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Plakat-Info Die Hände werden bemalt
Farbe für alle Wir protestieren gegen Kindersoldaten
Der Handabdruck bezeugt unseren Protest Die Hände werden auch wieder sauber
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Folgender Text stand am nächsten Tag in der Werler Zeitung (Copyright by Werler Anzeiger 13.2.2010)
 

Schockierende Wahrheit

Schüler der Städt. Realschule Werl beteiligten sich an internationalen „Red Hand Day“ Weltweit rund 250 000 Kindersoldaten im Einsatz-„Existenzielle Dinge nicht vergessen“


In unseren Breitengraden unvorstellbar, in viele anderen Ländern rund um den Globus aber grausamer Alltag: Kinder, die zu äußerst brutalen Kriegern ausgebildet werden. Statt der Schulbank drücken sie den Abzug und ziehen für Erwachsene in tödliche Kriege. Sie müssen lebensgefährliche Botengänge übernehmen oder Sklavendienste für Kommandanten leisten. Und weibliche Kindersoldaten werden häufig Opfer sexuellen Missbrauchs. Das löst weltweit öffentliche Proteste aus, denen sich gestern im Rahmen des „Red Hand Day“ auch die Schüler der Städtischen Realschule Werl anschlossen- und dabei auf die Signalfarbe rot setzen.

Nein zur Rekrutierung von Kindersoldaten

Es war richtig was los auf dem Schulhof am Salzbach als die Schützlinge von Sowi-Lehrer Stefan Cypionka dazu animiert, Farbe zu bekennen. Und zwar im wahrsten Sinne das Wortes. Auf großen Plakaten sammelten sie etliche Abdrücke ihrer rot angemalten Hände, die ein Signal setzen sollten: Nein sagen zur Rekrutierung zum Einsatz von Kindersoldaten. Denn nach Angaben der Vereinten Nationen auf der ganzen Welt immer noch rund 250 000 Kindersoldaten im Einsatz. Eine Zahl, die die Schüler von Stefan Cypionka schon seit einigen Wochen  beschäftigte- und schockierte „Wir sind auf das Thema als Exemplarisches Bespiel für die Unterrichtsreihe Menschenrechte gestoßen“, berichtete der Sozialwissenschaftslehrer von aufschlussreichen Stunden. „Es war wirklich sehr erstaunlich, wie interessiert die Schüler waren. Das hätte ich so nicht erwartet.“
Auch gestern waren die Schüler voller Tatendrang bei der Sache. „Es ist auf jedem Fall ein sehr emotionales Thema, dass jeden von uns berührt“, faste Jessica Pustelnik die Reaktion aller zusammen.“ Und auch, wenn Kindersoldaten weit weg von uns sind geht uns das alle etwas an“, ergänzte Steffanie Kanne ihre Mitschülerin. Unterstützt wurden die Schüler bei ihrer Aktion von namhaften Politikern- unter anderem hatte der heimische Landesminister Eckhart Uhlenberg geschrieben aber auch Bundespräsident Horst Köhler. Höchst persönlich bekundeten ihre Solidarität derweil Werls stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kramer und grünen Politikerin Dagmar Hanses, die im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landtagsfraktion Bündnis 90/ die Grünen gekommen war. Und beide waren sich einig: „Das ist ein Thema, das wesentlich stärker in die Öffentlichkeit und mehr ins Bewusstsein der Menschen rückt werden muss.“ Deshalb seien Aktionen wie diese äußerst lobenswert. Schulleiterin Birgit Rottmayer erhoffte sich derweil ein „Umdenken unter den Schülern“. In Zeiten, in denen Medien außergewöhnlich viel über Dinge wie etwa die Wirtschaftskrise werde, dürfe man existenzielle Dinge, also auch die Thematik und um die Kindersoldaten in anderen Ländern dieser Welt, nicht vergessen.

Die Situation nicht tolerieren

Eine Einstellung, mit der ihre Schüler offenbar einher gehen. Warum sonst sollte die gesamte Schülerschaft ihre Hände hoch in die Lüfte gestreckt haben, als Moderatorin Viktoria Garder im Rahmen der Veranstaltung in die runde fragte, wer den Einsatz von Kindersoldaten nicht toleriere …
(Autor Alexander Heine)



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