von dem Leiter der Erprobungsstufe bei gemeinsamen
Sitzungen des Jahrgangsteams (ca. einmal pro Monat, nach Vereinbarung) gegeben.
Im Anschluss an die Durchführung des entsprechenden Schwerpunktthemas erfolgten
jeweils eine gemeinsame Auswertung und ein Erfahrungsaustausch, ggf. auch zur
weiteren Optimierung der Programmelemente.
Die KlassenlehrerInnen, die in den letzten Jahren in der Erprobungsstufe tätig waren und ein Sozialtraining mit ihren Klassen durchgeführt haben, bekamen eine durchaus positive Resonanz vonseiten der SchülerInnen. Auch die durchführenden LehrerInnen empfanden das Sozialtraining für die Arbeit in den entsprechenden Klassen als hilfreich. So entstanden viele die Klassengemeinschaft fördernde Gespräche im Klassenverband. Darüber hinaus war eine Sensibilisierung der SchülerInnen für Probleme im sozialen Bereich zu erkennen.

Stark
im Miteinander - Projekttage mit dem
„Fair Mobil“
Das
Projekt „Fair Mobil“ wird seit 2004 den SchülerInnen des gesamten 6.
Jahrgangs an unserer Schule an jeweils
einem Projekttag angeboten. Es dient vom Konzept des Veranstalters her der
Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur, deshalb passt es genau in den
Rahmen unserer Schulprogrammüberlegungen.
Ziele
sind die Stärkung des Selbstvertrauens und der Teamfähigkeit, das Vermeiden von
Konflikten im schulischen und privaten Alltag und die Entwicklung und
Verankerung von Strategien zum Umgang mit konfliktträchtigen Situationen.
In
kleinen Gruppen werden nach einer gemeinsamen einführenden Unterrichtsstunde
durch die MitarbeiterInnen des Veranstalters Parcoursstationen absolviert, die
von qualifiziertem Personal und HelferInnen aus der Schule betreut werden. In
Wahrnehmungs- und Diskussionsübungen sowie Erlebnisspielen haben die SchülerInnen
die Möglichkeit, sich selbst zu erproben und Fähigkeiten im Team mit anderen zu
erlernen. Durch das bewusste Erleben im Parcours des „Fair Mobil“ werden zudem
körperliche Erfahrungen gemacht sowie Risiken thematisiert.
Bei
den Fair Mobil-Projekttagen zeigten die beteiligten SchülerInnen große
Einsatzbereitschaft und hatten viel Spaß beim Erleben von Gemeinschaft und Aktion.

Nicht
zu vergessen sind die o.g. HelferInnen aus dem 10. Jahrgang, allesamt sehr
sozial engagierte StreitschlichterInnen [s. Punkt Streitschlichtung], die nach
einer Einweisung die verantwortungsvolle Begleitung der Parcoursstationen
übernahmen und mit großem Engagement die Sechstklässler begleiteten und manch
interessante Beobachtung machten und den Kindern zurückmeldeten.
Das
Projekt „Fair Mobil“ wurde von der Westfälischen Provinzial, dem Jugendrotkreuz
Westfalen – Lippe (JRK), dem „arbeitskreis soziale bildung“ (asb) und der
Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster entwickelt. Die Aktionstage
an unserer Schule wurden auf einen jeweiligen Antrag hin zu Beginn von der
„Gelsenwasser AG“ (Gelsenwasser Schulprojekte/Stiftung
Partner für Schule) und einige Jahre vom Förderverein gesponsert.
Die
Streitschlichtung
StreitschlichterInnen
helfen bei Auseinandersetzungen zwischen SchülerInnen
Hauptgründe
für die zunehmende psychische und physische Gewalt von Jugendlichen sind fehlende
bzw. misslungene soziale Integration sowie die Zunahme dissozialen Verhaltens.
Mit Sanktionen lässt sich das Problem nicht lösen, denn durch sie werden keine
alternativen Verhaltensmuster zum gewohnten Verhalten in Konfliktsituationen
erfahren.
Das Konzept der „Streitschlichtung“ setzt genau hier an. Im Schuljahr 1998/1999 nahmen zwei
KollegInnen der SRW an einer Fortbildung teil, die sie als Moderatoren für die
Ausbildung von SchülerInnen zu StreitschlichterInnen qualifizierte.
Da die
SRW ca.750 SchülerInnen hat und sich Streitfälle – besonders in den unteren
Jahrgängen – täglich ereignen, wurde im zweiten Halbjahr des Schuljahres
1999/2000 damit begonnen, SchülerInnen des 9. Jahrganges zu
StreitschlichterInnen auszubilden. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass
sich beide Kontrahenten während der Schlichtung sicher fühlen, dass
Gesprächsregeln vereinbart und eingehalten werden und Beschimpfungen
unterbleiben. Ziel ist es nicht, die Schuldfrage zu klären, sondern es sollen
Lösungsansätze entworfen werden, die das Miteinander in der Zukunft
erleichtern. Die Streithähne skizzieren Visionen, wie sie sich diese Zukunft
vorstellen und überlegen Schritte, die nötig sind, um dorthin zu gelangen. Festgehalten
wird alles in einem Vertrag, den die SchülerInnen unterzeichnen. Da die SchülerInnen
selbst bestimmen, was in den Vertrag genommen wird, stehen die Chancen meist
gut, dass er auch eingehalten wird.
Die
Institution der Streitschlichtung ist innerhalb der letzten Jahre an vielen
Schulen des Landes NRW eingeführt worden. Die Zielsetzung, schulischer Gewalt
nicht reaktiv, sondern präventiv zu begegnen und SchülerInnen prosoziales
Lernen zu ermöglichen, hat dazu geführt, dass Pädagogen ihr Augenmerk zunehmend
auf das Konzept der Streitschlichtung richten. Zugrunde liegt dabei die
Vorstellung der ‚Peer Education’, die davon ausgeht, dass jugendliche
Gleichaltrige ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung von Lernstrategien
sind und einen wertvollen Beitrag für die Präventionsarbeit gegen Gewalt
leisten. ‚Peers’ sind dabei keine ‚Problemverursacher’, sondern bringen ihre
Problemlösungskompetenz als Teil des Erziehungsprozesses ein. Sie sind neutrale
Dritte und bringen die Beteiligten miteinander ins Gespräch. Die in der
Ausbildung zum/zur Streitschlichter/in gelernten Regeln des Konfliktmanagements
sollen die SchülerInnen zudem befähigen, im späteren Berufs- und Privatleben Konflikte
konstruktiv zu lösen.
Um die
StreitschlichterInnen optimal auf ihre schwierige Aufgabe vorzubereiten,
umfasst das Training u.a. Unterrichtseinheiten zu folgenden Themen: nonverbale
Kommunikation (Körpersprache), Perspektivenwechsel, aktives Zuhören und Empathiefähigkeit.
Die SchülerInnen setzen ihr bereits erlerntes Wissen in Rollenspielen um, die
auf Video aufgezeichnet und so später reflektiert werden können. Auf diese
Weise ist ein ständiges Feedback gewährleistet. Arbeitsblätter erleichtern die
häusliche Nachbereitung.
Die
einzelnen Schritte eines Streitschlichtungsgesprächs werden in ähnlicher Weise
eingeübt.
Zu
Beginn des Schuljahres stellen die beiden KollegInnen, in Absprache mit den
KlassenlehrerInnen, den Klassen der Jahrgangsstufe 5 die Streitschlichtung vor.
Gleichzeitig trainieren die StreitschlichterInnen Streitschlichtungen und
treffen die organisatorischen Vorbereitungen zur Initiierung der
Streitschlichtung in der 5. Jahrgangsstufe.
Die
Ausbildung der SchülerInnen zu StreitschlichterInnen und das Angebot der
Streitschlichtung für die SchülerInnen orientiert sich zurzeit im Wesentlichen
an den Materialien der Lehrerfortbildung der Bezirksregierung Arnsberg, die den
KollegInnen bei der oben genannten Fortbildung zur Verfügung gestellt wurden.
Die weitere Realisierung des Konzeptes der Streitschlichtung für SchülerInnen
erfolgt in enger Anlehnung an das Modell der Streitschlichtung durch
Schülerinnen und Schüler, das an der Realschule Sundern eingeführt und
entwickelt wurde.
Um
Erkenntnisse zu gewinnen, die für die Organisation und für die
Weiterentwicklung des Konzeptes hilfreich sein können, wurden wiederholt
SchülerInnen, die an einem Schlichtungsgespräch teilgenommen haben, in einer
anonymen Befragung darum gebeten, Auskunft über ihre Erfahrungen mit der
Streitschlichtung zu geben. Dabei wurde nach den Streitanlässen gefragt sowie
danach, wie sie den Weg zur Streitschlichtung gefunden haben und welche
Erfahrungen sie während des Schlichtungsgesprächs und danach gemacht haben. Die
Auswertung hat ergeben, dass die meisten SchülerInnen von der Streitschlichtung
profitiert haben und grundlegende Prinzipien des Konfliktmanagements kennengelernt
und effektiv genutzt haben.
Das
Konflikttraining Konflikte
lassen sich nicht immer vermeiden.
Aber
man kann lernen, damit besser umzugehen.
Zu
einer Arbeit im Sinne unserer Leitvorstellungen gehört für uns an der SRW
selbstverständlich auch, dass SchülerInnen lernen, aktiv und bewusst mit
konfliktträchtigen Situationen umzugehen, wenn sie akut in einen Konflikt
verwickelt sind. Eine Hilfe durch die StreitschlichterInnen reicht manchmal
nicht aus, sodass in schwierigen Situationen LehrerInnen mit den Kontrahenten
arbeiten.
Ausgangslage
Alle
LehrerInnen der SRW kennen es aus der tagtäglichen Schulpraxis: Sie sind mit
Konflikten der SchülerInnen konfrontiert; oft auf Bitten der Opfer oder nach
dem Hinweis von Zeugen; oft auch, weil sie selbst einen Teil des Konfliktes als
Beobachter miterleben.
Dann
sind sie gefordert, eine ganz praktische Einzelfall – Soforthilfe zu leisten,
damit die Situation entschärft wird oder zumindest nicht weiter eskaliert.
Sie
müssen die gegenseitigen Beschuldigungen anhören und abwägen und möglichst
schnell „gerechte Lösungen“ für die Kontrahenten finden. Dies alles muss aber
unter den zeitlich eng begrenzten Bedingungen des Schulalltags geschehen.
Diese
spontane „Notfallversorgung“ von akuten Konflikten wird von den Beteiligten
jedoch oft als unbefriedigend empfunden.
Ziele und Organisation
Vor
diesem Hintergrund wurde das „Konflikttraining“ an der Städtischen Realschule
eingeführt.
Den
betroffenen Schülern/innen soll Zeit und Raum gegeben werden, ihren Konflikt
miteinander und mit Hilfe eines/r „Trainers/in“ aufzuarbeiten.
Das
setzt voraus, dass
·
die
Konfliktgegner auf der Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung und Selbstverpflichtung
den Versuch machen, zu Konfliktpartnern zu werden,
·
ein
„Berater“ bzw. eine „Beraterin“ Zeit für sie hat,
·
eine
geeignete räumliche Umgebung eine angemessene Atmosphäre zulässt.
So
finden die Termine außerhalb der engen Zeitstruktur des Schulvormittags statt,
in der Regel nach der 6. Stunde, und es werden besondere Besprechungsräume
gewählt, die den nicht alltäglichen Rahmen eines Konflikttrainings betonen.
Zu
Beginn des Schuljahres 2003/04 wurden alle KollegInnen über das Vorhaben bzw.
das Angebot informiert und gleichzeitig um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
gebeten. In dieser Anfangsphase stand ein Lehrer mit einem entsprechenden
Stundenkontingent zur Verfügung. Aufgrund der steigenden Nachfrage engagieren
sich im Team der „Trainer“ seit dem Schuljahr 2004/05 zwei Lehrer und eine
Lehrerin im Konflikttraining.
Aus der praktischen Arbeit
Phase
1 - Aufarbeitung
Zunächst
steht im Mittelpunkt der konkreten Arbeit, dass sich die Schüler/innen
gemeinsam und detailliert an die Ausgangssituation und den genauen
Konfliktverlauf erinnern und sich die Stationen vergegenwärtigen.
Besondere
Bedeutung kommt auch dem Konfliktausgang zu:
Mit
Hilfe eines theoretischen Modells verschiedener möglicher Konfliktausgänge
können die SchülerInnen im einzelnen einordnen und verbalisieren, wie der
Ausgang ihres speziellen Konfliktes einzuschätzen ist. Besonders wichtig ist
schon während der Aufarbeitung, dass die Betroffenen die einzelnen Phasen der
Auseinandersetzung und die konkreten Verhaltensweisen gemeinsam
dokumentieren. So setzen sie sich von Anfang an handlungsorientiert
mit dem Konflikt und vor allem mit dem/der „Gegner/in“ auseinander, müssen mit
ihm/ihr kooperieren, um das Produkt - die Dokumentation ihres Konflikts
- zu erstellen.
Im
Einzelfall werden Phasen des Streits im Rollenspiel nachgestellt und somit
anschaulich und erfahrbar nachvollzogen. Die nachgespielten Szenen können zur
Analyse mittels einer Videoanlage festgehalten werden.
Phase
2 - Suche nach Alternativen / Lösungen
Gemeinsam
mit dem/r „Trainer/in“ suchen die Schüler/innen in dieser Phase nach denkbaren
möglichen Alternativen zu ihrem konfliktträchtigen Verhalten, das sie in ihrem
konkreten Streitfall gezeigt haben. Die Betroffenen werden mit der Frage konfrontiert,
welche Handlungsweisen ihrer Ansicht nach eher zu einer Konfliktverschärfung
beigetragen haben (Eskalation) und welches andere Verhalten (Alternativen) eher
zu einem Konfliktausgang führen kann, der für alle Seiten zufrieden stellender
ist.
Diese
möglichen alternativen Verhaltensweisen werden dann ebenfalls von den Schülern/innen
gemeinsam dokumentiert.
Ziel
bzw. Intention dabei ist, nach Möglichkeiten zu suchen, wie beide
Konfliktpartner/innen zukünftig als Gewinner aus einem Konflikt hervorgehen
können, ohne „ihr Gesicht zu verlieren“.
Erfahrungen und Perspektiven
Die
Erfahrungen nach den Konfliktbearbeitungen, die nach diesem Grundmodell durchgeführt
wurden, sind insgesamt sehr ermutigend.
Die
jeweils zum Abschluss befragten SchülerInnen beurteilten die Zusammenarbeit als
durchweg positiv. Bei einzelnen war eine Erleichterung direkt spürbar. Die
Auseinandersetzung mit einem Erlebnis, das von allen Beteiligten als negativ
und belastend empfunden wurde, führte in aller Regel zu einem Gewinn an
Selbstvertrauen bei den Beteiligten. Die Aufarbeitung des konkreten Konfliktes
trug fast immer zur Entspannung des allgemeinen Miteinanders bei, so dass eine
zukünftige Begegnung in der Schule bzw. im Schulumfeld wieder spannungsfrei
möglich war.
Das
Busguide-Projekt
Die
Schülerschaft des Schulzentrums (SRW, Mariengymnasium, Fröbel-Schule) besteht
zu einem erheblichen Anteil aus sog. Fahrschülerinnen bzw. Fahrschülern.
Ohne
eine Form der Beaufsichtigung und Kontrolle entstanden zunehmend - auch durch
stark angestiegene Schülerzahlen - häufig chaotische und gefährliche
Situationen an den Bushaltestellen.
Um
etwas gegen diesen unhaltbaren Zustand zu unternehmen, trafen sich Ende des
Jahres 2001 Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen der verschiedenen Schulen und
Vertreter der Stadt Werl, der Polizei und der Busunternehmen. Es wurden verschiedene
Maßnahmen beschlossen, z.B. die Vermittlung von Verhaltensregeln für alle
Fahrschüler/innen, Markierungen an den Haltepunkten der Busse und eben der
Einsatz von Schülerinnen und Schülern als sog. „Busguides“.
Schülerinnen
und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der SRW können sich auf freiwilliger Basis
für einen Ersatz als Helfer bzw. Helferin an einer der Bushaltestellen des
Schulzentrums melden. Diese Busguide-Tätigkeit dauert ein Schuljahr lang und
wird als außerunterrichtliches soziales Engagement auf den Zeugnissen vermerkt.
Der
Zusammenhang dieser Tätigkeit mit den erzieherischen Leitgedanken der SRW ist
eindeutig und ohne Frage offensichtlich: Die durchaus anspruchsvollen
Anforderungen an die Busguides nämlich sind:
Wir
bleiben immer freundlich, wir treten selbstbewusst, aber nicht überheblich auf,
wir behandeln alle gleich und fair, wir verhandeln bei Auseinandersetzungen,
wir setzen uns aktiv für die erforderliche Ordnung ein, wir denken positiv, wir
stehen hinter unserer Aufgabe und nehmen unsere Verpflichtung ernst, wir kommen
pünktlich zum Dienst und sorgen ggf. rechtzeitig für eine Vertretung, wir
schubsen und schlagen nicht, wir machen keine „dummen“ Bemerkungen, wir
beleidigen niemanden, wir missbrauchen nicht unsere Macht.
Die
Aufgaben der Busguides an den Haltestellen sind: Fahrschüler/innen aufzufordern,
die Spielregeln für ein vernünftiges, faires Verhalten einzuhalten (sich in der
Reihenfolge des Eintreffens an der Haltestelle aufzustellen, gleichgültig, ob
Fünft- oder Zehntklässler/in) und dem Busfahrer das Signal zum Öffnen der Tür
zu geben. Die Busguides sind zudem angewiesen, diejenigen, die sich besonders
rücksichtslos verhalten und dadurch die Gesundheit anderer gefährden, dem
Busfahrer, anderen Aufsicht führenden Personen oder den Schulleitern bzw.
Schulleiterinnen zu melden, damit sie zur Ordnung gerufen oder andere Schritte
gegen sie eingeleitet werden können.
Die
Busguides tragen die Verantwortung dafür, dass sie erkannt werden können; sie
halten sich an die vereinbarte „Erklärung der Busguides“ zum verantwortungsgerechten Verhalten bei ihrer Tätigkeit. Diese
einzuhaltenden Verhaltensweisen sind als verbindlich anzuerkennen, die Dokumentation
erfolgt durch eine Art
Vertragsunterschrift .
In
jedem Schuljahr beteiligt sich durchschnittlich jede/r zehnte Schüler/in aktiv
am Busguide-Projekt. Vor Beginn des Einsatzes erfolgt eine genauere Einweisung
in die Tätigkeit und ein Training u.a. in Form von Rollenspielen.
Trotz mancherlei schwieriger
Situationen und auch Frustrationen, z..B. durch Beschimpfungen durch
Mitschüler/innen der eigenen Schule, aber auch der Nachbarschulen, machen die
Busguides ihren Dienst in aller Regel nicht nur gewissenhaft und engagiert,
sondern auch gerne und insgesamt erfolgreich – sie setzen sich sozial
vorbildhaft für die Vernünftigen ein.

Schule ohne Rassismus –
Schule mit Courage
Gerade in einer Schulgemeinschaft, die Schülerinnen und Schüler aus über 30 Nationen umfasst, ist es wichtig, ein Schulklima zu schaffen, in dem „anders sein“ als Normalfall akzeptiert wird.
Obwohl es in der Vergangenheit keine gravierenden Probleme im Zusammenleben der Kulturen an der Realschule gab, ergriffen Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 im Rahmen einer Unterrichtsreihe im Fach Sozialwissenschaften die Initiative, dem Netzwerk beizutreten. Sie wollten damit präventiv ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
Am 20.05.2008 wurde unserer Schule der Titel Schule ohne
Rassismus – Schule mit Courage verliehen.
Damit gehört die Städtische Realschule einem bundesweiten Netzwerk an.
Schülerinnen und Schüler setzen sich aktiv gegen alle Formen von Diskriminierung,
insbesondere Rassismus ein und leisten so einen Beitrag zu einer gewaltfreien,
demokratischen Gesellschaft.
Als Projektpate konnte der Werler Karikaturist Jürgen Tomicek gewonnen werden, der die Jugendlichen auch in Zukunft bei ihren Aktionen unterstützen wird. Zur Titelverleihung hat er bereits mit Schülern ein schuleigenes Logo entworfen.
Mit der Auszeichnung ist die Schule eine Verpflichtung eingegangen, sich zu bewähren und im Alltag sowie in vielfältigen Projekten zu beweisen, dass sie den Titel verdient hat.
Schulgottesdienste
Die
Städtische Relaschule Werl sieht sich in der Tradition der
christlich-abendländischen Kultur, so dass auch Schulgottesdienste ihren Platz
im Schulalltag haben. Im Gottesdienst können Kinder und Jugendliche die
christliche Kultur und ihre sozialen Wertvorstellungen kennen lernen und
erleben.
Im
Sinne der Leitidee unserer Schule „konsequent zu erziehen“ sind für das
Gelingen von Gottesdiensten die aktive Beteiligung von SchülerInnen und
LehrerInnen sowie die Regelmäßigkeit der Gottesdienste wichtig. An der SRW
finden daher nach Übereinkunft der Fachkonferenzen beider Konfessionen
regelmäßig ökumenische Gottesdienste statt.
Im
Hinblick auf das Ziel „vielfältig zu bilden“ werden bis auf den Reformationstag
alle Gottesdienste ökumenisch gefeiert.„Ökumene zielt auf die Einheit und das
Zusammenleben aller getrennten Kirchen und Christen. Darüber hinaus kommt das
Zusammenleben aller Menschen auf dieser Erde ins Blickfeld.“ (s: Ökumenisches
Lernen – Arbeitshilfe der Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, 1985)
Die
Gottesdienste, die religiöse Schulveranstaltungen sind, werden in
Zusammenarbeit mit den kirchlichen VertreterInnen der Gemeinden gestaltet.
Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen sind eingeladen. Zumeist erwächst das
Thema des Gottesdienstes aus dem Unterricht. Ein wesentliches Element dieser
Schulgottesdienste ist die aktive Mitwirkung von SchülerInnen bei der
Vorbereitung und Gestaltung.
Gottesdienste
werden zur Einschulung und zur Entlassung ebenso wie zum Reformationstag
gefeiert. Darüber hinaus finden ökumenische Gottesdienste für die
Jahrgangsstufen 5 bis 7 statt, für jede dieser Jahrgangsstufen ein Gottesdienst
pro Halbjahr. Dieser liegt in der Regel in der 1. Unterrichtsstunde und wird
von den jeweiligen ReligionslehrerInnen begleitet.
Grundsätzlich
lässt sich aus den Schülerreaktionen resümieren, dass den SchülerInnen die
eigene Vorbereitung der Gottesdienste, gerade im Hinblick auf die
Mitentscheidung bei der Themenauswahl, besonders wichtig ist.
Die
bewegungsfreudige, gesunde Schule
Allgemein ist eine zunehmende Bewegungsfaulheit und motorische Unerfahrenheit
bei SchülerInnen festzustellen. Viele SchülerInnen sind übergewichtig und
ernähren sich falsch. Sie verzichten sogar auf ein richtiges, gesundes
Frühstück. Die Folge ist eine Zunahme von ernährungsbedingten Krankheiten,
Herz-Kreislaufschwächen, Haltungsschäden und Konzentrationsschwächen.
Natürlich
macht diese Entwicklung auch vor der Städtischen Realschule Werl nicht halt. Um
diesen Tendenzen entgegen zu steuern, wollen wir, dass Bewegung, Sport und
Spiel in Verbindung mit einer Anleitung zu gesundheitsbewusster Ernährung und
Pflege der Umwelt Bestandteil des Bildungs- und Erziehungskonzepts unserer
Schule ist. Durch die bedürfnisgerechte Aktivierung und Gestaltung dieser
Bereiche soll es zu einer Steigerung der Lebensqualität und mehr Wohlbefinden
an unserer Schule kommen.
Unser Schulkiosk – Garant für ein gesundes
Frühstück und für Leistungsfähigkeit im Unterricht
Entwicklung
Im
Rahmen des Schulprogramms „Gesunde, bewegte Schule“ ist seit Februar 2001 die Umgestaltung
des vorhandenen und die Institutionalisierung eines neu konzipierten
Schulkiosks schrittweise erfolgt.
Die
Zielsetzung war und ist, den Schulkiosk so zu gestalten,
§
dass
ein attraktives, vollwertiges Nahrungsmittelangebot ein gesundes Schulfrühstück
gewährleistet.
§
dass
ein Pfandsystem und Verzicht auf überflüssige Verpackungen die Müllmengen
reduziert.
§
dass
durch die Beteiligung von SchülerInnen beim Verkauf soziale Kompetenz und
Verantwortungsbewusstsein für die Durchführung von selbstgewählten Aufgaben erlangt
werden kann.
Zunächst
wurde in einer längeren Projektphase der Verkauf durch ehrenamtlich arbeitende
Eltern und SchülerInnen durchgeführt. Die Einkaufs- ,Verwaltungs- und
Organisationstätigkeiten übernahm eine Kollegin. Schnell zeigte sich, dass eine
verlässliche, dauerhafte Mitarbeit der Eltern nicht gewährleistet war und kaum
zu bewältigende organisatorische Probleme auftraten. Aus diesem Grund wurde ein
Trägerverein gegründet, der eine 400 € Kraft für den laufenden Betrieb des
Kiosks einstellte. Die Beteiligung der SchülerInnen beim Verkauf und die
Betreuung und Organisation durch eine Kollegin blieben erhalten.
Aktuelle Situation
In der
Praxis sind die Aufgaben wie folgt verteilt:
§
Die
„Kioskfrau“ erledigt den Einkauf, das Vorbereiten und Bereitstellen der Waren
und leitet den Verkauf.
§
Je
fünf SchülerInnen aus den Klassen 10 bilden ein Verkaufsteam und übernehmen in
den großen Pausen den Verkauf und die Pfandrücknahme.
§
Die
betreuende Kollegin ist für das Warenangebot, die Bestellungen, die Geldverwaltung
und die Betreuung der SchülerInnenteams verantwortlich.
Teile des Warenangebotes des Kiosks




Neben dem Angebot an gesunden Nahrungsmitteln im
Schulkiosk wurden und werden viele Projekte zum Thema „Gesunde Ernährung“ in
den Fächern Hauswirtschaft und Biologie durchgeführt. Eine Projektwoche mit dem
Thema „Gesunde, bewegte Schule“ unterstützte die Auseinandersetzung mit
Gesundheitsfragen. So wird inzwischen regelmäßig ein Gesundheitstag unter dem
Motto „Gesunde Ernährung und Bewegung“ für den 6. Jahrgang von medizinischen
Fachkräften gestaltet.
Bilder vom Gesundheitstag

Evaluation und Perspektiven
Die Einstellung der „Kioskfrau“ verbesserte die
Organisation des Schulkioskbetriebes.
Die Beteiligung der SchülerInnen funktioniert gut
und ist in der Schülerschaft zu einer begehrten Aktivität geworden. Das Angebot
des Kiosks wird vonseiten der SchülerInnen intensiv genutzt und beeinflusst so
ein gesünderes Frühstücksverhalten. Da das Nachmittagsangebot an unserer Schule
immer umfassender wird, gewinnt der Kiosk auch für die Mittagsversorgung immer
mehr an Bedeutung.
So wird weiterhin gewährleistet sein, dass es für
die SchülerInnen unserer Schule selbstverständlich ist, sich gesund zu ernähren,
sich sportlich zu betätigen und sich mit den Belangen der Umwelt auseinander
zusetzen.
Bewegung als Beitrag zur Gesundheitsförderung
Sportliche Aktivitäten an unserer Schule
Die
Bewegungs-, Spiel- und Sporterziehung an unserer Schule ist darauf ausgerichtet
gesundheitlich positive Wirkungen bei unseren SchülerInnen zu erzielen und
Freude an der Bewegung zu vermitteln.
Die
Basis unseres Sportunterrichts sind die Inhalte des Schulsportcurriculums.
Sportbereichsübergreifende Bewegungsfelder sind dabei von grundlegender
Bedeutung für eine allgemeine Entwicklungsförderung unserer SchülerInnen.
Zu
nennen sind:
§
Den
Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen
§
Das
Spielen entdecken und Spielräume nutzen
§
Laufen,
Springen, Werfen – Leichtathletik
§
Bewegen
im Wasser – Schwimmen
§
Bewegen
an Geräten – Turnen
§
Gestalten,
Tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste
§
Spielen
in und mit Regelstrukturen – Sportspiele
§
Gleiten,
Rollen, Fahren – Rollsport
§
Ringen
und Kämpfen – Zweikampfsport
§
Wissen
erwerben und Sport begreifen
Die
Erweiterung des traditionellen Schulsports durch Trendsportarten im Bereich
Spiele oder Fitness (z.B. Inline-Skating, Beach-Volleyball, Akrobatik oder
Aerobic) soll auch weniger motivierten oder gehemmten SchülerInnen mehr Freude
an der Bewegung vermitteln.
Zur
Umsetzung der Ziele gibt es an unserer Schule viele Aktivitäten.
Der
Sportunterricht wird in den Jahrgangsstufen 5 und 6 seit dem Schuljahr
2005/2006 wöchentlich mit drei Sportstunden erteilt. Durch den zusätzlichen Bau
einer Sporthalle ist es möglich geworden diese Forderung aus dem ersten
Schulprogramm zu realisieren. Die Klassen 7 bis 10 haben wie bisher nur zwei
Wochenstunden. Ergänzend werden im Nachmittagsbereich für die Jahrgänge 9 und
10 im Rahmen des WP II - Unterrichts zweistündige Sportangebote gemacht.
Ob der
Sportunterricht in Zukunft in diesem Umfang erteilt werden kann, hängt davon
ab, ob der Schule von der Bezirksregierung SportlehrerInnen zur Verfügung
gestellt werden können.
Für
leistungsorientiertere SchülerInnen besteht in den Bereichen Fußball und
Schwimmen die Möglichkeit der Teilnahme an Schulsportwettkämpfen im Rahmen des
Landeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“. Die Begegnung von SchülerInnen
verschiedener Schulformen im sportlichen Vergleich wird ermöglicht und dadurch
die Zusammenarbeit aller am Schulsport beteiligten Partner gefördert. Die
Ergebnisse der TeilnehmerInnen werden in der Schulgemeinschaft mit Spannung und
Anteilnahme verfolgt. Berichte über die Sportereignisse erscheinen in der
Schülerzeitung, auf der Homepage der Schule und in der örtlichen Presse.
Gewonnene Urkunden und Pokale werden in der Schule ausgestellt. Somit stellt
die Teilnahme an den Wettbewerben eine Bereicherung für das Schulleben dar.
Für
alle SchülerInnen besteht die Möglichkeit im Sportunterricht oder im Rahmen der
Bundesjugendspiele das „Deutsche Sportabzeichen“ zu erwerben. Der Erwerb dieses
Fitnessabzeichens motiviert viele SchülerInnen zur Leistungsverbesserung und
bedeutet auf Dauer (es wird jährlich erneuert) eine höhere Leistungsfähigkeit
im Schulalltag oder im zukünftigen Berufsleben. Das Erreichen der geforderten
Leistungen und die Bestätigung in Form einer Urkunde erfüllen viele
SchülerInnen mit Stolz.
Die
Durchführung von Sport- und Spielfesten setzt einen weiteren Akzent im
schulischen Miteinander. Gemeinsame Wettkämpfe (z.B. Jahrgangsmeisterschaften
im Fußball oder Basketball) begeistern und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Bei
der Organisation dieser Wettkämpfe werden die SchülerInnen umfassend beteiligt,
sodass auch in diesem Bereich Erfahrungen gesammelt werden können.
Bewegungsorientierte
Klassenfahrten ergänzen unser Konzept einer bewegungsfreudigen Schule. So
werden z.B. regelmäßig Fahrten zum Eislaufen, Klettern, Kanufahren, Schwimmen,
Wasserskifahren, Wandern, Skilanglauf, Rodeln und Radfahren durchgeführt.
Diese
Fahrten werden entweder als eintägiger Schulausflug oder als mehrtägige
Klassenfahrten organisiert.
In
Zukunft soll erreicht werden, dass in allen Jahrgängen drei Stunden Sport pro
Woche erteilt werden. Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften mit sportlichen
Inhalten soll intensiviert werden. Wünschenswert wäre eine Erweiterung der
Teilnahme an Schulsportwettbewerben. Leider gibt es an unserer Schule im Moment
nicht genügend leistungsstarke SchülerInnen in Sportarten wie Badminton,
Basketball, Tischtennis und Volleyball um Mannschaften melden zu können.
Berufswahlorientierung
und Lebenswegplanung
Berufswahlorientierung
und Lebenswegplanung (BWO) sind in unserer Schule wichtige Instrumente, Mädchen
und Jungen die nötigen Entscheidungshilfen für die Gestaltung ihrer Zukunft zu
geben. Hierbei beachten wir besonders, dass Berufsorientierung ein kontinuierlicher
Entwicklungsprozess ist, der immer eng mit der individuellen Lebensplanung
verbunden ist. Wir unterstützen unsere SchülerInnen auf diesem Weg mit
verschiedenen Maßnahmen.
BWO
hat die Aufgabe, Jugendlichen allgemeine Entscheidungshilfen bei der Berufswahl
zu geben.
BWO
soll die Jugendlichen befähigen und ihre Bereitschaft fördern, in
Übereinstimmung von Lebensweg- und Berufsplanung
·
alternative
Berufswünsche zu entwickeln und neue Berufe kennen zu lernen,
·
auf
die an sie gestellten Ansprüche der Arbeitswelt zu reagieren,
·
Strukturen
der Wirtschafts- und Arbeitswelt und deren rasche und grundlegende Veränderungen
zu erfassen und zu reflektieren und
·
eigene
Ansprüche an die Arbeit zu entwickeln.
BWO – unser Projekt im
Jahrgang 8
Im Jahrgang 8 wird an drei
Unterrichtstagen das Projekt „Berufswahlorientierung“ durchgeführt. Wir bieten
den Jugendlichen damit schon vor dem Eintritt in die beiden Abschlussjahre die
Gelegenheit, ihre Situation, ihre Vorstellungen und Wünsche zu reflektieren, um
ihren Entscheidungsprozess langfristig zu begleiten.
Jungen und Mädchen sind
verschieden
Das ist sicherlich keine neue
Erkenntnis, aber für die BWO von zentraler Bedeutung.
Aufgrund verschiedener
Voraussetzungen, Bedingungen und Erwartungen gestalten sich Berufswahl- und
Lebenswegplanung von Jungen und Mädchen sehr unterschiedlich.
Jungen definieren sich häufig
über ihre Erwerbstätigkeit. Ihren Lebensbereich sehen sie selbst vor allen
Dingen außerhalb des Haushalts und der Familie.
Mädchen definieren sich
überwiegend über die Familie. Hier werden unterschiedliche Rollenerwartungen
deutlich; der Mann wird nach wie vor traditionell als Versorger der Familie gesehen,
während die Frau oft die Verantwortung für Familie und Hausarbeit bei
gleichzeitiger Berufsausübung trägt. Hinzu kommt, dass Jungen und Mädchen sich
in dieser Altersstufe in stark voneinander abweichenden Entwicklungsstadien
befinden. Während die Mädchen oft schon sehr klare Vorstellungen von ihrer
Zukunft haben, leben die Jungen noch sehr gegenwartsorientiert.
Diese Ausgangslage führte zu der
Überlegung, dieses Projekt geschlechterdifferenziert durchzuführen. Die
Jugendlichen haben in reinen Jungen- bzw. Mädchengruppen die Gelegenheit, ihre
Vorstellungen zu reflektieren und alternative Rollenvorstellungen für sich zu
entwickeln. Da man jetzt „unter sich ist“ (natürlich werden die Mädchen von
Lehrerinnen und die Jungen von männlichen Kollegen betreut) können die
Jugendlichen jetzt mit größerer Offenheit ihre persönlichen Sichtweisen
darlegen und untereinander austauschen. Mögliche Hemmnisse durch die sonst in
der Schule übliche Fixierung auf die jeweilige Rolle gegenüber dem anderen
Geschlecht werden so abgebaut.
Es muss nicht immer der
Klassenraum sein
Die Mädchen bzw. Jungen aus
jeweils zwei Parallelklassen bilden eine Gruppe mit ca. 25 TeilnehmerInnen . Um
den besonderen Charakter der Projekttage zu betonen, findet die Veranstaltung
außerhalb der Schule statt.
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BWO – drei Projekttage |
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Die Mädchengruppen finden
zumeist in Gemeindehäusern optimale Bedingungen vor, die eine
abwechslungsreiche Gestaltung der BWO - Vormittage ermöglichen. Prozessorientierte
Gruppen- und Plenumsarbeit wechseln einander ab, und es ist genügend Raum und
Zeit, um Materialien intensiv zu erarbeiten und Arbeitsergebnisse zu
präsentieren. Ein ganz besonderer Vorteil der außerschulischen Lernorte ist
die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung, unabhängig von der Pausenregelung
im normalen Schulbetrieb. Intensive Erarbeitungsphasen werden nicht
unterbrochen und die Pausengestaltung fernab des Schulhofes ist eine
interessante Erfahrung für die Mädchen. Diese „Freiheiten“ fördern eine
positive und entspannte Arbeitsatmosphäre für alle Beteiligten. |
Weil die Jungen in dieser
Altersgruppe oft noch gar keine Zukunftsvorstellungen entwickelt haben, sind
für sie die BWO - Vormittage als Orientierungs- und Praxistage gestaltet. Sie
lernen im Berufsbildungszentrum Soest (BBZ) verschiedene handwerkliche und
kaufmännische Berufsfelder kennen. In einer Vorbereitungsphase auf die
Praxistage wählen die Jungen aus insgesamt zehn Berufsfeldern (von Anlagenmechaniker/in
bis Zimmerer/ Zimmerin) zwei nach ihren Neigungen aus, in denen sie
praktische Erfahrungen machen wollen. |
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BWO - Tag 1 |
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für die Mädchen Nach der Orientierung in der
neuen Lernumgebung begeben sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihrem
Wunschberuf. Dabei gehen manche Mädchen schon sehr zielstrebig, sachgerecht
und mit klareren Vorstellungen vor, während andere sich oft erst auf einem
„Markt der Möglichkeiten“ über verschiedene Berufe informieren. Die Jugendlichen
tauschen ihre Motive und Gründe für diese Berufswahl aus. Dabei setzten sie
sich auch damit auseinander, ob und wie dieser Berufswunsch zu verwirklichen
ist. Die auf diese Weise entstandenen „Berufsbilder“ sind für die
Jugendlichen jetzt begründet nachvollziehbar. Dazu gehört selbstverständlich
auch eine Einbindung der beruflichen Zukunft in die allgemeine
Lebenswegplanung. In einem „Lauf des Lebens“ entwickeln die Jugendlichen
mögliche individuelle Perspektiven für ihre Zukunft. Dabei spielen erhoffte
Erfolge genauso eine Rolle wie nicht planbare Risiken und Rückschläge. „Ohne Moos nix los“, unter
diesem Motto werfen die Jugendlichen einen Aus- oder Einblick in die
finanzielle Seite ihres späteren Lebens. Erwartete oder erhoffte Einkommen
werden mit der Realität verglichen und vor allem mit den Lebenshaltungskosten
in Zusammenhang gebracht. |
für die Jungen Nachdem alle Jungen gemeinsam
einen ersten Eindruck ihres neuen Lernortes gewonnen haben, werden sie mit
den besonderen Rahmenbedingungen vertraut gemacht. Dazu gehören eine
Sicherheitseinweisung, Hinweise zum Umgang mit Materialien und Geräten,
Informationen zur zeitlichen Struktur der BWO - Praxistage. In Gruppen von zwei bis acht
Jungen (je nach ihrer Auswahl des Berufsfeldes) geht es in die
Ausbildungswerkstätten und sie erhalten dort von einem Ausbildungsmeister
einen praktischen Arbeitsauftrag zur Herstellung eines kleinen Gebrauchsgegenstandes.
Unter Aufsicht und Anleitung lernen sie Arbeitsabläufe kennen, bei denen
Phasen von Einzelarbeit mit solchen abwechseln, bei denen Teamarbeit und
Kooperation gefragt sind. Sie erleben, wie „unter ihren
Händen“ ein Gegenstand entsteht, sie stellen fest, wie geschickt sie ihren
Auftrag erledigen, sie erkennen mögliche, bisher unbekannte Stärken oder Schwächen
und gewinnen so eine begründete Einsicht,
ob das gewählte Berufsfeld eine berufliche Perspektive darstellt. Begleitet und unterbrochen
wird die praktische Tätigkeit von Phasen der Reflexion über die gerade
gemachten Erfahrungen. In einer gemeinsamen Abschlussbesprechung
stellen sich die Jungen gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse vor, vergleichen
ihre Erfahrungen und tragen stolz „ihr Werkstück des Tages“ nach Hause. |
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BWO - Tag 2 |
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Dieser Tag steht unter dem
Motto „Zukunftswerkstatt“. Die Mädchen vergleichen ihre Zukunftsentwürfe,
überarbeiten sie und präsentieren sie in einer „Zukunftsgalerie“. Alle Theorie ist grau, wenn
man sie nicht mit Beispielen aus der Lebenspraxis illustrieren kann. Deshalb
gibt es an diesem Tag eine Informationsrunde mit einem/r ehemaligen Schüler/in
der SRW. Die jungen Leute berichten über ihren Lebensweg und stehen den
Jugendlichen der BWO für alle Fragen „aus dem richtigen Leben“ zu Verfügung. Den Abschluss des zweiten
Projekttages bildet ein „Blitzlicht“ zum Projekt, in dem sich alle
Beteiligten noch einmal vergegenwärtigen, was man in diesen Tagen gemeinsam
erreicht hat. |
Die Jungen kennen sich jetzt
schon mit den Abläufen im Hause aus und sie erkunden das zweite von ihnen
gewählte Berufsfeld. Im Vergleich der beiden
Berufsfelder erkennen sie Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede, nicht nur bei
den Arbeitsweisen und Materialien, sondern auch bei den Anforderungen und
ihren persönlichen Möglichkeiten. Natürlich stehen den Jungen
die Ausbilder und andere Auszubildende für jede Art von Information zur
Verfügung: Wie viel verdient man? - Wie lange dauert die Ausbildung? - Wie
weit kann man es in den Berufsfeldern bringen? Und auch heute entsteht wieder
das „Werkstück des Tages“: ein Kerzenhalter aus Metall, ein Topfuntersetzter
aus Holz, ein Mosaik mit Lieblingsmotiv, das künstlerisch gestaltete
Namensschild oder das Modell einer Pyramide aus Draht. In der großen
Abschlussbesprechung ziehen alle Beteiligten noch einmal Bilanz, schildern
und vergleichen ihre Eindrücke und vergegenwärtigen sich, was man in diesen
Tagen erreicht hat. Kurz nach den BWO - Tagen
erhält jeder Teilnehmer einen Rückmeldebogen des BBZ, in dem ihm seine
Leistungen aus der Sicht der Ausbilder detailliert bescheinigt werden. Die eigenen Erfahrungen und
die Einschätzung von Fachleuten ergeben so wertvolle Hinweise für eine
spätere berufliche Orientierung. |
BWO - Tag 3
Das ist an der SRW der „Girls’
and Boys’ Day“. Anders als der landesweit durchgeführte „Girls’ Day“, an dem
alle Mädchen einer Schule einen Tag lang in das Berufsleben schnuppern sollen,
führen wir diesen Tag an der SRW für Mädchen und Jungen ausschließlich des
achten Jahrgangs durch. Er bildet den praktischen Abschluss der BWO, bei dem
die Jugendlichen beiderlei Geschlechts einen Eindruck vom Arbeitsleben bekommen
sollen. Durch die Vorbereitung an den ersten beiden BWO - Tagen können sich die
Jugendlichen jetzt zielgerichtet und mit einem entwickelten Fragen- und
Aufgabenkatalog an die Erkundung der Berufswelt begeben.
Erfahrungen und Perspektiven
Das Projekt wird nach jeder
Durchführung von den betreuenden LehrerInnen ausgewertet und ggf. modifiziert.
Eine standardisierte Schülerbefragung ist seit dem Schuljahr 2004/05 fester
Bestandteil der Auswertung. Danach wird das Konzept der BWO von den
SchülerInnen überaus positiv angenommen. Die Trennung nach Jungen und Mädchen
wurde von beiden Gruppen sehr begrüßt, die Rahmenbedingungen des
außerschulischen Lernortes fanden großen Anklang und die Vielfalt der
Projektmethoden wünschten sich viele SchülerInnen auch für den „normalen“
Unterrichtsalltag. Auch bei den Themen war sich die Mehrheit der Jugendlichen
einig: die BWO hat ihnen neue Erkenntnisse vermittelt, neue Ein- oder Ansichten
ermöglicht und war sehr hilfreich für ihre eigene Berufswegeplanung.
Berufswahlorientierung (BWO)
2008
der 8. Klassen der Städtischen
Realschule Werl
Mädchen (M) und Jungen (J)
machen folgende allgemeine Aussagen





Das
sagen die Mädchen über ihre BWO Das
sagen die Jungen über ihre BWO





Das Betriebspraktikum im Jahrgang 9

In der
9. Jahrgangsstufe findet an der Städtischen Realschule Werl das dreiwöchige
Betriebspraktikum statt, und zwar vor den Osterferien. Es dient ebenfalls der
Berufsorientierung und keinesfalls der Hinführung zu bestimmten Berufen. Durch
Einblicke in den betrieblichen Alltag machen die SchülerInnen - zumeist erste -
konkrete Erfahrungen mit der Berufswelt und gewinnen Erkenntnisse, die ihre
Berufswahlentscheidung beeinflussen.
1.
Phase: Vorbereitung
Eine
intensive Vorbereitung findet im Politikunterricht in Zusammenarbeit mit dem
Deutschunterricht statt. Hier erwerben die SchülerInnen grundlegende Kenntnisse
über wichtige Bereiche des Arbeitslebens (Arbeitsorganisation, Arbeits- und
Tarifrecht, Kriterien für die Berufswahl). Außerdem können die SchülerInnen in
einem „Bewerbertraining“ üben, wie man Erfolg versprechende Bewerbungsschreiben
verfasst und wie man sich in einem Auswahl- oder Bewerbungsgespräch möglichst
vorteilhaft verhält. Außerdem bereiten sie sich im Unterricht darauf vor, ihre
Erfahrungen in einem ausführlichen Praktikumsbericht nach einheitlichen
inhaltlichen und formalen Kriterien zu dokumentieren, die von der Fachschaft
Politik verabschiedet wurden. Während der Vorbereitungsphase wählen die
SchülerInnen (mit Unterstützung der Eltern und, wenn nötig, durch die Schule)
ihren Praktikumsplatz nach ihrer Neigung bzw. nach den am Ort vorhandenen
Möglichkeiten selbst aus. Das soll ihre zunehmende Selbstständigkeit und
Eigenverantwortung auf dem Weg ins Erwachsenenleben fördern.
2.
Phase: Durchführung
Die
SchülerInnen nehmen im Betrieb unter Anleitung eines/r Betreuers/in an
Arbeitsabläufen teil, beobachten betriebliche Zusammenhänge und sammeln
Informationen. All diese Erfahrungen verarbeiten sie in ihrer Praktikumsmappe.
Im Vergleich ihrer Erwartungen mit der erlebten Arbeitswelt gewinnen die
SchülerInnen Kriterien, an denen sie ihre persönliche Berufswahlentscheidung
orientieren können. Während der Praktikumszeit besuchen die KlassenlehrerInnen
die Praktikanten regelmäßig in den Betrieben und führen Beratungsgespräche mit
den beteiligten Personen. Die KlassenlehrerInnen erhalten so umfassende
Eindrücke von Ablauf, Erfolg oder Schwierigkeiten in der Praktikumsphase, die
sie, wenn nötig, auch an FachkollegInnen zur weiteren Aufarbeitung im
Unterricht weitergeben.
3.
Phase: Nachbereitung
Die
Praktikumsmappe ist Grundlage der Auswertung und der Reflexion des Praktikums
im Unterricht. Erfahrungen, Erkenntnisse und Fallbeispiele werden verglichen,
so dass die SchülerInnen ihre eigenen Erfahrungen durch die ihrer
MitschülerInnen ergänzen können. Die Berichte werden nach einheitlichen
Kriterien bewertet, die von der Fachkonferenz Politik verabschiedet wurden. Die
Bewertung fließt in die Note des Faches Politik ein.
Evaluation
und Perspektiven
Das
Betriebspraktikum wird an der SRW bereits seit 1986 erfolgreich durchgeführt.
Entsprechend der Bedingungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind Schwerpunkte
des Praktikums kontinuierlich angepasst worden. So bedingt die Konkurrenz um
Ausbildungsplätze, dass die SchülerInnen ihre Berufswahlentscheidung viel
intensiver, zielstrebiger und komp tenter treffen müssen, um die besten Chancen
für sich zu wahren. Das Betriebspraktikum mit seinen „praktischen Einblicken“
in das Arbeitsleben trägt dazu bei, dass die SchülerInnen fundierte
Entscheidungshilfen bekommen.
Schulendtage
im Jahrgang 10
SchülerInnen
der Klasse 10 der Realschule stehen vor einer wichtigen Veränderung: Abschied
von der vertrauten Umgebung der Schule mit KlassenkameradInnen und LehrerInnen.
Die Schulpflicht endet und eine selbst zu gestaltende Zukunft wartet, von der
viele nicht wissen, welche Möglichkeiten sie offen hält und ob sie Gutes
bringt. Jugendliche in dieser Altersgruppe stehen vor großen persönlichen
Aufgaben: Planung der beruflichen Zukunft, Gestaltung von Freundschaft und
Partnerschaft, Erwachsen werden und Loslösung vom Elternhaus. Dies ernst zu
nehmen und nicht darauf zu vertrauen, dass Lösungen schon irgendwie mit der
Zeit vom Himmel fallen, fällt vielen nicht leicht. Das Selbstbild ist in dieser
Zeit noch sehr stark abhängig von der Meinung anderer. Dies fuhrt oft dazu,
sich zu unter- oder zu überschätzen.
Die
SchülerInnen der 10. Klassen unserer Schule haben die Möglichkeit an
Schulendtagen teilzunehmen.
In
Begleitung der KlassenlehrerInnen fahren die SchülerInnen in der Regel zu einer
kirchlichen Bildungsstätte und können zu Themenschwerpunkten, die sie in ihrer
jetzigen Lebensphase beschäftigen, handlungsorientiert arbeiten. Die einzelnen
Projekte werden dabei von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Bildungsstätte
geleitet.
Schulendtage
vertiefen die Bildungs- und Erziehungsarbeit in der oben dargelegten Lebensphase
der SchülerInnen, in der wichtige Lebensentscheidungen von den Jugendlichen
getroffen werden müssen. Schulendtage bieten die Möglichkeit, sich mit Fragen
auseinander zu setzen, die das Leben des Einzelnen betreffen, und zwar in
Gruppen- oder Einzelgesprächen und in verschiedensten Aktivitäten. Sie können
damit einen wichtigen Anstoß für die persönliche Weiterentwicklung geben.
Während
der Orientierungstage haben die SchülerInnen die Gelegenheit,
·
Fragen
der Identitätsfindung auf dem Weg in das Erwachsenenleben anhand selbst
gewählter Themen zu reflektieren;
·
Gemeinschaft
zu erleben und dabei in dem begleiteten Gruppenprozess über Selbst- und
Rollenbilder nachzudenken;
·
eigene
Werte und Werthaltungen mit anderen auszutauschen und zu hinterfragen.
In den
letzten Jahren wurden während der Schulendtage der Städt. Realschule Werl etwa
folgende Themen erarbeitet, diskutiert und meditiert:
·
Wer
bin ich? Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung
·
Liebe
Freundschaft Sexualität
·
Team-
und Kooperationsaktivitäten zur Förderung der Klassengemeinschaft
·
Born
to be free! – Freiheit und Pflicht: Oft fühle ich mich völlig eingeengt.
·
Zwischen
Professor und Müllfahrer – Berufswünsche, Zukunftsfragen
·
Geboren
werden um zu sterben? Welchen Sinn hat es dann zu leben?
·
Gott
ins Spiel bringen – Nachdenken über Gott und Glaube
·
Was
mir heilig ist – Wichtiges und Unwichtiges in meinem Leben
·
Eine
Welt voller Gewalt
·
Zoff
– Streiten will gelernt sein.
·
Solange
du die Füße unter meinen Tisch stellst... – Eltern und wie mit ihnen leben
·
Ich
kann gar nicht verstehen, wie man so drauf schlagen kann. – Über Fremdenfeindlichkeit
und Fremdenfreundlichkeit
·
Zwischen
Sensation und Wirklichkeit – Aberglaube, Okkultismus, Sekten..
·
Wenn
die Seele schreit – Sucht als Flucht
Der
Übergang aus der Städtischen Realschule in eine Sekundarstufe II – Erwerb eines
höherwertigen Bildungsabschlusses nach der Realschule
Neben
Überlegungen zum Weg in die Berufswelt spielen für unsere SchülerInnen
Übergänge in die Sekundarstufe II einer Schule eine immer größere Rolle. Häufig
entscheiden sich die Jugendlichen und deren Eltern für den Erwerb eines
qualifizierteren Schulabschlusses, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu
verbessern oder um Berufsfelder zu erschließen, für die man ein Abitur
(Allgemeine Hochschulreife) oder ein Fachabitur (Fachhochschulreife) benötigt.
Für Schülerinnen und Schüler der Realschule gibt es vielfältige Angebote schulischer
Bildungsgänge, etwa die gymnasiale Oberstufe am Gymnasium, am Berufskolleg oder
der Gesamtschule, sowie alternative Bildungsgänge im Berufskolleg.
LehrerInnen
und außerschulische Institutionen unterstützen unsere SchülerInnen, die Fortsetzung
ihres Lebensweges zu reflektieren und zu planen.
Zu
Beginn des 10. Schuljahres erläutern die KlassenlehrerInnen ausführlich die
Voraussetzungen, die zur Erlangung eines „Qualifikationsvermerks“ auf dem
Abschlusszeugnis der Realschule nötig sind. Mit dem Qualifikationsvermerk ist
der Besuch einer gymnasialen Oberstufe möglich. Erweiterter Beratungsbedarf
wird sich für uns mit der möglichen Einführung des Abiturs nach zwölf
Schuljahren und der damit verbundenen Änderung in der Organisation der
gymnasialen Oberstufe ergeben.
Zusätzlich
findet in unserer Schule im November eine Informationsveranstaltung statt, in
der Leitungsmitglieder der beiden Werler Gymnasien, der Gesamtschule in Soest
und des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs sowie des Börde-Berufskollegs über
Möglichkeiten und Anforderungen der Sekundarstufe II informieren. Nach einer
allgemeinen Einführung zu Veränderungen durch das Kurssystem in der
Sekundarstufe II und zu den Besonderheiten der verschiedenen Schulen haben die
Eltern und SchülerInnen Gelegenheit, in Kleingruppen Fragen an die
VertreterInnen der sie interessierenden Schulen und den für sie geeigneten Bildungsgängen
zu stellen.
Ergänzende
Beratungsgespräche bieten BerufsberaterInnen des BIZ für unsere SchülerInnen
des Jahrgangs10 an den Elternsprechtagen und an zwei bis drei Vormittagen in
unserer Schule an.
Das
Berufsinformationszentrum (BIZ) in Soest ist insgesamt ein wichtiger Partner
bei der Beratung der SchülerInnen in den Klassen 9 und 10, um Informationen zu
Berufsbildern und zu Studiengängen zu erhalten. Bereits im ersten Halbjahr des
9. Schuljahrs besuchen alle Klassen 9 zusammen mit ihren KlassenlehrerInnen das
BIZ, um diese wichtige Institution kennen zu lernen. Individuelle Beratungen
schließen sich an.
Vorbeugung
und Schutz vor sexuellen Übergriffen – ein Projekt im Jahrgang 5
Gewalt
gegen Kinder, besonders sexuelle Übergriffe, finden wir in allen
Lebensbereichen: in der häuslichen Umgebung, im Freundeskreis, im
Freizeitbereich und im öffentlichen Raum.
Sexuelle
Gewalt gegen Kinder bedeutet immer – unabhängig davon wie viel körperliche Gewalt
tatsächlich dabei ausgeübt wird – äußerste Demütigung und einen Angriff auf die
ureigenste Persönlichkeit, die hierdurch beschädigt wird.
Rein
statistisch liegt es nahe, dass auch unsere SchülerInnen von sexuellen
Übergriffen betroffen sein könnten.
Gerade mit dem folgenden Auftrag der Richtlinien der Realschule
und unseren Leitideen sehen wir uns als Schule aufgefordert, gute und
effiziente Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten. „Es ist notwendige
Aufgabe der Schule, Einsichten in die Bedingungen unserer Existenz und deren
Gefährdungen zu ermöglichen, subjektive Betroffenheit aufzunehmen, zukunftsbezogene
Problemlösungen zu erörtern und solche Handlungen zu unterstützen, die auf ein
menschenwürdiges Leben aller in Gegenwart und Zukunft abzielen“.
In Zusammenarbeit mit dem Werler Arbeitskreis „Gegen sexuellen Missbrauch“
und der Beratungsstelle „Wildwasser“ im Kreis Unna e.V. führt unsere Schule ein Projekt im Jahrgang 5 durch, in dem sexuelle
Übergriffe thematisiert werden. Zwei konstitutive Elemente prägen das
Projekt, ein Elternabend und eine Unterrichtssequenz.
Die
Eltern des Jahrgangs 5 werden zu Beginn zu einem Informationsabend eingeladen,
um sie über die Aktivitäten der Schule zu informieren, ihnen wichtige
Informationen zum Thema zu geben und sie zu sensibilisieren. Die beauftragten
LehrerInnen führen in Kooperation mit einer Referentin, Frau
Teichmann-Wickenhöfer, die Psychotherapeutin bei „Wildwasser“ ist, den
Elternabend durch. Die Referentin stellt dort ihre Arbeit vor, gibt allgemeine
Informationen zum Thema und zeigt den Film „Kinderkummer“, einen
Zeichentrickfilm, der anhand eines Fallbeispiels die Thematik sexueller
Übergriffe umreißt. Anschließend bespricht sie die Problematik mit den Eltern
und steht für weitere Fragen zur Verfügung.
HauptadressatInnen
des Projekts sind natürlich die SchülerInnen. Sie sollen in die Lage versetzt
werden, sich selbst zu behaupten und auch Erwachsenen gegenüber „Nein“ zu
sagen. Das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz soll reflektiert werden.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, über Gefühle sprechen zu können. Den
Kindern soll Mut gemacht werden sich Hilfe suchen zu können.
Die
SchülerInnen des 5. Jahrgangs setzen sich im Unterricht mit der Thematik
auseinander. Nach einer kurzen Einführung wird ebenfalls der Film
„Kinderkummer“ vorgestellt und nach drei Gesichtspunkten ausgewertet:
Besprechung der Gefühle des dargestellten Kindes, Aufzeigen von
Handlungsalternativen und Hilfsangeboten.
Ein
besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht darin, den SchülerInnen ein
erster Ansprechpartner zu sein, der helfen kann, sich an kompetente Fachleute
zu wenden.
Die drei KollegInnen evaluieren ihre
Unterrichtsarbeit durch gegenseitige Hospitationen, im Rahmen von
Nachbesprechungen der einzelnen Unterrichtsstunden und durch den Austausch
ihrer Erfahrungen.
Eine
Möglichkeit der Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches sehen wir in der
Fortführung des Projektes in der Jahrgangsstufe 7/8. Ebenso könnte ein Kurs
„Selbstbehauptung und Konfliktbewältigungstraining für Mädchen und Jungen“
unter Leitung einer externen Fachkraft vorstellbar sein.
Das Medienkonzept
Zu einer umfassenden Bildung, wie sie in unserem Schulprogramm festgeschrieben
steht, gehört auch als Schlüsselqualifikation der sichere Umgang mit den neuen
Medien und Technologien. Das Medienkonzept der Städtischen Realschule macht
Aussagen zu den pädagogischen, inhaltlichen und materiell notwendigen
Voraussetzungen, um SchülerInnen auf dem Gebiet der neuen Technologien für die
Zukunft zu qualifizieren.
Bei
der Erarbeitung eines Medienkonzeptes standen für die Arbeitsgruppe folgende
Erkenntnisse und Fragen im Vordergrund:
§
Die
Bedeutung der Medien in unserer Gesellschaft wächst ständig.
§
Ziel
der Medienbildung ist die Vermittlung von Medienkompetenz.
§
Die
Medienbildung muss ein sachgerechtes, kreatives und verantwortliches Handeln in
einer heute von Medien geprägten Welt und Gesellschaft ermöglichen.
§
Das
Medienkonzept hat zum Ziel, möglichst optimale Bedingungen für die Medienbildung
zu planen.
§
Welche
Bedeutung hat der Umgang mit den neuen Technologien für die SchülerInnen, aber
auch für die LehrerInnen?
§
Welche
Vorerfahrungen haben sie im Umgang mit den neuen Medien?
§
Wie
kann man die Adressaten befähigen, Kompetenzen im unbeschränkten Zugriff auf
weltweite Informationen zu erlangen?
§
Welche
Ausstattung ist nötig, um allen SchülerInnen die notwendige Medienkompetenz zu
vermitteln?
§
Wie
muss eine mittelfristige und langfristige Ausstattungsplanung aussehen?
Die Überlegungen der
Arbeitsgruppe „Medienkonzept“ führten zu folgenden Ergebnissen, die hier
angeführt werden.
Pädagogisch-didaktische Überlegungen
Das
vorliegende Medienkonzept zielt auf Kompetenzerweiterung in den folgenden
Arbeitsbereichen:
§
Nutzung des Internets als Recherchemedium zur
Informationsentnahme, Materialbeschaffung, Aktualisierung und Visualisierung
von Lerninhalten
§
Medienkompetenz im Sinne der Handhabung
grundlegender Anwenderprogramme sowie des Internets
§
Medienkompetenz im Sinne von
Informationssuche, Auswertung, Bewertung und Präsentation
§
Medienkompetenz
im Sinne von Medienkritik: kritischer und verantwortungsbe-wusster Umgang mit
IK-Technologien
§
Verbesserung
von Interaktionen und Kommunikationen: Verbesserung der Teamfähigkeit
§
Kontakte
zu Partnerschulen im In- und Ausland durch Vernetzung
§
Verbesserung
der allgemeinen Sprachfähigkeit, sprachliche Sicherheit im Umgang mit neuen
Kommunikationsformen (E-Mail, Chat)
§
Individualisierung
von Lernprozessen, u.a. als Differenzierungsmaßnahmen in den Fächern Deutsch,
Mathematik und Fremdsprachen sowie als Förderangebot zur Aufarbeitung von Defiziten
bzw. als vertiefendes Angebot
§
Technisch-fachliche
Qualifizierung von Lehrkräften (s.u.), SchülerInnen zur Verbesserung der
Ausbildungsfähigkeit und der Chancen auf dem Arbeitsmarkt
§
Einführung
in grundlegende EDV-Konzepte und Hardware
§
Förderung
der Schlüsselqualifikationen, z.B. Kreativität, problemlösendes Denken
§
Abbau
geschlechtsspezifischer Hemmnisse im Umgang mit dem Computer
§
Sensibilisierung
gegenüber Gefahren bei sorglosem Umgang mit persönlichen Daten im Internet
Zur
Qualifizierung der KollegInnen im Bereich der Informations- und
Kommunikationstechnologien nutzt die Städtische Realschule verschiedene Formen
der Fortbildung wie kollegiale Hilfe, Beratung, Hospitation und Kurse.
Bevorzugt werden vor allem solche Fortbildungsangebote, die
unterrichtspraktische Problemstellungen aufgreifen sowie Informationen, Kenntnisse
und Fertigkeiten vermitteln, die möglichst unmittelbar im Unterricht Anwendung
finden können. Viele jüngere KollegInnen bringen aus ihrem privaten Bereich
bzw. ihren beruflichen Vorerfahrungen gute Kenntnisse mit, an deren Ausbau sie
weiterhin interessiert sind. Aufgrund der Altersstruktur des Kollegiums besteht
allerdings auch Bedarf, in grundlegenden Schulungen Basiswissen zu erwerben.
Folgende
Anstrengungen sind diesbezüglich bisher unternommen worden:
§
Schulinterne
Fortbildung (Einführung in das Internet)
§
Schulinterne
Fortbildung (Anwendung des Office-Paketes)
Geplant:
§
Schulinterne
Fortbildung (Computer-Einsatz in der Unterrichtspraxis)
Ausstattungsplanung
Es
wird angestrebt die vorhandene Hardware in einem 4-5-jährigen Zyklus zu
erneuern.
Die
Ausstattung aller Unterrichtsräume mit einem fest installierten DSL-Anschluss
für den Internetzugang halten wir für technisch nicht zukunftsträchtig und
einem pädagogisch sinnvollen Einsatz des Internets im Unterricht nicht
zuträglich. Anstatt jeweils nur eine/n SchülerIn am einzigen an das Internet
angeschlossenen Klassencomputer arbeiten zu lassen, planen wir die Ausstattung
mit Laptop-Pools: Etwa 12 bis 15 Geräte sind inklusive eines Beamers in einem
fahrbaren Schrank untergebracht. Die Verbindung zum Internet geschieht über ein
Funk-LAN. Diese Konzeption stellt das Arbeiten aller SchülerInnen im Unterricht
sicher, auf reine Demonstration an einem einzigen Internet-Rechner kann verzichtet
werden.
Langfristig
wird die Anschaffung von zwei oben beschriebenen Laptop-Pools incl. Funk-LAN,
Beamer und Drucker angestrebt.
Detaillierte
Ausstattungsplanung sowie konkrete Unterrichtsinhalte sind der ausführlichen
Version des Medienkonzeptes zu entnehmen.
Das
Fahrtenkonzept unserer Schule
Gemeinschaft erleben, lernen in anderer Umgebung,
„die Welt“ erfahren – dies sind diezentralen Gesichtspunkte, die für die
mehrtägigen Unternehmungen gelten, die aus guten Gründen z.T. eine lange
Tradition an unserer Schule haben.
Allen
SchülerInnen soll die Möglichkeit gegeben werden, an einer Fahrt teilnehmen zu
können. Deshalb kann der Förderverein der Schule in besonderen Fällen um
finanzielle Unterstützung gebeten werden.
Klassenfahrten
nach Cuxhaven-Duhnen
Seit
nunmehr zwanzig Jahren machen die SchülerInnen der Städt. Realschule Werl in
der Klasse 6 eine Klassenfahrt nach Cuxhaven-Duhnen, bei der sie sich
untereinander, aber auch die begleitenden LehrerInnen einmal außerhalb des
Unterrichts und der schulischen Umgebung erleben können. Diese einwöchigen
Fahrten stellen einen festen Bestandteil unseres Schullebens dar. Sie fördern
den Klassenzusammenhalt, das gegenseitige Verstehen und tragen durch
Gemeinschaftserlebnisse zu sozialem Lernen und zum Einhalten von Absprachen
bei. Dazu dienen sie dem schulischen Lernen in erfahrungs- und handlungsorientierten
Bereichen, wie es die Richtlinien fordern.
Die Vorbereitung der Klassenfahrt findet in
mehreren Fächern statt. Ein Schwerpunkt der unterrichtlichen Vorbereitung ist
das Kennenlernen des besonderen Lebensraumes Wattenmeer anhand ausgewählter
Beispiele im Fach Biologie. Ein weiterer Schwerpunkt der Vorbereitung obliegt
dem Fach Erdkunde, wo es unter anderem um die Entstehung des Wattenmeeres, die
Phänomene Ebbe und Flut sowie die besonderen Bedingungen in dem Lebensraum Meer
und Küste geht (Deichbau, Siele etc.). Auch im Fach Deutsch wird die Fahrt
vorbereitet, u. a. durch adressatenbezogenes Schreiben (Brief an Kurverwaltung),
Auswertungen von Prospekten, Wegbeschreibungen nach Stadtplan.
Das Kennenlernen des besonderen Lebensraumes
Wattenmeer durch eine geführte Wattwanderung ist ein wichtiger Bestandteil.
Zu den letzten großen Naturräumen in Europa gehört das Wattenmeer, das noch
nicht vollständig von Menschen beeinflusst wird. Diese einzigartige
Großlandschaft muss erhalten und geschützt werden. Je früher die SchülerInnen
im Rahmen dieser Umwelterziehung mit den ökologischen Zusammenhängen wie auch
mit den Pflanzen und Tieren im Einzelnen vertraut gemacht werden, desto eher
wird die Verantwortung für diese empfindliche Landschaft deutlich werden.
Die Förderung der Allgemeinbildung im Rahmen der Unternehmung ist ebenfalls bedeutsam. Sie findet
statt durch die Begegnung mit außerschulischen Lernorten u. a. im Bereich
Schifffahrt (Schifffahrtsmuseum Bremerhaven, Wrackmuseum in Stickenbüttel,
Hafenrundfahrt in Cuxhaven, Zoo am Meer, Nationalparkzentrum in Sahlenburg,
Stadtrundgang in Bremen)
Sportliche Aktivitäten und Spiele sind weitere Bestandteile
dieser Fahrten. Diese schaffen Bereiche, in denen menschliches Verhalten in
spielerischer Form erlebt werden kann. Sie geben die Möglichkeit eigenes
Verhalten und dessen Wirkung auf andere kennen zu lernen.
Die
Schulfahrten haben eine große Bedeutung für das Sozialverhalten der SchülerInnen. Statt sich nur morgens während
der Unterrichtszeit zu sehen, müssen sich die TeilnehmerInnen tagelang
miteinander auseinander setzen. Sie lernen ihre Stärken und Schwächen kennen
und erleben ihre MitschülerInnen aus völlig neuen und vielleicht überraschenden
Perspektiven. Die geforderte Rücksichtnahme aufeinander und die Tagesgestaltung
im Klassenverband prägen das Sozialverhalten entscheidend. Verantwortung muss
übernommen werden und somit wird die Selbstständigkeit gefördert.
Die Nachbereitung kann z. B. durch selbst
formulierte Reiseberichte im Fach Deutsch erfolgen: Kleinere Gruppen schreiben
jeweils einen Tagesbericht, korrigieren ihn, erweitern ihn mit Bildmaterial.
Die Tagesberichte werden mit dem PC geschrieben, wodurch eine komplette Zusammenstellung
als Reisebericht
erleichtert
wird.
Fahrten im Jahrgang 9
Für
die Jahrgangsstufe 9 werden an der Städtischen Realschule klassenübergreifend
einwöchige Fahrten nach Paris oder London angeboten. Parallel zu diesen
Veranstaltungen gibt es an der Schule Alternativangebote für SchülerInnen, die
an keiner dieser Fahrten teilnehmen möchten.
Projekt
London
Für
die SchülerInnen, die sich für die Fahrt nach London entscheiden, gibt es für
die Teilnahme keine besonderen Auswahlkriterien. Sie verfügen allerdings über
einen recht unterschiedlichen fachlichen Leistungsstand, und oft war in der
Vergangenheit ihre Motivation von Stereotypen geprägt. Die bisherige Praxis
hatte gezeigt, dass ein reines Angebot ohne besondere unterrichtliche
Vorbereitung SchülerInnen dazu verleitete, die Fahrt nach London als bloßes
Freizeitvergnügen anzusehen. Ein wesentliches Ziel der Reise, nämlich die
Jugendlichen zu einem offenen Umgang mit anderen Kulturen zu ermutigen, war auf
diese Weise schwer zu erreichen. Viele SchülerInnen fanden keinen Zugang zur
fremden Kultur und machten sich über Besonderheiten des Landes sogar lustig.
Das vielfältige Angebot vor Ort wurde ebenfalls nicht von allen TeilnehmerInnen
wahrgenommen. Daher entschlossen wir uns, die Fahrt nach London ab dem
Schuljahr 2005/2006 erstmalig mit einer ganzjährigen Arbeitsgemeinschaft im 9.
Schuljahr zu verknüpfen.
Ziel
der Arbeitsgemeinschaft ist in erster Linie die intensive Vorbereitung und
anschließende Durchführung einer Fahrt nach London. Hierbei werden die
SchülerInnen so weit wie möglich an der Planung beteiligt. In der Regel sind
die Anreise mit dem Bus sowie die Unterbringung in einem Hotel im Stadtzentrum
vorgesehen. Die Jugendlichen lernen während ihres Aufenthaltes London als
Beispiel für eine stark multikulturell geprägte Gesellschaft kennen. Dabei muss
berücksichtigt werden, dass die Wahrnehmung unserer SchülerInnen – aber auch
die Wahrnehmung der Engländer – von bestimmten Selbst- und Fremdbildern geprägt
ist. Die SchülerInnen werden an diese Problematik herangeführt, denn schließlich
tragen sie als Gäste in einem fremden Land eine besondere Verantwortung. Ihr
Verhalten bestätigt oder verändert stereotype Ansichten über Deutsche. Auf der
anderen Seite sollen auch die SchülerInnen lernen, ihre eigene Sichtweise
kritisch zu reflektieren. Dies setzt die Behandlung landeskundlicher Aspekte im
Unterricht voraus, in denen es um für Großbritannien typische Merkmale geht,
die im alltäglichen Fremdsprachenunterricht nicht oder nicht ausreichend
behandelt werden können. Darüber hinaus erarbeiten die TeilnehmerInnen der
Arbeitsgemeinschaft das umfangreiche kulturelle Angebot der Metropole London beispielsweise
mit Hilfe von Referaten und der Internetrecherche. Die SchülerInnen stellen am
Ende der Vorbereitungsphase ein Programm zusammen, das im Wesentlichen ihren
Interessen entspricht. Neben gemeinsamen Aktivitäten erhalten die SchülerInnen
vor Ort die Möglichkeit, in Kleingruppen spezielle kulturelle Angebote wahrzunehmen.
Dabei können sie ihre bisher erworbenen sprachlichen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erproben und verbessern.
Da die
Fahrt nach London im Rahmen einer ganzjährigen Arbeitsgemeinschaft durchgeführt
wird, erfolgt eine direkte Rückmeldung durch die SchülerInnen im anschließenden
Unterricht. Dies soll unter anderem dazu dienen, das Angebot für den folgenden
Jahrgang zu verbessern.
Die Parisfahrt
Die
Prinzipien des interkulturellen und handlungsorientierten Lernens werden in der
Schule der Zukunft eine herausragende Rolle einnehmen. Deshalb führt die
Fachschaft Französisch seit vielen Jahren am Ende der Jahrgangsstufe 9 eine
fünftägige Kursfahrt nach Paris durch.
Diese
Exkursion richtet sich vor allem an jene SchülerInnen, die im
Wahlpflichtbereich I das Fach Französisch gewählt und sich intensiv mit dieser
Fremdsprache auseinander gesetzt haben. Die Teilnahme an der Exkursion erfolgt
freiwillig. Freie Reiseplätze werden zur Kostenminimierung an jene SchülerInnen
außerhalb der Französischkurse vergeben, die sich durch besonders positives
Sozialverhalten ausgezeichnet haben.
Es ist
das Ziel dieser Frankreichfahrten, die im Unterricht erlernte Sprache in
typischen Alltagssituationen anzuwenden und den SchülerInnen somit die Angst
vor dem Gebrauch der Sprache zu nehmen. Die SchülerInnen sollen aber auch mit
landestypischen Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht werden und
landeskundliche Erfahrungen sammeln können. Für die Französischkurse bedeutet
diese Kursfahrt aber auch eine wichtige gruppendynamische Erfahrung, die den
Zusammenhalt auch für den unterrichtlichen Lernprozess stärkt.
Um den
SchülerInnen auch ein kulturell interessantes Programm zu bieten, wurde als
Reiseziel die französische Hauptstadt gewählt. Die Unterbringung erfolgt in
einem Hotel, in dem auch das Frühstück eingenommen wird. Das Abendessen
hingegen wird in ein französisches Restaurant verlegt, um auch die französische
Küche kennen zu lernen.
Die zu
besichtigenden Sehenswürdigkeiten der französischen Metropole werden im Unterricht
zuvor erarbeitet, z.B. auf dem Wege von Schülerreferaten. Die einzelnen Programmpunkte
können variieren, sie sind anspruchsvoll und abwechslungsreich. In ihrer
Freizeit können die SchülerInnen darüber hinaus in Kleingruppen die Stadt nach
eigener Interessenlage erkunden.
Folgende
Sehenswürdigkeiten können Ziel einer Außen- oder Innenbesichtigung werden:
§
Louvre
mit Glaspyramide und Tuilerien
§
Eiffelturm
§
Tour
Montparnasse (Hochhaus mit Aussichtsterrasse)
§
Centre Pompidou
§
Triumphbogen
§
Invalidendom (Grabstätte Napoleons)
§
Schloss
und Park Versailles (mit Ruderbootpartie)
§
La Défense (ein modernes Hochhausviertel)
§
Place de la Concorde und Champs-Elysées
§
Jardin
du Luxembourg mit dem Palais du Luxembourg
§
Musée
d’Orsay (ein Museum zur Kunst des 19. Jahrhunderts)
§
eine
abendliche Fahrt auf der Seine etc.
Die
Schülerbücherei
Die
seit vielen Jahren bestehende Schülerbücherei ist als Ausleihbibliothek
konzipiert, wobei die SchülerInnen in den großen Pausen sowohl den
Bücherbestand sichten als auch gewünschte Bücher für 4 Wochen mit nach Hause
nehmen können. Der Bestand setzt sich aus mehreren Tausend Büchern und
Zeitschriften zusammen, die größtenteils dem Bereich der Belletristik (Romane,
Abenteuergeschichten, Krimis etc.) entstammen, aber auch der fachbezogenen Literatur
angehören.
Da
unsere Schule von vielen SchülerInnen mit Migrationshintergrund besucht wird,
die nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Ressourcen großes Interesse an
der Benutzung des Büchereibestands zeigen, leistet die Schülerbücherei hier
wichtige integrative Aufgaben für diese Schülergruppe. KlassenlehrerInnen von
SchülerInnen, die regelmäßig die Schülerbücherei frequentieren, berichten nicht
nur über eine verbesserte Lesekompetenz, sondern auch über
Leistungssteigerungen der besagten SchülerInnen. Da in der Schülerbücherei auch
soziales Verhalten sehr ernst genommen wird (Einhalten von Regeln wie Ruhe in
der Bücherei, die pflegliche Behandlung und pünktliche Rückgabe der Bücher,
höflicher Umgang mit den VerleiherInnen usw.), wird somit auch die
Sozialkompetenz der SchülerInnen gefördert. Wird die Verleihfrist überschritten,
wird eine kleine Strafgebühr fällig.
Zu
Beginn der Jahrgangsstufe 5 werden alle neuen SchülerInnen in einer einstündigen
Präsentation durch die Schülerbücherei geführt, um sie an das Lesen
heranzuführen. Gerade in diesem Alter kann die Lesebereitschaft enorm gefördert
werden.
Die
Buchentleihe läuft auf EDV-Basis und mit Hilfe einiger angelernter
VerleiherInnen, die ihren Dienst abwechselnd in den Pausen verrichten, wofür
besonders zuverlässige SchülerInnen ausgesucht wurden.
In den
vergangenen Jahren konnten mittels kleinerer Geldspenden durch den Förderverein
erste Neuanschaffungen im Bereich der Belletristik und der Allgemeinbildung
(Serie Sehen – Staunen – Wissen) getätigt werden, wobei sowohl VerleiherInnen
als auch SchülerInnen Vorschläge unterbreiten konnten.
In den
nächsten Jahren hingegen soll der weitere Aufbau eines fachbezogenen
Bücherbestandes dem Aufbau der Lesekompetenz Vorschub leisten. Es soll den
SchülerInnen ermöglicht werden, sich auf den Unterricht vorzubereiten, das im
Unterricht geweckte Interesse fortzuführen und auch durch die Fachliteratur die
Gestaltung von Referaten durchzuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden
zurzeit neue Geldquellen erschlossen.
Auf
Anregung der VerleiherInnen ist ein Wettbewerb ins Leben gerufen worden, bei
dem die SchülerInnen kreative Textbeiträge zu vorgegebenen, quartalsweise
wechselnden Themen erstellen und anschließend einen Sachpreis (natürlich ein
Buch) gewinnen können.
Beurteilung
des Arbeits- und Sozialverhaltens auf Zeugnissen – Rückmeldungen der Schule an
SchülerInnen und Eltern
SchülerInnen müssen heute und
zukünftig nicht nur fachliche Leistungen vorweisen, um letztlich in Ausbildung,
Beruf und gesellschaftlichem sowie sozialem Leben bestehen zu können. Neben
Sach- und Fachwissen sind bestimmte unverzichtbare Kompetenzen zu entwickeln:
Es geht hier um eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, also um
Haltungen, Fähigkeiten und Bereitschaften, die einen wesentlichen Aspekt der
Zukunftsfähigkeit ausmachen. Nicht selten haben auch fachliche Defizite und
unbefriedigende Lernfortschritte ihre Ursache in einer unzureichenden
Entwicklung selbstständiger Arbeitsweisen und Kompetenzen. Individuelle
Förderung muss deshalb neben fachlichen Aspekten im engeren Sinn auch altersangemessene
Arbeits- und Sozialkompetenzen in den Blick nehmen und zu stärken suchen.
Wie die Noten eine Beurteilung
des derzeit erreichten Leistungsstandes in fachlicher Hinsicht widerspiegeln,
so sollen die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens den SchülerInnen
und deren Eltern eine Rückmeldung in Bezug auf die Entwicklung dieser
überfachlichen Kompetenzen geben. Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten
werden dabei auf der Grundlage von Beobachtungen getroffen, die sich über den
Unterricht hinaus auf das gesamte Schulleben erstrecken.
Dies dient einerseits dem Ziel, bei SchülerInnen nötige Änderungen des Verhaltens bei festgestellten Mängeln anzumahnen (z.B. bei der Erledigung von Hausaufgaben oder bei der Verantwortungsbereitschaft) bzw. Lernbedarf deutlich zu machen, z.B. im Hinblick auf die Problemlösekompetenz oder die Teamfähigkeit. Aber auch positive Verhaltensweisen bzw. Fähigkeiten sollen gewürdigt werden, z.B. die Übernahme von Verantwortung für die Klassengemeinschaft oder die stets konzentrierte Mitarbeit im Unterricht.
Durch
eine Änderung des Schulgesetzes hatten Schulen aller Schulformen und –stufen in
NRW die Aufgabe, über die Fachnoten hinaus Aussagen zum Arbeits- und
Sozialverhalten in die Zeugnisse von SchülerInnen aufzunehmen.
|
Die Bewertung des Arbeitsverhaltens
bezieht sich auf die Kompetenzbereiche §
Leistungsbereitschaft §
Zuverlässigkeit und Sorgfalt §
Selbstständigkeit |
Die Bewertung des Sozialverhaltens
bezieht sich auf die Kompetenzbereiche §
Verantwortungsbereitschaft §
Konfliktverhalten §
Kooperationsfähigkeit |
Das Arbeitsverhalten und das
Sozialverhalten werden in je drei Teilkategorien bewertet und im Zeugnis
dokumentiert.
Die einzelnen Teilkategorien
werden mit den Notenstufen
- sehr gut (= entspricht den
Anforderungen im besonderem Maße)
- gut (= entspricht den
Anforderungen in vollem Maße)
- befriedigend (= entspricht den
Anforderungen im Allgemeinen)
- unbefriedigend (= entspricht
den Anforderungen noch nicht)
bewertet.
Außerdem
soll schulisches und ehrenamtliches Engagement gefördert und auf dem Zeugnis
dokumentiert werden.
Schulisches
Engagement stärken
Viele Schülerinnen und Schüler
engagieren sich in besonderer Weise. Die Schule unterstützt dieses Engagement
dadurch, dass der besondere Einsatz in der Schule und die Bereitschaft, mehr
als nur das unbedingt Geforderte einzubringen, auch anerkannt und gewürdigt
werden. Dem trägt Rechnung, das außerunterrichtliche Engagement auf dem Zeugnis
zu dokumentieren.
Ehrenamtliches
Engagement würdigen
Auf Wunsch der Schülerin oder
des Schülers kann ehrenamtliche Tätigkeit in gemeinnützigen oder kirchlichen
Organisationen, Verbänden oder Einrichtungen auf jedem Zeugnis dokumentiert
werden. Bei Abschluss-, Abgangs- und Bewerbungszeugnissen empfiehlt es sich
besonders. Entsprechend dem Gesetzeswortlaut geschieht dies unter Einbeziehung
früherer Schuljahre, wobei mit den Schülerinnen und Schülern abzusprechen ist,
welche Bemerkungen aus früheren Zeugnissen aufgenommen werden sollen. Eine
Abstimmung in der Schul- oder Lehrerkonferenz ist nicht notwendig.
Da die Schule die Aktivitäten
nicht aus eigener Kenntnis dokumentieren kann, liegt es bei der jeweiligen - im
Regelfall als gemeinnützig anerkannten - Einrichtung oder Organisation, in der
die ehrenamtliche Tätigkeit geleistet wurde, der Schule das dort zum Ausdruck
gebrachte Engagement zu bescheinigen (z. B. Jugendfeuerwehr, kulturelles
Engagement......).
Diese Vorgaben machten auch
eine Veränderung der bisherigen Verfahrensweise an der SRW im Umgang mit
Zeugnisbemerkungen nötig.
Über die Note berät und entscheidet
die Versetzungskonferenz auf Vorschlag des Klassenlehrers/der Klassenlehrerin.
Konsequenzen für Schule und Unterricht
Was
als Lernfortschritt beurteilt wird, muss auch gefördert werden. So muss im
Einzelnen überlegt werden, welche Lerngelegenheiten in Schule und Unterricht
zur Entwicklung der jeweiligen Kompetenzen bestehen. Damit rücken spezielle Lehr-
und Lernformen wie Projektunterricht, schülerzentrierter Unterricht usw. in den
Blick.
Es
sollten die schulischen Handlungsfelder befragt werden: Welche Modelle und
soziale Strukturen, welche Möglichkeiten für Erfahrungslernen und Reflexion
bieten sie an, um soziales Lernen zu fördern und zu unterstützen? Hat das
eigene Verhalten als LehrerIn Vorbildcharakter im Sinne der Ziele, die mit der
Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens verbunden sind?
(Bin
ich pünktlich, zeige ich mich interessiert an Neuem, bin ich fair,...?)
Im
alltäglichen Fachunterricht können die Indikatoren zum Arbeits- und
Sozialverhalten genutzt werden, um kritisch die Unterrichtsformen dahin gehend
zu überprüfen, ob sie z. B. unterstützen oder ermöglichen, dass
§
Einzelne
ihre Interessen, ihre Neugier einbringen können,
§
selbstständig
(individuell und in Gruppen) Entscheidungen getroffen werden können,
§
gemeinsam
Verabredungen und Vereinbarungen getroffen werden (zur Einhaltung von Regeln, bezogen auf Arbeitsabläufe und
Aufträge usw.)
§
inhaltliche
Kontroversen und soziale Konflikte ausgetragen werden können.
Fachliches Lernen
Unterricht
an der Städtischen Realschule Werl
SchülerInnen
stehen im Mittelpunkt der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Städtischen Realschule.
Unsere
Schule will für sie einen Lebens- und Arbeitsraum schaffen, der für sie
Anregungen und Hilfen auf dem Weg zur Mündigkeit bietet.
Damit
verbinden wir die Entwicklung der Individualität der SchülerInnen, die
Ausbildung sozialer Verantwortung, die Möglichkeit kultureller Teilhabe, die
Befähigung zu ethischem Urteilen und Handeln, die Übernahme von Berufs- und
Arbeitsrollen sowie die Bereitschaft zur Mitverantwortung in einer
demokratischen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang ist der Begriff des
„erziehenden Unterrichts“ von zentraler Bedeutung:
„Erziehender
Unterricht" bedeutet einmal, dass der/die SchülerIn lernt, das im
Unterricht gewonnene Wissen auf konkrete Entscheidungsprozesse anzuwenden. Es
geht dabei um sachangemessene Urteile aufgrund vermittelter Wissensbestände,
nach Möglichkeit in Handlungsvollzügen.
„Erziehender
Unterricht" kann zweitens jene Einwirkungen erzieherischer Art, wie Lob, Tadel,
Strafe, Ermunterung, Hilfe, Beratung usw. meinen. Dabei ist wichtig zu
beachten, dass nicht nur die bewussten ausdrücklich von den LehrerInnen ausgehenden
intentionalen Maßnahmen (direkte Erziehungsmittel) eine Rolle spielen, sondern
auch die mehr funktionalen, wie Spiel-, Arbeits- und Wettbewerbssituationen,
außerdem die Stilformen des Lehrens, die ebenfalls weit reichende erzieherische
Wirkung besitzen. Auch Situationen des Erfolgs zeitigen erzieherisch bedeutsame
Einflüsse ermutigender Art – wie Misserfolge häufig Entmutigung zur Folge
haben.

Letztlich
bleibt unser Ziel der erfolgreiche Realschulabschluss aller SchülerInnen.
Dazu
unterrichten wir in unterschiedlichen Fächern und Differenzierungen und bieten
darüber hinaus Projekte, Praktika, Arbeitsgemeinschaften und Förderkurse an.
Die
Fächer sind ab Klasse 5 Religion, Deutsch, Englisch, Mathematik,
Textilgestaltung, Kunst, Musik, Sport, Politik, Biologie, Physik. In Klasse 6
kommen Geschichte und Französisch hinzu, in Klasse 7 Chemie. Ab Klasse 7
entscheiden sich die SchülerInnen für einen Wahlpflichtbereich: Sprachen
(Französisch), Naturwissenschaften (Biologie, Technik oder Informatik) oder
Sozialwissenschaften. Die neuen Wahlpflichtfächer sind Fächer mit schriftlichen
Arbeiten wie Deutsch, Mathematik und Englisch.
Konzept
zur neuen Ausbildungsordnung
Mit
dem neuen Schulgesetz haben die Schulen – und damit auch wir – neue Vorgaben
erhalten. Eine neue Stundentafel trat mit dem Schuljahr 2005/2006 in Kraft. Für
uns bedeutete diese neue Stundentafel, ein Konzept für unsere Schule entwickeln
zu müssen, das die Vorgaben berücksichtigt und die Freiräume sinnvoll füllt.
Für unsere Schule gelten
folgende Überlegungen:
|
Klasse |
5 und 6 |
7 bis 10 |
Wochenstunden |
||
|
Lernbereich/Fach |
|
|
|
||
|
Deutsch |
8 + 2 E |
16 + 2 E |
24 + 4 E |
||
|
Gesellschaftslehre
1) Geschichte Erdkunde Politik |
6 |
15 |
21 |
||
|
Mathematik |
8 |
16 + 2 E |
24 + 2 E |
||
|
Naturwissenschaften
1) Biologie Chemie Physik |
6 |
16 + 2 |
22 + 2 |
||
|
Englisch |
8 + 1 E |
14 + 1 E |
22 + 2 E |
||
|
Zweite
Fremdsprache |
3 |
- |
3 |
||
|
Kunst,
Musik, Textilgestaltung 1) Kunst Musik Textilgestaltung |
8 |
8 |
16 |
||
|
Religionslehre
2) |
4 |
8 |
12 |
||
|
Sport |
6 – 8 |
10 – 12 |
18 |
||
|
Hauswirtschaft |
|
+ 2 E |
|
||
|
Wahlpflichtunterricht
3) |
- |
12 |
12 |
||
|
|
|||||
|
Kernstunden |
57 – 59 |
115 – 117 |
174 |
||
|
Ergänzungsstunden
4) integriert
in die verschiedenen Jahrgänge |
|
|
(14) |
||
|
Wochenstundenrahmen |
Klasse 5 Klasse 6 |
28 – 31 29 – 32 |
Klasse
7 Klasse
8 Klasse
9 Klasse
10 |
30 – 33 30 – 33 31 – 34 31 – 34 |
|
|
Gesamtwochenstunden |
|
|
188 + 10 |
||
zusätzlich:
Bis
zu 5 Wochenstunden Muttersprachlicher Unterricht
|
1) 2) 3) 4) |
Das Fach Geschichte wird ab Klasse 6 erteilt, das Fach Chemie ab
Klasse 7. Innerhalb der Lernbereiche sind die nach dieser Stundentafel zu
erteilenden Fächer gleichgewichtig zu berücksichtigen. Für den Unterricht in Praktischer Philosophie gilt
§ 3 Abs. 4. Der Wahlpflichtunterricht beginnt in Klasse 7.
Dafür gilt § 15 Abs. 3. Für die Ergänzungsstunden gilt § 15 Abs. 4. |
Projekte
zur Berufs- und Lebenswegplanung, zum Nationalsozialismus sowie Praktika ergänzen
das Unterrichtsangebot. [s. detaillierte Darstellungen]
Nach
dem Unterricht machen wir vielfältige Angebote im Bereich der Arbeitsgemeinschaften.
[s. detaillierte Darstellungen]
In der
Erprobungsstufe fördern wir SchülerInnen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
mit zusätzlichen Angeboten. Wir wollen ihnen damit die erfolgreiche Mitarbeit
in der Erprobungsstufe erleichtern.
SchülerInnen,
die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, erhalten einen Ausgleichunterricht
zur weiteren Förderung in den Hauptfächern, in den Jahrgängen 9 und 10
Unterricht im Fach Praktische Philosophie.
Unser
Unterricht zielt darauf, den SchülerInnen die Lebenswirklichkeit zu erschließen
und sie auf unterschiedlichste zukünftige Lebenssituationen vorzubereiten.
Dabei versuchen wir die Erfahrungen der SchülerInnen aufzugreifen und die neuen
Erkenntnisse und Einsichten in konkreten Handlungsfeldern auszuprobieren.
Dabei
ist die Vermittlung von fachlichen, personalen und sozialen Kompetenzen, die
für den späteren Berufs- und Lebenserfolg zielführend sind, unser besonderes
Anliegen.
Verbesserung
der Lernerfolge der SchülerInnen in den Fächern Deutsch, Mathematik und
Englisch
Internationale
Vergleichsstudien (z.B. PISA) zeigten, dass deutsche SchülerInnen im internationalen
Vergleich lediglich durchschnittliche Leistungen erbrachten. Besonders beunruhigend
ist die Erkenntnis, dass offensichtlich der schulische Erfolg in Deutschland
stark von der sozialen Herkunft der Kinder abhängig ist. Zwischen den
verschiedenen Schulen gab es große Unterschiede. Die Konferenz der
Kultusminister erteilte den Schulen den Auftrag, die Lernerfolge der
SchülerInnen zu verbessern und entschied sich, bundesweite Standards festzulegen,
d. h. festzulegen, welche Kompetenzen SchülerInnen am Ende der Schulzeit erworben
haben sollen. Die Schulen in allen Bundesländern sind aufgefordert, ihren
Unterricht weiter zu entwickeln und Rechenschaft darüber abzulegen, ob und in
welchem Umfang es ihnen gelingt, die gesetzten Standards zu erfüllen.
Das
Land Nordrheinwestfalen hat dafür ein Konzept mit verschiedenen Maßnahmen
erarbeitet, von denen auch einige für alle Realschulen gelten.
Kernlehrpläne wurden zunächst
für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik erarbeitet. Sie sind ein
wesentliches Element für die Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer
Arbeit und für die Steuerung und Unterstützung der Unterrichtsentwicklung.
Die nordrhein-westfälischen Kernlehrpläne geben die fachbezogenen Anforderungen
vor, denen SchülerInnen am Ende am Ende der Doppeljahrgangsstufen 5/6 und 7/8
sowie am Ende der Sekundarstufe I genügen sollen. Dabei konzentrieren sie sich
auf wesentliche, für den gewählten weiteren Bildungsweg unverzichtbare Inhalte,
fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Zu erreichende Kernkompetenzen wurden festgelegt,
deren Realisierung in regelmäßigen und festgelegten Abständen überprüft wird.
|
Klasse 5 |
|
|
|
Klasse 6 |
Kompetenzerwartungen der Kernlehrpläne (Ende Jg. 6) |
|
|
Klasse 7 |
|
|
|
Klasse 8 |
Kompetenzerwartungen der KLP (Ende Jg. 8) |
Lernstandserhebungen (im 2.Halbj.) |
|
Klasse 9 |
|
|
|
Klasse 10 |
Kompetenzerwartungen der KLP (Ende Jg.10) |
Zentrale Leistungsüberprüfung (ab 2007) |
Zentrale Lernstandserhebungen werden im Jahrgang 8 in den
Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt. Alle SchülerInnen aller
Realschulen erhalten zum gleichen Termin zentral gestellte Aufgaben für die
Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Damit sollen wir LehrerInnen die
Lernergebnisse von SchülerInnen an Standards messen und über den Vergleich mit
Ergebnissen anderer Schulen eine schulübergreifende Standortbestimmung
vornehmen können. Sie dienen der Selbstvergewisserung darüber, inwieweit wir
als Schule die in den Richtlinien und Lehrplänen (ab Schuljahr 2004/2005 in den
Kernlehrplänen) ausgewiesenen Ziele erreicht.
Die Aufgaben sowie die Hilfen zur Auswertung und Aufarbeitung
(Vergleichswerte, Kriterien, Auswertungs- und Interpretationshilfen) sind so angelegt,
dass LehrerInnen differenzierte Daten über Schülerleistungen in vergleichender
Perspektive und konkrete Hinweise auf Stärken und Schwächen von Lerngruppen und
der eigenen Schule im fachlichen Lernen erhalten.
Zentrale Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) dienen nicht
der Leistungsbeurteilung. Mit ihrer Hilfe soll vielmehr der Lern- und auch Förderbedarf
einer Klasse und einzelner Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die
Lernerfolge von Vergleichsgruppen und bezogen auf fachliche und fachdidaktische
Kriterien reflektiert werden. Um ihnen aber zusätzlich auch für die praktische
Arbeit Bedeutung beizumessen, fließen die Ergebnisse in die Leistungsbewertung
ein, indem sie bei die Entscheidung für eine Note im Zweifelsfall beeinflussen
können. Ziel zentraler Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) ist die pädagogi-
sche und didaktische Weiterentwicklung des Unterrichts in den Schulen. Darüber
hinaus können zusätzliche Informationen über die Effektivität des
Bildungssystems ermittelt werden.
Zentrale Leistungsüberprüfungen in den Fächern Deutsch,
Mathematik und Englisch mit zentral gestellten schriftlichen Aufgaben sind das
letzte Glied in der Kette eines umfassenden Systems der Standardsicherung. Sie wurden
am Ende der Sekundarstufe I und am Ende der gymnasialen Oberstufe zum Schuljahr
2006/2007 in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Die Prüfungsanforderungen ergeben
sich aus den Aussagen der Kernlehrpläne. Diese besondere Form der Arbeit wird
jeweils von zwei LehrerInnen korrigiert, die eine gemeinsame Note festlegen.
Die Note des Faches auf dem Abschlusszeugnis der Schülerin/ des Schülers setzt
sich dann zur Hälfte aus der erbrachten Leistung des Schuljahres und zur Hälfte
aus der Note der zentralen Leistungsüberprüfung zusammen.
Hinter all diesen Überlegungen steckt die Idee, dass die Schulen
Freiheiten haben sollen, gesteckte
Ziele zu erreichen, dafür aber einheitliche Kriterien notwendig sind, um die Vergleichbarkeit
der Abschlüsse zu gewährleisten.
Kernlehrpläne
als neue Form der Unterrichtsvorgaben
Für
das Land NRW wurden für alle Schulen Kernlehrpläne entwickelt, die Standards
eines mittleres Bildungsniveaus beschreiben, das für alle Schulformen bis
Klasse 10 Gültigkeit hat. Damit wurde zum ersten Mal festgelegt, welche
Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die SchülerInnen bis zum Ende der
Jahrgangsstufe 10 erreicht haben müssen.
Kernlehrplan
Deutsch
Für
das Fach Deutsch legt der Kernlehrplan fest, über welche sprachlichen
Kompetenzen die SchülerInnen am Ende der Jahrgangsstufe 10 verfügen sollen. Aus
dieser neuen Konzeption ergeben sich in mehrfacher Hinsicht Veränderungen für
unsere unterrichtliche Praxis: Neue Anforderungen sind an die SchülerInnen in
Bezug auf die Selbstständigkeit (z.B. im Umgang mit Texten), an die
Methodenkompetenz und die Darstellungskompetenz gestellt. Dies bedingt
veränderte Anforderungen an die LehrerInnen. Sie sollen und müssen
Gelegenheiten für selbstständiges Arbeiten schaffen, es gilt verstärkt Methodenkompetenz
zu vermitteln, sie müssen bei gewissen thematischen Freiheiten und gleichzeitig
verbindlichen Kompetenzen Absprachen treffen.
Um
diesen Zielvorstellungen gerecht zu werden, sollen LehrerInnen ein Lernen in
Kontexten ermöglichen, d.h. Fachgegenstände werden innerhalb eines thematischen
Zusammenhangs erarbeitet.
Eine
zentrale Anforderung des Lehrplans ist somit die Gestaltung des
Deutschunterrichts in Form von Unterrichtsvorhaben. Das Unterrichtsvorhaben
stellt eine komplexe und schülerorientierte Lernsituation dar, die mehrere
Perspektiven auf ein Thema eröffnet. Diese Form des Deutschunterrichts hat zur
Konsequenz, dass in jeder Unterrichtseinheit alle folgenden fachlichen
Kompetenzbereiche abgedeckt werden müssen:
§
Sprechen
und Zuhören
§
Schreiben
§
Lesen
– Umgang mit Texten und Medien
§
Reflexion
über Sprache
Bei
jedem Unterrichtsvorhaben sollen die SchülerInnen Kompetenzen aus allen vier
Bereichen erwerben. Am Schuljahresende sollen alle Kompetenzen (auch mehrfach)
erarbeitet worden sein und von den SchülerInnen beherrscht werden. Bei der
Auswahl der fachspezifischen Inhalte sind der Denk- und Erfahrungshorizont der
SchülerInnen angemessen zu berücksichtigen. Dies soll auch zur Orientierung in
der zukünftigen Lebenswelt der Heranwachsenden beitragen und ihnen zugleich
einen Zugang zu historischen Perspektiven öffnen.
Die
Fachkonferenz Deutsch hat - auf der Grundlage der dargestellten
Unterrichtsprinzipien und des aktuellen Lehrwerks - für die Jahrgangsstufen
folgende Unterrichtseinheiten festgelegt. Es bleibt selbstverständlich Aufgabe
der Fachschaft Deutsch, die Unterrichtsarbeit in den Jahrgangsstufen regelmäßig
zu evaluieren und ggf. Planungen zu aktualisieren bzw. Schwerpunktsetzungen
anzupassen.
|
Jahrgangsstufe 5 §
Wir und unsere Schule §
Gedichte machen Spaß §
Unglaubliche Geschichten §
Tiere beobachten §
Unsere Fernsehwelt |
Jahrgangsstufe 6 §
Meine Freunde und ich §
Gereimtes und Ungereimtes im Laufe des Jahres §
Von eigenen und fremden Erlebnissen §
Katzen, Vögel, Mäuse, Menschen – Fabeln und Märchen §
Wir gehen auf große Fahrt §
Wie man Experte wird – |
|
Jahrgangsstufe 7 §
Wie funktioniert das? §
Von Helden, Schurken und Mordtaten §
In Diskussionen bestehen §
Japan – Japanisches aus der Nähe §
Erzählen aus alter und neuer Zeit |
Jahrgangsstufe 8 §
Jugendliche in ihrer Lebenswelt (z.B. als Ganzschrift) §
Umgang mit Medien (z.B. ZEUS) §
Mensch und Umwelt im Gedicht §
Den eigenen Standpunkt klären §
Vorbilder für unser Leben §
Kritische Meinung zu Bildern und Texten §
|
|
Jahrgangsstufe 9 §
Alltagsprobleme – §
Dann eben mit Gewalt §
Ernstfall auf Probe – Wir erkunden Berufe §
Auf dem Weg zum Erwachsenwerden §
Macht der Medien |
Jahrgangsstufe 10 §
Lebenspläne - Lebenswege (Biografien, Generationskonflikte) §
Meinungen über Meinungen §
Sich einmischen (politische Texte, Diskussionen) §
Beziehungsgeschichten (Menschen in Krisen-, Kriegssituationen) §
Alles bewegt sich |
Kernlehrplan
Mathematik
Bislang
haben Mathematiklehrpläne versucht, die Gesamtheit des Unterrichts zu erfassen.
Dabei wurden u.a. detaillierte Stofflehrpläne erstellt, die festlegten, welche
Inhalte in welchen Jahrgangsstufen unterrichtet wurden.
Der
Kernlehrplan formuliert keine Stoffkataloge mehr, sondern benennt Kompetenzen,
die SchülerInnen als Ergebnis des Mathematikunterrichts erworben haben sollen.
Der Blick richtet sich also nicht mehr auf die Vorgaben für Unterrichtsgestaltung
(„Input“), sondern auf die langfristigen Ergebnisse des Unterrichts („Output“).
Dabei werden viele Themen und Bereiche, die traditionell im
Mathematikunterricht ihren Platz hatten, reduziert oder bleiben ganz
unberücksichtigt. Es bleiben nur solche Kompetenzen übrig, die für das weitere
Lernen und für das Nutzen von Mathematik in anderen Lebensbereichen eine
besondere Bedeutung haben. Eine solche Sicht auf die mathematischen Kenntnisse
und Fertigkeiten von SchüleInnen wird als mathematische Grundbildung bezeichnet.
In
einem modernen Mathematikunterricht, der im Sinne unserer Leitidee vielfältig
bildet und SchülerInnen zukunftsfähig macht, geht es also nicht um das Abspulen
von Wissen, sondern um die Fähigkeit, die mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten
in wechselnden Situationen sinnvoll zu nutzen. Dabei werden eher prozessbezogene
Kompetenzbereiche (wie z.B. das Argumentieren) mit gleichem Gewicht den
eher inhaltsbezogenen Kompetenzbereichen des Faches gegenübergestellt. Erst
beide Bereiche zusammen können angemessen die fachbezogenen Kompetenzen, die im
Fach Mathematik erworben werden sollen, abstecken:
|
Fachbezogene
Kompetenzen |
|||
|
Prozessbezogene
Kompetenzen Û inhaltsbezogene Kompetenzen |
|||
|
Argumentieren |
Argumentieren
und Kommunizieren |
Arithmetik
/ Algebra |
Mit
Zahlen und Symbolen umgehen |
|
Problemlösen |
Probleme
erfassen, erkunden und lösen |
Funktionen |
Beziehungen
und Veränderungen beschreiben und erkunden |
|
Modellieren |
Modelle
erstellen und nutzen |
Geometrie |
Ebene
und räumliche Strukturen nach Maß und Form erfassen |
|
Werkzeuge |
Medien
und Werkzeuge verwenden |
Stochastik |
Mit
Daten und Zufall arbeiten |
Noch
im Schuljahr 2004/05 wurden alle FachkollegInnen über die Vorgaben des Kernlehrplans
und dessen verbindliche Einführung im Laufe der folgenden beiden Schuljahre
(2005/06: Klassen 5/7/9; 2006/07: Klassen 6/8/10) informiert. Im Rahmen der
Fachschaft einigte man sich darauf, dass der schulinterne Lehrplan auf
obligatorischen Schlüsselaufgaben beruhen sollte, die den Zusammenhang
zwischen inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen verdeutlichen. Zur Umsetzung
der Vorgaben wurden jahrgangsspezifische Arbeitsgruppen gebildet, die sich in
einer ersten Phase mit den Unterrichtsreihen in den Jahrgängen 5, 7 und 9
beschäftigten, in der zweiten mit den Jahrgängen 6, 8 und 10. Gesucht wurden
komplexe Aufgaben, die möglichst viele Kompetenzen erfordern und zugleich den
jeweiligen Schwerpunkt erschließen, der bei den inhalts- und prozessbezogenen
Kompetenzen in den jeweiligen Jahrgangsstufen gesetzt werden sollte.
Die
Erprobung der Aufgaben in der Unterrichtspraxis und deren Erweiterung oder
Korrektur sind Gegenstand der gemeinsamen Arbeit, die wiederum einer
Aktualisierung, Ergänzung und gegebenenfalls Revision bedarf.
Kernlehrplan
Englisch
Seit
Beginn des Schuljahres 2005/2006 gilt –wie für Deutsch und Mathematik – für die
Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 der neue Lehrplan. Für die Jahrgangsstufen 6, 8 und
10 traten die neuen Vorgaben im darauf folgenden Jahr in Kraft.
Die
Aufgaben und Ziele des Englischunterrichts sind nicht grundlegend geändert,
wohl aber modifiziert worden, um neuen Anforderungen der Gesellschaft gegenüber
Heranwachsenden gerecht werden zu können. Es wird von jungen Menschen heute
erwartet, sich angemessen in der Weltverkehrssprache Englisch verständlich
machen zu können. Diesem Anspruch Rechnung tragend, rücken die
Anwendungsorientierung und der konkrete Bezug der zu erlernenden Kompetenzen
auf die Lebenswelt noch stärker als bisher in den Vordergrund. So sollen die
Fähigkeiten zur Kommunikation anhand von schüler- und lebensnahen Inhalten aus
den Bereichen „Persönliche Lebensgestaltung“, „Ausbildung/Schule“, „Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben“ und „Berufsorientierung“ erworben werden.
Die im
Kernlehrplan Englisch festgelegten Kompetenzen zum Erreichen dieses Zieles gliedern
sich in folgende Felder:
§
Kommunikative Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen,
Schreiben und Sprachmittlung)
Durch die Stärkung des Mündlichen werden die
SchülerInnen intensiver in die Lage versetzt, sowohl an Gesprächen teilzunehmen
als auch längere zusammenhängende mündliche Texte produzieren zu können.
Auch die neu in den Lehrplan aufgenommene Kompetenz
der Sprachmittlung ist unter dem Aspekt der Anwenderorientierung zu verstehen.
Gemeint ist nicht das traditionelle Übersetzen von Texten, sondern das
sinngemäße, meist mündliche Vermitteln von Informationen zwischen Sprechern
unterschiedlicher Sprachen.
§
Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit
§
Methodische Kompetenzen
Die
Methodenkompetenz wird weiter gestärkt, um den Anforderungen gerecht werden zu
können.
§
Interkulturelle Kompetenzen
Um den Anforderungen der vielfältigen und möglichst
authentischen Aufgaben gerecht werden zu können, ist Wissen über die Kulturen
englischsprachiger Länder unabdingbar. Das Ziel verfolgend, die erworbenen Kompetenzen
in realen Situationen anwenden zu können, ist es darüber hinaus zwingend
notwendig, kulturelle Unterschiede nicht nur zu kennen, sondern auch zu
verstehen, zu bewerten und zu respektieren.
Diese
Kompetenzen werden im Unterricht selbstverständlich nicht isoliert erworben, sondern
in wechselnden und miteinander verknüpften Kontexten.
Lernstandserhebungen im Jahrgang 8 – in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
Im
Schuljahr 2004/2005 beteiligte sich auch unsere Schule an der erstmaligen
Durchführung von Lernstandserhebungen (damals Klassenstufe 9) und sammelte erste
Erfahrungen. Die
SchülerInnen und Eltern wurden zu Beginn des Schuljahres über die Ziele, die
Durchführung und die Auswertung der Lernstandserhebungen informiert. Die KlassenlehrerInnen
griffen die Thematik mit ihren Klassen auf und die jeweiligen FachlehrerInnen
erläuterten ihren Klassen mithilfe der zur Verfügung stehenden Materialien die
Aufgaben, die auf die SchülerInnen zukamen. Viele Eltern akzeptierten die
Durchführung, befürchteten allerdings, ihre Kinder würden schlecht abschneiden
und hätten dann Nachteile. Viele SchülerInnen akzeptierten die
Lernstandserhebungen, einige wenige nahmen sie nicht ernst, da sie nicht
benotet wurden.
Nach
inzwischen mehrjähriger Durchführung zählen die Lernstandserhebungen nun zum
normalen Bestandteil unseres Schulalltags. Die Ergebnisse der LSE fließen
inzwischen nach einem entsprechenden Erlass auch in die Leistungsbewertung ein,
was die Ernsthaftigkeit des Bemühens der SchülerInnen um ein gutes Abschneiden
gesteigert hat.
Die
Erfahrungen in den drei Fächern waren bzw. sind dabei unterschiedlich:
Deutsch
Im
Fach Deutsch arbeiteten die SchülerInnen in der ersten Durchführungsrunde 2004
interessiert, ruhig und zuversichtlich an den Fragestellungen. Sie sollten mit
vielen verschiedenen Aufgabenstellungen ihre Kompetenzen unter Beweis stellen.
Allerdings
traten typische Probleme eines ersten Versuchs auf: Die Konzeption der Lernstandserhebungen
orientierte sich am damals neuen Kernlehrplan, während der Unterricht an
unserer Schule selbstverständlich am bisherigen Lehrplan Deutsch für
Realschulen ausgerichtet worden war. Die Aufgaben waren zu umfangreich, so dass
nur wenigen SchülerInnen eine vollständige Bearbeitung des Testheftes gelang.
Gelernte Arbeitstechniken waren nicht anwendbar; die Ergebnisse hatten damit
nicht die eigentlich erwünschte Aussagekraft.
Es
wurde ebenso die Notwendigkeit der Anpassung des schulinternen Lehrplans an den
neuen Kernlehrplan für das Fach Deutsch deutlich - diese Anpassung ist
selbstverständlich in der Folgezeit vorgenommen worden. Die LSE der weiteren
Durchgänge enthielten zwar die eine oder andere besondere Schwierigkeit für
unsere SchülerInnen, zeigten aber zunehmend allgemein zu bewältigende Aufträge.
Die
Lernstandserhebung 2008 z. B. testete die Kompetenzen im Bereich Schreiben. In
Teil 1 informierten die SchülerInnen über Sachverhalte, in Teil 2 setzten sie
sich argumentativ damit auseinander.
Aus
der Auswertung der Ergebnisse ergaben sich deutlich wichtige
Arbeitsschwerpunkte des Unterrichts (nicht nur) in den Jahrgängen 9 und 10:
Die
SchülerInnen müssen zum genauen Lesen der Aufgabenstellung geführt werden und
bei ihrer Antwort konkret auf die Fragestellung eingehen. Es muss ihnen
vermittelt werden, dass sie sich nicht mit einer minimalistischen
Darstellungsweise zufrieden geben dürfen, sondern ein Problem umfassend
durchdenken und darstellen müssen. Dieser Mangel wurde von den SchülerInnen bei
einem Schülerfeedback auch durchaus erkannt.
Bei
Übungen im Unterricht und Klassenarbeiten sollte, wenn es die Aufgabenstellung
verlangt, verstärkt auf den Adressatenbezug geachtet werden. Beim Argumentieren
ist es unerlässlich, dass die Schüler differenziert an die Aufgabenstellung
herangehen. Dabei muss verstärkt darauf geachtet werden, dass bei einer
textgebundenen Argumentation auch wirklich der Textbezug hergestellt wird. Und:
Sie sollten ihr externes Wissen an geeigneter Stelle mit einbeziehen.
Sprachliche anspruchsvolle Aufgabenstellungen sollten mit den Schülern trainiert
werden, so dass der Erfolg nicht schon daran scheitert, dass die Begriffe nicht
verstanden werden.
Zusammenfassend
lässt sich feststellen:
Im
Fach Deutsch entsprachen bei allen bisherigen Lernstandserhebungen die
Ergebnisse unseren Erwartungen, sie lagen in etwa im Landesschnitt. Die
teilweise schwachen sprachlichen Fähigkeiten unserer SchülerInnen, insbesondere
der MigrantInnen, beschäftigen die DeutschlehrerInnen kontinuierlich. Die
Lernstandserhebungen bestätigten uns darin, verstärkt Fördermaßnahmen
einzurichten und konsequent durchzuführen (vgl. auch „Förderung von
MigrantInnen an der Städtischen Realschule Werl“).
Englisch
Auch
im Fach Englisch schlugen bei der erstmaligen Durchführung einige
konzeptionelle Schwächen negativ zu Buche, die aus den Unterschieden zwischen
dem alten Lehrplan Realschule und dem neuen Kernlehrplan resultierten.
Multiple-Choice-Aufgaben bereiteten Schwierigkeiten, da sie in Klassenarbeiten
laut Vorgaben des alten Lehrplans nicht vorkommen durften. Auch die
Zeitvorgaben für die Durchführung entsprachen landesweit nicht dem
tatsächlichen Zeitbedarf der RealschülerInnen. Nach den bisherigen Erfahrungen
mit den LSE in den Folgejahren lässt sich generell Folgendes aussagen:
Die
Gesamtkonzeption des Englischunterrichts wurde bzw. wird bestätigt, da die
fachlichen Anforderungen der Lernstandserhebungen dem Regelunterricht
entsprechen. Die Ergebnisse sind ebenfalls weitgehend den Resultaten der
Klassenarbeiten vergleichbar. Typische Schwächen unserer SchülerInnen, die die
KollegInnen auch täglich im Unterricht feststellen, kommen ebenfalls in den
Lernstandserhebungen zum Ausdruck: Vielschichtige Verstehensaufgaben
überfordern zahlreiche SchülerInnen, und Schwächen beim freien Schreiben wirken
sich gravierend aus. Die Entscheidung, unsere MigrantInnen zu fördern,
bestätigte sich erneut als unbedingt richtig.
Auch
der Einsatz unseres Lehrwerks erwies sich bisher als sinnvoll, Aufgabenformate
sind weitgehend bekannt.
Auffällig
war, dass sich einige SchülerInnen unter erhöhten Leistungsdruck setzten und
scheiterten, aber andere besser als gewöhnlich abschnitten, sie profitierten
davon, dass u. U. nur bestimmte Teilkompetenzen abgetestet wurde.
Viele
SchülerInnen liegen im landesweiten Vergleich im Mittelmaß, Leistungsspitzen fehlen.
Die Resultate entsprechen insgesamt den Erwartungen der FachkollegInnen.
Bei
der Analyse der Fehler (2008) stellte sich heraus, dass im Bereich Grammatik
die Satzbaufehler am häufigsten auftraten. Hier müssen in Zukunft noch mehr
gezielte Übungen stattfinden, ebenso wie das Anwenden von Strategien zur
Selbstkorrektur. Es zeigte sich ebenfalls, dass viele SchülerInnen nicht über
einen ausreichenden Wortschatz verfügen. Hier müssen also verstärkt Übungen zur
Wiederholung (Selbst- und Partnerkorrektur, selbstständiges Lernen, verstärkte
Übernahme von Verantwortung für den eigenen Lernerfolg), Überprüfung und
Erweiterung des Wortschatzes stattfinden.
Mathematik
Konzeptionelle
Schwächen wurden beim ersten Durchgang auch im Fach Mathematik deutlich. Das
Thema „Funktionen“, das laut altem Lehrplan erst für Jahrgang 9 vorgesehen war,
wurde noch nicht beherrscht. Auch die „Stochastik“ bereitete Schwierigkeiten,
da sie im alten Lehrplan nur als Ergänzung vorgesehen war. Einige Aufgabentypen
und Teilaufgaben entsprachen ebenfalls bereits dem neuen Kernlehrplan und waren
damit den SchülerInnen nicht vertraut. Mit der Überarbeitung des schulinternen
Lehrplans im Hinblick auf den neuen Kernlehrplan wurden inzwischen diese
Probleme bearbeitet. Zusätzlich zeigten sich allerdings auch Schwächen, die
nicht auf diese konzeptionellen Aspekte zurückzuführen sind.
Fehler
traten auf, da die SchülerInnen die mathematischen Problemstellungen nicht den
Texten entnahmen. Die unzureichende Lesekompetenz - vor allen Dingen der
MigrantInnen - machte sich bemerkbar. Auch im Mathematikunterricht wird deshalb
in der Folge verstärktes Augenmerk auf die Lesekompetenz gerichtet werden.
Im
Fach Mathematik waren die Ergebnisse - abgesehen von 2004 - besonders positiv,
sie lagen über dem Landesschnitt. Bei den folgenden Durchgängen zeigte sich ein
insgesamt stabiles Leistungsniveau.
Die
Ergebnisse der Lernstandserhebung zum Themenbereich „Werkzeuge“ (2008) hat den
Förderbedarf im Bereich Stochastik noch
einmal verdeutlicht. Auch am Themenschwerpunkt Tabellenkalkulation soll
zukünftig verstärkt gearbeitet werden. Neue Arbeitsbereiche des Fachs ergaben
sich u. a. durch zukunftsweisende technologische Entwicklungen (hier: Computersoftware
für den Bereich Geometrie, die bisher für unsere Schule noch nicht verfügbar
war). Zeitnah sollen die entsprechenden Programme (Dynamische
Geometriesoftware) angeschafft und die SchülerInnen im Umgang damit vertraut
gemacht bzw. für deren zielgerichtete Anwendung qualifiziert werden. Die dafür
notwendige Qualifikation der LehrerInnen des Fachbereichs soll durch
entsprechende Fortbildungsmaßnahmen erarbeitet werden.
Perspektiven der Arbeit
Es
stellen sich für die Auswertung der Ergebnisse mit Blick auf mögliche Maßnahmen
der Qualitätsentwicklung im Wesentlichen zwei Fragen:
·
Kann
unsere Schule mit den bisherigen Ergebnissen des Unterrichts insgesamt und in
den einzelnen Lerngruppen zufrieden sein?
·
Was
ist zu tun, um unsere SchülerInnen beim Erwerb der erwarteten Qualifikationen
so zu unterstützen, dass sie die für das Ende der Sekundarstufe I gesetzten
Ziele möglichst umfassend erreichen können?
Die
Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse bezieht sich im Einzelnen auf
Fragen wie zum Beispiel:
·
Zeichnen
sich Bereiche des Fachs ab, in denen die SchülerInnen im Mittel besonders
gute/schlechte Leistungen erbringen? Wo besteht besonderer Förderbedarf?
·
Was
können die SchülerInnen der einen Lerngruppe besonders gut/weniger gut im
Vergleich zu denen anderer Lerngruppen? Wo liegen die Ursachen für diese Unterschiede?
·
Wann
war das, was besonders gut (bzw. nur mit erheblichen Einschränkungen) beherrscht
wird, Gegenstand von Unterricht? Wie lange liegt dieser Unterricht zurück? Wie
sind diese Fachgegenstände im Unterricht behandelt worden?
Die
Auswertung soll im Einzelnen dabei helfen,
·
Bestätigung
für erfolgreiche und bewährte Praxis zu erhalten und diese konsequent
fortzusetzen,
·
Lernvoraussetzungen
genauer zu erkunden und ggf. eine bessere unterrichtliche Fundierung zur
Bearbeitung solcher Aufgabenbeispiele zu entwickeln, für die der Unterricht
bisher zu wenig Voraussetzungen gab,
·
Probleme
der Unterrichtsgestaltung zu bewältigen und zu prüfen, ob und wie im Sinne
kumulativen Lernens die Arbeit in den vorhergehenden Jahrgangsstufen verändert
werden muss,
·
Standards
fachlichen Lernens ggf. im Unterricht noch besser zu verankern, geeignete
Schritte zur längerfristigen Sicherung dieser Standards einzuleiten und
Innovationen einzuleiten,
·
die
Arbeitsergebnisse der beteiligten Lerngruppen mit den Beurteilungskriterien zu
vergleichen und bei Abweichungen und deutlichen Leistungsunterschieden ihre Ursachen
festzustellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung zu entwickeln
·
Bereiche
der notwendigen gemeinsamen Fortbildung zu ermitteln und in die Fortbildungsplanung
der Schule einzubringen.
Die
bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse im Umgang mit den Lernstandserhebungen
und ihrer Auswertung sind naturgemäß fachspezifisch unterschiedlich. In jedem
Fall fand eine intensivierte kollegiale Zusammenarbeit statt – mit einer Auseinandersetzung
über wesentliche Fachinhalte und ihre unterrichtliche Umsetzung. Die jeweilige
Auswertung erbrachte – ohne hier Einzelheiten anzuführen – immer wieder
wichtige Ansatzpunkte für eine qualitative Weiterentwicklung des Fachunterrichts.
Inzwischen
ist für alle Beteiligten klar, dass die Lernstanderhebungen zum Schulalltag gehören
und mehr oder weniger deutliche Veränderungen der schulischen Praxis bewirkt
haben, die u.a. dem Förderbedarf unserer SchülerInnen gerecht werden und die
nicht zuletzt ihre Chancen auf eine qualifizierte Bearbeitung der
Aufgabenstellungen der zentralen Abschlussprüfungen am Ende der Klasse 10
steigern.
Zentrale Prüfungen am Ende des Jahrgangs 10
Der mittlere Schulabschluss
(Fachoberschulreife) und der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 werden in
Nordrhein-Westfalen seit dem Schuljahr 2006/07 in einem neuen Abschlussverfahren
vergeben. Alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an Hauptschulen,
Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen nehmen daran teil.
Zentrale
Prüfungen machen die Leistungserwartungen transparent und ermöglichen wichtige
Rückmeldungen: Den Lehrerinnen und Lehrern geben sie genaue Informationen für
die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität. Und sie zeigen den Schülerinnen
und Schülern, ob sie die für den angestrebten Schulabschluss erforderlichen
Kompetenzen erworben haben.
Den Kern des neuen Verfahrens
bilden schriftliche Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben an der Realschule
in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Alle Realschulen erhalten für
die Prüfungen die gleichen Aufgabenstellungen mit konkreten Angaben zu den Arbeitszeiten
der SchülerInnen und Vorgaben zur Auswertung der Lösungen für die LehrerInnen.
Die Teilnahme
an den Prüfungen ist zwar eine Voraussetzung für die Erlangung des Hauptschulabschlusses
nach Klasse 10 oder des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife), jedoch
beruht die Zeugnisnote in den Prüfungsfächern zur Hälfte auf den in der Klasse
10 erbrachten Leistungen.
Auch behalten
die Leistungen in den übrigen Fächern ihre bisherige Bedeutung. Versetzung und
Abschlüsse beruhen also wie bisher auf den Noten aller Fächer.
Grundlage der Prüfungen
sind die Kernlehrpläne und die schulinternen Lehrpläne. Außerdem werden
landesweit verbindliche Inhaltsbereiche festgelegt. Auch Beispielaufgaben werden
zur Verfügung gestellt. Den Lehrerinnen und Lehrern bleiben gewisse
Gestaltungsmöglichkeiten für den Unterricht, schulinterne Absprachen der
FachlehrerInnen finden regelmäßig statt.
Vor den ersten zentralen
Prüfungen war eine gewisse Verunsicherung der Eltern und SchülerInnen zu
verzeichnen, die befürchteten, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Die
Eltern und SchülerInnen wurden auf einer Informationsveranstaltung und im
Unterricht zu Beginn des Schuljahres über die Ziele, die Rahmenbedingungen und
die Aufgabenschwerpunkte informiert. Die Unterrichtsarbeit orientierte sich an
den Vorgaben, sodass die SchülerInnen zwar aufgeregt in die Prüfungen
hineingingen, aber doch feststellten, dass sie die Aufgaben gut bewältigen
konnten.
Am Ende des Schuljahres
2007/2008 fanden zum zweiten Mal zentrale Prüfungen für die SchülerInnen des
Jahrgangs 10 statt. Während bei der ersten Durchführung bei allen Beteiligten
doch noch Unsicherheit vorherrschte, war in der zweiten Runde schon große Ruhe
und Gelassenheit zu spüren, denn die Vorbereitung und Durchführung verliefen in
der Städtischen Realschule reibungslos. Auch die Ergebnisse der ersten
zentralen Prüfungen trugen zur Beruhigung der SchülerInnen und Eltern bei, denn
die Unterrichtsarbeit wurde durchaus bestätigt, viele SchülerInnen konnten
durch die zentralen Prüfungen die Abschlussnoten verbessern.
Die Ergebnisse in den Fächern
waren in diesem Jahr unterschiedlich zu bewerten.
Im Fach Deutsch spiegeln die Ergebnisse
die Einschätzung der Fachgruppe Deutsch wider. Der hohe Anteil an MigrantInnen
und weiteren sprachlich schwachen SchülerInnen führen insgesamt zu verbesserungsbedürftigen
Leistungen im sprachlichen Bereich. Die Fachkonferenz Deutsch will die bereits
laufenden Bemühungen um die sprachliche Förderung der SchülerInnen verstärken.
Im Fach Mathematik lagen die
Vergleichsergebnisse der Abschlussprüfungen und Lernstandserhebungen bisher
über dem Landesschnitt, dieses Mal allerdings knapp darunter. Die Fachkonferenz
Mathematik sieht vor allen Dingen lange Krankheitsphasen verschiedener
LehrerInnen dieses Jahrgangs als Ursache. Es konnten zwar mehrfach
Ersatzlehrkräfte eingestellt werden, doch muss davon ausgegangen werden, dass
der Unterricht nicht in der Form stattfinden kann, wie mit einer Lehrkraft, die
die Kinder und die schulinternen Regelungen kennt.
Die Ergebnisse des Faches
Englisch sind sehr zufriedenstellend, da sie über dem Landesschnitt liegen. Die
Fachkonferenz Englisch will die Arbeit konsequent fortsetzen.
Perspektiven der Arbeit
Genau
wie bei den Lernstandserhebungen stellen sich für die Auswertung der Ergebnisse
mit Blick auf mögliche Maßnahmen der Qualitätsentwicklung im Wesentlichen zwei
Fragen:
·
Kann
unsere Schule mit den bisherigen Ergebnissen des Unterrichts insgesamt und in
den einzelnen Lerngruppen zufrieden sein?
·
Was
ist zu tun, um unsere SchülerInnen beim Erwerb der erwarteten Kompetenzen so zu
unterstützen, dass sie die für das Ende der Sekundarstufe I gesetzten Ziele möglichst
umfassend erreichen können?
Die Auswertung
und Dokumentation der Ergebnisse bezieht sich im Einzelnen auf Fragen wie zum
Beispiel:
·
Zeichnen
sich Bereiche des Fachs ab, in denen die SchülerInnen im Mittel besonders
gute/schlechte Leistungen erbringen? Welche Konsequenzen sind für die Unterrichtsgestaltung
zu ziehen?
·
Was
können die SchülerInnen der einen Lerngruppe besonders gut/ weniger gut im
Vergleich zu denen anderer Lerngruppen? Wo liegen die Ursachen für diese Unterschiede?
·
Wann
war das, was besonders gut (bzw. nur mit erheblichen Einschränkungen) beherrscht
wird, Gegenstand von Unterricht? Wie lange liegt dieser Unterricht zurück? Wie
sind diese Fachgegenstände im Unterricht behandelt worden?
Die
Auswertung soll im Einzelnen dabei helfen,
·
Bestätigung
für erfolgreiche und bewährte Praxis zu erhalten und diese konsequent
fortzusetzen,
·
Lernvoraussetzungen
genauer zu erkunden und ggf. eine bessere unterrichtliche Fundierung der Arbeit
zu entwickeln, für die der Unterricht bisher zu wenig Voraussetzungen gab,
·
Probleme
der Unterrichtsgestaltung zu bewältigen und zu prüfen, ob und wie im Sinne
kumulativen Lernens die Arbeit in den vorhergehenden Jahrgangsstufen verändert
werden muss,
·
Standards
fachlichen Lernens ggf. im Unterricht noch besser zu verankern, geeignete
Schritte zur längerfristigen Sicherung dieser Standards einzuleiten und
Innovationen einzuleiten,
·
die
Arbeitsergebnisse der beteiligten Lerngruppen mit den Beurteilungskriterien zu
vergleichen und bei Abweichungen und deutlichen Leistungsunterschieden ihre Ursachen
festzustellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung zu entwickeln
·
Bereiche
der notwendigen gemeinsamen Fortbildung zu ermitteln und in die Fortbildungsplanung
der Schule einzubringen.
Deutlich
ist allen Beteiligten – den SchülerInnen, den Eltern und den LehrerInnen -,
dass die zentralen Prüfungen zum schulischen Alltag gehören. Veränderungen des
Unterrichts haben sich durch die Rahmenvorgaben, aber auch durch die Haltung
der SchülerInnen und Eltern ergeben. Die Bedeutsamkeit des Schulabschlusses ist
deutlicher ins Bewusstsein gerückt.
Mathematikwettbewerb
Spaß
durch Leistung
Seit
2004 nimmt die Städtische Realschule Werl am Mathematikwettbewerb „Känguru der
Mathematik“ teil.
Die
Idee für einen Wettstreit dieser Art stammt aus Australien (seit 1978) und kam
über Frankreich nach ganz Europa.
Die
Aufgaben sind in allen teilnehmenden Ländern im Wesentlichen gleich, und werden
überall am selben Tag bearbeitet. Der Klausurtag ist einheitlich - der 3.
Donnerstag im März. In Deutschland beteiligen sich Schülerinnen und Schüler
seit 1995 am Känguru-Wettbewerb. Im Jahr 1995 waren es 3 Schulen mit insgesamt
184 Teilnehmern, aber schon 2004 nahmen in ca. 3600 Schulen ca. 285000
Schülerinnen und Schüler teil, im Jahr 2008 sogar 5500 Schulen mit ca. 500.000
Schülerinnen und Schülern.

Das
Ziel des Wettbewerbs an unserer Schule ist in erster Linie das Fach Mathematik
für die Schülerinnen und Schüler interessanter zu machen. Es soll durch die
Aufgaben Freude an (mathematischem) Denken und Arbeiten (im sehr weiten Sinne)
geweckt bzw. unterstützt werden. Die Aufgaben sind darum fast durchweg sehr
anregend, heiter, ein wenig unerwartet. Die bei Schülerinnen und Schülern
häufig vorhandene Furcht vor dem Ernsthaften, Strengen, Trockenen der
Mathematik soll etwas aufgebrochen oder mindestens angekratzt werden - und, wie
die Resonanz aus den Schulen zeigt, gelingt dies sehr gut.
Am
Wettbewerb teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5
bis 10; jeweils in zwei aufeinanderfolgenden Klassenstufen gibt es die gleichen
Aufgaben (z. B. 5/6). Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der
Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend sind, bei
einem weiteren Teil ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und
der kreative Umgang damit benötigt werden; hinzu kommen eine Reihe von
Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand allein zu
bewältigen sind und die sich sehr gut eignen, mathematische Arbeitsweisen -
unterhaltsam - zu trainieren.
Auch
an unserer Schule wurde der Wettbewerb sehr gut angenommen. In den letzten
Jahren nahmen viele Schülerinnen und Schüler daran teil, von denen einige bis
in die nordrhein-westfälische Spitzengruppe vorgerückt sind.
Auf
Grund des großen Interesses von Seiten der Schülerinnen und Schülern soll der
Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ auch weiterhin an unserer Schule angeboten
werden.
„Informations-
und Kommunikationstechnologien“ an der Städtischen Realschule
Die
Bedeutung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für die
persönliche und berufliche Zukunft der SchülerInnen unserer Schule ist schon
frühzeitig von KollegInnen und Eltern erkannt worden. Schon im Schuljahr
1983/84 wurde mit Informatikunterricht in Arbeitsgemeinschaften der Klassen 9
und 10 begonnen. Eltern unserer SchülerInnen engagierten sich über den
Förderverein in besonderer finanzieller Weise; auch die beiden ortsansässigen
Geldinstitute Sparkasse und Volksbank unterstützten die Schule bei der Anschaffung
von Geräten und weiterer Ausstattung. Mit dem Schuljahr 1995/96 trug die
Städtische Realschule dem stark gestiegenen Interesse der SchülerInnen an
Informatik Rechnung durch Einrichtung eines Wahlpflichtfachkurses (Informatik
als Hauptfach) ab Klasse 9. Ab dem Schuljahr 2007/2008 wird das Wahlpflichtfach
Informatik ab Klasse 7 unterrichtet.
Unsere
Schule ist mit modernen Geräten und umfangreicher Hard- und Software in drei
Rechnerräumen ausgestattet. Internetzugänge, Netzwerke, Roboterbaukästen,
Styroporschneider, Lesegeräte, Scanner, Digitalkamera u.a. bilden die materiellen
Bedingungen; mehrere ausgebildete LehrerInnen für Informatik stehen zur
Verfügung. Diese Voraussetzungen ermöglichen ein umfangreiches
Unterrichtsangebot in Informatik-Wahlpflichtkursen und freiwilligen AGs und
können die Grundlage für die Integration der Informatik als "Hilfswissenschaft"
im Unterricht anderer Fächer sein.
Im
laufenden Schuljahr (2008/2009) werden SchülerInnen in acht WP I -
(Hauptfach) - Kursen "Informatik" an der Städtischen Realschule Werl
unterrichtet. Durch finanzielle Anstrengungen in den letzten Jahren beim Ausbau
unserer Hard- und Software ist es möglich, großenteils projektartig die Aufgaben und Ziele eines modernen
Informatikunterrichts zu erfüllen:
§
Reflexion
über Anwendungen und Auswirkungen des Einsatzes der neuen Technologien, wobei
wir nun ein großes Spektrum an Anwendungsbereichen real oder im Modell
nachvollziehen können.
§
Vermittlung
eines fundierten fachlichen Grundverständnisses.
Konkret können wir unseren SchülerInnen im
Wahlpflichtbereich die Arbeit in folgenden Bereichen bieten:
§
Hardware
und Grundlagen der Datenverarbeitung
§
der
Computer als Gestaltungsmittel (Textverarbeitungsprogramm, CAD-Programm,
Grafik/Malprogramm, Scanner, digitale Kamera)
§
der
Computer als Hilfsmittel zur Erfassung statistischer Daten und ihrer grafischen
Aufbereitung im Rahmen einer Fragebogenaktion (Datenbankprogramm, Tabellenkalkulation,
Spezialprogramm)
§
der
Computer als Mittel zur Steuerung und Regelung technischer Prozesse (Robotermodelle,
elektronisches Experimentiermaterial)
§
der
Computer als Mittel zur Simulation (Tabellenkalkulation, Flugsimulator o.ä.)
§
der
Computer als Mittel zur Erfassung maschinenlesbarer Informationen (Scannerkassenmodelle,
Programmsimulation eines Warenwirtschaftssystems)
§
der
Computer als Mittel zur Rationalisierung in Büro und Werkstatt. (CAD-Programm
in Verbindung mit CNC-Modellen/Styroporschneidern)
§
Möglichkeiten
der neuen Kommunikationstechnologien (Internet, Homepage, Netzwerke,
Integration von Telefon/Fernseh- und Computertechnik)
§
Bild-
und Audiobearbeitung
§
Datenbanken
und ihre Bedeutung
§
Computernetze
Um
möglichst vielen SchülerInnen die Gelegenheit zu bieten, sich vertiefend mit
den oben beschriebenen Aspekten der Informatik zu beschäftigen, können
SchülerInnen, die im WP I - Bereich das Fach Informatik gewählt haben, dieses
nicht zusätzlich als WP II - Fach wählen. Im WP II - Bereich (oft auch
"AGs" genannt) wird an der Städtischen Realschule über eine Dauer von
zwei Jahren unterrichtet. Dies ermöglicht uns, dass die Unterrichtsinhalte im
WP II - Bereich Informatik (bei der geringeren Wochenstundenzahl komprimiert)
alle Teile der Themenbereiche des WP I – Bereichs abdecken.
SchülerInnen
bringen sehr unterschiedliche Einstellungen und Vorerfahrungen in Bezug auf
neue Informations- und Kommunikationstechnologien mit. So gilt es u.a., Mädchen
aus ihrer stärkeren Zurückhaltung gegenüber den neuen Technologien
herauszuführen, indem ihnen mögliche Zugänge zu diesem Thema adäquat angeboten
werden. ( z.B. Einsatz des Rechners schon in den Klassen 5, 6 und 7 im
Unterricht mit Lernsoftware, Nutzung des Internets etc.) Die Entscheidung für
ein WP I - Hauptfach "Informatik" kann so fundierter sein, zumal dieses
Fach im Gegensatz zu anderen Bereichen der Differenzierung (Französisch,
Biologie, Chemie u.a.) zum ersten Mal in der Klasse 7 explizit als
Unterrichtsfach auftaucht.
Schwerpunkte
der zukünftigen Weiterentwicklung der Informatik an der Städtischen Realschule
können wie folgt umrissen werden:
§
Das
Aufrechterhalten eines breit gefächerten Unterrichtsangebots
"Informatik" wird im Schulprogramm festgeschrieben. Dafür müssen die
benötigten Ressourcen in Bezug auf Hard- und Softwareausstattung,
Unterrichtsstunden und Lehrerfortbildung bereitgestellt werden.
§
Die
Integration der Informatik in den Unterricht bisher nicht beteiligter Fächer
muss verstärkt gefördert werden. Geeignet dazu sind u.a. die Anschaffung
passender Software und die Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen bei
Projekten mit größerem Mehraufwand. Besondere Bedeutung kommt dabei der
Lehrerfortbildung zu.
§
Im
Vordergrund wird die Etablierung der Informatik als Hilfswissenschaft mit dem
Computer als selbstverständlichem Arbeitsmittel für SchülerInnen stehen. Über
den Stellenwert und die Integration des Faches Informatik in ein Rahmenkonzept
"Lernen mit Medien" muss nachgedacht werden. Dies alles bedeutet auch
eine ständige Überprüfung des Selbstverständnisses und der vermittelten
Unterrichtsinhalte im Hauptfach "Informatik".
§
Die
Bedeutung des Internets als Mittel der Informationsbeschaffung und der Kommunikation
wird sehr schnell wachsen, im außerschulischen Bereich verändern E-Commerce und
andere Dienstleistungen im Netz das Leben. Damit das Internet als stets
präsentes Arbeitsmittel in jedem Klassenraum Wirklichkeit wird, sind erhebliche
finanzielle Anstrengungen nötig. Angemessene Mittelbereitstellung hier kommt
allen Bereichen des Unterrichts an der Städtischen Realschule zugute. Zusätzlich
sind neue Wege der Mittelbeschaffung zu erproben.
§
Die
Städtische Realschule ist mit eigenen Seiten im Internet präsent. Kolleginnen
und Kollegen sind eingeladen und aufgefordert, dieses Medium zur Aufbereitung
und Präsentation der Ergebnisse von Unterrichtsprojekten zu nutzen. Hilfe bei
der Umsetzung wird von Kollegen und Kolleginnen des Fachbereichs Informatik
angeboten.
§
Bedingung
für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Computereinsatzes sind gut
ausgebildete Kolleginnen und Kollegen. Eine weitere Intensivierung der
Fortbildung für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen wird angestrebt,
z.B. durch Nutzung der Fortbildungsangebote, wie sie im Rahmen der e-nitiative
des Landes NRW auch für Teilkollegien angeboten werden.
§
Computer
und Internet können ideale Mittel zur Unterrichtsvorbereitung sein. Um einen
Vor-Ort-Zugriff für LehrerInnen sicher zu stellen, werden drei angemessen ausgestattete
Computerarbeitsplätze mit Internetanschluss im Lehrerzimmer zur ausschließlichen
Nutzung durch das Kollegium bereitgestellt.
Am
Ende eines jeden Schuljahres sollte es möglich sein, über den Grad der
Umsetzung der geplanten Vorhaben, über Nachholbedarf oder Änderungen des
Konzeptes in einer Evaluationsphase Auskunft zu geben. Konkret müssen dann
folgende Fragen beantwortet werden können:
§
Hat
sich der Anteil der Mädchen im Wahlpflichtfachkurs I "Informatik"
erhöht und welche weitere Maßnahmen sind eventuell erforderlich?
§
Ist
es gelungen, den Computer häufiger als selbstverständliches Arbeitsmittel im Unterricht
eines jeden Faches zu benutzen und konnten die materiellen Voraussetzungen
dafür geschaffen werden, z.B. über Mittel aus der e-nitiative des Landes
NRW ("Internet in jedes Klassenzimmer") oder durch Mittelbeschaffung
über weitere Sponsoren?
§
Sind
die Angebote zur Lehrerfortbildung, z. B. diejenigen im Rahmen der e-nitiative
des Landes NRW, wahrgenommen worden?
§
Ist
an einem Konzept "Lernen mit Medien" gearbeitet worden und wie fügt
sich die "Informatik" in dieses Konzept ein?
Fachliches
Lernen im Bereich Technik
Die
Ausgangslage
Schon
vor ca. 30 Jahren hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bei
der Bundesanstalt für Arbeit bestimmte neue Fähigkeiten von Berufsanfängern für
eine erfolgreiche Handlungsfähigkeit in einer modernen Industriegesellschaft
der Zukunft gefordert. Man nannte sie „Schlüsselqualifikationen” und meinte
damit die Fähigkeiten, die jemand nötig hätte, um spätere, unvorhergesehene
Berufssituationen zu meistern – und dies unter den Bedingungen rasanter
Veränderungen in der Arbeitswelt durch ständig neue Technologien und Fertigungsmethoden.
Vor
diesem Hintergrund beabsichtigt der schulische Technikunterricht eine
„Berufswahlfähigkeit“ herzustellen, die sich insbesondere auf Berufe im
gewerblich-technischen und/oder handwerklichen Bereich bezieht […].“ (s.
Richtlinien) Fragt man die SchülerInnen im Zuge der Berufswahlorientierung (s.
detaillierte Darstellung) nach ihren Zukunftsvorstellungen, lässt sich jedoch
feststellen, dass sie - aus verschiedenen Gründen - handwerklichen oder gewerblich-technischen
Berufen zumeist skeptisch gegenüberstehen. Dadurch geraten für sie zwei
Berufszweige aus dem Blickfeld, in denen von Seiten der Wirtschaft und
Arbeitgeberverbände zunehmend über Fachkräftemangel geklagt wird.
Einer
der wesentlichen Gründe für die ablehnende Haltung der SchülerInnen ist
offensichtlich darin zu sehen, dass sie nur noch selten eigene praktische
Erfahrungen im Umgang mit Technik bzw. Werkzeugen sammeln.
Ziele
des Technikunterrichts
Um
effektiv auf die Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten, wurde an der SRW das
Fach Technik in den Wahlpflichtbereich aufgenommen, damit die SchülerIinnen
durch das Sammeln von eigenen Erfahrungen im handlungsorientierten Unterricht
die Möglichkeit erhalten, vorhandene Vorurteile gegenüber den handwerklichen
oder gewerblich-technischen Berufen abzubauen und somit eventuell eine
Ausbildung im Handwerk oder im technisch-gewerblichen Bereich als mögliche
Alternative bei der Berufswegplanung berücksichtigen.
Mit
Blick auf die oben geschilderte Ausgangslage soll der Technikunterricht die
SchülerInnen mit Grundkenntnissen über wesentliche Aspekte von Technik
ausstatten: Er soll sie mit den grundsätzlichen Funktionsprinzipien von
Maschinen, Apparaten und Gebäuden, über die gebräuchlichen Werkstoffe, über
industrielle Verfahren, über technikrelevante Berufsfelder und über die Eigenschaften
industrieller Produkte vertraut machen.
Unsere
Praxis
Das
schuleigene Curriculum ist so angelegt, dass die zu erwerbende Sachkompetenz
nicht aus einer Addition von Detailwissen besteht, sondern aus transferierbarem
Grundwissen über Funktionsprinzipien, Verfahrensprinzipien und Grundphänomene
der Technik. Dabei werden Denk- und Problemlösungsmethoden erlernt, die auf
andere Fachgebiete übertragbar sind.
Mit
Blick auf die wachsende Bedeutung der so genannten Schlüsselqualifikationen (s.
oben) werden, wo es möglich und sinnvoll erscheint, kooperative
Unterrichtsverfahren angewandt, denn so werden die für die SchülerInnen
zukünftig unverzichtbaren Fähigkeiten Kooperation und Teamfähigkeit geschult.
Die
konkreten Inhalte im Fach Technik orientieren sich dabei an den Themenkreisen
aus dem Lehrplan für das Fach Technik in der Realschule, wobei der Unterricht
so gestaltet werden soll, dass er der für das Fach Technik typischen Vernetzung
von kognitivem mit affektivem Lernen gerecht wird. Kurz: Technik ist ein Fach,
in dem theoretisches Wissen erworben und praktisch angewandt wird. In diesem
Sinne wird im Technikunterricht stets die praktische Anwendung bzw.
Nutzbarmachung von bereits erlernten physikalischen, chemischen und
biologischen Sachverhalten angestrebt.
Erfahrungen
und Perspektiven
Der
Erfolg der im Schuljahr 2001/2002 eingerichteten Technik-AG für die
Jahrgangsstufe 7 und 8 hat gezeigt, dass viele SchülerInnen an technischen
Sachverhalten sehr interessiert sind. Um auch SchülerInnen der Jahrgangstufen 9
und 10 Gelegenheit zu geben, sich mit den Inhalten des Faches Technik zu
beschäftigen, wurde mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 ein WPII-Kurs Technik
eingerichtet, der ebenfalls – dies zeigt das Wahlverhalten der SchülerInnen
sehr deutlich – mit großem Interesse angenommen wurde. Folgerichtig wurde mit Beginn
des Schuljahres 2003/2004 das Fach Technik als viertes Hauptfach im
Wahlpflichtbereich I angeboten. Die nach wie vor steigenden Zahlen in diesem Bereich
zeigen, dass das Angebot auch im Hauptfachbereich sehr gut angenommen wird.
Weiterhin
wäre es wünschenswert, den Erfolg des Faches auch durch eine systematische
Evaluation der Berufswege unserer Absolventen zu untersuchen. Gespräche mit
Absolventen der eingeführten WP-I und WP II-Kurse zeigen bereits, dass eine
erstaunlich hohe Zahl von SchülerInnen eine Ausbildung in hochqualifizierten
Berufen des technisch-gewerblichen Bereiches begonnen haben, wobei die
Bandbreite vom Mechatroniker bis hin zum Uhrmacher reicht.
Um
diesen Erfolg langfristig zu gewährleisten, ist es unter anderem dringend
geboten, die räumliche Ausstattung zu verbessern.
Klassenmusizieren
in den Jahrgängen 5 und 6 –handlungsorientierter Musikunterricht
Der
Musikunterricht an unserer Realschule stellt in den Jahrgängen 5 und 6 die
Praxis des Musizierens in den Mittelpunkt.
Zurzeit
erteilen zwei MusiklehrerInnen an unserer Schule zusammen ca. 26 Wochenstunden
Musikunterricht. Um dieses Stundenkontingent möglichst sinnvoll für die
SchülerInnen einzusetzen, wurde beschlossen, in den Jahrgängen 5 und 6 jeweils
zwei Wochenstunden Musik zu unterrichten. Innerhalb des übrig bleibenden
Stundenkontingents werden im Bereich der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften
auch für die älteren Jahrgänge musikalische Angebote am Nachmittag gemacht.
Die
SRW beabsichtigt mit dem Angebot des Klassenmusizierens, den SchülerInnen die
Inhalte des Musikunterrichtes möglichst durch eigenes Musizieren näher
zu bringen. So sollen die Grundkenntnisse in der Musik nicht nur theoretisch
erarbeitet, sondern auch gleich praktisch umgesetzt werden.
Neben
den rein musikalischen Zielen möchten die MusiklehrerInnen mit dieser Vorgehensweise
auch gleichzeitig die Sozialkompetenz der SchülerInnen fördern. Die
SchülerInnen lernen aufeinander zu hören und außerdem Rücksichtnahme, Geduld
sowie Selbstdisziplin zu wahren. Durch das Gemeinschaftserlebnis des
Musizierens wird ihnen ein Lernen mit Freude vermittelt.
Im
Rahmen des Klassenmusizierens geht es nicht darum, musikalische
Höchstleistungen zu vollbringen, sondern vielmehr soll das Interesse geweckt
werden, sich auch in Zukunft aktiv musizierend zu beschäftigen.
Die
dargelegten Ziele verfolgen die Unterrichtenden sowohl durch regelmäßige Arbeit
mit den unterschiedlichen Instrumenten, die in der Schule vorhanden sind, als
auch durch Konzentration auf ein spezielles Instrument wie Flöte oder Glockenspiel,
welches sich die SchülerInnen selbst kaufen und jeweils zum Üben mit nach Hause
nehmen. Die Gewichtung dieser Vorgehensweisen liegt im Ermessen der jeweils
Unterrichtenden.
Die
Resultate des Klassenmusizierens werden regelmäßig aufgeführt, wobei die
Aufführungen in das allgemeine Schulleben integriert werden. So führen ganze
Klassen oder kleinere Gruppen ihre erarbeiteten Stücke innerhalb von
schulischen Feiern, Festen oder Gottesdiensten, aber auch in besonderen
Konzerten auf. Die Ergebnisse des Klassenmusizierens sind auch auf CDs mit dem
Titel „Traumwelt Musik“ und „Tango für Django“ dokumentiert worden (2005 und
2008).
Neben
dem instrumentalen Spiel ist die Förderung des Singens ein wesentlicher Schwerpunkt.
Auch dieses findet z.B. Ausdruck in der Aufführung von Musicals in Konzerten
oder in Liedvorträgen bei besonderen Anlässen.
Die
grundlegende Vermittlung von Musik in den Jahrgängen 5 und 6 wird im Bereich
der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften weitergeführt. Hier reagieren die
Unterrichtenden mit ihren Angeboten auch speziell auf Wünsche der SchülerInnen.
Die
Rahmenbedingungen für diese Form des Musikunterrichts sind in den letzten
Jahren geschaffen worden. Die Realschule verfügt über einen in der Größe
geeigneten Musikraum. Bei Bedarf wird zusätzlich die Aula als Musikraum
verwendet. Beide Räume sind für den Unterricht in geeigneter Weise
ausgestattet: CD-Anlage, Computer, Fernseher, DVD-Player, Orff’sches Instrumentarium,
Gitarre, zwei Digitalpianos, Flügel, Schlagzeug, Lateinamerikanische
Perkussionsinstrumente, Glockenspiele, Flöten, Schlagwerk, BoomWhacker,
DAT-Recorder, Aktivboxen mit Mischpult, verschiedene Musik- und Liederbücher in
Klassensatzstärke sind vorhanden.
Im
Jahr 2008 konnte die Anschaffung von Keyboards den Unterricht nochmals
bereichern. Jeweils eine ganze Klasse kann die in einem Raum fest installierten
Keyboards nutzen, was bei den Kindern großen Anklang findet.
Die
SchülerInnen engagieren sich im Musikunterricht und treten mit viel Freude bei
verschiedenen Gelegenheiten auf.
Evaluation
Um das
Angebot des Klassenmusizierens reflektieren zu können, wurde im Jahre 2004 eine
Schülerbefragung durchgeführt. Die Befragung basiert auf dem Klassenmusizieren
mit Blockflöte. Die Feststellungen können dabei sicher auch auf andere
Instrumente übertragen werden. Nach Auswertung der Fragebögen, die von allen
fünf Klassen des damaligen Jahrganges 5 ausgefüllt wurden, ließen sich
zusammenfassend folgende Feststellungen treffen.
§
Blockflöte
spielen wird als sehr sinnvoll empfunden.
§
Blockflöte
spielen macht den SchülerInnen sehr viel Spaß.
§
Die
SchülerInnen spielen sehr gern als Klassenorchester mit der Blockflöte.
§
Zwei
Drittel spielen auch gern allein vor der ganzen Klasse vor.
§
Die
Auswahl der Stücke gefällt den Kindern sehr gut.
§
Fast
alle Kinder glauben, dass sie Noten und Rhythmus mit Hilfe der Flöte gut lernen
können.
§
Bei
fast allen Befragten wird die Freude an der Musik gefördert.
§
Alle
SchülerInnen spielen Flöte sehr gern mit Begleitung (Klavier).
§
Fast
alle möchten sehr gern bei schulischen Veranstaltungen Flöte vorspielen.
§
Etwa
die Hälfte der Befragten würde sich auch für eine Blockflöten-AG interessieren.
§
Fast
alle SchülerInnen beschäftigen sich auch zu Hause sehr gern mit der Flöte.
§
Fast
alle Eltern befürworten nach Meinung der Kinder das Blockflötespielen sehr.
§
Die
SchülerInnen glauben zu einem überwiegenden Teil, dass das Blockflötespielen
ihre Sozialkompetenz fördert.
Perspektivisch
ist die SRW weiter bestrebt, dieses Angebot aufrecht zu erhalten, weiter zu
fördern und unter Umständen auf den Wahlpflichtbereich auszudehnen. Angedacht
ist weiterhin die Einrichtung von sogenannten Musikklassen (mit erhöhtem
Stundenangebot im musischen/künstlerischen Bereich).
Die
Förderung von MigrantInnen in der Städtischen Realschule Werl
Auch
Werl entwickelte sich in den letzten 30 Jahren zu einer kulturell vielfältigen
Stadt, verschiedene Bovölkerungsgruppen aus Süd- und Osteuropa siedelten sich
an. Diese kulturelle und nationale Vielfalt spiegelt sich auch in der
Schülerschaft der Städtischen Realschule wieder.
Gegenwärtig
besuchen ca. 750 SchülerInnen die Städtische Realschule Werl, ca. 34% der
SchülerInnen haben einen Migarationshintergrund, d. h. sind entweder selbst im
Ausland geboren oder mindestens ein Elternteil kommt aus dem Ausland.
Eine
gleichberechtigte Teilnahme am beruflichen und gesellschaftlichen Leben dieser
Bevölkerungsgruppen setzt eine erfolgreiche schulische Laufbahn mit
qualifizierten Schulabschlüssen voraus. Gerade die Städtische Realschule ist
für diese Personengruppe eine wichtige Anlaufstelle, da die 3 katholischen
Schulen (Ursulinengymnasium und Ursulinenrealschule in privater Trägerschaft
und Overberghauptschule in städtischer Trägerschaft) viele dieser SchülerInnen
nicht aufnehmen.
Leider
ist der schulische Erfolg dieser Gruppe von SchülerInnen schwächer als der
deutscher SchülerInnen. Mehr MigrantInnen mussten eine der Klassen 6 bis 9
wiederholen, ein nennenswerter Anteil scheiterte sogar völlig an unserer
Realschule und musste zur Hauptschule wechseln.
Zu
diesen Misserfolgen trugen in der Vergangenheit zwei entscheidende Faktoren
bei. Im Bemühen für ihre Kinder das Beste zu erreichen, meldeten viele
Migrantenfamilien ihr Kind an der Realschule an, obwohl die Grundschulen die
Fortsetzung der Schullaufbahn an einer Hauptschule empfohlen hatte. Da die
Grundschulen der Stadt Werl die Leistungsfähigkeiten ihrer SchülerInnen unserer
Erfahrung nach gut beurteilen können, scheiterten viele dieser Kinder dann in
unserer Schule.
Selbst
im Zusammenhang mit dem neuen Zuweisungsverfahren beim Übergang von der
Grundschule in die Sekundarstufe I versuchen die Familien alles, um den Besuch
der Hauptschule zu vermeiden. Im ersten Durchgang wirkt sich diese neue Übergangsregelung
sehr positiv aus, da nur 3 SchülerInnen Probleme mit den Anforderungen im
Jahrgang 5 hatten.
Insbesondere
führen die sprachlichen Schwierigkeiten der MigrantInnen zu Misserfolgen. Sie
haben Probleme Texte zu verstehen (sinnerfassendes Lesen literarischer und
informie- render Texte in allen Fächern, erfassen der Arbeitsaufträge und
Aufgabenstellungen), Texte zu verfassen und sich grammatikalisch sowie
orthographisch verständlich bzw. korrekt auszudrücken. Insbesondere in Lernzielkontrollen
und Klassenarbeiten scheitern diese Schüle- rInnen an ihren schriftsprachlichen
Schwächen. In den Fremdsprachen fällt ihnen die Aussprache schwer.
Auffällig
in dieser Gruppe sind die Unterschiede zwischen den Jungen und den Mädchen.
Während viele Mädchen sehr schüchtern und zurückhaltend sind, fallen viele
Jungen insbesondere bei schulischen Misserfolgen auf, sie versuchen, ihre
Probleme durch Provokatio- nen und demonstrative Leistungsverweigerung zu
kompensieren.
Zielsetzungen
der Arbeit
Die
Verbesserung der schulischen Erfolge der MigrantInnen steht im Vordergrund
unserer schulischen Bemühungen. Insbesondere die sprachlichen Kompetenzen der
SchülerInnen sind zu fördern, da sie die Basis schulischen Erfolgs bilden. Förderkurse
sollen zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenzen eingerichtet werden.
Insgesamt
ist das Zusammenleben der Kulturen zu fördern.
Maßnahmen
Die
Bezirksregierung stellt der Schule Stunden zur Verfügung, so dass verschiedene
Fördermaßnahmen eingerichtet werden können.
Gegen Ende
des Schuljahres 2004/2005 wurde für den Start der Arbeit eine Bedarfserhebung
durchgeführt. Die DeutschlehrerInnen und die EnglischlehrerInnen empfahlen in
Absprache mit den KlassenlehrerInnen SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu
Fördermaßnahmen. Hier wurde deutlich, dass zahlreiche SchülerInnen gefördert
werden sollten.
Seit Beginn
des Schuljahres 2005/2006 wurden nach Anmeldung durch die Eltern zahlreiche Fördergruppen
für das Fach Deutsch, jeweils im Umfang von zwei Stunden wöchentlich, und einige
Fördergruppen für das Fach Englisch, jeweils im Umfang von 1 Stunde wöchentlich,
eingerichtet, die ausschließlich von Deutsch- bzw. EnglischlehrerInnen betreut
werden.
Für
muslimische und konfessionslose MigrantInnen bietet es sich an, Fördergruppen parallel
zum Religionsunterricht zu installieren, die katholischen und evangelischen
SchülerInnen nehmen im Nachmittagsbereich (7. und 8. Stunde) an Fördermaßnahmen
teil.
Die
Gruppengröße liegt nicht über 10 SchülerInnen, um eine intensive und
individualisierte Förderung der Sprachkompetenz zu sichern.
Als
Unterrichtsmaterialien werden Texte und Übungen eingesetzt, die im
Regelunterricht keine Verwendung finden, um den geförderten MigrantInnen nicht
den Eindruck zu vermitteln, lediglich mehr Zeit für das Fach zu verwenden,
sondern durch zusätzliche Materialien Wissen zu festigen und auszubauen. Zudem
soll vermieden werden, dass die betroffenen SchülerInnen durch identisches
Arbeitsmaterial in Regel- und Förderunterricht die Motivation verlieren.
In den
Sprachkursen werden alle für das Fach relevanten Kompetenzen gefördert, wobei
Schwerpunkte im Umgang mit Texten und im schriftlichen Sprachgebrauch liegen.
Die
Teilnahme im Förderunterricht erfolgt freiwillig und wird nicht benotet, wobei
darauf geachtet wird, dass die SchülerInnen regelmäßig am Unterricht
teilnehmen.
Die
Maßnahme verläuft positiv. Zahlreiche Eltern begrüßen die Förderung und die
Schüle- rInnen nehmen weitgehend gern am Unterricht teil.
Der Schwerpunkt
der Arbeit soll auch zukünftig in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 liegen, um die
Schulerfolgsquote der MigrantInnen zu steigern.
Evaluation
Die
Erfahrungen werden ausgewertet. Kriterien einer solchen Evaluation sind die
regelmäßige Teilnahme der SchülerInnen am Förderunterricht, die Akzeptanz der
Sprachkurse sowohl bei den SchülerInnen als auch deren Eltern sein. Erste Verbesserungen
des Schulerfolgs zeichnen sich ab.
Fördermaßnahmen
in den Jahrgängen 9 und 10 fanden bei den SchülerInnen keine Akzeptanz, obwohl
der Übergang in den Beruf bzw. in die Sekundarstufe II unterstützt werden sollte.
Lern-
und Förderempfehlungen – Hilfen für SchülerInnen und Eltern zur Beseitigung
fachlicher Schwächen
Nicht
nur infolge der Ergebnisse der Pisastudie, sondern in unserem Interesse als
allgemeinbildende, zukunftsorientierte Schule, liegt uns die individuelle
Förderung leistungsschwacher SchülerInnen besonders am Herzen. Um auch diesen
SchülerInnen einen Schulerfolg zu ermöglichen, werden und wurden schon immer,
etwa bei Elternsprechtagen, Empfehlungen z.B. zum Ausgleich von Lernmängeln
ausgesprochen.
Gerade
bei einem vielfältigen schulischen Bildungsangebot ist es wichtig, eventuell
auftretende Schwächen bei einer Schülerin oder eines Schülers zu erkennen und
individuelle Lösungsstrategien zu eröffnen. Nur so ist eine konsequente und
zielorientierte Entwicklung der SchülerInnen möglich.
Gemäß
des „Gesetzes zur Stärkung von Bildung und Erziehung“ von 2003 erhalten nun –
so die Vorgabe - SchülerInnen der Sekundarstufe I, „deren Versetzung gefährdet
ist, und ihre Erziehungsberechtigten zum Ende des Schulhalbjahres eine individuelle
Lern- und Förderempfehlung. Dasselbe gilt im Falle der Nichtversetzung zum Ende
des Schuljahres.“
Sie
sind als pädagogische Hilfen gedacht.
Die
Förderempfehlungen sollen den SchülerInnen eine Rückmeldung darüber geben,
·
in
welchen fachlichen Bereichen sie sich weiterentwickeln müssen,
·
wie
sie das erreichen können,
·
wie
sie Lern- und Arbeitsprozesse verbessern können,
·
wie
Eltern und LehrerInnen sie dabei unterstützen können.
Weiter
sollten die Eltern und SchülerInnen ein
persönliches Beratungsgespräch mit den jeweiligen Klassen- bzw. FachlehrerInnen
vereinbaren. Zielsetzung dieses Gesprächs ist es, die Defizite konkret zu
benennen und geeignete Fördermaßnahmen zu entwickeln. Außerdem sollen die
SchülerInnen die eigene Verantwortung für ihren individuellen Lernprozess erkennen.
Eine Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ist unerlässlich, um sicherzustellen,
dass die Lern- und Förderempfehlungen zum gewünschten Erfolg führen. Denn
langfristig soll erreicht werden, dass möglichst alle SchülerInnen das
Klassenziel bzw. den Schulabschluss erreichen.
Das
konkrete Vorgehen des Kollegiums zur Entwicklung von schulinternen Vorschlägen
zur Formulierung von Empfehlungen gestaltete sich folgendermaßen:
Alle
Fachschaften reflektierten vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen die typischen
Schwächen der SchülerInnen und stellten eine Sammlung von Aussagen zusammen.
Die Texte sind als Computer-Dateien im Lehrerzimmer vorhanden. Diese Sammlung
bildet die Grundlage für individuelle Lern- und Förderempfehlungen. Die
FachlehrerInnen formulieren für jede/n Schüler/in eine individuell
zugeschnittene Analyse und eine darauf aufbauende Empfehlung zur Verbesserung
des Lernerfolgs.
Leistungsdefizite
der SchülerInnen werden anhand von mündlichen und schriftlichen Lernzielkontrollen
durch die Klassen- und FachlehrerInnen festgestellt. Durch die schuleigenen
Förderempfehlungen werden diese Defizite benannt und Möglichkeiten aufgezeigt,
wie man den versäumten Unterrichtsstoff nacharbeiten und somit seine
Leistung steigern bzw. sein Lernergebnis
verbessern kann.
Die
Lern- und Förderempfehlungen werden als Anlage dem Zeugnis beigefügt. Nach
Erhalt sollten betroffene SchülerInnen mit ihren Eltern ein Beratungsgespräch
mit der Klassenleitung und den betreffenden FachlehrerInnen führen.
Konkrete
Umsetzungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Lernerfolgs sind zum Beispiel:
·
systematische
Wiederholungen,
·
das
Erstellen von Wochenplänen,
·
das
Erstellen und das Üben mit Lernkarteien,
·
das
Einhalten von festen Lernzeiten
·
usw.
Der/Die
Fachlehrer/in bzw. Klassenlehrer/in überwacht im folgenden Halbjahr die Lernfortschritte
des betroffenen Schülers bzw. der Schülerin und gibt regelmäßige Rückmeldungen
über Fortschritte oder weiter bestehenden Lernbedarf. Eltern können diese
Rückmeldung an den regelmäßigen Eltersprechtagen bzw. in den Sprechstunden der
LehrerInnen erhalten.
Arbeitsgemeinschaften
an der Städtischen Realschule Werl –
Vielfältige
Möglichkeiten für vielfältige Interessen
Den
ganz persönlichen Interessen nachgehen, in der Freizeit ungeahnte Talente
entdecken, in einer Gruppe Gleichgesinnter interessante Erfahrungen machen –
dies sind wichtige Stichpunkte, die für die verschiedenen Angebote im Bereich
der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften gelten. Einige AGs werden traditionell
schon seit langem mit großem Erfolg an unserer Schule durchgeführt – und
interessante neue Angebote kommen
hinzu, wenn die Bedingungen es ermöglichen.
Unsere
Schülerzeitung „X-Tra“

Eine
wichtige Institution in unserem Schulleben ist die Schülerzeitung X-Tra, die
seit 2001 existiert und aus einen Vorläufer der 90-er Jahre entstand.
Die
Schülerzeitung bietet SchülerInnen eine Plattform, um aktuelle schulische
Fragen anzusprechen und zu diskutieren und ist ein Forum für besondere
Aktivitäten, die über den normalen Schulalltag hinausgehen.
Die
Arbeit an der Schülerzeitung fördert vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen.
SchülerInnen
§
erwerben
journalistische und medientechnische Fähigkeiten
§
üben
Formen eigenverantwortlicher Teamarbeit ein
§
erweitern
ihre sprachliche Kompetenz auf schriftlicher und mündlicher Ebene
§
lernen
strukturiertes Arbeiten
§
erweitern
ihr Wissensspektrum durch überfachliche Themen
§
setzen
im Unterricht erworbene Arbeitstechniken in die Praxis um.
Die
Zeitung erhellt den manchmal grauen Schulalltag, deshalb gibt es in der X-Tra
auch möglichst viel Unterhaltsames. Ein breites inhaltliches Spektrum soll alle
Jahrgangsstufen ansprechen. Berichte, Reportagen, Karikaturen, Graphiken, Witze
oder Denksportaufgaben greifen Ereignisse des Schullebens auf, wie
Klassenfahrten, Unterrichtsaktionen, AG-Aktivitäten, Veranstaltungen und
Planungen der SV. Durch Buchvorstellungen soll das Leseinteresse in der
Schülerschaft insgesamt gesteigert und die Arbeit der Schülerbücherei unterstützt
werden.
Im
Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wird unsere „X-Tra“ erstellt. Teilnehmen
können interessierte SchülerInnen ab der 6. Jahrgangsstufe. Die Zeitung
erscheint zwei bis dreimal pro Schuljahr im A5-Format. Der Umfang variiert
zwischen 40 und 50 Seiten.
Die
Redaktionssitzungen erfolgen im wöchentlichen Rhythmus. Die Zahl der
MitarbeiterInnen variiert zwischen 7 und 15 SchülerInnen.
Die
Redaktionsmitglieder suchen Themen, recherchieren und schreiben die Artikel.
Sie über- nehmen ebenfalls die Erstellung von Photos. Anschließend werden die
Texte, Fotos und Überschriften in die endgültige Form gebracht. Für die
Gesamtkonzeption ist die gewählte Chefredakteurin/der gewählte Chefredakteur
oder das gewählte Leitungsteam verantwortlich. Die Qualität der Zeitung hängt
entscheidend von der Motivation, Fähigkeit und Mitarbeit des Redaktionsteams
und hier besonders der Chefredakteurin/des Chefredakteurs ab.
Die
verantwortliche Lehrkraft ist vor allem zuständig für die äußere Abwicklung und
den Kontakt zu den Werbepartnern.
Für
die Arbeit stehen verschiedene Computerprogramme zur Verfügung. Geschrieben
wird in MS Word, im Programm Photoshop CS werden Fotos bearbeitet und die
Überschriften selbstständig gestaltet, ein Layoutprogramm unterstützt die
gestalterische Arbeit. Auch eine Digitalkamera gehört zur technischen
Ausstattung. Der Druck erfolgt digital bei Dino-Druck in Augsburg. Die digitale
Druckvorlage wird von der Redaktion erstellt und per CD an die Druckerei
geschickt.
Der
Verkauf der Zeitung erfolgt in den Klassen. Über Klassenlisten wird die Zahl
der gewünschten Exemplare ermittelt, verteilt wird die Zeitung über die
KlassenlehrerInnen. Die Schülerzeitung wird zum Preis von 50 Cent verkauft.
Eine Kostendeckung gelingt über die Einbeziehung von Werbepartnern.
Nach
dem Erscheinen jeder Ausgabe erfolgt in der Redaktion eine kritische Nachbesprechung,
in der Verbesserungsvorschläge aufgenommen werden.
Alle
SchülerInnen haben die Möglichkeit, Kritikpunkte und Anregungen im X-Tra-Kasten
an die Redaktion zu richten.
Interesse
von Seiten der SchülerInnen besteht, da die Auflage von etwa 500 Exemplaren
über Jahre gehalten wird.
Die
Theater-AG
Die
Theater-AG verfolgt das Ziel, in einer stark durch die Wissensvermittlung
bestimmten Schule auch das Spiel, vor allem das Schauspiel, nicht zu kurz
kommen zu lassen. Die SchülerInnen schlüpfen beim Theater in fremde Rollen und
lernen aufgrund der jahrgangsübergreifenden Arbeitsweise, sich auch mit jüngeren
und älteren Jugendlichen zu arrangieren, um am Ende ein gemeinsames Produkt,
nämlich die Theaterinszenierung, auf die Beine zu stellen. Soziales Lernen
spielt also eine herausragende Rolle. Besonderen Wert aber wird auf die
Entwicklung rhetorischer Fähigkeiten gelegt; vor allem an der Stimmentwicklung
und einer deutlichen Aussprache wird kontinuierlich gearbeitet.
Die
Theater-AG wurde im Jahr 2000 von einem Lehrer ins Leben gerufen, der
schauspielerisch interessierten und begabten SchülerInnen die Möglichkeit
bieten wollte, ihr Talent auf der Bühne zur Darstellung zu bringen.
Jeweils
zu Beginn eines Schuljahres verpflichten sich die TeilnehmerInnen nach einer
Probephase für ein einjähriges Engagement in der AG, um eine kontinuierliche
Probenarbeit zu ermöglichen. Im Plenum wird gemeinsam beschlossen, welches
Theaterprojekt für das Schuljahr angegangen werden soll. Die SchülerInnen
werden schrittweise an das neue Stück herangeführt, werden aber auch dazu
verpflichtet, ihre Rollen gewissenhaft auswendig zu lernen. Gerade bei dieser
für SchülerInnen oft ungewohnten und schwierigen Aufgabe erleben die
Jugendlichen aber auch, zu welchen Leistungen sie bei hohem Einsatz wirklich
fähig sind, was schließlich dazu führt, dass viele Teilnehmer oft über ihre gesamte
Schulzeit an der Theater-AG teilnehmen.
Im
Regelfall werden die erarbeiteten Stücke der Schulgemeinde am Ende des
Schuljahres in einer oder mehreren Aufführungen präsentiert. Die Vorbereitung
auf diesen wichtigen Termin fordert und fördert erfahrungsgemäß vor allem die
organisatorischen Fähigkeiten der SchülerInnen. Darüber hinaus besteht auch die
Möglichkeit, dass die Theater-AG wichtige feierliche Veranstaltungen der
Städtischen Realschule begleitet (z.B. kleine Sketche bei Begrüßungs-, Entlass-
und Eröffnungsfeiern).
Die
Theater-AG hat sich für die kommenden Jahre zum Ziel gesetzt, die SchülerInnen
der Städtischen Realschule noch in weitaus größerem Maße als bisher für die
Aufführungen der Theater-AG zu begeistern. Alle Mitwirkenden haben ein großes
Publikum verdient.
Die
Literatur-AG
Die
Literatur-AG ist eine Gruppe von 6 bis 20 SchülerInnen der Klassenstufen 6 –10,
die sich seit einigen Jahren einmal in der Woche für eine Doppelstunde zum
gemeinsamen Arbeiten trifft. Ursprünglich als eine Art Schreibwerkstatt
gegründet, hat die AG zunächst Artikel für die Schülerzeitung geschrieben,
bevor sie sich unter ihrem neuen Namen eigenen Projekten widmete.
Bei
Besuchen in der Städtischen Bücherei und in ortsansässigen Buchhandlungen
lernen die SchülerInnen lesenswerte Jugendbücher kennen, die auch in den
wöchentlichen Sitzungen gelesen, besprochen und z. T. auch kreativ bearbeitet
werden.
Der
Schwerpunkt der Arbeit liegt jedoch in der Produktion eigener kleiner „Werke“.
So entstanden in den letzten Jahren eine ganze Reihe so genannter „Heftchen“ zu
verschiedenen Themen, die den SchülerInnen der Städtischen Realschule zum
Selbstkostenpreis angeboten wurden, auf reges Interesse stießen und einen guten
Absatz fanden.
In oft
mühevoller, aber sehr engagierter Kleinarbeit sammeln die AG-Mitglieder dabei
die unterschiedlichsten Ideen und Materialien zu den einzelnen Themenbereichen,
wählen aus, verändern oder gestalten vieles auch selbst.
Im Weihnachts-
und Osterheft trugen die SchülerInnen ganz verschiedene Aspekte
dieser beiden Feiertage zusammen. Neben historischen Hintergründen enthielten
die Hefte auch Gedichte, Lieder, Rezepte und Bastelanleitungen passend zur
jeweiligen Jahreszeit.
Das Spieleheft
enthielt zahlreiche Gruppenspiele, die von den AG-Mitgliedern gesammelt
oder ausgedacht und mit viel Spaß und Eifer natürlich auch selbst getestet
wurden, u. a. Aktions- und Konzentrationsspiele, Spiele für Pausen, Klassenfahrten
oder für die Freizeit. Die Zeitschrift BLUE orientierte sich in
Inhalten und Gestaltung an aktuellen Jugendmagazinen und bot den Leserinnen und
Lesern interessante Sachinformationen zu aktuellen Themen, Mode- und
Beauty-Tipps, einen Psycho-Test, Gedichte, Rätsel, Witze, ein Horoskop und sogar
Kontaktanzeigen.
Das
aktuelle Produkt der Literatur-AG ist ein Rätselheft, das
unterschiedlichste Arten von Rätseln, Knobeleien und Denksportaufgaben für alle
Klassenstufen (und auch Erwachsene) enthält, wobei einige Seiten mit Witzen den
grauen Zellen Entspannung bieten wollen.
Die
Reli(gions)-AG
Die
Reli-AG wurde vor einigen Jahren durch einen Schüleranstoß im
Religionsunterricht gegründet, nämlich durch die Frage einer Schülerin, warum
wir dem Leid in der Welt im Unterricht immer nur theoretisch begegnen. Um
wirklich interessierte SchülerInnen anzusprechen, die bereit waren, auch
praktisch Menschen zu helfen, wurde damals die ehrenamtlich geführte Reli-AG
ins Leben gerufen.
Es ist
das Hauptziel der Reli-AG, theoretisches Wissen mit praktischem Tun zu
verbinden und den SchülerInnen den Eindruck zu vermitteln, dass sie selbst
durchaus in der Lage sind, sich durch ihre Aktionen praktisch für andere
Menschen zu engagieren, entweder um sie umfassend zu informieren oder aber, um
ihnen konkret zu helfen.
Verschiedene
Projekte wurden bearbeitet: Zu Beginn haben sich die TeilnehmerInnen (auch im
Rahmen einer Projektwoche) in der Unterstützung krebskranker Kinder in
Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei engagiert. Im
landesweiten Schülerwettbewerb „SMS“ (Schule - Mitbürger - Solidarität) wurde
unser Engagement von der Landesregierung als „herausragendes Projekt“
herausgestellt und mit folgenden Worten geehrt: „Die SchülerInnen haben
gezeigt, dass es möglich ist, diesen sensiblen Bereich menschlichen Lebens mit
praktischen Mitteln zu erarbeiten und die Menschen nicht nur zu interessieren,
sondern sie auch zur Mithilfe zu animieren.“
Zeitgleich
hat sich die AG für eine kosovo-albanische Schülerin eingesetzt, die mitten in
ihrer Schulausbildung zusammen mit einem hörbehinderten Bruder in die Heimat
zwangsabgewiesen werden sollte.
Auch
die Verfolgung jüdischer Bürger in Werl zu Zeiten des Nationalsozialismus war
ein wichtiges Thema, zu dem eine Ausstellung initiiert und realisiert wurde.
Außerdem
beschäftigte sich die AG mit der Organisation einer Patenschaft für einen
Jungen in Lateinamerika (hier geht es um die Aufrechterhaltung des Kontakts),
wodurch regelmäßig Geld überwiesen wird.
Ein
weiteres Projekt war die Teilnahme am Wettbewerb „AIDS on Stage - Jugendliche
inszenieren Mankell“. Alle zehn TeilnehmerInnen waren sofort Feuer und Flamme,
sich an dem Projekt zu beteiligen. Hierbei ging es darum, ein Buch des bekannten
schwedischen Autors Henning Mankell auf deutsche Verhältnisse zu übertragen und
schließlich ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Im Laufe der Entwicklung
des Stückes und der fortschreitenden Proben zeigten immer mehr SchülerInnen
Interesse an einer Mitarbeit in der Reli-AG, sodass unser Stück „Die
Schatztruhe“ im September 2005 sehr erfolgreich aufgeführt werden konnte.
Die
letzte Aktion war die Vorbereitung und Durchführung einer Ausstellung zu
„Schulen in Werl“, in der die Schulgeschichte Werls und insbesondere die
Geschichte der Städtischen Realschule aufgearbeitet und dokumentiert wurden.
Die Homepage-AG
Die
Homepage-AG existiert seit dem Schuljahr 1999. Ziel der Arbeitsgemeinschaft
war, unsere Schule im Rahmen der Aktion „Schulen ans Netz“ im Internet (www.realschule-werl. de) zu
präsentieren, zu aktualisieren und weiterzuentwickeln.
Die Homepage der Schule soll den Interessenten – SchülerInnen, Eltern, aber
auch KollegInnen und Ehemaligen – einen Einblick in das Schulleben ermöglichen
und gleichzeitig Informationen bezüglich Schulveranstaltungen, Schulstruktur
und Schullaufbahnen bieten.
In dieser Arbeitsgemeinschaft haben die SchülerInnen ab Jahrgangsstufe 8 die
Möglichkeit, in unterschiedlichster Weise den Computer als Arbeitsmittel kennen
zu lernen und zu nutzen. Vor allem sind jene SchülerInnen angesprochen, die das
Fach Informatik nicht als WPI-Fach gewählt haben. Ein Ziel dieser AG ist es,
den teilnehmenden SchülerInnen projektorientiert den Umgang und den Einsatz
moderner Medien näher zu bringen.
Im
Mittelpunkt der Arbeit stehen die
§
Grundkenntnisse
im Umgang mit dem Computer
§
Nutzung von Anwenderprogrammen (Textverarbeitung, Grafikprogramme,
html-Editoren, Programme zum Gestalten von Web-Sites)
§
Nutzung von Dienstprogrammen für das Internet (ftp-Programme)
Dabei erhalten die SchülerInnen Anleitung zum Gebrauch dieser
Programme indem sie vorhandene Seiten aktualisieren aber auch selbständig
eigene Arbeiten und Projekte verfolgen, die dann auf unserer Web-Site
veröffentlicht werden. Außerdem fordert die Verwirklichung eines Projekts
natürlich Kreativität und Teamgeist von den AG-Mitgliedern.
Eine Rückmeldung über die geleistete Arbeit geschieht über E-Mails, ein
Gästebuch und ein Diskussionsforum.
Die
Mofa-AG

Seit
1984 wird im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft ein Mofakurs pro
Schulhalbjahr an der Städtischen Realschule Werl durchgeführt.
Der
Mofakurs ist ein Teil der schulischen Verkehrserziehung. Das Mofa ist das erste
motorisierte Fahrzeug, mit dem Jugendliche am öffentlichen Straßenverkehr
teilnehmen können. Im Mofakurs werden die bisherigen Erfahrungen als
Verkehrsteilnehmer aufgearbeitet. Die SchülerInnen sollen zu
verantwortungsvollen und aufmerksamen Verkehrsteilnehmern geschult werden.
Verzicht auf Vorrechte sowie Vorausahnen der Handlungen anderer sind Bestandteile
des Mofakurses.
Der
Mofakurs findet jeweils mittwochs in der 7. und 8. Stunde statt.
Der
Unterricht teilt sich auf in acht Doppelstunden Theorie und acht Doppelstunden
Praxis. Als Abschluss von Theorie und Praxis findet eine Lernzielkontrolle
statt, die von dem Leiter des Mofakurses durchgeführt wird. Der erfolgreiche
Abschluss bedeutet das Erlangen der Mofaprüfbescheinigung, welche die Erlaubnis
beinhaltet, ein Mofa im öffentlichen Straßenverkehr führen zu können.
In
früheren Jahren war der erfolgreiche Abschluss der Mofaprüfung kein Problem.
Erst in den letzten Jahren stellten sich bei den SchülerInnen Schwierigkeiten
bei der Bewältigung der Theorie ein, so dass bei Kursen von je zwölf
SchülerInnen pro Schulhalbjahr im Schnitt ein/zwei SchülerInnen den Kurs nicht
erfolgreich abschließen konnten.
Die
praktische Ausbildung findet in Kooperation mit den Werler Schulen auf dem
Schulhof der Overbergschule statt, da hier die Mofas untergebracht sind. Die
Wartung wird von der Overbergschule durchgeführt.
Der
Mofakurs finanziert sich aus Kostenbeiträgen
durch die SchülerInnen. Der Beitrag beträgt z.Zt. 13,- EUR pro SchülerIn.
Neuanschaffungen werden durch die Fördervereine der beteiligten Schulen nach
Absprache getätigt.
Die
Rechtskunde-AG
In
Kooperation mit dem Landgericht führt eine beauftragte Rechtsanwältin/ein
beauftragter Rechtsanwalt seit Jahren an 10 Nachmittagen eine Rechtskunde-AG
für den Jahrgang 10 durch.
Ziel
des Unterrichtes ist es, Verständnis für das Wesen und die Ordnungsaufgaben des
Rechts zu wecken und Jugendlichen den Rechtsstaat als Wertesystem nahe zu
bringen.
Die
SchülerInnen sollen Kenntnisse zu unserer Rechtsordnung erwerben und mit den
Aufgaben der Rechtspflege vertraut gemacht werden. Hierdurch soll ihnen später
das Leben im Rechtswesen erleichtert werden.
Der
Rechtskundeunterricht baut auf Fällen und Beispielen aus dem Lebens- und
Interessenbereich der SchülerInnen auf, wodurch die SchülerInnen an der
Erarbeitung des Stoffes mitwirken und zur Lösung der Fälle beitragen können und
sollen.
Die
SchülerInnen erhalten einen Überblick zum Vertragsrecht (z.B. Kauf- oder
Mietverträge) sowie zum Familienrecht und Strafrecht(z.B. Diebstähle und derer
Verfolgung und Ahndung).
Der
Unterrichtsstoff wird den SchülerInnen u.a. unterstützt durch Videofilme
vermittelt, die das Justizministerium in Zusammenarbeit mit dem Audiovisuellen
Medienzentrum der Universität Paderborn konzipiert hat.
Besonders
interessant ist für die SchülerInnen ihre Teilnahme an einem Sitzungstag des
Strafgerichts des Amtsgerichts Soest, die ihnen einen Einblick in die
gerichtliche Praxis gewährt.
Das
Interesse an dieser AG ist immer sehr groß, so dass leider nicht alle
Teilnahmewünsche erfüllt werden können.
Evaluation
– regelmäßige Bilanz schulischer Arbeit
Hinter
dem neuen Begriff „Evaluation“ steckt eine für Schule traditionelle Idee. Zum
Alltag von LehrerInnen gehört, die eigene Arbeit zu beobachten, zu
reflektieren, zu bewerten und Schlussfolgerungen für deren Weiterentwicklung zu
ziehen. In Gesprächen werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Entscheidungen
getroffen. „Evaluation“ geht über dieses Alltagshandeln hinaus. Eine geplante, systematische Analyse und
Bewertung gezielt ausgewählter Arbeitsschwerpunkte dient dazu, die Ziele, die
man sich gesetzt hat, und die Maßnahmen, die zur Verwirklichung dieser Ziele
ergriffen werden, zu überprüfen. Der ständige Wandel unserer Gesellschaft macht
auch vor unserer Schultür nicht halt, sodass wir als Schule ständig vor neuen
Herausforderungen stehen. Um die Qualität unserer schulischen Arbeit zu
sichern, gehört daher Evaluation zu unserem professionellen Handeln.
Als
Rückmeldung für unsere Arbeit sind Aussagen unserer SchülerInnen und Eltern von
Bedeutung.
Die
notwendige Systematik von Rückmeldungen ist für unsere Schule auch eine neue
Erfahrung. Als unsere Schule den Schulprogrammerlass vom Jahr 2003 zur Kenntnis
nahm, reagierten viele KollegInnen mit Skepsis. Wir einigten uns dann auf
schulische Projekte, die einer Analyse, Reflektion und Bewertung unterzogen
werden sollten. Außerdem entschied das Kollegium sich für den Einsatz von
Fragebögen, um erste Erfahrungen mit Evaluationen zu sammeln.
Ein
Projekt wurde bereits mehrfach evaluiert, nämlich die „Berufswahlorientierung
im Jahrgang 8“. Alle SchülerInnen des Jahrgangs nahmen an diesem Projekt teil
und wurden einige Tage nach der Durchführung nach ihrer Einschätzung gefragt.
(Projekt und Ergebnisse der Befragung sind im Kapitel „Berufswahlorientierung
und Lebensplanung“ dargestellt.)
Eine
zweite Befragung von SchülerInnen fand im Zusammenhang mit dem 2003 eingeführten
„Klassenmusizieren“ statt. Nach dem ersten Schulhalbjahr nahmen alle
SchülerInnen des Jahrgangs 5 zu dieser Neuerung des Musikunterrichts Stellung.
(Projekt und Ergebnisse der Befragung sind im Kapitel „Klassenmusizieren –
handlungsorientierter Musikunterricht“ nachzulesen.)
Bei
der Frage, welches schulische Feld geeignet sein könnte eine Rückmeldung von
Eltern einzuholen, entschied sich unsere Schule für den Start der SchülerInnen
im Jahrgang 5 in unserer Schule. Gerade dieser Schulwechsel ist für alle
beteiligten Kinder und Eltern von großer Bedeutung. Alle Eltern des Jahrgangs 5
des Schuljahres 2004/2005 wurden um ihre Meinung und Bewertung gebeten. (Die
Ergebnisse der Befragung sind unter der Überschrift „Der Übergang von der Grundschule
zur Städtischen Realschule – ein wichtiger Schritt im Leben der Kinder“
erläutert.)
Aus
den in allen Schulen durchgeführten Lernstandserhebungen im Jahrgang 8 in den Fächern
Deutsch, Mathematik und Englisch sind ebenfalls Erkenntnisse zu gewinnen, und
zwar zur Arbeit im Unterricht. Die landesweit eingesetzten Aufgaben für alle
Realschulen liefern einerseits dem Land NRW und andererseits uns eine
Einschätzung des Leistungsstands unserer
SchülerInnen. Damit erhalten alle Beteiligten eine Grundlage für die weitere
Gestaltung des Unterrichts sowie eine Basis für schulübergreifende Vorgaben und
Standards (siehe „Lernstanderhebungen im Jahrgang 8“).
Auch
die Eltern werden über Berichte zur Arbeit der Schule in die planerischen
Überlegungen einbezogen. Insbesondere in den Schulpflegschaftssitzungen
berichtet die Schulleiterin regelmäßig über Aktivitäten der Schule und nimmt im
Gegenzug Anregungen für die weitere Arbeit mit ins Kollegium. Die
Schulkonferenz fasst dann mit allen beteiligten Gruppen die notwendigen
Beschlüsse für die Weiterentwicklung der Schule.
Die
Planung der weiteren Schulentwicklung
Wie
jede Schule müssen auch wir die weiteren Schritte der Arbeit planen. Während
noch vor einigen Jahren schulinterne Schwerpunkte gesetzt werden konnten,
prägen die durch das neue Schulgesetz entstehenden Veränderungen die Zielsetzungen
und die nächsten Arbeitsschritte.
Entwicklungsziele
·
Verbesserung
der Lernerfolge der SchülerInnen
o Weitere Arbeit an den schulinternen
Lehrplänen
o Auswertung der Lernstanderhebungen
des Jahrgangs 8 im Hinblick auf not- wendige Veränderungen des Unterrichts
o Auswertung der Zentralen
Prüfungen im Hinblick auf notwendige Veränderungen des Unterrichts
·
Ergänzung
des Schulprogramms
·
Nutzen
von Fortbildungsmöglichkeiten zur Unterstützung der Arbeitsvorhaben
Für jedes Schuljahr wird ein Arbeitsplan erstellt.
Fortbildungsplanung
– eine Aufgabe im Ausgleich zwischen den Notwendigkeiten für die Schule und den
Einzelinteressen von LehrerInnen
Wissen,
Kenntnisse und Fähigkeiten für die schulische Praxis von LehrerInnen
unterliegen einem rasanten Wandel und müssen ständig aktualisiert werden.
Fortbildungen bieten Anregungen und Ideen zu Themen der täglichen Arbeit,
eröffnen die Chance, die eigenen Vorstellungen zu reflektieren, die eigene
Praxis zu bewerten und zu verändern. Während noch vor einigen Jahren die
Teilnahme an Fortbildungen von individuellen Interessen geprägt war, rücken
heute Interessen der Schule als Systems mehr in den Vordergrund. Die
Fortbildung der LehrerInnen übernimmt die wichtige Funktion, KollegInnen bei
ihrer Weiterentwicklung im Hinblick auf die Veränderungen von Schule und
Unterricht zu unterstützen.
Schulinterne
Fortbildungen empfehlen sich immer dann, wenn alle KollegInnen von einer
Thematik betroffen sind, oder zumindest große Gruppen gemeinsame Interessen
verfolgen. Schulexterne Fortbildungen werden von einzelnen KollegInnen
wahrgenommen, die dann nach Abschluss der Fortbildung Informationen und
Materialien an die KollegInnen weitergeben.
Die
Bezirksregierung Arnsberg stellt den Schulen ein Fortbildungsbudget zur
Verfügung, d.h. die Schulen haben Finanzmittel, um sich Fortbildungen für das
Kollegium, Gruppen oder einzelne KollegInnen zu finanzieren. Daneben gibt es
einige wenige staatliche Fortbildungsangebote, zu denen sich KollegInnen melden
können.
Unsere
Lehrerkonferenz entwickelte einen Rahmenplan für Fortbildungen. Darin haben Aktivitäten
zur Realisierung des Schulprogramms Priorität. Grundsätzlich vereinbarte das
Kollegium weiter, dass bei Einzelinteressen die Fortbildungsangebote externer
TrägerInnen genutzt werden können, wenn Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
Im
Hinblick auf unsere Leitidee „Konsequent erziehen“ erschien dem Kollegium die
Beschäftigung mit dem „Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ von besonderer
Bedeutung. Immer mehr SchülerInnen mit dieser Erscheinung befinden sich in unserer
Schule und stellen die LehrerInnen und die MitschülerInnen vor hohe
Anforderungen. Vor diesem Hintergrund wurde an einem Nachmittag ein
Ergotherapeut für eine schulinterne Fortbildung eingeladen, der über
Hintergründe, Erscheinungsformen und mögliche Maßnahmen informierte und mit dem
Kollegium zu Umsetzungsüberlegungen reflektierte.
Im
Zusammenhang mit dem Schulprogrammschwerpunkt „Leben in der Gemeinschaft –
unsere Bausteine für soziales Lernen“ entstand in den letzten Jahren
ebenfalls ein Fortbildungsfeld, das auch zukünftig von Bedeutung sein wird.
Die
KlassenlehrerInnen der jeweiligen Jahrgänge 5 und 6 treffen sich in
regelmäßigen Abständen, um unter Anleitung des zweiten Konrektors das
„Sozialtraining“ zu erarbeiten, für die unterrichtliche Umsetzung aufzubereiten
und gemeinsam die Erfahrungen zu reflektieren.
Die
KollegInnen, die sich für das „Konflikttraining“ engagieren nutzten ein
Fortbildungsangebot eines Weiterbildungsträgers, um sich mit neuen Methoden der
Arbeit zum Thema „Mobbing“ zu beschäftigen.
Die
KollegInnen die die Gruppe der „StreitschlichterInnen“ betreuen, nehmen
regelmäßig an den von der Bezirksregierung angebotenen Fortbildungen teil, um
ihr Knowhow zu verbessern.
Auch
die Fortbildungen für die SV-LehrerInnen werden regelmäßig in Anspruch
genommen, um die Arbeit mit der Schülervertretung aktiv und qualifiziert
begleiten zu können.
Für
die Arbeit am Projekt „Schutz vor sexuellen Übergriffen“ nutzten die
KollegInnen die Kooperation mit „Wildwasser“ und qualifizierten sich weiter, um
nach ersten Probeläufen mit einer externen Referentin selbst die notwendige
Unterrichtsarbeit durchzuführen.
Die
notwendige Verbesserung der Lernerfolge im Zusammenhang mit der
Umsetzung der neuen Kernlehrpläne ergaben weitere Fortbildungsschwerpunkte. Mit
Hilfe externer ModeratorInnen setzten sich die Fachgruppen Deutsch und Englisch
in schulinternen Fortbildungen mit den neuen Kernlehrplänen auseinander,
entwickelten erste Entwürfe für neue schulinterne Lehrpläne und erarbeiteten
einige Beispiele für neue Unterrichtssequenzen und Leistungsüberprüfungen. In
der Fachgruppe Mathematik entstand der Wunsch, sich mit der „Stochastik“ zu
beschäftigen. Sicherlich werden hier auch zukünftig Fortbildungen genutzt werden,
um sich diesen neuen Herausforderungen gewachsen zu fühlen.